Eine wesentliche Rolle bei der Zusammensetzung von Pflanzerde ist Humus. Hier kommt vor allem Rindenhumus zum Einsatz, also fein gemahlene Baumrinde. In Pflanzerde sorgt dieser Humus dafür, dass der Boden besser mit Wasser, Luft und Wärme versorgt wird. Dadurch wird das Pflanzenwachstum stark angeregt.
Ein weiterer Bestandteil der Pflanzerde ist Kompost, der aus Pflanzenresten gewonnen wird. Dieser wiederum verbessert die Bodenstruktur und das Wasserhaltevermögen der Beete.
Darüber hinaus enthält Pflanzerde auch weitere bodenverbessernde Bestandteile. Bei Universal-Pflanzerde können das Holzfasern, Kokos oder Algenbestandteile sein. Dazu kommt Dünger, der je nach Hersteller zwischen vier und acht Wochen wirksam ist. Neben torffreier Pflanzenerde gibt es auch Sorten, die mit Torf angereichert werden. Das jedoch ist nicht unumstritten, wie folgende Pro- und Contra-Liste von welt.de zeigt:
Vorteile- Torf kann viel Wasser speichern
- er hält den Boden stabil
- so bekommen junge Pflanzen besseren Halt
Nachteile- die Gefahr der Boden-Übersäuerung ist groß
- durch Torfabbau werden Biotope zerstört
- Mineralstoffe und Dünger müssen extra hinzugefügt werden
Unterm Strich wiegen die Nachteile von Torf in der Pflanzenerde schwerer als ihre Vorteile. Daher sollten Sie sich im Zweifelsfall immer für torffreie Pflanzerde entscheiden.
Auch bei Pflanzerde gibt es sogenannte Spezialisten, die für unterschiedliche Pflanzen geeignet sind. Eine Auswahl haben wir von welt. de in dieser Tabelle für Sie zusammengestellt:
| Pflanzenerde-Art | Eigenschaften und Bestandteile |
| Pflanzerde für Erdbeeren | - Erdbeeren wachsen besonders gut in einem tiefgründigen Boden
- die Pflanzerde muss reich an Humus sein
- der ideale pH-Wert liegt zwischen 5,5 und 6,5
- ein hoher Gehalt an Ton, Kompost und Humus ist wichtig
- ebenso sollte die Pflanzerde reich an Spurenelementen sein
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| Pflanzerde für Tomaten und Gemüse | - Tomaten benötigen zunächst eine Anzuchterde
- diese lässt sich aus Pflanzerde, gemischt mit etwas Sand herstellen
- werden sie dann in den Garten umgepflanzt, benötigen Tomaten und die meisten Gemüsesorten viele Nährstoffe
- die Pflanzerde muss so ausgebracht werden, dass der Boden sehr locker ist
- zudem muss die Pflanzerde sehr feinkörnig sein. Sie bekommen solche Erde unter anderem von Plantura in Bio-Qualität
- Hornspäne in der Erde fördern das Wachstum
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| Pflanzerde für Rasen | - spezielle Pflanzerde für Rasen kann man für die Neuanlage und die Nachsaat benutzen
- sie zeichnet sich durch einen hohen Gehalt an Kompost aus
- die Pflanzerde sollte einen Kompostgehalt von 50 Prozent haben. Eine solche Erde bietet unter anderem der Hersteller COMPO mit Compo Sana Rasen an
- dazu kommt ein Humusgehalt, der zwischen 30 und 40 Prozent liegt
- der Rest der Pflanzerde für Rasen besteht aus Sand
- Blumenerde ist auch für die Rasen-Nachsaat nicht geeignet, weil sie von Mikroorganismen im Erdreich abgetragen wird
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| Pflanzerde für Palmen | - hier haben Sie die Wahl zwischen Palmensubstrat oder Pflanzerde, die Sie selbst anreichern
- dafür nehmen Sie zwei Drittel Pflanzerde und ein Drittel groben Lavakies
- zudem wird die Erde mit Perlite angereichert, um die Wasserdurchlässigkeit zu verbessern
- darüber hinaus sollte der Pflanzerde Quarzsand beigefügt werden, der Silikat enthält
- Silikat ist für Palmen ein wichtiger Nährstoff
- diese spezielle Zusammensetzung finden Sie in mediterraner Pflanzenerde, unter anderem von Floragard
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| Pflanzerde für den Olivenbaum | - wichtig bei Pflanzerde für Olivenbäume ist ihre Wasserdurchlässigkeit
- die Planzerde muss überdies reich an Rindenhumus und Kompost sein
- auch Algenkalk benötigt der Olivenbaum für sein Wachstum
- ein pH-Wert von 6,5 bis 8,0 ist für Olivenbäume optimal
- ein hoher Anteil von Kokosfasern in der Pflanzerde ist ebenfalls hilfreich
- diese Erde wird, zum Beispiel von Plantop, häufig als mediterrane Pflanzerde angeboten
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Dieser Querschnitt zeigt deutlich den Aufbau eines Hochbeets in vier Schichten.
Wenn Sie Pflanzerde im Vergleich betrachten, werden Sie herausfinden, dass Pflanzerde fürs Hochbeet ein Sonderfall ist. Denn dieses wird immer in mehrere Schichten gefüllt: Die untere Schicht besteht aus Gehölzen, also kleineren Ästen von Sträuchern oder Bäumen. Diese Schicht gewährleistet die Belüftung des Hochbeets.
Danach kommt eine Schicht aus Laub und Rasenschnitt, die dafür sorgt, dass die Schicht aus Kompost nicht absackt, die darüber aufgetragen wird. Erst dann kommt die Pflanzerde fürs Hochbeet. Der Unterschied zwischen Hochbeeterde und Pflanzerde besteht darin, dass Hochbeeterde aus Mutterboden und Kompost gemischt ist. Normale Pflanzerde dagegen hat keinen Mutterbodenanteil, weil dieser im Garten ohnehin vorhanden ist.
Mutterboden ist das A und O jeden Gartens und lässt sich durch Pflanzerde auch nicht ersetzen. Es handelt sich dabei um gewachsene Erde mit Kleinstlebewesen und einem regen Bodenleben. Mutterboden ist in Deutschland gesetzlich geschützt und bietet zusammen mit der Pflanzerde die besten Bedingungen für gesunde, kraftvolle Pflanzen.
Wenn Sie Ihre Pflanzerde mit einer kleinen Menge von Hornspänen anreichern möchten, können Sie diese fertig kaufen. Ein günstiger Tipp ist jedoch auch der Reitstall vor Ort. Fragen Sie dort nach, wann der nächste Schmiedetermin ist. Dann können Sie die Hornspäne direkt dort abholen.

Pflanzerde gibt es in unterschiedlichen Füllmengen. Diese Erde von Floragard enthält drei Liter Substrat.