Ratgeberübersicht
  1. Netzwerkkarten im Test: Über welche Geschwindigkeit sollte eine Netzwerkkarte verfügen?
  2. Welche unterschiedlichen Netzwerkkarten gibt es?
  3. Wie viele Anschlüsse benötigt eine PC-Netzwerkkarte?
  4. Worauf gilt es hinsichtlich der Schnittstelle zu achten?
  5. Welche Anwendungsbereiche gibt es?
  6. Welche Vorteile hat eine externe Netzwerkkarte?
  7. Weitere Antworten und Fragen von Kunden, die nach Netzwerkkarten-Tests oder Vergleichen suchen
  • Netzwerkkarten ermöglichen die Kommunikation zwischen einem Netzwerk und einem Endgerät. In der Regel handelt es sich hierbei um einen Computer oder ein Laptop. Jedoch gibt es auch Netzwerkkarten für Drucker, Server und andere Geräte.
  • Zur Verbindung mit dem Netzwerk verfügen Netzwerkkarten typischerweise über einen, zwei oder mehrere LAN-Anschlüsse. Es gibt jedoch auch Modelle, die sich kabellos verbinden lassen und über keinen physischen Anschluss verfügen.
  • Die besten Netzwerkkarten verfügen über eine moderne PCIe-Schnittstelle und lassen sich mit einer Vielzahl von Computern nutzen. Um unter den zahlreichen Netzwerkkarten Testsieger zu werden, ist zudem eine hohe Bandbreite wichtig.

Netzwerkkarte im Test: Eine Netzwerkkarte für einen Desktop-PC liegt auf einem dunklen Untergrund.

Eine Netzwerkkarte gilt als eine zentrale Hardware-Komponente eines PCs. Ähnlich wie eine Grafikkarte, die Bilder und Videos auf dem Bildschirm darstellt, überträgt die Netzwerkkarte Daten zwischen dem Computer und dem Netzwerk.

In unserer Kaufberatung 2025 gehen wir auf die unterschiedlichen Eigenschaften, wie z.B. die Geschwindigkeit, und die Eignung unterschiedlicher Netzwerkkarten ein. Worauf es im Netzwerkkarten-Vergleich zu achten gilt, sehen Sie hier bei uns auf WELT.de.

1. Netzwerkkarten im Test: Über welche Geschwindigkeit sollte eine Netzwerkkarte verfügen?

Was ist der Unterschied zwischen Gigabyte und Gigabit?

Beides sind Maßeinheiten für Daten, wobei ein Gigabyte 8 Gigabit entspricht. Ein Gigabyte, bestehend aus einer Milliarde Bytes, wird typischerweise verwendet, um Speicherkapazität anzugeben. Ein Gigabit, das einer Milliarde Bits entspricht, wird hingegen in der Regel zur Beschreibung von Netzwerkgeschwindigkeiten und Datenübertragungsraten verwendet.

Die Geschwindigkeit einer Netzwerkkarte wird in Gigabit (Gbit) angegeben. 1 Gbit entspricht 1.000 Mbit und gibt an, dass sich innerhalb einer Sekunde eine Datenmenge von 1 Gigabyte (GB) übertragen lässt.

Grundsätzlich ist für den normalen Gebrauch und eine solide Internetverbindung in Heimnetzwerken eine Bandbreite von 100 Mbit pro Sekunde vollkommen ausreichend.

Für anspruchsvolle Nutzer oder in Büronetzwerken ist hingegen eine Übertragungsrate von 1 Gbits (Gigabit pro Sekunde) die bessere Wahl.

Netzwerkkarten der Kategorie „Gigabit Ethernet“ verfügen über eine solide Geschwindigkeit und eignen sich ideal für Streaming, Gaming und größere Dateiübertragungen. Die besten Netzwerkkarten erreichen eine Leistung von 10 Gbit und mehr. Eine solche Netzwerkkarte mit 10 Gbit ist beispielsweise in Unternehmensumgebungen oder Rechenzentren zu finden.

Hinweis: Zum aktuellen Zeitpunkt hat Stiftung Warentest keinen speziellen Netzwerkkarten-Test veröffentlicht. In unserer Vergleichstabelle finden Sie jedoch alle wichtigen Eigenschaften gängiger Modelle aufgelistet.

2. Welche unterschiedlichen Netzwerkkarten gibt es?

Netzwerkkarten im Test: Ein USB-Netzwerkadapter und ein gelbes Ethernet-Kabel vor einem weißen Hintergrund.

USB-Adapter eignen sich ideal zum Nachrüsten einer Netzwerkkarte beispielsweise bei Laptops. Per Plug-and-Play lassen sich die Adapter einfach an der USB-Schnittstelle des Computers anschließen.

Es gibt verschiedene Arten von Netzwerkkarten, die sich jeweils für unterschiedliche Anwendungszwecke und Netzwerktypen eignen. Netzwerkkarten mit LAN-Anschluss, auch bekannt als Ethernet-Netzwerkkarten, gelten als die am häufigsten verwendete Art für kabelgebundene Netzwerke.

Sie bieten eine stabile Verbindung und solide Geschwindigkeiten, die für die meisten Anforderungen ausreichen.

Im Gegensatz hierzu ermöglichen WLAN-Karten (Netzwerkkarten mit WLAN-Empfänger) eine drahtlose Verbindung zu Wi-Fi-Netzwerken und eignen sich ideal für mobile Geräte und Situationen, in denen Kabel unpraktisch sind.

Eine Netzwerkkarte mit USB, auch als USB-Netzwerkadapter bezeichnet, bietet Ihnen eine flexible Möglichkeit, Geräte über einen USB-Anschluss mit Netzwerken zu verbinden. USB-Netzwerkkarten sind besonders nützlich, wenn es an internen Erweiterungssteckplätzen mangelt oder keine vorhanden sind.

Etwas spezieller sind Glasfaser-Netzwerkkarten und virtuelle Netzwerkkarten. Während Netzwerkkarten für Glasfaser Hochgeschwindigkeitsnetzwerke unterstützen, sind virtuelle Netzwerkkarten softwarebasierte Adapter, die sich innerhalb von virtualisierten Umgebungen oder Betriebssystemen verwenden lassen.

Alle Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Typen fassen wir Ihnen hier auf WELT.de nochmals zusammen:

Typ Eigenschaften
Netzwerkkarte mit LAN-Anschluss stabile Verbindung
hohe Übertragungsgeschwindigkeiten
nicht mobil
Netzwerkkarten mit WLAN kabellose Verbindung
hohe Mobilität
anfälliger für Störungen
oft langsamere Geschwindigkeit
USB-Netzwerkkarten einfach zu installieren
mobil einsetzbar
oft langsamer als interne Karten
blockieren USB-Ports
Virtuelle Netzwerkkarten flexibel einsetzbar
hängt von der Leistung der Host-Maschine ab
komplexe Konfiguration
Netzwerkkarten für Glasfaser sehr hohe Übertragungsraten
sehr zuverlässig über lange Distanzen
teurer in der Anschaffung
spezielle Installation erforderlich

3. Wie viele Anschlüsse benötigt eine PC-Netzwerkkarte?

Netzwerkkarten im Test: Eine Netzwerkkarte mit zwei Anschlüsse vor einem weißen Hinergrund.

Manche Modelle bieten zwei Eingänge für Netzwerkkabel. Diese Modelle eignen sich vor allem dazu, die Netzwerkverbindung abzusichern, um bei einer Fehlfunktion dennoch Zugriff auf ein funktionierendes Netzwerk zu haben.

Je nach Modell unterscheidet sich bei Netzwerkkarten die Anzahl der Anschlüsse. Eine typische PC-Netzwerkkarte benötigt in der Regel nur einen Anschluss zum Anschließen an ein Netzwerk. Bei einer Netzwerkkarte mit LAN-Anschluss ist dies ein RJ-45-Anschluss für Ethernet- beziehungsweise Netzwerkkabel.

Wie mehrere Netzwerkkarten-Tests im Internet zeigen, verfügen manche Modelle über zwei solcher Anschlüsse. Diese Modelle ermöglichen den Anschluss an mehrere Netzwerke oder bieten Ihnen die Möglichkeit, Ihre Netzwerkverbindung bei einem Ausfall abzusichern.

Gut zu wissen: Bei einer WLAN-Netzwerkkarte gibt es keinen physischen Anschluss für ein Netzwerkkabel, da sie drahtlos mit dem Netzwerk kommuniziert.

4. Worauf gilt es hinsichtlich der Schnittstelle zu achten?

Bevor Sie sich eine Netzwerkkarte kaufen, ist es wichtig, auf die jeweilige Kompatibilität zu achten. Je nach Modell verfügen Netzwerkkarten über unterschiedliche Schnittstellen und eignen sich somit nicht für jeden Computer.

Am weitesten verbreitetet sind sogenannte PCIe-Slots (Peripheral Component Interconnect Express). Allerdings verfügen manche ältere Mainboards auch über einfache PCI-Slots.

Wichtig sind außerdem die Größe und die Version der PCIe-Slots, da diese die Bandbreite und Leistung beeinflussen. Gängige Größen bei Netzwerkkarten sind x1, x4, x8 und x16. Um welche Version es sich handelt, lässt sich typischerweise an der Breite des Anschlusses erkennen.

Test verschiedener Netzwerkkarten: Eine Netzwerkkarte steckt im PCIe-Anschluss eines Motherboards.

Netzwerkkarten mit PCIe bieten im Vergleich zu Modellen mit PCI eine höhere Bandbreite und schnellere Datenübertragung, was insbesondere für leistungsfähige Netzwerkanwendungen wichtig ist.

5. Welche Anwendungsbereiche gibt es?

Netzwerkkarten im Test: LAN-Anschluss eines Netzwerkkarten-Adapters für Laptops.

Netzwerkkarten für Notebooks sind oftmals auch als externe USB-Adapter verfügbar. Dies gewährleistet Ihnen eine Flexibilität, insbesondere wenn Sie das Notebook mobil nutzen. An Laptops ist hierfür oftmals ein spezieller Schacht vorhanden, um die Netzwerkkarte einzuschieben.

Netzwerkkarten finden in verschiedenen Bereichen Anwendung, um Geräte mit Netzwerken zu verbinden und die Kommunikation zwischen diesen zu ermöglichen. Bei vielen erhältlichen Modellen handelt es sich um klassische Netzwerkkarten für den PC.

Solche Computer-Netzwerkkarten sind typischerweise in Desktop-PCs zu finden und ermöglichen es Ihnen, Ihren Computer mit einem Heim- oder Büronetzwerk zu verbinden. Gleiches gilt für Netzwerkkarten für Laptops. Jedoch sind diese in der Regel kompakter in der Bauweise.

Netzwerkkarten für Server sind in der Regel leistungsfähiger und auf hohe Geschwindigkeiten und Zuverlässigkeit ausgelegt. Netzwerkkarten für Drucker ermöglichen es Druckern, direkt in Netzwerke eingebunden zu werden, wodurch Sie von verschiedenen Geräten aus auf den Drucker zugreifen können.

Über welche Eigenschaften die unterschiedlichen Netzwerkkarten verfügen und wofür sich diese eignen, zeigen wir von WELT.de in der folgenden Auflistung:

Art Eigenschaften
Netzwerkkarten für den PC
  • erweiterbar mit zusätzlichen Ports
  • unterstützen höhere Geschwindigkeiten und Bandbreiten
Netzwerkkarten für Laptops
  • kompakte Bauweise
  • energieeffizient in der Nutzung
Netzwerkkarten für Server
  • hohe Leistung und Zuverlässigkeit
  • Mehrfachport-Konfigurationen
Netzwerkkarten für Drucker
  • ermöglichen kabelloses Drucken
  • oft in das Gerät integriert oder als externes Modul

6. Welche Vorteile hat eine externe Netzwerkkarte?

Neben internen Netzwerkkarten zum Einbau in den PC stehen Ihnen bei vielen Herstellern auch externe Karten zur Auswahl. Externe Netzwerkkarten lassen sich in der Regel einfach per USB mit dem Desktop-PC oder dem Laptop verbinden.

Eine aufwändige Montage und ein Schrauben am PC ist somit nicht notwendig, was vor allem für Personen ohne große technischen Kenntnisse von Vorteil ist. Netzwerkkarten dieser Art ermöglichen eine schnelle und flexible Nutzung sowie eine hohe Mobilität, da sie sich jederzeit per USB an unterschiedliche Geräte anschließen lassen.

Im Vergleich zu einer internen Netzwerkkarte bestehen jedoch auch einige Nachteile. Was für und gegen Netzwerkkarten, die sich extern nutzen lassen, spricht, sehen Sie hier:

    Vorteile
  • hohe Flexibilität
  • breite Kompatibilität
  • einfache Installation
    Nachteile
  • geringere Geschwindigkeit und Leistung
  • anfällig für Beschädigungen
  • belegt einen USB-Port
  • kann die Akkuleistung beeinflussen

7. Weitere Antworten und Fragen von Kunden, die nach Netzwerkkarten-Tests oder Vergleichen suchen

Im letzten Kapitel gehen wir unter anderem auf Themen wie die Funktionsweise und die Kosten ein. Die häufigsten Fragen zu Netzwerken beantworten wir Ihnen zum Abschluss unserer Kaufberatung.

7.1. Wie funktioniert eine Netzwerkkarte?

Eine Netzwerkkarte, auch bekannt als Network Interface Card oder Network Interface Controller (NIC), ermöglicht die Verbindung eines Computers mit einem Netzwerk. Sie wandelt die Daten des Computers in eine für das Netzwerk geeignete Form um und umgekehrt. Jede Karte verfügt über eine einzigartige MAC-Adresse zur Identifikation im Netzwerk und unterstützt verschiedene Protokolle und Geschwindigkeiten.

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7.2. Mit welchen Betriebssystemen sind die PC-Netzwerkkarten kompatibel?

Netzwerkkarten sind in der Regel sowohl mit Windows als auch macOS kompatibel. Manche Modelle bieten zudem eine Linux-Unterstützung. In vielen Fällen werden Netzwerkkarten automatisch von den Betriebssystemen erkannt, wodurch die Installation besonders einfach ist.

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7.3. Wie viel kostet eine gute Netzwerkkarte?

Die Preise für eine gute Netzwerkkarte hängen unter anderem von der Bandbreite und der jeweiligen Marke ab. Bekannte Hersteller sind beispielsweise

  • TP-Link,
  • Asus,
  • Ugreen,
  • 10Gtek,
  • Ulansen
  • und Edup.

Eine günstige Netzwerkkarte erhalten Sie bereits zu einem Preis für unter 20 €. Besonders leistungsstarke Modelle kosten hingegen schnell 100 € und mehr.

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7.4. Wo sitzt die Netzwerkkarte im Computer?

Die Netzwerkkarte sitzt auf dem Mainboard des Computers und lässt sich bei Bedarf austauschen. Netzwerkkarte und Mainboard sind direkt miteinander verbunden, was die Kommunikation des Computers mit Netzwerken ermöglicht. Bei Laptops oder kompakten PCs sind Netzwerkkarten hingegen oftmals fest in das System integriert und nicht als separate Komponenten sichtbar.

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7.5. Ist für eine Netzwerkkarte ein Treiber notwendig?

Für eine Netzwerkkarte ist normalerweise ein entsprechender Treiber notwendig. Dieser ermöglicht es dem Betriebssystem, mit der Netzwerkkarte zu kommunizieren. Ohne den passenden Treiber kann das Betriebssystem die Netzwerkkarte nicht korrekt ansteuern, was zu Problemen bei der Netzwerkverbindung führen kann.

Tipp: Viele moderne Betriebssysteme erkennen gängige Netzwerkkarten automatisch und installieren die notwendigen Treiber selbstständig. Dennoch ist es bei manchen Modellen notwendig, den Treiber manuell vom Hersteller herunterzuladen und zu installieren.

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