Ratgeberübersicht
  1. Wie erkenne ich gute Plasmaschneider?
  2. Was für unterschiedliche Plasmaschneider gibt es?
  3. Welche Plasmaschneider passt zu mir?
  4. Welche Plasmaschneider sind laut Tests am besten?
  5. Was kosten Plasmaschneider?
  6. Wie lautet das Fazit für Plasmaschneider?

Sie möchten Ihre Werkstattausrüstung aus Multifunktionswerkzeug, Schweißgerät & Co. noch erweitern? Der eigentliche Einsatzbereich eines Plasmaschneiders befindet sich zwar in erster Linie im industriellen Bereich, er kann jedoch auch für versierte Heimwerker interessant sein.

Wenn Sie großen Wert auf hohe Präzision legen, ist das Plasmaschneidgerät für die Metallbearbeitung eine sinnvolle Alternative zum klassischen Schweißgerät. Anders als herkömmliche Schweißgeräte ermöglichen diese speziellen Schneidbrenner deutlich präzisere Qualitätsschnitte.

Ein empfehlenswerter Brenner sollte präzise Schnitte ermöglichen und eine problemlose Handhabung bieten. Grundsätzlich lassen sich handgeführte und maschinengeführte Geräte unterscheiden. Letztere gibt es zudem in unterschiedlichen Ausführungen, beispielsweise als Druckluft-Plasmabrenner, konventionelle Dualgas-/Mischgas-Brenner und Feinstrahl-Plasmabrenner.

Achten Sie bei der Suche nach dem passenden Exemplar auf Netzspannung, Eingangsstrom, Gewicht, Kompressor, Regelbereich und Inverter-Technologie.

Wie erkenne ich gute Plasmaschneider?

Hersteller wie Stahlwerk, Stamos, PARKSIDE oder Weldinger bieten zahlreiche Modelle in unterschiedlichen Ausführungen an. Wenn Sie Stahl schneiden und metallische Werkstoffe verarbeiten möchten, kann die Funktion eines Plasmabrenners eine große Hilfe sein. Nachstehend erfahren Sie, welche Kriterien beim Kauf eines neuen Plasmaschneiders relevant sind.

Netzspannung: 230 oder 400 V

Damit das Gerät die gewünschte Leistung liefern kann, müssen Netzspannung und Eingangsstrom passen. In der Regel haben Sie die Wahl zwischen 230 oder 40 V (Volt). Für Privatanwender genügt in der Regel ein Schneider mit 230 V. Bei 400-V-Exemplaren ist ein Starkstromanschluss oder ein Starkstromgenerator erforderlich.

Eingangsstrom: 16 A sind normal

Der Begriff Eingangsstrom bezeichnet den Strom, den das Gerät aus der Steckdose bezieht. In privaten Wohnhäusern liegt die Stromstärke normalerweise bei 16 A (Ampere), 230-V-Geräte kommen damit problemlos aus. Falls der Eingangsstrom bei mehr als 16 A liegt, ist eine höhere Absicherung erforderlich.

Gewicht: Ca. 9 bis 40 kg

Je nach Ausführung kann das Gewicht eines Plasmaschneiders bei etwa 9 bis 40 kg liegen. Für mobile Einsätze sollte das Gewicht möglichst nicht zu hoch sein, damit eine komfortable Handhabung möglich ist. Wenn Sie den Schneider überwiegend stationär nutzen, ist das Gewicht hingegen eher zweitrangig.

Kompressor: Luftdurchfluss ist entscheidend

Falls Sie für den Einsatz des Plasmaschneiders einen separaten Kompressor kaufen müssen, sollten Sie darauf achten, dass beide Geräte kompatibel sind. Stellen Sie daher unbedingt fest, wie viel Druckluft erforderlich ist, und wählen Sie einen kompatiblen Kompressor aus.

Meist deklarieren die Hersteller den erforderlichen Wert als Luftdurchfluss, effektive Liefermenge oder Ausgabeleistung. Es gibt zwar Modelle mit integrierten Kompressoren, diese sind jedoch nur vereinzelt zu finden und zudem häufig auch teurer als die klassischen Schneider.

Regelbereich: Ca. 40 bis 120 A oder mehr

Mit welcher maximalen Schnittstärke Sie rechnen können, hängt vom individuellen Regelbereich des Plasmaschneiders ab. Diesen Wert geben die Hersteller in Ampere an. Bei einem Maximalwert von rund 40 bis 50 Ampere eignet sich beispielsweise für eine Materialdicke von etwa 10 bis 15 mm. Mit 100 bis 120 Ampere lassen sich sogar 30 bis 35 mm bewältigen.

Inverter-Technologie: Gleichstrom zu Wechselstrom

Der Inverter (Wechselrichter) wandelt Gleichstrom in Wechselstrom um. Letzteren benötigt der Plasmaschneidbrenner, um einen Lichtbogen zu erzeugen. Bei Geräten ohne Inverter ist dazu ein externer Transformator erforderlich. Diese Notwendigkeit entfällt bei der Inverter-Technologie und Sie profitieren von besserer Flexibilität und Mobilität sowie von einem geringeren Stromverbrauch.

Was für unterschiedliche Plasmaschneider gibt es?

Plasmabrenner sind als handgeführte oder maschinengeführte Geräte erhältlich.

Handgeführtes Plasmaschneidgerät

Der handgeführte Brenner eignet sich in erster Linie für mobile Einsätze im privaten und industriellen Bereich.

    Vorteile
  • Mobil einsetzbar
  • Geringeres Gewicht
  • Störungssichere und unkomplizierte Handhabung
  • Günstiger Anschaffungspreis
  • Geringere Betriebskosten
    Nachteile
  • Geringere Leistung
  • Geringere Schnittqualität
  • Meist limitierte Stromstärken

Maschinengeführtes Plasmaschneidgerät

Bei den maschinengeführten Plasmaschneidgeräten gibt es unterschiedliche Varianten, zu den wichtigsten Modellen zählen einfache Druckluft-Plasmabrenner, konventionelle Dualgas-/Mischgas-Brenner und Feinstrahl-Plasmabrenner. Im industriellen Bereich kommen sie häufig in Verbindung mit einer CNC-Steuerungstechnik zum Einsatz.

Einfacher Druckluft-Plasmabrenner

Dieses Gerät eignet sich für einfache Aufgaben, zum Einsatz kommen Druckluft oder Stickstoff.

    Vorteile
  • Geeignet für einfache Arbeiten
  • Geringe Betriebskosten
  • Verschleißteile sind preiswerter
    Nachteile
  • Geringere Schnittqualität
  • Weniger flexibel
  • Höherer Anschaffungspreis

Konventioneller Dualgas-/Mischgas-Brenner

Für komplexere Arbeiten kommt dieses Gerät zum Einsatz. Hier lassen sich 2 Gase nutzen, um eine bessere Anpassung an Material und Schneidaufgabe zu erwirken (Schutzgasgemisch).

    Vorteile
  • Geeignet für komplexere Arbeiten
  • 2 Gase für bessere Anpassung an Material und Schneidaufgabe
  • Preise für Verschleißteile sind vergleichsweise günstig
  • Plasma-Strom bis 1.600 A
  • Gute Schneidleistung bei dickeren Materialien
    Nachteile
  • Nur mittlere Schnittqualität
  • Weniger flexibel als ein handgeführter Brenner
  • Höherer Anschaffungspreis

Feinstrahl-Plasmabrenner

Der Qualitäts- oder Feinstrahl-Plasmabrenner kommt für alle Aufgaben zum Einsatz, bei denen höchste Präzision gefragt ist. Beim Schneidkopfaufbau gibt es wesentliche Unterschiede, hier ist neben der äußeren Schraubkappe zusätzlich eine innere Kappe vorhanden, die zusätzlich den Kühlwasserkreislauf abschirmt.

    Vorteile
  • Für höchste Präzision
  • Beste Schnittqualität
  • Einsatz von 2 oder mehr Gasen für unterschiedliche Metalle
    Nachteile
  • Hoher Anschaffungpreis
  • Höhere Kosten für Verschleißteile
  • Nicht mobil einsetzbar

Welche Plasmaschneider passt zu mir?

Wie funktioniert ein Plasmaschneidbrenner? Das Gerät schneidet Metall mit großer Hitze und ermöglicht einen sehr präzisen Schneidevorgang. Es erzeugt einen elektrischen Lichtbogen, durch den Plasma (elektrisch leitfähiges Gas) entsteht. Die Temperatur liegt bei etwa 30.000 °C. Neben der Unterteilung in hand- und maschinengeführte Varianten lassen sich die Geräte auch hinsichtlich des Lichtbogens unterscheiden.

Es gibt Brenner mit übertragendem und nicht übertragendem Lichtbogen. Welches Plasmaschneidgerät für Sie die beste Wahl ist, hängt in erster Linie vom vorgesehenen Einsatzzweck ab. Folgende Beispiele können bei der Entscheidung hilfreich sein.

Kompakter Plasmaschneidbrenner für Privatanwender

Plasmaschneider getestet: Plasmaschneider von vorn mit Drehregler steht auf Verpackung in einem Geschäft.

Die nötigen Anschlüsse für Plasmaschneider von scheppach und anderen Marken sollten leicht zugänglich auf der Vorderseite zu finden sein.

Ein kompaktes Gerät mit einem Eingangsstrom von 16 A und einer Netzspannung von 230 V reicht für die meisten Privatanwender absolut aus. In diesem Bereich sind ausschließlich handgeführte Exemplare erhältlich. Wenn Sie die Maschine häufiger mobil verwenden, sollten Sie auf das Gewicht achten. Ist der Plasmabrennschneider zu schwer, kann der Transport etwas mühsam sein.

Mobiles Plasmaschneidegerät für Rettungskräfte

Im Rettungswesen kommen diese Geräte häufig als Alternative zu Spreizer oder Schneidgerät zum Einsatz. Im Gegensatz zum Schneidbrenner ist die thermische Ausbreitung beim Plasmabrennschneider geringer, daher lässt sich dieses Gerät deutlich näher an zu rettenden Personen einsetzen. In der Regel bieten die hier eingesetzten Geräte eine Stromstärke von 60 A.

Maschinenbetriebene Plasmabrennschneider für die Industrie

Die maschinenbetriebenen Brenner kommen in der Industrie für unterschiedliche Zwecke zum Einsatz, die Steuerung erfolgt bei vielen Anlagen mittels CNC-Steuerungstechnik. Je nach Anwendungsbereich handelt es sich dabei häufig um einfache Druckluft-Geräte, konventionelle Dualgas-/Mischgas-Brenner oder Feinstrahl-Plasmabrennschneider.

Übertragender Lichtbogen für elektrisch leitfähige Materialien

Dieses Verfahren kommt sehr häufig in der Industrie zur Anwendung und eignet sich ausschließlich für elektrisch leitfähige Materialien. Das Gerät überträgt den Startlichtbogen (auch: Pilotlichtbogen) mittels Gasströmung auf das zu bearbeitende Material, anschließend erfolgt die Freigabe des Hauptlichtbogens. Mit diesem Verfahren sind Schnitte mit hoher Schnittqualität möglich.

Nicht übertragender Lichtbogen für Nichteisen-Elemente

Hier brennt zwischen Düse und Elektrode ein konstanter Lichtbogen. Qualitätsschnitte sind mit diesem Verfahren nicht möglich, da Stabilität und Geometrie des Lichtbogens nur in geringem Maße beeinflussbar sind. Allerdings lässt sich das Verfahren für Trennschnitte in nahezu jedem Material nutzen.

Welche Plasmaschneider sind laut Tests am besten?

Plasmaschneider-Test: blauer, ausgepackter Plasmaschneider steht auf Verpackung.

Für einen einfachen Transport haben viele Plasmaschneider von Marken wie scheppach einen Tragegriff.

Die Experten von Stiftung Warentest und ÖKO-TEST haben sich bisher leider noch nicht mit dem Test eines Plasmaschneiders befasst. Auch bei den klassischen Heimwerkermagazinen (Selbst, Selber machen etc.) finden sich leider noch keine einschlägigen Testergebnisse. Lediglich das Testmagazin Heimwerker-Praxis hat sich bisher mit diesen Arbeitsgeräten befasst.

Stahlwerk Plasmaschneidbrenner im Einzeltest

Das von den Experten des Magazins Heimwerker-Praxis getestete Gerät aus dem Hause Stahlwerk kann Materialien bis 25 mm schneiden. Die Zündung des Lichtbogens erfolgt bei diesem Gerät über eine HF-Pilotzündung. Im Lieferumfang ist zusätzliches Werkzeug enthalten, mit dem Sie das Schlauchpaket anschließen können.

Der Brenner verfügt über eine Betriebsspannung von 400 V und bietet somit eine hohe Leistung. Mit einem Gewicht von 11,4 kg lässt sich dieses Gerät noch gut transportieren. Dank des Griffs am Gerätedach ist ein unkomplizierter Transport möglich. Die Inbetriebnahme beschrieben die Tester als erfreulich unkompliziert.

Für den Umgang mit diesem Spezial-Schweißgerät empfehlen die Experten eine Schutzausrüstung, die mindestens aus Schweißhaube, Schutzhandschuhen und feuerfester Kleidung bestehen sollte. Die Maschine überzeugte mit zuverlässiger Pilotzündung und sehr präzisen Schnitten.

Güde Plasmaschneidgerät für Einsteiger

Der Hersteller bietet unterschiedliche Geräte wie Schweißgeräte oder Plasmaschneidgeräte an. Mit dem GPS 40 A führt das Unternehmen auch ein Einsteigergerät im Sortiment. Die Maschine selbst wiegt lediglich 7,5 kg, beim Set mit allem Zubehör liegt das Gewicht bei rund 11 kg. Schlauchpaket und Masseleitung sind mit einer Länge von 3 m ausreichend für freies Arbeiten.

Positiv bewerteten die Tester die zum Lieferumfang gehörende Schutzbrille und die vergleichsweise unkomplizierte Handhabung. Im Fazit bewerteten die Experten das Testprodukt als Einsteigergerät mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis.

Was kosten Plasmaschneider?

Wenn Sie sich nach einem Plasmaschneidgerät umsehen, sollten Sie zunächst den vorgesehenen Einsatzbereich und das Budget festlegen. Für Heimwerker sind in erster Linie handgeführte Maschinen interessant, die sich in vielen Fällen auch für mobile Einsätze eignen. Meist liegen die Preise hier je nach Ausführung bei bis zu 1.000 Euro. Sie sollten beim Kauf eines Brenners auch bedenken, dass meist noch zusätzliche Kosten für einen Kompressor und die richtige Arbeitsschutzkleidung anfallen.

Günstige Plasmaschneidgeräte: 200 bis 500 Euro

Plasmaschneider im Test: Verpackung von Plasmaschneider der Marke Scheppach von vorn.

Hersteller wie scheppach bieten ihre Plasmaschneider meistens mit dem nötigen Zubehör an.

Kleinere Einsteigergeräte von Güde oder Maschinen wie beispielsweise der Parkside PPS 40 A1 sind im unteren Preissegment zu finden. Diese Brenner zeichnen sich durch gute Schneidleistung und vergleichsweise geringes Gewicht aus. Meist bieten sie zwar eine etwas geringere Leistung, für Einsätze im Hobbybereich sowie rund um Haus und Garten sind diese Produkte aber durchaus empfehlenswert.

Mittelklasse-Geräte: 500 bis 1.000 Euro

Für versierte Heimwerker kommen die Maschinen im mittleren Preisbereich in Betracht. Hier sind beispielsweise das vom Magazin Heimwerker-Praxis getestete Exemplar des Herstellers Stahlwerk sowie Produkte von Stamos oder Schweisskraft zu finden. Meist können Sie bei diesen Geräten von höherer Leistung und besserer Schnittstärke ausgehen.

Profibereich: Ab rund 1.000 Euro

Handgeführte Plasmabrennschneider für Profis zeichnen sich durch hohe Leistung und gute Präzision aus. Bei den maschinengeführten Exemplaren für die Industrie gibt es nach oben nahezu keine Begrenzung. Diese Geräte lassen sich automatisieren und individuell auf die jeweiligen Anforderungen abstimmen.

Wie lautet das Fazit für Plasmaschneider?

Ihre Werkstattausrüstung ist mit Schweißgerät, Multifunktionswerkzeug & Co. noch nicht vollständig? Wenn Sie häufig mit Metall arbeiten und präzise Schnitte ausführen möchten, kann ein Plasmaschneidbrenner gute Dienste leisten. Maschinengeführte Geräte sind überwiegend in der Industrie zu finden, für Privatanwender sind hingegen handgeführte Maschinen interessant. Achten Sie beim Kauf auch auf folgende Punkte:

  • Produkte im Einsteigerbereich gibt es ab etwa 200 Euro, die Mittelklasse beginnt bei rund 500 Euro, Profigeräte kosten schnell rund 1.000 Euro und mehr
  • Für den privaten Gebrauch reichen die Maschinen des unteren und mittleren Preissegments in der Regel absolut aus
  • Meist ist für Einsteiger ein 230-V-Gerät ausreichend
  • Ein möglichst geringes Gewicht erleichtert den mobilen Einsatz
  • Für eine 400-V-Maschine benötigen Sie einen Starkstromanschluss oder Starkstromgenerator

Kaufen Sie sich jetzt ein leistungsstarkes Plasmaschneidgerät. In der Produktauswahl sind unterschiedliche Modellvarianten mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis aufgelistet. Viel Spaß bei der Arbeit mit Ihrem neuen Plasmaschneider.

Im Video vorgestellt: Plasmaschneider

In diesem YouTube-Video dreht sich alles um den Stahlwerk Plasmaschneider CUT 50P IGBT. Sie werden sehen, wie leicht es ist, mit diesem hochwertigen Produkt 15mm dicke Stahlplatten in Sekundenschnelle zu schneiden. Das Unboxing gibt Ihnen einen detaillierten Einblick in das Produkt und zeigt Ihnen, wie einfach es ist, den CUT 50P IGBT zu bedienen.

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