Ratgeberübersicht
  1. Wie erkenne ich gute Nachtsichtgeräte?
  2. Was für unterschiedliche Nachtsichtgeräte gibt es?
  3. Welche Nachtsichtgerät passt zu mir?
  4. Welche Nachtsichtgeräte sind laut Tests am besten?
  5. Was kosten Nachtsichtgeräte?
  6. Wie lautet das Fazit für Nachtsichtgeräte?

Wollen Sie als Natur- oder Tierforscher die Geheimnisse der Nacht entdecken, auf Jagd gehen oder planen Sie nächtliche Camping- oder Outdoor-Aktivitäten, ist ein Nachtsichtgerät empfehlenswert. Gute Geräte verfügen über eine ausreichende Reichweite, liefern scharfe Bilder oder Videoaufnahmen und überzeugen durch eine robuste Verarbeitung und Wetterfestigkeit. Je nach Leistung werden sie in 3 verschiedene Generationen unterteilt. Auf welche Merkmale Sie bei einem Nachtsichtgerät achten sollten, was es mit den einzelnen Generationen auf sich hat und mit welchen Kosten Sie rechnen müssen, erfahren Sie in diesem Kaufratgeber.

Wie erkenne ich gute Nachtsichtgeräte?

Einfache Ferngläser und digitale Kameras sind tagsüber gut zu verwenden, haben aber eine stark verringerte Bildqualität, sobald es dunkel wird. Nachtsichtgeräte nutzen dagegen kaum noch vorhandenes Licht als Restlicht, damit Sie auch bei völliger Dunkelheit sehen können. Das kann abgeschwächtes Tageslicht zu Beginn der Dämmerung oder Mond- und Sternenlicht in der Nacht sein. Egal, ob Sie sich für ein reines Nachtsichtgerät oder ein Gerät mit zusätzlicher Kamera- und Videofunktion entscheiden: Auf diese Merkmale sollten Sie vor dem Kauf achten:

Monokular oder binokular: Für ein oder beide Augen

Hersteller unterscheiden zwischen monokularen und binokularen Nachtsichtgeräten. Bei monokularen Nachtsichtgeräten handelt es sich um Restlichtverstärker, durch die Sie mit nur einem Auge schauen. Wenn Sie beide Augen nutzen wollen, wählen Sie binokulare Nachtsichtgeräte, die einem Fernglas ähneln. Müssen Sie beide Hände frei haben – beispielsweise bei der Jagd – empfiehlt sich eine zusätzliche Kopfhalterung im Lieferumfang.

Reichweite: Jäger brauchen hohe Reichweite

Die Reichweite geben die Hersteller in Metern an. Diese klärt Sie darüber auf, bis zu welcher Entfernung die Geräte noch gute Bilder liefern können. Während die Reichweite von günstigen Nachtsichtgeräten und Infrarot-Ferngläsern bei 50 bis 60 m liegt, ermöglichen hochwertige Geräte Reichweiten bis zu 200 m. Passen Sie die Reichweite immer dem Einsatzzweck an: Vor allem beim nächtlichen Jagen entscheidet eine hohe Reichweite womöglich über den Erfolg.

Vergrößerung: Mindestens 50 m sollten es sein

Der Vergrößerungsfaktor gibt das Vielfache an, um das Dinge durch ein Nachtsichtgerät vergrößert erscheinen. Dabei hängt die Vergrößerung stark mit dem Zoomfaktor zusammen. Ein großer Vergrößerungsfaktor bedeutet gleichzeitig einen großen Zoomfaktor. Beachten Sie aber, dass das Sehfeld mit einer hohen Vergrößerung automatisch kleiner wird.

Ohne Vergrößerung sollte Ihr Sehfeld mindestens 50 m betragen. Sehr gute Modelle bieten bis zu 100 m – was ebenfalls ein wichtiges Kriterium für Jagdzwecke ist.

Stromversorgung: 20 bis 30 Stunden Laufzeit sind der Durchschnitt

Die Stromversorgung bei Nachtsichtgeräten erfolgt entweder über einen Akku oder über Batterien. Akkubetriebene Modelle erreichen Laufzeiten von 20 bis 30 Stunden. Da solche Laufzeiten selbst im Militär üblich sind, reichen sie für zivile Zwecke ebenfalls aus. Im Gegensatz zu batteriebetriebenen Geräten, deren Laufzeit meist nur circa 6 Stunden beträgt, sind akkubetriebene Nachtsichtgeräte nachhaltiger und günstiger. Grund dafür ist, dass die Akkus aufladbar sind.

Weitere Eigenschaften: Darauf sollten sie noch achten

Ein weiteres Merkmal ist das Gewicht. Ein geringes Gewicht ist besonders dann von Vorteil, wenn Sie das Nachtsichtgerät auf dem Kopf tragen. Der Großteil der Modelle wiegt zwischen 300 bis 600 g. Genauso wichtig ist die robuste Verarbeitung. Damit das Nachtsichtgerät Outdoor-Einsätze unbeschadet übersteht, sollte es wasserdicht, stoß- und kratzfest sein. Hochwertige Modelle sind weiterhin wetter- und staubfest.

Was für unterschiedliche Nachtsichtgeräte gibt es?

Nachtsichtgeräte gibt es entweder in Form von Bildwandlern und Restlichtverstärkern oder als Infrarotgerät. Den lichtunabhängigen Weg gehen Wärmebildkameras, die unterschiedliche Temperaturbereiche in verschiedenen Farben darstellen. Für welche Variante Sie sich entscheiden, hängt ganz vom Einsatzzweck und Ihrem Budget ab. Auf dem Markt sind Nachtsichtgeräte in folgende 3 Generationen unterteilt:

Nachtsichtgeräte der Generation 1

Nachtsichtgeräte der 1. Generation sind meist günstig, einfach gebaut und speziell für Einsteiger und den Hobby-Bereich gedacht. Dazu gehören auch kleine Modelle in Form eines Taschenfernglases. Sie arbeiten meist mit Restlicht und sind teilweise mit Infrarotbeleuchtung ausgestattet. Sie verstärken das Restlicht maximal um das 8.000-fache, haben eine Betriebsdauer von circa 1.000 bis 2.000 Stunden und liefern Bilder im Grün-Bereich. Möchten Sie nur Haus und Hof überwachen oder Ihre ersten, nächtlichen Naturbeobachtungen machen, sind diese Modelle ideal.

    Vorteile
  • Günstiger Anschaffungspreis
  • Einfach in der Handhabung
  • Geringes Gewicht
  • Ideal für Einsteiger
    Nachteile
  • Kürzere Betriebsdauer
  • Eingeschränkte Reich- und Sichtweite
  • Körniges Bild
  • Rauschen bei Videoaufnahmen möglich
  • Meist keine Zusatzfunktionen vorhanden

Nachtsichtgeräte der Generation 2

Nachtsichtgeräte mit Gen2-Bildwandlern sind schon wesentlich leistungsfähiger als Geräte der 1. Generation. Ihre Lebensdauer beträgt rund 10.000 bis 15.000 Stunden. Vom Aufbau her ähneln sie Geräten der 1. Generationen, dafür ist die Elektronik der Bildwandlerröhre aber technisch stark weiterentwickelt. Dadurch erreichen sie eine Restlichtverstärkung um das 20.000-fache. Hinter der Photokathode sind spezielle Mikrokanalplatten verbaut, die jeden einzelnen Bildpunkt verstärken. Mit hochwertigen Gen2-Nachtsichtgeräten könnenSie Objekte bis circa 600 m Entfernung sehen.

    Vorteile
  • Sicht auf große Distanz gegeben
  • Liefern hochwertige Bilder im Schwarz-Weiß-Bereich
  • Bilder sind heller, klarer und schärfer
  • Je nach Modell mit Kopfhalterung
    Nachteile
  • Höherer Anschaffungspreis
  • Höheres Gewicht
  • Diese Modelle müssen Sie mit Bildwandler verwenden

Nachtsichtgeräte der Generation 3

Neben Geräten der 4. Generation, die Sie als Privatperson nicht erwerben können, sind Gen3-Modelle die technisch fortschrittlichsten und leistungsfähigsten Nachtsichtgeräte. Ihre Mikrokanalplatten sind chemisch behandelt, wodurch die Optik dieser Geräte erheblich empfindlicher reagiert. Ihre Restlichtverstärkung liegt beim bis zu 50.000-fachen und die Lebensdauer beträgt bis zu 15.000 Stunden. Geräte wie diese kommen fast nur beim Militär und der Polizei zum Einsatz.

    Vorteile
  • Kaum Körnung, daher extrem scharfe Bilder
  • Gleichmäßige Ausleuchtung
  • Auch bei schlechten Sichtverhältnissen äußerst stark
  • Kontrastreiche Detailaufnahmen
  • Großer Aktionsradius
    Nachteile
  • Sehr hoher Anschaffungspreis
  • Im zivilen Bereich nicht nötig
  • Komplizierte Bedienung
  • In Deutschland kaum erhältlich

Welche Nachtsichtgerät passt zu mir?

Die Anwendungsbereiche für Nachtsichtgeräte ist mindestens genauso vielfältig wie die unterschiedlichen Gerätearten. Ob Sicherheitspersonal, Jäger oder Naturforscher: Damit Sie zwischen den vielen Geräten auf dem Markt den Überblick behalten, sind hier 3 häufige Anwendungstypen und passende Modelle zusammengestellt:

Monokulare Nachtsichtgeräte für Einsteiger und Outdoor-Abenteurer

Outdoor-Abenteuer wie Camping, Nachtwanderungen, nächtliches Geo-Caching und andere Geländespiele gewinnen zunehmend an Beliebtheit. Wenn auch Sie regelmäßig an solchen Aktivitäten teilnehmen und ein passendes Nachtsichtgerät benötigen, reicht ein günstiges Einsteigergerät meist völlig aus. Hier bieten sich monokulare Geräte an, da diese günstiger sind und ihren Zweck trotzdem erfüllen. Geräte von Herstellern wie Bresser und Newton punkten durch ein ordentliches Preis-Leistungs-Verhältnis.

Einfache Geräte für die Überwachung Ihres Grundstücks

Auch zur reinen Überwachung von Haus und Hof ist ein Einsteigergerät mit Aufnahmefunktion ausreichend. Achten Sie darauf, dass Sie es fest installieren können, beispielsweise mithilfe eines Stativfußes.

Modelle mit Infrarotsensoren für Forscher, Jäger und Angler

Wenn Sie Natur- und Tierforschungen mögen, regelmäßig jagen oder angeln, sollten Sie zu einem Modell mit Infrarotsensoren greifen. Diese lassen sich je nach Bedarf zuschalten, wenn zu wenig Restlicht vorhanden ist. Sind Sie in der freien Natur, beispielsweise im Wald unterwegs, ist das keine Seltenheit. Auch Nachtsichtgeräte mit integriertem Wärmebild eignen sich für die Jagd. Sie zeigen unabhängig von den Lichtverhältnissen an, wo sich Lebewesen bewegen. Wählen Sie vorzugsweise ein Gerät mit Kopfhalterung, um beide Hände frei zu haben.

Wählen Sie ein Modell mit einer hohen Reichweite

Eine hohe Reichweite ist bei der Jagd sehr hilfreich, während Anglern eine Reichweite von 50 bis 60 m völlig ausreichen kann. Hier können Nachtsichtgeräte von Jahnke oder Yukon infrage kommen. Achten Sie jedoch darauf, dass Sie ein Spektiv bei der Jagd nicht als Nachtzielgerät einsetzen dürfen.

Professionelle Nachtsichtgeräte für Sicherheitspersonal, Polizei und Militär

Im professionellen Bereich werden Nachtsichtgeräte hauptsächlich für die Überwachung von Geländeflächen oder bei der Suche nach Vermissten verwendet. Benötigen Sie ein Gerät für Profi-Zwecke, sollten Sie ein sehr hochwertiges Gen2-Nachtsichtgerät oder ein Gen3-Modell wählen. Besonders wichtig ist eine lange Akku-Laufzeit, eine Sichtweite von bis zu 200 m und ein extrem scharfes Bild. Zusätzliche Funktionen wie eine integrierte Aufzeichnungsmöglichkeit in Full HD Qualität und Wärmebild sind ebenfalls hilfreich.

Welche Nachtsichtgeräte sind laut Tests am besten?

Stiftung Warentest hat zwar bereits Ferngläser und Drohnen mit Kameras getestet, ein Vergleich zu Nachtsichtgeräten liegt jedoch nicht vor. Auch von ÖKO-TEST liegt kein Test vor. Interessant sich jedoch Bewertungen von Käufern von Nachtsichtgeräten.

Kundenbewertungen zu Nachtsichtgeräten

Viele Kunden sind begeistert von ihren Nachtsichtgeräten. Sie eignen sich ideal für Wanderungen und Fahrradtouren in der Dunkelheit. Dabei sollte das Nachtsichtgerät jedoch ein ausreichendes Sichtfeld besitzen, da es sich sonst nicht für Spaziergänge eignet. Viele Kunden nutzen ihr Nachtsichtgerät um Tiere in ihrem eigenen Garten oder den umliegenden Waldgebieten zu beobachten. Dazu eignet sich ein günstiges Nachtsichtgerät ideal, wie die persönlichen Nachtsichtgeräte Tests der Käufer bestätigen.

Einige Kunden zeigten sich jedoch auch enttäuscht von ihren Nachtsichtgeräten. Als großes Ärgernis nehmen Kunden bei einigen Modellen die geringe Reichweite wahr. Zwar können Tiere und Objekte in direkten Umgebung gut erkannt werden, jedoch auf weiterer Entfernung gibt es Probleme. In direkten Nähe lassen sich laut der Kundenstimmen sogar Gesichtszüge sehr gut erkennen. Für die Jagd auf weiter Entfernung berichten Käufer von Problemen. So wurden Tiere durch das Nachtsichtgerät nicht erkannt, obwohl sie mit bloßen Augen in unter 100 m Entfernung gesehen worden sind.

Werfen Sie einen Blick in die Anleitung

Falls Sie Probleme mit den Geräten haben, sollten Sie keine Scheu davor haben, einen Blick in die Betriebsanleitung zu werfen. Da viele Käufer von Nachtsichtgeräten bisher noch nicht viel Erfahrung mit solchen Geräten sammeln konnten, ist die Anleitung in vielen Fällen hilfreich.

Was kosten Nachtsichtgeräte?

Der Preis eines Nachtsichtgeräts hängt stark von seiner Leistungsfähigkeit, Bildqualität, Verarbeitung und eventuellen Zusatzfunktionen ab. Hersteller wie Bestguarder, Northpoint, Goggles und Yukon haben verschiedene Modelle im Angebot.

Günstige Nachtsichtgeräte: 100 bis 250 €

Benötigen Sie das Nachtsichtgerät ausschließlich für den Amateurbereich, nächtliche Wanderungen und Naturbeobachtungen oder beim Camping? In diesen Fällen reichen einfache und preisgünstige Lösungen oft aus. Modelle bis 100 € sind meist monokular oder in Form eines Universal-Fernglases erhältlich. Sie verfügen über eine schwache Zoomfunktion und eine kleine Reichweite. Gute Einsteigermodelle zwischen 100 € und 250 € sind bereits mit deutlich mehr Reichweite und einer höheren Bildqualität ausgestattet. Beliebte Hersteller sind hier Yukon und Bushnell.

Mittelpreisige Nachtsichtgeräte: 250 bis 500 €

Während Geräte der 1. Generation im günstigen Preisbereich liegen, bewegen sich Gen2-Modelle im mittleren bis oberen Preissegment. Sind Sie auf der Suche nach einem sehr guten Amateurgerät oder einem Nachtsichtgerät für professionelle Zwecke wie Jagen oder Angeln? Dann sind Sie mit Geräten zwischen 250 € und 500 € gut beraten. Je nach Hersteller finden Sie in der mittleren Preiskategorie sehr hochwertige Nachtsichtgeräte. Sie verfügen teilweise über Zusatzfunktionen wie eine Aufnahmefunktion oder enthalten zusätzliches Zubehör.

Premium-Nachtsichtgeräte: 600 bis zu 1.000 €

Während Gen3-Modelle auf dem deutschen Markt kaum erhältlich sind und oftmals bis zu 3.000 € kosten, liegen High-End-Geräte der 2. Generation bei 600 € bis 1.000 €. Diese Investition lohnt sich eher im Profibereich (Polizei oder Militär) oder für professionelle Jäger und Angler.

Wie lautet das Fazit für Nachtsichtgeräte?

Ob für das Hobby oder den Beruf – damit Sie sich in der Dunkelheit orientieren können, ist ein Nachtsichtgerät unverzichtbar. Achten Sie daher beim Kauf auf folgende Punkte:

  • Mit einem zuschaltbaren Infrarotsensor sehen Sie auch dann, wenn kein Restlicht mehr zur Verfügung steht
  • Beobachten Sie als Naturforscher oder Jäger bewegliche Objekte, sind Nachtsichtgeräte mit automatischer Scharfstellung und automatischem Zoom empfehlenswert
  • Günstige Einsteigergeräte erhalten Sie ab 50 €
  • Nachtsichtgeräte im mittleren Preissegment liegen zwischen 250 € und 500 €
  • High-End-Modelle für den professionellen Bereichen beginnen ab circa 600 €

Sehen Sie sich gleich in unserer Bestenliste um und finden Sie das Nachtsichtgerät, welches am besten zu Ihren Ansprüchen passt.

Im Video vorgestellt: Nachtsichtgerät

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In diesem informativen YouTube-Video wird der Unterschied zwischen Nachtsicht- und Wärmebildgeräten erläutert. Der Fokus liegt dabei auf den Vorteilen und Funktionen von Nachtsichtgeräten. Erfahre, wie diese speziellen Geräte das nächtliche Sehen verbessern und welche Technologie sie verwenden.