Ratgeberübersicht
  1. Wie erkenne ich gute Nierengurte?
  2. Welche Nierengurt passt zu mir?
  3. Welche Nierengurte sind laut Tests am besten?
  4. Was kosten Nierengurte?

Neben Motorradjacke, Motorradhelm, Motorradhandschuhen und Motorradstiefeln ist der Nierenbecken-Gurt vor allem bei Touren mit dem Motorrad aber auch auf dem Fahrrad oder Roller ein essenzieller Begleiter. Er schützt die inneren Organe bei einem Sturz und spendet im Winter eine angenehme Wärme. Medizinisch gesehen ist vor allem die wärmende Funktion essenziell. Es gibt aber auch Nierengurte mit extra Protektoren, welche die untere Rückenregion bei einem Unfall schützen. Welche Arten von Nierenschutz es gibt, worauf Sie beim Kauf achten sollten und welche Nierengurte im Test gut abschneiden, das erfahren Sie in diesem Ratgeber.

Wie erkenne ich gute Nierengurte?

Nierengurte finden sie online in den typischen Shops für Motorradzubehör wie Louis, Polo, KTM oder Harley Davidson. Wollen Sie einen Nierengurt kaufen, müssen Sie zunächst zwischen Modellen für Herren, Damen oder Kinder unterscheiden. Diese sind verschieden in Passform und Größe. Worauf Sie sonst noch Acht geben sollten:

  • Material: Je nach Jahreszeit sollten Sie auf unterschiedliche Materialien zurückgreifen – im Winter sind winddichte und wärmende Materialien wie Neopren oder Lammfell optimal, die bestens gegen Kälte und Wind schützen. Zusätzlich eingenähtes Fleece speichert Wärme noch besser. Im Sommer ist eine angenehme Belüftung mit einem leichten Netzmaterial sinnvoll. Es gibt auch nach wie vor Gurte aus Leder, die im Sommer wunderbar temperaturregulierend sind
  • Passform: Der Nierengurt muss am Körper anliegen und weder zu locker noch zu fest sitzen. Die Größenangaben reichen in der Regel von XXS bis hin zu XXL, auch eine Zentimeterangabe für den Bauchumfang ist oft enthalten – messen Sie also im Vorfeld exakt mit einem Maßband aus
  • Verschluss: Es gibt Nierengurte mit Haken- oder mit Klettverschluss
  • Extras: Eingebaute Protektoren schützen bei einem Sturz vor Verletzungen, es gibt zudem beheizbare Thermo-Nierengurte für die extrakalten Tage. Weiterhin werden Nierengurte mit Griff angeboten, damit potenzielle Beifahrer sich optimal am Fahrer festhalten können

Welche Nierengurt passt zu mir?

Es gibt verschiedene Arten von Nierengurten. Aber egal, ob fürs Rad, den E-Roller oder für die Motorradtour – entscheidend ist, dass Sie den Gurt richtig tragen. Sie können Nierengurte direkt auf der Haut oder über einem dünnen Shirt tragen. Über der dicken Motorrad-Jacke macht der Nierengurt nicht viel Sinn. Im Bereich Motorradbekleidung gibt es vor allem zwei unterschiedliche Nierengurte:

Der Allrounder für alle Motorrad-Liebhaber

Der Allrounder-Typ in Sachen Nierengurt ist für jede Motorradsituation wie gemacht. Oft sind diese Modelle besonders elastisch und mit einem Klettverschluss ausgestattet, damit Sie diese auch mit Motorradhandschuhen leicht öffnen und schließen können. Sie sind wunderbar wärmend, sorgen aber im Sommer auch dafür, dass Sie darunter nicht schwitzen.

    Vorteile
  • Elastisch und flexibel
  • Verschiedene Breiten verfügbar
  • Dank Klettverschluss individuell an den Körper anpassbar
  • Wärmende Thermo-Funktion, aber oft auch atmungsaktiv
    Nachteile
  • Ohne atmungsaktive Funktion im Sommer zu warm
  • Klettverschluss bleibt oft am Shirt hängen
  • Materialien wie Neopren bieten keine Belüftung

Der Offroad-Nierengurt für Abenteurer

Offroad-Modelle haben in der Regel zusätzliche Protektoren integriert. Die Stützfunktion des Nierengurtes dank der eingebauten Stabilisatoren schützt den unteren Rücken bei einem Sturz. Das ist besonders bei Fahrten abseits asphaltierter Straßen sinnvoll, denn hier sind Unfälle oft vorprogrammiert und Sie sollten einen zusätzlichen Schutz bei Ihrer Motorradbekleidung immer in Erwägung ziehen.

    Vorteile
  • Zusätzlicher Schutz dank eingebauter Protektoren
  • Schutz der inneren Organe und des unteren Rückens bei Stürzen
  • Fester und stabiler Sitz
    Nachteile
  • Eher unflexibel in der Passform
  • Die Protektoren können während rasanter Fahrten störend wirken
  • Etwas unbequemer als die Allrounder

Welche Nierengurte sind laut Tests am besten?

Da die gängigen Verbrauchermagazine wie Stiftung Warentest oder Ökotest bisher keine Nierengurt Tests durchgeführt haben, ist es sinnvoll, sich Kundenbewertungen in Onlineshops wie Amazon oder Louis und Polo durchzulesen. Dort erhalten Sie authentische Ergebnisse bei den Nierengurt-Tests von den alltäglichen Nutzern.

Nierengurte im Käufer Test

Besonders gute Bewertungen erhält der Büse 144300-M Stream Nierengurt. Laut Kundenmeinung ist er mit dem Klettverschluss leicht zu handhaben und passt sich gut an den Körper an, der Sitz ist bequem und der Gurt bleibt auch bei rasanten Fahrten an Ort und Stelle. Die Verarbeitung wird ebenso positiv bewertet. Abstriche gibt es nur bei der Größenangabe, da diese recht klein ausfällt. Auch der Held Nierengurt ist mit Klettverschluss ausgestattet und hält auch bei ausgiebigen Fahrrad-Touren schön warm. Dieser fällt allerdings eher groß aus, also lieber eine Nummer kleiner bestellen.

Der Dainese-TIGER 1875611_001_L Gürtel bringt laut Rezensionen ebenfalls eine hohe Qualität mit und lässt sich bequem tragen. Die Größe stimmt und dank der Flexibilität des Gurts beeinträchtigt er das Fahrvergnügen nicht. Einige Nutzer beklagen allerdings, dass der Nierengurt zu steif ist und deswegen schnell verrutscht. Beim Nierengurt von Alpinestars wird das Preis-Leistungs-Verhältnis gelobt, er wird allerdings als etwas schmal wahrgenommen.

Auch der Vanucci Outlast Nierengurt wird sehr gut bewertet, vor allem punktet er mit einem guten Tragekomfort, sogar direkt auf der Haut. Allerdings werden die Abschlusskanten an der Lasche bemängelt, da sie darunter getragene Shirts oder Sweet-Jacken beschädigen können. Der Löffler Unisex Nierengurt ist vor allem für Fahrradfahrer interessant und ist auch bei der Bewegung auf dem Rad schön flexibel und komfortabel, außerdem ist er atmungsaktiv und leitet Schweiß schnell ab. Unisex-Größen sind allerdings nicht besonders individuell auf die Körperform zugeschnitten.

Was kosten Nierengurte?

Die Preisspanne bei Nierengurten ist gar nicht mal so groß, die Kosten sind auch bei hochpreisigen Modellen bezahlbar. Darum sollten Sie einen Nierengurt auch unbedingt in Erwägung ziehen. Je nach Hersteller und Qualität liegen Nierengurte preislich zwischen 8 und 90 €. Es gibt auch teure Nierengurte, die sind aber vor allem für den Profi-Motorradsport entwickelt und für Hobbyfahrer keinesfalls nötig.

Günstige Nierengurte: 8 bis 25 €

Auch ein besonders günstiger Nierengurt ab 8 € tut schon seine Dienste und bietet eine wärmende Funktion bei Ihren Fahrten mit dem Motorrad, Rad oder Roller. Abstriche müssen Sie bei den preisgünstigen Modellen allerdings bei der Verarbeitungsqualität machen – sie sind oft nicht so strapazierfähig sowie langlebig und auch der Sitz ist nicht immer optimal.

Nierengurte im mittleren Preissegment: 25 bis 50 €

Ab 25 € bekommen Sie eine ordentliche Qualität, perfekte und flexible Passformen und einen optimalen Sitz mit hohem Tragekomfort und ohne Rutschen. In diesem Preisbereich tummeln sich viele namhafte Hersteller und die Bewertungen bei den Nierengurt-Tests der Anwender sind gut. Oft sind auch Zusätze mit dabei, wie Griffe oder Protektoren.

Hochpreisige Premium-Modelle: Ab 50 €

Ab 50 € befinden Sie sich schon im Premium-Segment. Eine besonders hochwertige und strapazierfähige Qualität ist hier Standard und Extras sind in der Regel auch vorhanden. Hier setzen Sie auf wärmende und atmungsaktive Funktionen gleichermaßen und einen extrem hohen Komfort beim Tragen. Profi-Modelle für Motorradsportler können gern auch mal bis zu 450 € kosten – solche Nierengurte sind für normale Hobbyfahrer aber kein Muss.

Haben Sie nun eine Vorstellung davon, welcher Nierengurt zu Ihren Bedürfnissen passt? Schauen Sie auch in die Auswahl empfehlenswerter Produkte und entscheiden Sie sich für das passende Modell. Viel Spaß bei der nächsten Tour.