Natürlich haben die Technikexperten von COMPUTERBILD alle Modelle der Nintendo Switch ausführlich getestet. Bei der klassischen Variante der Konsole lobt die Redaktion im Nintendo Switch Test einerseits das einzigartige Konzept der Spielekonsole: Als Tablet mit abnehmbaren Controllern auf beiden Seiten, die sich zu einem Gamepad verbinden lassen, ist sie beim Spielen flexibel. Einziger Nachteil dabei ist, dass die „Joy-Cons“ genannten Controller ziemlich klein sind. Das sorgt bei längerem Spielen schon einmal für verkrampfte Hände. Ein größeres Gamepad ist separat erhältlich, ist aber nicht gerade günstig.
Der eingebaute Bildschirm finden die Tester prinzipiell gelungen und loben, dass dieser auch bei einem seitlichen Blickwinkel gut zu erkennen ist. Die Auflösung von 1.280 × 720 Pixeln ist im Zeitalter von 4K allerdings schon lange nicht mehr auf dem neuesten Stand. Ähnliches gilt auch für die Leistung der Nintendo Switch. Mit einer Playstation 5 oder einer Xbox Series X kann diese keinesfalls mithalten. Beim Spielen am TV ist die Auflösung größer, hängt zusätzlich aber auch von der Leistung des Gaming-Fernsehers ab.
Die 32 GB internen Speicher bezeichnen die Redakteure von COMPUTERBILD als Witz. Zum Glück lässt sich dieser mittels microSD-Karte aber auf bis zu zwei Terabyte aufstocken. Auch der Anschluss eines Gaming-Headsets ist möglich. Dafür punktet die Konsole mit einer einfachen Bedienung, einer ordentlichen Akku-Laufzeit und einer Reihe von exklusiven Spielen, die Gamingfans auf keiner anderen Plattform spielen können.
2022 feiert die Nintendo Switch bereits den 5. Geburtstag. Doch trotz teils topaktueller Gaming-Technik in Form der PlayStation 5 und Xbox Series X hält sich die Switch wacker am Markt. Kein Wunder: Kaum eine Videospielkonsole ist so familienfreundlich und gleichzeitig flexibel einsetzbar wie die Technik von Nintendo.
Nintendo Switch OLED im Test
Mit der 2021 erschienenen neuen Switch Nintendo Switch OLED wurden viele Kritikpunkte der klassischen Switch bearbeitet, wie die Tester im Nintendo Switch OLED TEST feststellten. Das größere und dank OLED-Technologie farbstärkere und schärfere Display ist beim Spielen unterwegs ein echter Gewinn. Leider ändert sich dabei nichts an der etwas dürftigen Auflösung. Auch das Speicherplatzproblem geht die Nintendo Switch OLED an: Der interne Speicher wurde auf 64 GB verdoppelt. Wirklich viel ist auch das nicht, aber immerhin.
Die Lautsprecher des neuen Modells sind ebenfalls besser als die der Standard-Switch. Das war es dann aber schon an Neuerungen. Laut Einschätzung der Redaktion lohnt sich der Kauf der neuen Konsole vor allem, wenn man noch keine Switch besitzt oder diese vor allem unterwegs ohne Fernseher nutzt. Für den Umstieg vom Standardmodell auf die Nintendo Switch OLED bietet das Upgrade nicht genug Vorteile, um den Kauf zu rechtfertigen.
Nintendo Switch Lite im Test
Die Nintendo Switch Lite ist kleiner und günstiger als die Standard-Switch, kann sich aber nicht mit dem Fernseher verbinden. Als Bildschirm müssen sich Spieler daher mit dem eingebauten LCD-Display begnügen. Durch das kompaktere Design wiegt die Nintendo Switch Lite nur zwei Drittel so viel wie das Standardmodell, was laut Redaktion bei längerem Spielen äußerst angenehm ist. Bei der Leistung kann die Switch Lite trotzdem mit ihrer großen Schwester mithalten.
Die Akkuleistung ist allerdings geringer als beim Standardmodell: Im Test machte das Gerät bereits nach vier Stunden Spielen mit hoher Bildschirmhelligkeit schlapp. Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass auch die Steuerung der Switch Lite mit großen Händen alles andere als angenehm ist. Zwar macht das Gerät insgesamt einen wertigen Eindruck, allerdings fehlen ihm die eingebauten Vibrationsmotoren, was das Spielgefühl weniger immersiv und mitreißend macht. Insgesamt erscheint die Nintendo Switch Lite den Testern empfehlenswert, wenn man bedenkt, dass es kaum vergleichbare Handhelds gibt.