Ratgeberübersicht
  1. Wie erkenne ich gute Pfeffersprays?
  2. Was für unterschiedliche Pfeffersprays gibt es?
  3. Welche Pfefferspray passt zu mir?
  4. Welche Pfeffersprays sind laut Tests am besten?
  5. Was kosten Pfeffersprays?
  6. Wie lautet das Fazit für Pfeffersprays?

Immer mehr Menschen fühlen sich auf der Straße nicht mehr ausreichend sicher und packen daher gerne ein Pfefferspray ein. Mit einem solchen Pfeffer-Abwehrspray können Sie sich gegen angreifende Tiere wie Hunde oder Katzen sowie im Notfall gegen Angreifer schützen. Im Idealfall machen Sie sich schon vorher mit der Anwendung eines Pfeffersprays vertraut, damit die Selbstverteidigung im Ernstfall gelingt und Sie sich in Sicherheit bringen können.

Mit der steigenden Nachfrage hat sich auch das Angebot von verschiedenen Pfeffersprays auf dem Markt vergrößert. Für die Polizei stellen sie eine gute Alternative zur Nutzung von CS-Gas und Elektroschockern dar. Hier erfahren Sie, worauf Sie beim Kauf achten müssen, auf welche Eigenschaften es bei Pfeffersprays ankommt und wie Sie sichergehen, dass Ihr Spray Sie im Ernstfall auch wirklich schützt.

Wie erkenne ich gute Pfeffersprays?

Die verschiedenen Pfeffersprays auf dem Markt unterscheiden sich in einigen wesentlichen Aspekten. Der wichtigste davon ist sicherlich die Kennzeichnung als Tierabwehr- oder Pfefferspray, denn diese entscheidet darüber, wer es mitführen darf.

Legalität: Nur als Tierabwehrspray erlaubt

Rückseite einer Dose Pfefferspray

Die Rückseite von Pfeffersprays von Herstellern wie KO Fog bietet eine detaillierte Anweisung zur sicheren Anwendung sowie wichtige Notfallkontakte. Das sehen wir als echten Pluspunkt.

Pfeffersprays sind in Deutschland dann legal, wenn sie deutlich als Tierabwehrspray gekennzeichnet sind. Dann fallen sie nicht unter das Waffengesetzt und dürfen von Bundesbürgern ab einem Alter von 14 Jahren erworben werden. Fehlt die Kennzeichnung als Tierabwehrspray, gilt das Pfefferspray, genau wie Reizgas und Tränengas, als Reizstoffsprühgerät und somit als Waffe. Dann ist zum Erwerb und Führen ein kleiner Waffenschein erforderlich.

Unzulässig sind Pfeffersprays, die nicht das Prüfzeichen und die Zulassung der Physikalisch Technischen Bundesanstalt tragen. Dieses belegt, dass das Spray keinen ernsthaften Schaden anrichtet und durch kaltes Wasser abgewaschen werden kann. Beim Einsatz von Pfefferspray gegen Menschen handelt es sich in Deutschland grundsätzlich um Körperverletzung. Ausnahmen davon werden nur gemacht, wenn unmittelbare Gefahr für Leib und Leben bestand und es sich bei dem Einsatz des Pfeffersprays um Notwehr handelte. Bei Missbrauch können hohe Gefängnisstrafen wegen schwerer Körperverletzung verhängt werden.

Größe: Passend für die kleine Handtasche

Pfefferspray in Benutzung.

Pfefferspray von Herstellern wie KO Fog wird durch Drücken des Auslösers betätigt, wodurch ein feiner Nebel des Wirkstoffs freigesetzt wird.

Einerseits sollte ein Pfefferspray nicht zu klein sein, damit Sie es bei Bedarf schnell in der Handtasche finden. Andererseits sollte es aber auch nicht zu viel Platz wegnehmen, sonst wird es Ihnen eventuell lästig, es immer mitzunehmen. Die äußeren Maße entscheiden außerdem über die Füllmenge, und diese sollte keinesfalls zu knapp bemessen sein.

Form: Flüssig, Gel oder Schaum

Es gibt derzeit drei populäre Formen von Pfefferspray auf dem Markt: Flüssiges Pfefferspray, gelförmiges Pfefferspray und Pfefferschaum. Äußerlich sind diese drei Varianten kaum voneinander zu unterscheiden. In der Regel befinden sie sich alle in einer metallenen Dose mit einem Sprühaufsatz. Die Vor- und Nachteile und wann Sie zu welcher Art greifen sollten, werden im nächsten Abschnitt erklärt.

Reichweite: Mindestens 3 Meter

Wie weit der Strahl eines Pfeffersprays reicht, hängt einerseits von dessen Form, andererseits von dem Druck ab, unter dem der Behälter steht. Empfehlenswert sind Abwehrsprays, die mindestens eine Reichweite von 3 Metern haben. So können Sie Angreifer gut auf Abstand halten, bevor diese Sie erreichen und sie bedrohen können.

Ergiebigkeit: Ausreichend für mehrere Versuche

Im Idealfall benötigen Sie beim Einsatz von Pfefferspray nur einen einzigen Sprüher, um den Angreifer abzuwehren und sich in Sicherheit zu bringen. Da es sich im Ernstfall aber um eine Ausnahmesituation handelt, sollte Ihr Pfefferspray besser groß genug sein, damit Sie im Zweifelsfall mehrere Versuche haben.

Schärfegrad: Minimum 2 Million Scoville

Pfefferspray wirkt aufgrund seiner Schärfe als Reizstoff. Wie auch bei scharfem Essen und Chilis wird dieser in Scoville angegeben. Damit sie eine ausreichende Wirkung erzielen, sollten Pfeffersprays mindestens zwei Millionen Scoville haben.

Verfallsdatum: Senkt den Scoville Wert

eine Dose Pfefferspray

Pfefferspray von Herstellern wie KO Fog hat ein Verfallsdatum. Nach dem Verfallsdatum verliert das Pfefferspray seine Wirkung.

Da der in Pfeffersprays enthaltene Reizstoff Capsaicin mit der Zeit zerfällt, haben die Abwehrsprays ein aufgedrucktes Verfallsdatum. Ist dieses überschritten, garantiert der Hersteller nicht mehr für die angegebene Stärke an Scoville. Das Spray kann trotzdem weiterhin wirksam sein. Je älter es aber ist, desto stärker ist die Wahrscheinlichkeit, dass die reizende Wirkung so stark nachgelassen hat, dass es nicht mehr ausreicht, um einen Angreifer in die Flucht zu schlagen.

Was für unterschiedliche Pfeffersprays gibt es?

Wie bereits erwähnt gibt es hauptsächlich drei unterschiedliche Sorten von Pfefferspray.

Flüssiges Pfefferspray

Flüssiges Pfefferspray ist die klassische Form des Abwehrsprays und das, was den meisten als erstes in den Sinn kommt, wenn sie an Pfefferspray denken. Es ist auch die Variante, die meistens von der Polizei verwendet wird – auch wenn spezielle Polizeisprays nicht frei im Handel erhältlich sind.

    Vorteile
  • Kann sowohl als Punktstrahl als auch als Sprühnebel eingesetzt werden
  • Sprühnebel erfordert geringere Zielgenauigkeit
  • Große Reichweite
    Nachteile
  • Sprühnebel ist windanfällig
  • Pfefferspray landet bei falscher Anwendung im eigenen Gesicht
  • Fällt unter das deutsche Waffengesetz

Pfeffergel

Pfeffergel ist etwas zähflüssiger als Pfefferspray. Dadurch kann es nicht so fein zerstäubt werden und der Einsatz ist nur als gezielter Punktstrahl möglich. Das Gel gibt es sowohl in durchsichtiger Form als auch farblich markiert, damit Sie sehen können, ob und wo Sie getroffen haben.

    Vorteile
  • Hohe Reichweite
  • Sprühbahn wird nur wenig durch Wind beeinflusst
  • Auch zum Einsatz bei Minusgraden geeignet
    Nachteile
  • Gezieltes Sprühen des Strahls nötig
  • Schwer von betroffenen Stellen abzuwaschen
  • Nur bedingt für Anfänger geeignet

Pfefferschaum

Bei Pfefferschaum ist der Wirkstoff Oleoresin Capsicum gebunden, wodurch dieser auch in geschlossenen Räumen eingesetzt werden kann. Die Gefahr für den Anwender, die Attacke aus Versehen gegen sich selbst zu richten, sinkt. Gleichzeitig wird der Angreifer lange außer Gefecht gesetzt, weil der Schaum eine starke Wirkung hat und nur schwer wieder abzubekommen ist.

    Vorteile
  • Sowohl drinnen als auch draußen einsetzbar
  • Schaum haftet am Ziel und beeinträchtigt die Sicht
  • Großflächiges Versprühen erhöht die Trefferquote
    Nachteile
  • Geringe Reichweite
  • Oft nur wenig Inhalt
  • Anfällig gegenüber Wind

Welche Pfefferspray passt zu mir?

Welche Art von Pfefferspray sich am besten für Sie eignet, hängt davon ab, in welchem Setting Sie sich schützen möchten.

Pfefferschaum für Anfänger und in geschlossenen Räumen

Wenn Sie bisher noch nie Pfefferspray genutzt haben, sich im Fall der Fälle aber schützen möchten, können Sie auf ein Produkt mit Pfefferschaum setzen. Dieses ist sehr leicht anzuwenden. Da Sie es erst einsetzen, wenn der Angreifer schon sehr nahe ist, treffen Sie in der Regel sehr gut. Der undurchsichtige Schaum nimmt potenziellen Aggressoren die Sicht und schlägt sie dadurch recht zuverlässig in die Flucht. Aufgrund der geringen Reichweite eignet sich der Pfefferschaum vor allem für den Einsatz in geschlossenen Räumen.

Pfeffergel für Jogger oder beim abendlichen beim Ausgehen

Häufig möchten Sportler, die auch im Winter im Dunkeln draußen Sport treiben, sich mit einem Abwehrspray vor Übergriffen schützen. Hier eignen sich am besten Produkte mit Pfeffergel. Dieses gefriert nicht und ist daher auch bei Minustemperaturen einsatzbereit. Außerdem können Sie es auch bei schwierigen Windverhältnissen, beispielsweise Gegenwind oder Sturmböen, einsetzen. Der dünne zielgerichtete Strahl ist schwer und schnell genug, dass seine Flugbahn durch äußere Einflüsse kaum abgelenkt wird.

Größtes Manko des Pfeffergels ist, dass der ballistische Strahl der meisten Produkte relativ klein ist und es dadurch sehr schwer wird, die Augen des Angreifers genau zu treffen. Auch die höhere Reichweite des Gels macht das Zielen noch schwieriger. Es eignet sich daher vor allem für erfahrene Anwender, die vorher schon mit dem Produkt geübt haben.

Klassisches Pfefferspray für erfahrene Anwender

Das klassische Pfefferspray eignet sich vor allem für erfahrene Anwender. Hier müssen Sie sich im Vorfeld Gedanken darüber machen, ob Sie lieber einen Sprühnebel oder einen zielgerichteten Strahl verwenden möchten. Ersterer hat eine geringere Reichweite, aber es ist leichter, mit ihm zu treffen. Der Strahl hat an sich die gleichen Vor- und Nachteile wie Pfeffergel, ist aber noch etwas anfälliger gegenüber äußeren Einflüssen.

Da es leicht vom Wind verweht werden kann, eignet sich klassisches Pfefferspray vor allem für den Einsatz in geschlossenen Räumen. Falls Sie sich im Freien schützen möchten, sollten Sie lieber auf Pfeffergel zurückgreifen. Aufgrund seiner Vielseitigkeit ist das Standard-Pfefferspray nach wie vor eine gute Allroundlösung. Das Aerosol wirkt nicht nur, wenn es direkt auf die Schleimhäute gelangt, sondern reizt auch die Haut unter dichtem Fell oder unter der Kleidung.

Welche Pfeffersprays sind laut Tests am besten?

Weder Stiftung Warentest noch ÖKO-TEST haben bisher Pfeffer- oder Tierabwehrsprays auf deren Zuverlässigkeit und Wirkung untersucht. Trotzdem sollten Sie beim Kauf darauf achten, dass das Pfefferspray Ihren Anforderungen genügt. Einflussfaktoren wie eine leichte Handhabung oder Sprühentfernung kann dabei eine Rolle spielen.

Was kosten Pfeffersprays?

Günstige Pfeffersprays erhalten Sie bereits für etwa 5 Euro. Nach oben reicht die Spanne bis etwa 50 Euro, für die Sie ergiebige Abwehrsysteme mit großem Inhalt bekommen.

Günstige Pfeffersprays für Anfänger: Ab 3 Euro

Möchten Sie das Pfefferspray vor allem für das eigene Sicherheitsgefühl kaufen und sind Sie sich bewusst, dass es höchstwahrscheinlich nie zum Einsatz kommt, reicht oft ein günstiges Modell. Schließlich sind die Reizstoffe nur begrenzt haltbar und müssen nach einigen Jahren ersetzt werden. Kaufen Sie immer wieder teure Pfeffersprays, die jedoch nie zum Einsatz kommen, ist das im Endeffekt verschenktes Geld.

Einsteigermodelle kosten zwischen 3 und 6 Euro.Bei ihnen handelt es sich immer um Sprays, die einen Nebel oder Sprühstrahl abgeben. Ihr Inhalt beschränkt sich meist auf etwa 40 ml, sodass Sie damit zwar mehrere Sprühstöße abgeben können, der Einsatz aber meist einmalig ist. Solche Pfeffersprays entsorgen Sie am besten, wenn Sie sie einmal verwendet haben, und kaufen sich ein komplett neues Abwehrspray. Anders als bei höherpreisigen Modellen gibt es hier keine Nachfüllkartuschen.

Mittelpreisige Pfeffersprays: Bis zu 15 Euro

Etwas mehr für Ihr Pfefferspray auszugeben lohnt sich, wenn Sie beispielsweise regelmäßig mit gefährlichen Tieren oder in anderen besonderen Situationen arbeiten und deswegen damit rechnen müssen, das Pfefferspray ab und zu anwenden zu müssen. Für 10 bis 15 Euro erhalten Sie Pfeffersprays oder Pfeffergels, bei denen Sie nach Gebrauch nur die Kartusche auswechseln müssen. So ist Ihr Abwehrspray unmittelbar nach der Anwendung wieder einsatzbereit und Sie können sich wieder verteidigen. Die Arbeit mit Nachfüllkartuschen ist außerdem umweltfreundlicher und auf Dauer günstiger, als immer wieder ein neues Spray zu kaufen.

Premium Pfeffersprays: Mindestens 30 Euro

Für 30 Euro oder mehr können Sie professionelle Pfeffersprays erwerben. Diese haben beispielsweise die Form einer Pistole, wie der moderne Piexon Jet Protector JPX. Das erleichtert einerseits die Anwendung, hat andererseits aber auch eine zusätzliche abschreckende Wirkung. Außerdem finden Sie in dieser Preiskategorie Pfeffersprays mit extra viel Inhalt, beispielsweise von Pepper-Jet. Hier ist aber oft die Aufbewahrung nach dem erstmaligen Einsatz ein Problem.

Wie lautet das Fazit für Pfeffersprays?

  • In Deutschland fallen Pfeffersprays unter das Waffengesetz und sind nur zu Zwecken der Tierabwehr erlaubt
  • Neben klassischen Pfeffersprays gibt es auch Pfeffergel und Pfefferschaum.
  • Das Wichtigste beim Einsatz von Pfefferspray ist das Zielen. Pfefferschaum oder Sprays mit Sprühnebel erleichtern das Treffen des Angreifers erheblich
  • Einfache Pfeffersprays erhalten Sie schon für weniger als 5 Euro
  • Modelle im mittleren, 10 Euro bis 15 Euro, und höheren Preissegment, etwa 30 Euro, eignen sich vor allem für Personen, die regelmäßig in Gefahr sind und bei denen Pfeffersprays daher hin und wieder zum Einsatz kommen

Entdecken Sie das passende Pfefferspray für Ihre Gefahrensituationen. So fühlen Sie sich in Zukunft nicht nur sicherer und geschützt, sondern können sich auch beruhigt selbst im Winter abends auf dunklen Straßen.

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