
Ein gutes Rapsöl ist nicht schwer zu erkennen.
Rapsöl wird aus den Samen der Rapspflanze gewonnen. Je nach deren Anbau und Verarbeitung weisen die daraus gefertigten Öle größere oder kleinere Unterschiede auf. Entscheidend für die Qualität eines Rapsöls sind sowohl der Pflanzenanbau, die Lagerung der Samen und letztendlich die Herstellung des Rapsöls.
Rapsanbau
Der Raps, aus dem später Öl gewonnen wird, kann sowohl konventionell als auch biologisch angebaut werden. Ob daraus Unterschiede im Geschmack und der Beschaffenheit des Rapsöls entstehen, ist umstritten. Wenn Sie jedoch Wert auf einen nachhaltigen und ökologischen Lebensstil legen, sollten Sie beim Vergleich verschiedener Rapsöle auf Umweltsiegel achten. Dazu gehört beispielsweise das europäische Bio-Siegel, das ein aus weißen Sternen geformtes Blatt auf hellgrünem Grund zeigt. Dann können Sie sich sicher sein, dass es sich um Bio-Rapsöl handelt.
Herstellungsverfahren
Für die Herstellung von Rapsöl gibt es 2 verschiedene Verfahren: Die Samen können einerseits kaltgepresst oder vorher erhitzt werden. Letzteres wird auch als raffinierte Ölgewinnung bezeichnet. Dabei gehen unter Umständen sowohl Nährstoffe als auch der Eigengeschmack des Rapsöls zum Teil verloren. Dafür steigt beispielsweise die Hitzebeständigkeit des Rapsöls an. Welches Herstellungsverfahren besser ist, hängt also davon ab, wie Sie das Rapsöl verwenden möchten.
Reinheit
Die Rapsöle unterschiedlicher Hersteller unterscheiden sich teilweise in ihrer Reinheit und Belastung mit Schadstoffen. Hinweise darauf, welche Rapsöle in dieser Kategorie gut abschneiden, liefern Testergebnisse unabhängiger Prüfinstitute. Dazu gehört beispielsweise die Deutsche Lebensmittelgesellschaft (DLG). Sie prüft zweimal im Jahr zahlreiche Produkte auf Geschmack und Zusammensetzung. Je nach erzieltem Ergebnis vergibt sie dann das DLG-Siegel in Gold, Silber oder Bronze. Die DLG testet jedoch ausschließlich in Deutschland hergestellte Rapsöle.
Nährwerte
Rapsöl hat, verglichen mit Sonnenblumen- oder Olivenöl, den geringsten Anteil an gesättigten Fettsäuren. Dafür enthält es viele ungesättigte Omega-3-Fettsäuren, die im Körper nachweislich entzündungshemmend wirken. Rapsöl gilt daher als gesund. Die Zusammensetzung unterscheidet sich bei den verschiedenen Herstellungsverfahren meistens nicht sehr stark.

Sie sehen hier ein Rapsöl von Brändle, welches in eine dunkle Flasche abgefüllt wurde. Das Produkt ist damit vor Lichteinstrahlung geschützt und länger genießbar und gut lagerfähig.
Wie alle Öle enthält Rapsöl viele Kalorien und sollte deshalb sparsam eingesetzt werden.
Gut für Ihre Gesundheit
Rapsöl kann sich positiv auf Ihre Gesundheit auswirken. Die hohe Anzahl an ungesättigten Fettsäuren beeinflusst den Körper positiv und schützt das Herz-Kreislauf-System. Die ebenfalls vorhandenen Omega-3 und Omega-6-Fettsäuren beeinflussen die Gesundheit ebenfalls maßgeblich.
Geschmack
Rapsöl hat einen charakteristischen Eigengeschmack, der von vielen Menschen als eher unangenehm wahrgenommen wird. Dieser ist bei raffinierten Ölen tendenziell geringer ausgeprägt. Er variiert aber auch stark zwischen verschiedenen Marken und deren einzelnen Rapsöl-Produkten. Trotzdem kann der Eigengeschmack des Rapses bei einigen Gerichten als störend wahrgenommen werden. Ist dies der Fall, empfiehlt sich ein Speiseöl mit geringerem Eigengeschmack.
Hitzebeständigkeit
Der niedrige Anteil an gesättigten Fettsäuren sorgt auch dafür, dass Rapsöl nicht sehr hitzebeständig ist. Es zerfällt bei hohen Temperaturen und bildet dann unter Umständen sogar gesundheitsschädliche Stoffe. Durch unterschiedliche Herstellungs- und Verarbeitungstechniken können Hersteller die Hitzebeständigkeit ihrer Rapsöle aber steigern. Diese können Sie dann auch zum Braten oder Frittieren bei hohen Temperaturen nutzen.