PC-Netzteile wandeln den Strom aus der Steckdose in Gleichstrom um. Der so umgewandelte Strom fließt vom Motherboard, der Hauptplatine, in alle Komponenten des PCs. Auf der Hauptplatine ist die Hardware, wie die Grafikkarte oder der CPU, gesteckt. Besonders leistungsstarke Komponenten verlangen aber nach mehr Energie als handelsübliche Bauteile. Diesen Extrabedarf können Sie durch die Installation eines neuen PC-Netzteils sicherstellen. Welche Wattzahl dieses liefern muss, damit Ihr PC auf Höchstleistung arbeiten kann, hängt vom Stromverbrauch Ihres Rechners ab.
Bei Netzteilen für Ihren Computer sind einige Aspekte besonders interessant. Bevor Sie eine Kaufentscheidung treffen, sollten Sie sich mit folgenden Kriterien auseinandersetzen:
Effizienz
Wie viel Strom Ihr PC tatsächlich aus der Steckdose beziehen kann, hängt maßgeblich vom Netzteil ab. Netzteile haben nämlich einen eigenen Wirkungsgrad. Dieser gibt an, welche Menge Wechselstrom aus der Steckdose in Gleichstrom umgewandelt werden kann. Denn der Umwandlungsprozess ist leider nicht verlustfrei. PC-Netzteile, Server-Netzteile oder Router-Netzteile werden daher in 6 Effizienzklassen entsprechend ihres Wirkungsgrades eingeteilt. Bei einer Auslastung von 20 % des PCs erreichen die Energieeffizienzklassen folgende Wirkungsgrade:
- 80-Plus-Label: 80 %
- 80-Plus-Bronze-Label: 82 %
- 80-Plus-Silber-Label: 85 %
- 80-Plus-Gold-Label: 87 %
- 80-Plus-Platinum-Label: 90 %
- 80-Plus-Titanium-Label: 92 %
Größe und Bauart
Üblicherweise werden Netzteile für Desktop-PCs im Gehäuse installiert. Das klassische Format für solche Netzteile wird als ATX-Format bezeichnet. Die quadratischen Stromwandler lassen sich mit wenigen Schrauben installieren. Kompaktere Midi-Gehäuse vieler moderner PCs bieten den ATX-Netzteilen aber nicht genügend Platz im Gehäuseinneren. Für kleinere Abmessungen stehen daher auch Netzteile im schlanken SFX-, TFX- und LFX-Format zur Verfügung.
Lüfter
Netzteile erhitzen sich bei der Stromumwandlung. Damit die Geräte keinen Schaden nehmen, sind sie mit Lüftern ausgestattet. Im Betrieb verursachen diese Lüfter jedoch bei der Kühlung mitunter einen lauten Geräuschpegel. Die Größe des Ventilatordurchmessers ist dabei ein entscheidender Faktor bei der Lautstärkeentwicklung während der Lüftung. Lüfter mit großem Ventilatordurchmesser müssen sich nicht so schnell drehen wie kleine Ventilatoren, um genügend kühlende Wirbel durch das Gerät zu lenken. Eine Faustregel ist daher: Je größer der Lüfter, desto leiser ist das Netzteil.
Anschlüsse und Kabel
Moderne Netzteile verfügen von Haus aus über alle gängigen Anschlüsse. Die Anschlussvielfalt, die Sie bei heutigen Standard-Netzteilen erwarten können, sind:
- S-ATA-Anschlüsse
- 24-Pin-ATX-Verbindungen
- PCIe-Anschlüsse
Neue Modelle erlauben Nutzern und Bastlern außerdem ein komfortables Kabelmanagement. Sie müssen nur die Kabel in das Netzteil stecken, die Sie auch tatsächlich brauchen. Wo bei älteren PC-Netzteilen oft alle möglichen Anschlusskabel bereits fest integriert waren und teils nutzlos im PC-Gehäuse herumhingen, können Sie nun durch ein modulares Kabelmanagement für Ordnung sorgen. Weniger Kabel im PC verbessern darüber hinaus auch die Luftzirkulation der Netzteilkühlung.