NAS bedeutet ausgeschrieben „Network Attached Storage“. Sie sehen also bereits am Namen, dass es sich dabei um eine Art netzwerkgebundenen Speicher handelt. Eine NAS-Einheit besteht aus mehreren Festplatten und kann für verschiedene Einsatzzwecke genutzt werden. Sie können NAS-Festplatten anhand von drei Grundkriterien unterscheiden:
- Festplattentechnologie: HDD (Hard Disk Drive) oder SSD (Solid State Drive)
- Schreibtechnologie: CMR (konventionelle magnetische Aufzeichnung) oder SMR (Shingled Magnetic Recording)
- Anzahl der „Bays“ (Festplattenschächte)
Wenn Sie die NAS-Festplatte lediglich privat nutzen, sind HDD-Festplatten ausreichend. Sie sollten nur dann auf SSDs umsteigen, wenn Ihr Netzwerk eine Übertragungsrate von einem Gigabyte pro Sekunde oder mehr leistet.
Experten raten, für NAS-Festplatten ausschließlich auf die CMR-Technologie zu setzen. Einer der Hauptgründe für diese Empfehlung besteht darin, dass die Datenwiederherstellung bei CMR deutlich schneller abläuft als bei SMR.
Die verschiedenen Festplatten in den Schächten sind miteinander verbunden und bilden ein sogenanntes RAID (Redundant Array of Independent Disc). Daher besteht eine NAS-Einheit immer aus mindestens zwei Festplatten.
Diese gleichen sich miteinander ab, sodass beide Speichermedien dieselben Daten enthalten. Sollte eine der beiden Festplatten ausfallen, sind Ihre Dateien trotzdem noch auf der zweiten Platte vorhanden. Das ist einer der Hauptvorteile, die eine NAS-Festplatte von einem externen Laufwerk mit nur einem einzigen Datenträger unterscheidet.
Netzwerk-Festplatten werden über das LAN mit dem Netzwerk zu Hause oder im Büro verbunden. Im Vergleich zum WLAN hat das den Vorteil, dass Sie die Daten deutlich schneller abrufen und speichern können. Das wird Ihnen besonders auffallen, wenn Sie große Datenmengen bewegen wollen.
Tipp: Eine NAS-Festplatte mit Spiegelung erhöht nochmals den Schutz vor Datenverlust, weil das Backup erneut gespeichert wird. Dafür benötigen Sie jedoch zwei NAS-Geräte, die mit demselben Betriebssystem funktionieren und die gleiche Speichertechnologie verwenden.

NAS steht für “Network Attached Storage” und ermöglicht das Einrichten einer eigenen Datenverwaltung.
1.1. Verfügbare Speicherkapazitäten bei NAS-Festplatten
Um sich für den richtigen Typ der NAS-Festplatte zu entscheiden, sollten Sie nicht nur Festplatten- und Speichertechnologie berücksichtigen. Die Datenmenge, die das Gerät speichern kann, spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Unsere Tabelle zeigt Ihnen, welche Kapazitäten sich wofür eignen:
| Datenvolumen | Verwendung |
| NAS-Festplatte mit 3 GB | - Eine Festplatte dieser Größe eignet sich, wenn Sie Dateien mit geringer Größe speichern wollen.
- Typische Beispiele sind Word-Dateien und andere Dokumente.
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| NAS-Festplatte mit 500 GB | - Eine NAS-Festplatte mit 500 GB fasst 2.688 Videominuten oder 428.571 Bilder.
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| NAS-Festplatte mit 2 TB | - Auf einer NAS-Festplatte mit 2 TB können Sie ungefähr 1.714.286 Fotos, 666.666 Lieder oder 10.752 Minuten an Videos speichern.
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| NAS-Festplatte mit 4 TB | - Eine NAS-Festplatte mit 4 TB ist eine gute Lösung für umfangreiche Medienbibliotheken der ganzen Familie.
- Sie fasst rund 400 Filme in Full-HD oder 40.000 Musikalben.
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| NAS-Festplatte mit 8 TB | - Eine NAS-Festplatte mit 8 TB ist zu empfehlen, wenn Sie das System beruflich nutzen wollen und dafür viel Speicherplatz brauchen.
- Alternativ können Sie darauf 800 Full-HD-Filme speichern oder 80.000 Musikalben digital aufbewahren.
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In NAS-Festplatten-Tests raten die Tester häufig, zur Sicherheit lieber zu viel als zu wenig Speicherplatz zu wählen. Was momentan zu umfangreich erscheint, kann bald schon der neue Standard werden, wenn Filme und andere Medien durch eine noch höhere Auflösung mehr Platz belegen.
1.2. Einsatzmöglichkeiten für NAS

Suchen Sie nach günstigen NAS-Festplatten mit viel Speicherplatz, sind Sie mit HDDs gut beraten.
Wie Sie im Laufe des Artikels von WELT.de schon gesehen haben, können Sie eine NAS-Festplatte für verschiedene Zwecke einsetzen. Wofür ein bestimmtes Gerät sich eignet, hängt unter anderem von seiner maximalen Arbeitslast pro Jahr, Schreibgeschwindigkeit und Speicherkapazität ab. Sie haben folgende Optionen:
- NAS-Festplatte für Desktop-PC einrichten und dadurch eine herkömmliche externe Festplatte ersetzen
- NAS-Festplatte fürs Gaming nutzen, indem Sie Ihre Spiele dort speichern
- NAS-Festplatte fürs Heimnetzwerk verwenden, zum Beispiel als Medienbibliothek
- NAS-Festplatte für zu Hause installieren, etwa als Speicherort für private Dateien der Familie
- Website hosten
- virtuellen PC einrichten, um vor Cyberkriminalität und Schadsoftware besser geschützt zu sein
- Unternehmensdaten verwalten
Wenn Sie eine Überwachungskamera besitzen, die ins Heimnetzwerk eingebunden ist, können Sie das Bild- und Videomaterial laut NAS-Festplatte-Tests auf dem externen Speicher ablegen.