Ratgeberübersicht
  1. Wie funktioniert eine Passiermühle?
  2. Wofür benutzt man eine Passiermühle?
  3. Welche Arten von Passiermühlen gibt es?
  4. Passiermühlen in Tests: Was sind ihre Vor- und Nachteile?
  5. Was kostet eine Passiermühle?
  6. Weitere Antworten und Fragen von Kunden, die nach Passiermühlen-Tests bzw. -Vergleichen suchen
  • Passiermühlen eignen sich für alle weichen Lebensmittel. Daher wird vor allem Obst und Gemüse in dieser Küchenmaschine verarbeitet.
  • Die Handhabung ist sowohl bei einer elektrischen Passiermühle als auch bei einem manuellen Gerät besonders einfach. Per Kurbel oder Knopf werden die Zutaten durch ein Lochsieb gequetscht.
  • Von flüssigen Suppen bis hin zu cremigen Soßen lassen sich mit der Passiermühle alle möglichen Konsistenzen zaubern. Durch das Sieb wird zudem sichergestellt, dass Kerne nicht mitverarbeitet werden.

Passiermühle im Test: Tomaten und Tomatensauce rund um eine Passiermühle

Frisch zubereitete Speisen sind gesund und sollten Fertigprodukten, wann immer es möglich ist, vorgezogen werden. Die Arbeit in der Küche kann aber durchaus zeitraubend sein. Dies gilt vor allem dann, wenn Sie im Herbst eine leckere Kürbiscremesuppe zubereiten oder während des Sommers fruchtige Marmelade in Eigenregie zaubern möchten.

Damit der Spaß am Kochen nicht zu kurz kommt, können Sie auf praktische Geräte wie die Passiermühle zurückgreifen. Mithilfe der handlichen Küchenhilfe lassen sich Obst, Gemüse und andere weiche Lebensmittel schnell in die gewünschte Konsistenz bringen. Der Arbeitsaufwand ist dabei durchaus überschaubar.

Auf WELT.de zeigen wir Ihnen im großen Passiermühlen-Vergleich 2025, wie genau die Geräte funktionieren, ob ein elektrisches oder manuelles Modell besser für Ihr Vorhaben geeignet ist und wie viel die besten Passiermühlen kosten.

1. Wie funktioniert eine Passiermühle?

Die Passiermühle als altbewährte Methode

Passiermühlen kommen bereits seit vielen Jahrzehnten in Küchen zum Einsatz. Die manuellen Geräte werden vor allem beim Einkochen oder der Zubereitung von Soßen und Suppen verwendet. Alternativ können Sie natürlich auf Multifunktionsgeräte wie Küchenmaschinen mit Passierfunktion zurückgreifen. Diese sind jedoch deutlich teurer in der Anschaffung. Zudem bringt eine Retro-Passiermühle auch ein entspanntes Flair in die Küche.

Die Mühle zum Passieren ist durch eine relativ simple Funktionsweise gekennzeichnet. Die meisten Geräte bestehen dabei aus drei wesentlichen Bauteilen. So gibt es

  • eine Kurbel zum Drehen
  • ein Sieb, durch das die Zutaten gequetscht werden
  • einen Behälter, der die pürierte Flüssigkeit auffängt

Besondere Aufmerksamkeit sollten Sie, laut zahlreicher Passiermühlen-Tests im Internet, dem verbauten Sieb widmen, denn die Lochscheiben-Anzahl ist ein wichtiges Merkmal der Passiermühle, das über die mögliche Konsistenz entscheidet. Das Sieb bildet die Oberfläche, auf der die Zutaten gemahlen werden.

Tipp: Je nach Größe der Löcher können Sie eine eher dickflüssige oder besonders dünnflüssige Konsistenz erreichen. Größere Löcher im Sieb führen zu einer gröberen Konsistenz. Kleinere Löcher hingegen sind ideal, wenn Sie Zutaten für Frucht- und Gemüsesäfte pürieren möchten.

Zum Pürieren legen Sie dann einfach die gewünschten Lebensmittel oben in das Pürier-Fach und schließen den Deckel. Dann wird die Kurbel so lange betätigt, bis die Passiermühle das Apfelmus oder den Kartoffelbrei in den Auffangbehälter befördert.

Meist besteht das Gerät aus Edelstahl. Ob Gastro-Passiermühle oder kleine Geräte für den Heimgebrauch: Das Material ist spülmaschinenfest, verfärbt nicht und auch Gerüche können nicht an Edelstahl haften bleiben. Achten Sie aber unbedingt darauf, rostfreien Edelstahl zu wählen. Vor allem bei einer sehr günstigen Passiermühle können sonst bereits nach einigen Spülvorgängen Roststellen auftreten.

Passiermühle im Test: Passiermühle aus Edelstahl

Besonders langlebig, robust und hygienisch sind Passiermühlen aus rostfreiem Edelstahl.

2. Wofür benutzt man eine Passiermühle?

In erster Linie kommt die Passiermühle zum Zerkleinern von weichen und weichgekochten Lebensmitteln zum Einsatz. Sie können mit der Passiermühle in erster Linie Mus, Soßen, Suppen oder Säfte zubereiten.

Eine rote getestete Passiermühle der Marke Fackelmann befindet sich in einem weißen Verpackungskarton auf einer Holz-Palette.

Passiermühlen besitzen verschiedene Einsatzmöglichkeiten. Bei dieser Mühle von FACKELMANN sind drei austauschbare Passierscheiben im Lieferumfang enthalten.

Auch Eltern können über die Anschaffung eines solchen Geräts für die Küche nachdenken, denn Sie können mit der Passiermühle Babybrei ohne großen Aufwand selbst herstellen. Das spart nicht nur Zeit: Durch die Eigenproduktion kann auch sichergestellt werden, dass keine Farb-, Aroma- oder andere Zusatzstoffe enthalten sind.

Besonders praktisch ist die Passiermühle für Kirschen. Wenn diese entkernt werden sollen, nimmt der Vorgang jede Menge Zeit in Anspruch. Damit Sie nicht extra einen Kirschentkerner kaufen müssen, kann hier auch die Passiermühle zur Hand genommen werden. Natürlich braucht es ein Sieb, welches die Kerne auffängt.

In der folgenden Tabelle stellen wir die Besonderheiten der verschiedenen Passiermühlen-Typen vor:

Einsatzbereich der Passiermühle Besonderheiten
Passiermühle für Marmeladen
  • kann verschiedenste Früchte zerkleinern
  • bei Passiermühle für Himbeeren auf besonders feines Passiersieb achten
  • für Marmeladen brauchen Beeren und Früchte musartige Konsistenz
Passiermühle für Suppen und Soßen
  • für Passiermühle muss feines Sieb gewählt werden
  • vor allem für Cremesuppen geeignet
  • mit Passiermühle für Tomaten lässt sich Tomatensoße problemlos selbst zubereiten
Passiermühle für Kartoffelbrei
  • Kartoffeln müssen vorab weichgekocht werden
  • Mühle sorgt für besonders fluffige Konsistenz
  • bei Mühle für Kartoffelbrei ist Größe ausschlaggebend: je größer das Modell, desto mehr Kartoffeln können verwendet und desto schneller kann passiert werden

Hinweis: Bei einer Passiermühle mit Topfaufsatz werden die pürierten Lebensmittel direkt in einem Topf aufgefangen. Dies hat den Vorteil, dass Sie den Behälter der Passiermühle nicht zusätzlich reinigen müssen.

3. Welche Arten von Passiermühlen gibt es?

Passiermühle im Test: Frau, die Kartoffeln in einer Passiermühle verarbeitet

Auch Kartoffelbrei lässt sich in einer Passiermühle herstellen.

Ihr persönlicher Passiermühlen-Testsieger wird entweder elektrisch oder per Hand betrieben. Wenn Sie hierbei allein auf den Preis blicken, zeigen sich schnell erste Unterschiede, denn die elektrische Passiermühle ist meist etwas teurer. Das liegt natürlich auch an der verbauten Art der Technik.

Ein elektrisches Modell ist vor allem dann sinnvoll, wenn Sie häufig passieren. Daher ist auch die Gastro-Passiermühle in den meisten Fällen mit einem Kabel für die Steckdose ausgestattet. Die Profi-Passiermühlen arbeiten schnell, effizient und ohne Ihr Zutun. Sie müssen einfach nur die passende Einstellung wählen und den Startknopf betätigen.

Eine Passiermühle für Profis sollte spülmaschinenfest sein, um schnell und simpel gereinigt werden zu können. Für den privaten Gebrauch ist die Wahl eines Gerätes aus dieser speziellen Kategorie jedoch nicht notwendig. Hier reicht es aus, wenn Sie eine gängige Passiermühle mit drei Einsätzen wählen.

Wenn Sie nur gelegentlich eine Cremesuppe zaubern oder die Passiermühle für Marmelade aus eigenen Früchten verwenden möchten, reicht zudem ein Gerät für den Handbetrieb aus. Besonders praktisch ist hierbei, dass Sie keinen Stromanschluss benötigen.

Wenn im Sommer mit der Passiermühle Apfelmus hergestellt werden soll, können Sie das so auch direkt im Garten unter dem Apfelbaum machen. Dafür müssen Sie bei einer handbetriebenen Passiermühle jedoch etwas mehr Körperkraft aufwenden. Bei kleinen Mengen an Obst und Gemüse macht sich dies nicht bemerkbar. Wenn Sie jedoch größere Mengen passieren möchten, kann das durchaus etwas anstrengend werden.

Auf WELT.de haben wir für Ihren Test zu Mühlen zum Passieren die Eigenschaften der beiden Varianten noch einmal übersichtlich aufgelistet:

Kategorie der Passiermühle Eigenschaften
Elektrische Passiermühle
  • benötigt Stromquelle
  • besonders einfach zu bedienen, da kein Kraftaufwand notwendig ist
  • teurer in der Anschaffung
Manuelle Passiermühle
  • Retro-Optik mit Kurbel
  • günstiger in der Anschaffung
  • kann im Sommer auch im Garten genutzt werden
  • keine Stromquelle notwendig

4. Passiermühlen in Tests: Was sind ihre Vor- und Nachteile?

Natürlich stellt sich vor dem Kauf die Frage, ob Sie eine Passiermühle überhaupt benötigen. Ganz pauschal lässt sich das nicht sagen, denn nicht für alle Rezepte wird die Küchenhilfe gebraucht. Die Anschaffung ist vor allem dann empfehlenswert, wenn Sie gerne Zeit in der Küche verbringen und besonders oft möglichst frisch kochen. Besitzen Sie eine Passiermühle, müssen Sie beispielsweise keine Tomatensoße mehr kaufen, sondern können die Tomaten dafür selbst reiben.

Auch, wenn Sie sich an verschiedenste Küchenprojekte wie das Einkochen von Obst und Gemüse oder das Herstellen von Marmelade wagen möchten, ist eine Passiermühle anzuraten. Schließlich kann durch das einfache Zerreiben der Lebensmittel schnell und einfach die gewünschte Konsistenz erzeugt werden.

Beachtet werden muss, dass nicht alle Lebensmittel in dem Küchengerät verarbeitet werden können. Nüsse und andere harte Zutaten können Sie nicht mit der Passiermühle reiben. Auch rohe Kartoffeln oder ungekochte Äpfel eigenen sich aufgrund der harten Konsistenz nicht dafür.

Nachfolgend fassen wir die wichtigsten Vorteile einer Passiermühle noch einmal für Sie zusammen:

    Vorteile
  • mit Sieb zum Filtern von Kernen und Klumpen ausgestattet
  • entweder mit eigenem Behälter oder Topfaufsatz erhältlich
  • kann verschiedenste Konsistenzen erzeugen
    Nachteile
  • nur für weiche und weichgekochte Lebensmittel geeignet

Hinweis: Ob Sie Marmelade oder Kartoffelbrei zubereiten möchten: Online können Sie passende Rezepte für die Passiermühle finden und das Gerät dann richtig anwenden.

5. Was kostet eine Passiermühle?

Passiermühle getestet: Passiermühle mit Tomaten, Basilikum und einer Flasche Tomatensaft

Mit einer Passiermühle können Sie Ihre eigene Tomatensauce herstellen.

Eine Passiermühle können Sie bereits für rund 20 Euro kaufen. Für eine hochwertige italienische Passiermühle oder ein Gastro-Gerät können aber auch 100 Euro und mehr anfallen. Für den Heimgebrauch reicht es in der Regel aus, wenn Sie mit einer Ausgabe von circa 50 Euro planen.

Wie teuer die Passiermühle ist, hängt vor allem von ihrer Qualität, der Marke und dem Material ab. Doch auch das Zubehör kann den Preis beeinflussen. Wenn Sie sich für eine Passiermühle mit drei Lochscheiben entscheiden, ist diese in der Regel teurer als ein Produkt mit nur einer Lochscheibe.

Zudem sind elektrische Typen teurer als eine Passiermühle für Apfelmus, die per Hand betrieben wird.

Auf WELT.de haben wir einige Hersteller recherchiert, bei der Sie eine Passiermühle kaufen können:

  • WMF
  • Rösle
  • Leifheit
  • Ernesto
  • TCM
  • Silit

6. Weitere Antworten und Fragen von Kunden, die nach Passiermühlen-Tests bzw. -Vergleichen suchen

In unserer Kaufberatung sind Fragen offen geblieben? Werfen Sie einen Blick in unseren FAQ-Bereich zur Passiermühle für Kartoffelbrei und Co.

6.1. Wo können Sie Passiermühlen kaufen?

Passiermühlen können Sie unter anderem in Kaufhäusern mit Haushaltsabteilung und gut sortierten Supermärkten erwerben. Außerdem werden elektrische Mühlen in Elektrofachgeschäften offeriert. Suchen Sie nach einer ganz bestimmten Mühle oder möchten Sie aus einem sehr breiten Angebot wählen, bietet sich hingegen ein Onlinekauf an. Nutzen Sie zum Start Ihrer Suche gerne unsere Produktvergleichstabelle.

» Mehr Informationen

6.2. Wie viele Siebe brauche ich für meine Passiermühle?

In Ihrem Passiermühlen-Test werden Sie sich vermutlich auch die Frage nach dem passenden Zubehör stellen. In der Regel sind drei Siebe ausreichend. Ein Sieb sollte dabei über einen möglichst kleinen Lochdurchmesser verfügen. Zudem benötigen Sie bei der Passiermühle mit drei Lochscheiben auch ein Sieb mit großen Löchern und ein Mittelmaß für beispielsweise Cremesuppen.

Es sind jedoch auch Modelle erhältlich, die mehr als drei Siebe enthalten. Dies ist vor allem von Vorteil, wenn Sie viele verschiedene Zutaten passieren und für jeden Zweck die richtige Lochgröße wählen möchten. Bei sehr häufiger Benutzung der Passiermühle zahlt sich eine größere Auswahl an Sieben entsprechend aus.

Passiermühle im Test: Marmelade aus Kirschen in einem Glas

Die Zubereitung von Frucht- und Beerenmarmeladen ist mit der geeigneten Passiermühle ein Kinderspiel.

» Mehr Informationen

6.3. Worauf ist zu achten, wenn Beeren mit einer Passiermühle verarbeitet werden?

Wenn Sie eine Passiermühle für Himbeeren, Brombeeren und andere Beerenarten suchen, sollte auf ein möglichst kleines Lochmaß zurückgegriffen werden, denn die kleinen Beeren könnten sonst nur halb verarbeitet durch das Sieb fallen. Wenn Sie etwa Himbeermarmelade herstellen möchten, würden sich bei einem zu großen Lochmaß besonders viele Fruchtfleischstückchen in der Marmelade finden.

Tipp: Wenn Sie die Passiermühle für Hagebutten nutzen wollen, sollte diese im Anschluss gründlich gereinigt werden, denn die Früchte sind im rohen Zustand nicht für den Verzehr geeignet.

» Mehr Informationen

6.4. Gibt es von der Stiftung Warentest einen Bericht rund um Passiermühlen?

Wenn Sie eine Passiermühle für Kirschen, Kürbis und andere Lebensmittel suchen, ist die Verbraucherschutzorganisation bislang nicht die richtige Anlaufstelle. Ein Passiermühlen-Test wurde bislang nicht durchgeführt.

» Mehr Informationen

6.5. Wie wird eine Passiermühle zusammengebaut?

Wenn Sie eine Passiermühle kaufen, muss diese vor dem ersten Gebrauch oft erst noch zusammengebaut werden. Hier lohnt sich ein Blick in die Betriebsanleitung. In der Regel ist jedoch nur das Sieb auf den Behälter zu stecken. Abschließend wird der Deckel montiert und schon können Sie mit dem Passieren beginnen.

» Mehr Informationen