Ratgeberübersicht
  1. Was versteht man heute unter Parkett?
  2. Welche Parkettarten können Sie kaufen?
  3. Was muss man beachten, wenn man Parkett kaufen möchte?
  4. Was ist bei der Kombination Parkett und Fußbodenheizung zu beachten?
  5. Wie pflegt man Parkett?
  6. Was sagen Tests zu Parkett?
  7. Weitere Antworten und Fragen von Kunden, die nach Parkett-Tests bzw. -Vergleichen suchen
  • Parkett steht bereits seit einigen Jahren auf der Hitliste der Bodenbeläge ganz oben.
  • Den Naturbelag gibt es in vielen verschiedenen Varianten und Farben.
  • Dank Klick-System lässt sich modernes Parkett gut selbst verlegen.

parkett-test

Stehen Sie gerade vor einer Renovierung oder sind dabei, Ihr Eigenheim fertigzustellen? Dann haben Sie sich bestimmt auch schon Gedanken über den richtigen Fußbodenbelag gemacht. In den letzten Jahren ist dabei Parkett als Holzboden immer beliebter geworden, wie auch steigende Umsatzzahlen zeigen. Schon seit drei Jahren freuen sich Parketthersteller über ein Umsatzplus von mehr als sieben Prozent – mit steigender Tendenz.
Für Parkett gibt es auch viele gute Gründe, wie unsere Kaufberatung 2025 von WELT.de zeigt. Wir erklären darin, welche Parkettarten es gibt, was Sie beim Verlegen beachten sollten und was Tests zu Parkett sagen.

1. Was versteht man heute unter Parkett?

Während es im Mittelalter in Deutschland üblich war, als Fußboden rohe Holzbohlen zu benutzen, änderte sich das mit zunehmendem Wohlstand. Jetzt sollte auch der Fußboden in den eigenen vier Wänden möglichst repräsentativ sein. So begannen Tischler damit, Dielen in verschiedener Länge auf dem Fußboden zu Mustern anzuordnen, das Holz wurde zudem gebeizt. Diese Böden waren der Vorläufer des heutigen Parketts. Im 17. und 18. Jahrhundert dann wurde aus diesem Bodenbelag echte Handwerkskunst, es entstanden kunstvolle Intarsienböden, die man auch heute noch in einigen Barockschlössern bewundern kann.

Während die Verlegung von Echtholz-Parkett in jener Zeit nur von Spezialisten bewerkstelligt werden konnte, gibt es heute Parkett in verschiedenen Varianten zum selbst Verlegen. Dabei unterscheiden sich diese Varianten in puncto Holz, aber auch in der Optik, wie WELT.de weiß. Ausgesprochen beliebt ist Parkett heute aus Eiche. Das ist auch kein Wunder, denn Eichen-Parkett gilt als besonders langlebig. Ob Parkett in Eiche rustikal oder Parkett aus Eiche in Weiß geölt, bleibt bei der Entscheidung schlichte Geschmackssache.
Ebenfalls beliebt in der Kategorie Echtholz-Parkett ist Parkett aus Buche. Darüber hinaus bekommt man heute auch Parkett aus ungewöhnlichen Materialien. Dazu zählt Bambus-Parkett oder Nussbaum-Parkett. Diese Parkettsorten erhalten Sie heute problemlos bei führenden Herstellern wie etwa Hirschfelder, Timefloor, Haro oder HORI. Zur besseren Übersicht haben wir die Merkmale der verschiedenen Parkett-Materialien in dieser Tabelle auf WELT.de für Sie zusammengefasst:

Material Merkmale
Eichen-Parkett
  • dieses Parkett ist ausgesprochen strapazierfähig, weil Eiche ein sehr hartes Holz ist
  • Eichen-Parkett stammt aus hiesigen Wäldern, ist also nachhaltig
  • es ist sehr formstabil
  • Eichen-Parkett ist allerdings nicht ganz billig
Buchen-Parkett
  • Buche ist relativ hart, deshalb ist dieses Parkett robust und langlebig
  • Der Anteil an Buchen in unseren Wäldern ist sehr groß, deshalb haben Sie bei Buchen-Parkett viele Auswahlmöglichkeiten
  • Parkett aus Buche hat einen schönen, warmen Farbton
  • da Buchen sehr schnell nachwachsen, ist Nachschub kein Problem. Deshalb findet man bei Buchen-Parkett oft günstige Angebote
Bambus-Parkett
  • Bambus-Parkett besteht aus gespaltenen Bambusstangen
  • der Bodenbelag ist relativ hart, benötigt aber Feuchtigkeit
  • deshalb ist Bambus-Parkett eine gute Option für Badezimmer
  • mit der Fußbodenheizung ist Bambus allerdings schlecht kompatibel
Nussbaum-Parkett
  • auch der Nussbaum hat ein recht hartes Holz, daher ist auch dieses Parkett strapazierfähig
  • Nussbaum-Parkett fällt durch seine sehr dunkle Farbe auf
  • allerdings kommt Nussbaum heute fast ausschließlich aus den USA, ist also wenig nachhaltig
  • überdies ist Nussbaum-Parkett vergleichsweise teuer

Die verwendete Holzart bringt natürlich auch die entsprechende Optik bei naturbelassenem Parkett mit: So besticht Buchen-Parkett durch seinen warmen, leicht rötlichen Ton. Eichen-Parkett dagegen ist mittelbraun und damit deutlich heller als Nussbaum-Parkett. Ein Fußboden aus Bambus-Parkett ist recht hell.

Nahaufnahme eines verlegten Parketts im Test.

Parkett ist in unterschiedlichen Farben und Designs auf dem Markt. Damit kann jedem Geschmack und Einrichtungsstil entsprochen werden. Graue Böden sind in modernen und puristischen Umgebungen beliebt.

2. Welche Parkettarten können Sie kaufen?

Über die Wirkung eines Parkettbodens bestimmt nicht nur die Holzart, sondern auch die Form der Verlegung. Am bekanntesten dürfte das Fischgrät-Parkett sein. Bei dieser Machart werden einzelne Holzstäbe rechtwinklig zueinander angeordnet. Das ergibt ein Muster, das an die Gräten eines Fisches erinnert. Fischgrät-Parkett findet man auch in historischen Altbauvillen in Berlin oder Hamburg noch häufig.

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Vor allem das kunstvolle Muster eines Parketts macht es einzigartig.

Eine weitere Machart ist das Stäbchenparkett. Auch hier ist der Name Programm: Beim Stäbchenparkett kommen Würfel zum Einsatz, deren Stäbe abwechselnd längs und quer verlegt werden. Das ergibt die typische Mosaik-Optik.
Da sowohl Fischgrät-Parkett als auch Stäbchen-Parkett relativ plastisch gemustert sind, kommen sie in großen Räumen besonders gut zur Geltung. Doch auch wenn Sie selbst eher kleinere Zimmer haben, müssen Sie auf Parkett nicht verzichten: Sie sollten nur eine andere Form wählen. So ist Parkett aus Eiche als Landhausdiele in solchen Fällen eine gute Alternative. Mit diesen Landhausdielen lässt sich auch optisch gut arbeiten: Verlegt man sie quer, gewinnt ein schmaler Raum optisch an Breite. Dagegen sorgen Landhausdielen in Längsrichtung verlegt dafür, dass ein Zimmer insgesamt weiträumiger wirkt. Besonders edel wirkt dieses Parkett dann in Eiche als Landhausdiele.

Landhausdielen-Parkett wird heute in verschiedenen Längen angeboten, die von einem Meter bis zu 2,50 Meter reichen. Bei kleinen Räumen sorgen besonders lange Landhausdielen für optische Weite.

Auch die Farbe des Parketts sollte man bei der Wohnraumgestaltung im Auge behalten: Dunkles Parkett benötigt ebenfalls viel Fläche, um zu wirken. Anders verhält es sich bei hellem Parkett, das auch in kleinen Räumen gut wirkt.
Wenn Sie Parkett im Vergleich betrachten, werden Sie feststellen, dass Sie bei der Farbwahl nicht auf die natürliche Holzfarbe des jeweiligen Parketts festgelegt sind. Sie finden Parkett in Weiß heute ebenso wie Parkett in Grau.

Parkett getestet: Auf einem Parkettboden steht ein Tischbein.

Parkett ist ein robuster und belastbarer Boden. Damit keine Kratzer entstehen, sollten Sie keine Gegenstände mit scharfen Kanten darauf platzieren.

3. Was muss man beachten, wenn man Parkett kaufen möchte?

Grundsätzlich unterscheidet man heute Massivparkett und Mehrschicht-Parkett, bei dem nur die oberste Schicht aus Holz besteht. Diese Variante hat sich heute vor allem deshalb durchgesetzt, weil die Qualität deutlich angezogen hat. So konnte man vor einigen Jahren zwar Massivparkett einige Male abschleifen, bei Mehrschichtparkett funktioniert das jedoch nicht. Heute geben sich beide Parkett-Arten in diesem Punkt nichts.

Der große Vorteil des Mehrschichtparketts liegt darin, dass sich dieses Parkett einfach verarbeiten lässt. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um Parkett aus Esche oder aus Bambus handelt: Dank des modernen Klick-Systems lässt sich dieses Parkett von Hobbyhandwerkern meist unkompliziert verlegen. Das gilt auch für Landhausdielen, die ebenfalls per Klick-System verarbeitet werden. Massivparkett dagegen kann lediglich von einem Parkettleger verarbeitet werden. Hier finden Sie noch einmal die Pro- und Contra-Argumente für Mehrschichtparkett:

    Vorteile
  • kann mit einer wasserbetrieben Fußbodenheizung verwendet werden
  • lässt sich einfach verarbeiten
  • gibt es in einer großen Auswahl an Hölzern und Designs
    Nachteile
  • benötigt eine Trittschalldämmung
  • Klick-Systeme können mit der Zeit ausleiern
  • lässt sich daher nach einem Umzug oft nicht noch mal verwenden
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Mit modernen Klick-Systemen ist es heute einfach, Parkett günstig und selbst zu verlegen.

4. Was ist bei der Kombination Parkett und Fußbodenheizung zu beachten?

In Neubauten ist genau diese Kombination Standard. Wenn Sie ebenfalls die Vorteile einer Fußbodenheizung unter Parkett nutzen möchten, müssen Sie einige Dinge beachten. So kann Parkett nur auf einer Warmwasser-Fußbodenheizung verlegt werden, nicht aber auf einer elektrischen Variante.

Darüber hinaus muss das Holz über einen ausreichenden Wärmedurchlasswiderstand verfügen, damit es Fußbodenheizung-geeignet ist. Damit gemeint ist die Zeit, die die Wärme benötigt, um in den Raum zu dringen. Hier hat sich eine maximale Dicke von 22 Millimetern als gut erwiesen, weil der Parkettboden aus diesen Hölzern nur wenig Eigenbewegung hat.

Damit die Kombination aus Parkett und Fußbodenheizung reibungslos funktioniert, muss das Parkett vollflächig verklebt werden, da es sonst zu Temperaturschwankungen kommt. Als besonders geeignet haben sich hier Parkett-Varianten aus Eiche, Nussbaum oder Bambus erwiesen. Von Buche allerdings raten Experten ab, ebenso von Lärche-Parkett, das bei Hitze zum Splittern neigt.

4.1. Wie lange dauert es, Parkett zu verlegen?

Das kommt entscheidend darauf an, wie versiert man in Heimwerkerarbeiten ist. Für eine durchschnittlich großen Raum mit etwa 12 Quadratmetern benötigen zwei professionelle Verleger zwischen vier und fünf Stunden. In Heimarbeit können Sie mit ungefähr einem Tag rechnen. Generell rechnet man für die Parkett-Verlegung eines Hauses mit 10 bis 15 Tagen, wobei hier auch die Zeit einberechnet wird, die man braucht, damit sich das Parkett nach Lieferung akklimatisieren kann.

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5. Wie pflegt man Parkett?

Damit der Parkettboden auch ansehnlich bleibt, benötigt er natürlich regelmäßige Pflege. Dabei kommt es aber entscheidend darauf an, welche Oberflächenbehandlung der Boden hat, wie die folgende Tabelle auf WELT.de zeigt:

Oberfläche Pflege
Lackiertes Parkett
  • ist besonders einfach zu reinigen
  • nebelfeuchtes Aufwischen von Flecken reicht aus
  • das Parkett sollte regelmäßig abgesaugt werden
Gewachstes Parkett
  • gewachstes Parkett lässt die Maserung des Holzes besonders gut zur Geltung kommen
  • der Boden sollte regelmäßig gefegt oder gesaugt werden
  • in regelmäßigen Abständen erfolgt eine Tiefenreinigung mit einem Parkettwachsreiniger
Geöltes Parkett
  • auch hier erfolgt die trockene Parkett-Pflege mit einem Staubsauger oder Besen
  • geöltes Parkett muss regelmäßig mit Parkettseife und Wasser gereinigt werden.
  • zudem sollten Sie je nach Bedarf mit einem Ölrefresher arbeiten, der die Ölschicht wieder eben macht.

6. Was sagen Tests zu Parkett?

Je beliebter Parkett wird, umso mehr steht es auch auf dem Prüfstand. Daher werden Sie im Internet viele Tests zu Parkett finden. Auch Stiftung Warentest hat sich dieses Themas vor einiger Zeit angenommen. Testsieger bei Parkett wurde dort die Parkett-Marke Meister, die Fertigparkett in vielen Typen anbietet. In den Tests von Parkett stehen Kriterien wie Langlebigkeit und einfaches Verlegen im Vordergrund. Preislich können Sie heute Parkettboden kaufen, wo der Preis pro Quadratmeter bei rund 30 Euro liegt. Diese Parkettböden haben eine Nutzschicht (also die oberste Schicht) von rund 3,5 Millimetern.

Im Test: Parktett verlegt.

Regelmäßige Pflege erhält die Schönheit und den Glanz des Parkettbodens.

7. Weitere Antworten und Fragen von Kunden, die nach Parkett-Tests bzw. -Vergleichen suchen

7.1. Was bedeutet der Begriff „nebelfeucht“ bei der Parkett-Reinigung

Damit der Parkettboden nicht durch zu viel Wasser aufquellen und sich somit verformen kann, sollte man ihn bei der Parkett-Pflege nebelfeucht reinigen. Damit gemeint ist nur ein Hauch von Feuchtigkeit – eben wie Nebel.

Nebelfeucht reinigen

Vor allem für große Flächen bietet es sich hier an, auf einen Saugwischer zurückzugreifen. Diese arbeiten nämlich mit wenig Feuchtigkeit. Wichtig ist aber, dass Sie ein spezielles Bodenpflegemittel für Parkett benutzen.

7.2. Wie lassen sich Schäden im Parkett ausbessern?

Das kommt entscheidend auf die Art des Schadens an: Kleinere Löcher können Sie mit spezieller Holzpaste ausbessern, die es in verschiedenen Farben gibt. Dellen im Parkett dagegen bekommt man mit Geduld und einem Bügeleisen weg: Dafür gießen Sie etwas Wasser auf die eingedellte Stelle und drücken ein gut warmes (aber nicht heißes) Bügeleisen mehrmals darauf. Das Wasser lässt das Holz aufquellen und die Delle verschwindet dadurch.

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Es ist sinnvoll, vor dem Kauf einige Parkett-Muster zu Hause zu haben, sodass man die Wirkung des Parketts beurteilen kann.

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7.3. Woran können Sie besonders nachhaltiges Parkett erkennen?

Heute gibt es auch für Parkettböden verschiedene Siegel, die über Nachhaltigkeit informieren. Am aussagekräftigsten ist bei Importholz das Label der Forest Stewardship Council (FSC). Bei Parkettboden aus deutschen Hölzern sollten Sie dagegen auf das PEFC-Siegel für nachhaltige Hauswirtschaft. Wenn Sie nach diesen Siegeln gehen, können Sie sicher sein, das beste Parkett für Ihre Wünsche zu bekommen.

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7.4. Braucht man bei Parkett Sockelleisten?

Auf Fußbodenleisten sollten Sie keinesfalls verzichten, denn ihr Sinn geht weiter über optische Kriterien hinaus: Sie verdecken die Dehnungsfugen zwischen Wand und Boden. Ohne Sockelleisten würden sich dort Straßendreck und Staub ansammeln. Zudem lassen sich hinter den Fußbodenleisten auch Kabel verstecken.

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7.5. Wie wählen Sie die richtige Farbe für das Parkett?

Bei der Wahl des richtigen Farbtons kommt es nicht nur auf die Raumgröße an, sondern auch auf die Einrichtung. Ein Parkett in Eiche geölt beispielsweise wirkt besonders natürlich und passt dementsprechend gut zu Möbeln in Beige oder Braun. Alternativ können Sie aber auch auf bewusste Kontraste setzen, und einen solchen Parkettboden zu modernen Möbeln kombinieren.

Der Lichteinfall in einer Wohnung ist ebenfalls wichtig, um die richtige Farbe des Parketts zu finden. Daher sollten Sie ruhig Muster bestellen und diese zu verschiedenen Tageszeiten sowie bei Kunstlicht auslegen.

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