Einfache Ferngläser und digitale Kameras sind tagsüber gut zu verwenden, haben aber eine stark verringerte Bildqualität, sobald es dunkel wird. Nachtsichtgeräte nutzen dagegen kaum noch vorhandenes Licht als Restlicht, damit Sie auch bei völliger Dunkelheit sehen können. Das kann abgeschwächtes Tageslicht zu Beginn der Dämmerung oder Mond- und Sternenlicht in der Nacht sein. Egal, ob Sie sich für ein reines Nachtsichtgerät oder ein Gerät mit zusätzlicher Kamera- und Videofunktion entscheiden: Auf diese Merkmale sollten Sie vor dem Kauf achten:
Monokular oder binokular: Für ein oder beide Augen
Hersteller unterscheiden zwischen monokularen und binokularen Nachtsichtgeräten. Bei monokularen Nachtsichtgeräten handelt es sich um Restlichtverstärker, durch die Sie mit nur einem Auge schauen. Wenn Sie beide Augen nutzen wollen, wählen Sie binokulare Nachtsichtgeräte, die einem Fernglas ähneln. Müssen Sie beide Hände frei haben – beispielsweise bei der Jagd – empfiehlt sich eine zusätzliche Kopfhalterung im Lieferumfang.
Reichweite: Jäger brauchen hohe Reichweite
Die Reichweite geben die Hersteller in Metern an. Diese klärt Sie darüber auf, bis zu welcher Entfernung die Geräte noch gute Bilder liefern können. Während die Reichweite von günstigen Nachtsichtgeräten und Infrarot-Ferngläsern bei 50 bis 60 m liegt, ermöglichen hochwertige Geräte Reichweiten bis zu 200 m. Passen Sie die Reichweite immer dem Einsatzzweck an: Vor allem beim nächtlichen Jagen entscheidet eine hohe Reichweite womöglich über den Erfolg.
Vergrößerung: Mindestens 50 m sollten es sein
Der Vergrößerungsfaktor gibt das Vielfache an, um das Dinge durch ein Nachtsichtgerät vergrößert erscheinen. Dabei hängt die Vergrößerung stark mit dem Zoomfaktor zusammen. Ein großer Vergrößerungsfaktor bedeutet gleichzeitig einen großen Zoomfaktor. Beachten Sie aber, dass das Sehfeld mit einer hohen Vergrößerung automatisch kleiner wird.
Ohne Vergrößerung sollte Ihr Sehfeld mindestens 50 m betragen. Sehr gute Modelle bieten bis zu 100 m – was ebenfalls ein wichtiges Kriterium für Jagdzwecke ist.
Stromversorgung: 20 bis 30 Stunden Laufzeit sind der Durchschnitt
Die Stromversorgung bei Nachtsichtgeräten erfolgt entweder über einen Akku oder über Batterien. Akkubetriebene Modelle erreichen Laufzeiten von 20 bis 30 Stunden. Da solche Laufzeiten selbst im Militär üblich sind, reichen sie für zivile Zwecke ebenfalls aus. Im Gegensatz zu batteriebetriebenen Geräten, deren Laufzeit meist nur circa 6 Stunden beträgt, sind akkubetriebene Nachtsichtgeräte nachhaltiger und günstiger. Grund dafür ist, dass die Akkus aufladbar sind.
Weitere Eigenschaften: Darauf sollten sie noch achten
Ein weiteres Merkmal ist das Gewicht. Ein geringes Gewicht ist besonders dann von Vorteil, wenn Sie das Nachtsichtgerät auf dem Kopf tragen. Der Großteil der Modelle wiegt zwischen 300 bis 600 g. Genauso wichtig ist die robuste Verarbeitung. Damit das Nachtsichtgerät Outdoor-Einsätze unbeschadet übersteht, sollte es wasserdicht, stoß- und kratzfest sein. Hochwertige Modelle sind weiterhin wetter- und staubfest.