Ratgeberübersicht
  1. Was bringt ein Muskelstimulator?
  2. Welche Arten von Nerven- und Muskelstimulatoren gibt es?
  3. Worauf ist laut Muskelstimulator-Tests vor dem Kauf zu achten?
  4. Ist ein Fitness-Muskelstimulator mit Batterie oder Akku besser?
  5. Welche unterschiedlichen Pads gibt es für den Sixpack-Muskelstimulator?
  6. Weitere Fragen und Antworten von Kunden, die nach Muskelstimulator-Tests bzw. -Vergleichen suchen
  • Ein elektrischer Muskelstimulator kann das körperliche Training nicht ersetzen. Er unterstützt es bei korrekter Anwendung zum Teil, aber spürbar.
  • Sie können den Muskelstimulator an großen Muskelgruppen wie der Brust oder dem Oberschenkel oder an kleinen Muskeln, beispielsweise am Knie, anwenden.
  • Bei den meisten Muskelstimulatoren können Sie die Intensität stufenweise steigern. Zudem stehen häufig verschiedene Modi zur Verfügung.

Muskelstimulator im Test: Ein Mann, der Muskelstimulator-Pads am Bauch und an den Armen trägt.

Um Muskeln aufzubauen, kommen Sie an Krafttraining und körperlicher Aktivität nicht vorbei. Ob Sie Gewichte im Fitnessstudio stemmen, Sit-ups für die Bauchmuskeln machen oder die Oberschenkel und Waden beim Joggen oder Radfahren trainieren. Ohne Sport kann der Körper keine zusätzliche Muskelmasse aufbauen. Wunder wirkt hier also auch ein Muskelstimulator nicht. Dennoch ist die Wirkung eines Muskelstimulators erwiesen, wenn die Geräte zusätzlich zum Sport eingesetzt werden.

Wir haben für Sie diverse Muskelstimulator-Tests aus dem Internet geprüft und informieren Sie hier über Unterschiede zwischen EMS und TENS, über wichtige Funktionen am Gerät und die korrekte Anwendung. Zudem klären wir, welche Muskelgruppen Sie gezielt ansprechen können und worauf bei der Wahl der Muskelstimulator-Pads zu achten ist.

1. Was bringt ein Muskelstimulator?

Das Muskeltraining per Strom basiert auf einem einfachen Prinzip. Ein ABS-Muskelstimulator verfügt über Klebeelektroden, die mit dem Gerät verbunden sind. Diese Pads können dann nicht nur auf Bauchmuskeln, sondern auf verschiedene Körperstellen geklebt werden. Über die Klebeelektroden sendet das Gerät elektrische Impulse aus. Diese sind nicht gefährlich, führen aber zu einer gezielten Kontraktion der Muskelgruppen. Dabei können nicht nur obere Muskelschichten trainiert, sondern auch tiefer liegende Muskelfasern angesprochen werden. Der elektrische Muskelstimulator kann aber keine gezielte Kräftigung der Muskeln ersetzen.

Hinweis: Damit die Anwendung Wirkung zeigt, müssen die Elektroden vorab befeuchtet werden. Dafür greifen Sie im Idealfall auf spezielles Gel zurück.

2. Welche Arten von Nerven- und Muskelstimulatoren gibt es?

Bei Nerven- und Muskelstimulatoren wird zwischen EMS und TENS unterschieden. EMS steht für elektrische Muskelstimulation, TENS ist die Abkürzung für transkutane elektrische Nervenstimulation. Die Funktionsweisen unterscheiden sich dabei kaum, dennoch ist das Ziel der Anwendung von EMS-Muskelstimulatoren und TENS-Geräten grundverschieden.

EMS-Muskelstimulator TENS-Muskelstimulator
  • stimuliert gezielt die Muskulatur
  • stimuliert die Nervenbahnen
  • Ziel ist eine aktive Muskelkontraktion
  • Ziel ist die Schmerzlinderung
  • im Sport, Training und Muskelaufbau eingesetzt
  • überwiegend in der Schmerztherapie und Reha genutzt
  • Einsatz zum Muskelerhalt und -aufbau
  • Einsatz bei Rücken-, Nacken-, Gelenk- oder chronischen Schmerzen
  • elektrische Impulse lösen sichtbare Muskelbewegungen aus
  • elektrische Impulse werden meist als Kribbeln wahrgenommen
  • ergänzend zum Training oder in der Physiotherapie
  • begleitend zu medizinischen oder therapeutischen Maßnahmen
Muskelstimulator im Test: Elektroden sind auf einem Oberschenkel befestigt.

Neigbare Elektrodenköpfe sind praktisch, damit die Pads trotz natürlicher Rundungen fest haften.

3. Worauf ist laut Muskelstimulator-Tests vor dem Kauf zu achten?

Möchten Sie sich einen Muskelstimulator für Rücken, Knie und Bauch zulegen, sollten Sie laut Tests vor allem auf die Anzahl der Stufen und die verfügbaren Modi achten. Je größer hier die Bandbreite ist, desto feiner können Sie die elektrische Muskelstimulation an Ihre Bedürfnisse anpassen. Zudem gilt es laut Muskelstimulator-Tests darauf zu achten, an welchen Körperstellen das Gerät eingesetzt werden kann.

3.1. Wie viele Stufen sollte ein elektrischer Muskelstimulator haben?

Einfache Geräte sind mit bis zu 40 verschiedenen Intensitätsstufen ausgestattet. Das klingt viel, ist laut Test aber für eine sehr gezielte Anwendung oft noch zu wenig. Besser sind Modelle, die mindestens 50 oder sogar 60 verschiedene Leistungsstufen zur Verfügung stellen. Qualitativ hochwertige Muskelstimulatoren für die Ganzkörperanwendung kommen sogar auf bis zu 100 oder noch mehr verschiedene Intensitätsstufen.

Tipp: Die feine Muskulatur im Gesicht dürfen Sie deutlich weniger stark mit der elektrischen Stimulation beanspruchen, als große Muskelpartien am Oberschenkel. Für Ihr Gesicht sollten Sie nur dafür zugelassene Geräte mit niedriger Intensität anwenden.

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3.2. Welche Modi sollte ein Rücken-Muskelstimulator aufweisen?

Am Muskelstimulator für Beine und den Oberkörper können Sie meist verschiedenste Programme auswählen. Hierbei sind Intensität und Dauer bereits voreingestellt, um die gewünschte Wirkung möglichst effektiv zu erreichen. Gängig sind unter anderem folgende Modi:

  • Aufwärmen: Bei niedriger Frequenz werden die Muskeln in Schwung gebracht und auf stärkere Stimulation vorbereitet – kann auch für kleine Muskelgruppen angewendet werden.
  • Kraftausdauer: Bei einer mittleren Frequenz wird über einen längeren Zeitraum eine Stromtherapie durchgeführt, um die Belastbarkeit der Muskulatur zu erhöhen.
  • Muskelaufbau: Bei hohen Frequenzen kommt es über kurze Zeit zu starken Muskelkontraktionen, um die Maximalkraft der Muskeln zu erhöhen.
  • Regeneration: Ähnlich dem Aufwärmprogramm, aber länger. Hierbei sollen die Muskeln gelockert und durch schwache Kontraktionen die Durchblutung gefördert werden. Das wiederum führt zum verbesserten Abtransport von Stoffwechselprodukten.
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3.3. An welchen Körperstellen kann ich den Fitness-Muskelstimulator anwenden?

Abhängig von der Größe der Muskelstimulator-Pads können Sie mit dem Gerät ein Ganzkörpertraining durchführen und selbst kleine Muskeln in den Händen und Füßen stimulieren. Auch für den elektronischen Muskelstimulator im Gesicht müssen die Auflagen entsprechend klein sein, um gut auf den Hautstellen zu haften und gezielt den gewünschten Muskel zu treffen. Für große Muskelgruppen wie die Brust oder den Po hingegen ist es wichtig, auf größere Pads zurückzugreifen.

Muskelstimulator im Test: Eine Person liegt auf dem Bauch, ein Muskelstimulator wird an den Beinen angwendet.

Ein Gurt kann bei der Anwendung Reflexbewegungen mindern, ersetzt aber dennoch nicht die aufmerksame Anwendung.

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3.4. Wie wird der Knie-Muskelstimulator gesteuert?

Die meisten Knie-Muskelstimulatoren lassen sich über verschiedene Knöpfe am Gerät selbst bedienen, manche fortschrittliche Modelle bieten auch ein Touch-Display. Bei einem Touch-Bildschirm ist es aber umso wichtiger, auf die Größe des Displays zu achten. Ansonsten könnten Sie Schwierigkeiten haben, das Gerät präzise zu steuern. Damit Sie die Steuerung ganz gemütlich im Sitzen oder Liegen vornehmen können, bieten manche Hersteller auch Zubehör in Form einer Fernbedienung an. Vor allem bei kurzen Elektrodenkabeln können Sie das Gerät nicht auf Höhe der Arme abstellen, wenn Sie gerade die Waden stimulieren.

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4. Ist ein Fitness-Muskelstimulator mit Batterie oder Akku besser?

Tests zu elektrischen Muskelstimulatoren zeigen, dass die Stromversorgung bei den meisten Geräten mit AA-Batterien oder Akku erfolgt. Bei regelmäßiger Anwendung ist ein Akku besser geeignet, da sich ansonsten die Kosten für Ersatzbatterien summieren. Zudem ist ein Akku praktischer, wenn mehrere Personen in der Familie das Gerät nutzen möchten. Ein moderner ABS-Muskelstimulator ist mit Lithium-Ionen-Stromspeicher ausgestattet. Diese Akkus kommen ohne Memory-Effekt aus und ermöglichen mehrere Hundert Ladezyklen, bevor die Leistung abnimmt.

Hinweis: Für Profi-Anwendungen, beispielsweise in der Physiotherapie oder im EMS-Fitnessstudio, kommen auch Geräte mit Netzkabel zum Einsatz. Diese ermöglichen eine dauerhafte Stromversorgung ohne Pausen oder Leistungseinbußen, sind aber dafür ortsgebunden und auch deutlich teurer in der Anschaffung.

5. Welche unterschiedlichen Pads gibt es für den Sixpack-Muskelstimulator?

Für den Muskelstimulator am Bauch kommen meist Pads zum Einsatz, die Sie mehrfach verwenden können. Die wiederverwendbaren, klassischen Pads sollen vor allem bei der TENS-Anwendung für zusätzliche Entspannung und Schmerzlinderung sorgen. Es gibt aber auch einige Geräte, die EMS/TENS mit Wärmefunktion kombinieren. Über die Wärmepflaster können Sie eine Wärmebehandlung durchführen. Bei verspannten Muskeln kann die Wärme zusätzlich zu den gezielten Kontraktionen für Linderung sorgen.

Muskelstimulator im Test: Elektroden sind auf einem Bauch befestigt.

Vor allem anfangs kann es durch die Behandlung mit dem Muskelstimulator zu Muskelkater kommen.

6. Weitere Fragen und Antworten von Kunden, die nach Muskelstimulator-Tests bzw. -Vergleichen suchen

6.1. Gibt es einen Muskelstimulator-Testsieger?

Von der Stiftung Warentest wurde nur das EMS-Training per Muskelstimulator thematisiert, ohne dabei einen Produktvergleich durchzuführen. Ergebnis: Ein Muskelstimulator für die Beine kann die allgemeine Fitness und auch die Körperhaltung verbessern, jedoch braucht es zusätzliche körperliche Betätigung. Ihren eigenen Muskelstimulator-Test können Sie aber anhand unserer Kriterien durchführen.

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6.2. Welches TENS-Gerät ist das beste?

Wenn Sie einen Muskelstimulator kaufen möchten, können Sie Ihren Favoriten in erster Linie anhand der verschiedenen Modi und Intensitätsstufen bestimmen. Bei folgenden Marken finden Sie eine große Auswahl an qualitativ hochwertigen Muskelstimulatoren:

  • Compex
  • Artrostim
  • Rehabravo
  • Nais
  • Panasonic
  • Revitive
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6.3. Wie oft darf man ein TENS-Gerät am Tag benutzen?

Sie können ein TENS-Gerät mehrmals am Tag nutzen, häufig wird eine vier- bis sechsfache Anwendung pro 24 Stunden empfohlen. Anfangs sollten Sie das TENS-Gerät kürzer anwenden und mit Sitzungen zwischen 15 und 20 Minuten beginnen. Später können Sie dann auch auf längere Anwendungen von bis zu 30 Minuten am Stück zurückgreifen.

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6.4. Wer darf Elektro-Muskelstimulation nicht anwenden?

Grundsätzlich sollten Sie auf den Einsatz eines Muskelstimulators verzichten, wenn Ihnen ein Herzschrittmacher implantiert wurde oder Sie unter einer diagnostizierten Herzschwäche leiden. Im Zweifelsfall gilt bei Vorerkrankungen immer, den Einsatz vorab mit dem behandelnden Arzt abzusprechen. Auch während des Autofahrens oder körperlicher Belastung sollten Sie das elektrische Muskeltraining nicht durchführen.

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6.5. Ist die Muskelstimulator-Wirkung wissenschaftlich belegt?

Dass qualitativ hochwertige Muskelstimulatoren bei zusätzlichem Sport und Training einen positiven Effekt auf das Muskelwachstum haben, ist wissenschaftlich belegt. Auch in der Schmerztherapie und bei der Muskelaktivierung nach Bettlägerigkeit oder langer Immobilität sind die Wirkungen belegt.

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Im Video vorgestellt: Muskelstimulator

In diesem spannenden YouTube-Video wird die Effektivität elektrischer Muskelstimulation (EMS) vom renommierten Institut Stiftung Warentest untersucht. Erfahren Sie, ob EMS-Training wirklich hält, was es verspricht und ob sich die Investition in einen Muskelstimulator lohnt. Tauchen Sie ein in die Welt des EMS-Trainings und entdecken Sie die Vor- und Nachteile dieser innovativen Trainingsmethode. Seien Sie gespannt auf praktische Tipps und Tricks zur Verwendung des Muskelstimulators und erfahren Sie, wie Sie mit EMS-Training Ihre Muskeln effektiv formen und stärken können. Holen Sie sich alle Informationen, die Sie für Ihre Entscheidung über EMS-Training und den Kauf eines Muskelstimulators benötigen!