Die verschiedenen Pfeffersprays auf dem Markt unterscheiden sich in einigen wesentlichen Aspekten. Der wichtigste davon ist sicherlich die Kennzeichnung als Tierabwehr- oder Pfefferspray, denn diese entscheidet darüber, wer es mitführen darf.
Legalität: Nur als Tierabwehrspray erlaubt

Die Rückseite von Pfeffersprays von Herstellern wie KO Fog bietet eine detaillierte Anweisung zur sicheren Anwendung sowie wichtige Notfallkontakte. Das sehen wir als echten Pluspunkt.
Pfeffersprays sind in Deutschland dann legal, wenn sie deutlich als Tierabwehrspray gekennzeichnet sind. Dann fallen sie nicht unter das Waffengesetzt und dürfen von Bundesbürgern ab einem Alter von 14 Jahren erworben werden. Fehlt die Kennzeichnung als Tierabwehrspray, gilt das Pfefferspray, genau wie Reizgas und Tränengas, als Reizstoffsprühgerät und somit als Waffe. Dann ist zum Erwerb und Führen ein kleiner Waffenschein erforderlich.
Unzulässig sind Pfeffersprays, die nicht das Prüfzeichen und die Zulassung der Physikalisch Technischen Bundesanstalt tragen. Dieses belegt, dass das Spray keinen ernsthaften Schaden anrichtet und durch kaltes Wasser abgewaschen werden kann. Beim Einsatz von Pfefferspray gegen Menschen handelt es sich in Deutschland grundsätzlich um Körperverletzung. Ausnahmen davon werden nur gemacht, wenn unmittelbare Gefahr für Leib und Leben bestand und es sich bei dem Einsatz des Pfeffersprays um Notwehr handelte. Bei Missbrauch können hohe Gefängnisstrafen wegen schwerer Körperverletzung verhängt werden.
Größe: Passend für die kleine Handtasche

Pfefferspray von Herstellern wie KO Fog wird durch Drücken des Auslösers betätigt, wodurch ein feiner Nebel des Wirkstoffs freigesetzt wird.
Einerseits sollte ein Pfefferspray nicht zu klein sein, damit Sie es bei Bedarf schnell in der Handtasche finden. Andererseits sollte es aber auch nicht zu viel Platz wegnehmen, sonst wird es Ihnen eventuell lästig, es immer mitzunehmen. Die äußeren Maße entscheiden außerdem über die Füllmenge, und diese sollte keinesfalls zu knapp bemessen sein.
Form: Flüssig, Gel oder Schaum
Es gibt derzeit drei populäre Formen von Pfefferspray auf dem Markt: Flüssiges Pfefferspray, gelförmiges Pfefferspray und Pfefferschaum. Äußerlich sind diese drei Varianten kaum voneinander zu unterscheiden. In der Regel befinden sie sich alle in einer metallenen Dose mit einem Sprühaufsatz. Die Vor- und Nachteile und wann Sie zu welcher Art greifen sollten, werden im nächsten Abschnitt erklärt.
Reichweite: Mindestens 3 Meter
Wie weit der Strahl eines Pfeffersprays reicht, hängt einerseits von dessen Form, andererseits von dem Druck ab, unter dem der Behälter steht. Empfehlenswert sind Abwehrsprays, die mindestens eine Reichweite von 3 Metern haben. So können Sie Angreifer gut auf Abstand halten, bevor diese Sie erreichen und sie bedrohen können.
Ergiebigkeit: Ausreichend für mehrere Versuche
Im Idealfall benötigen Sie beim Einsatz von Pfefferspray nur einen einzigen Sprüher, um den Angreifer abzuwehren und sich in Sicherheit zu bringen. Da es sich im Ernstfall aber um eine Ausnahmesituation handelt, sollte Ihr Pfefferspray besser groß genug sein, damit Sie im Zweifelsfall mehrere Versuche haben.
Schärfegrad: Minimum 2 Million Scoville
Pfefferspray wirkt aufgrund seiner Schärfe als Reizstoff. Wie auch bei scharfem Essen und Chilis wird dieser in Scoville angegeben. Damit sie eine ausreichende Wirkung erzielen, sollten Pfeffersprays mindestens zwei Millionen Scoville haben.
Verfallsdatum: Senkt den Scoville Wert

Pfefferspray von Herstellern wie KO Fog hat ein Verfallsdatum. Nach dem Verfallsdatum verliert das Pfefferspray seine Wirkung.
Da der in Pfeffersprays enthaltene Reizstoff Capsaicin mit der Zeit zerfällt, haben die Abwehrsprays ein aufgedrucktes Verfallsdatum. Ist dieses überschritten, garantiert der Hersteller nicht mehr für die angegebene Stärke an Scoville. Das Spray kann trotzdem weiterhin wirksam sein. Je älter es aber ist, desto stärker ist die Wahrscheinlichkeit, dass die reizende Wirkung so stark nachgelassen hat, dass es nicht mehr ausreicht, um einen Angreifer in die Flucht zu schlagen.