Ratgeberübersicht
  1. Welche Eigenschaften sollte ein MTB-Rucksack haben?
  2. Was gibt es zu Material und Outdoortauglichkeit zu wissen?
  3. Worauf kommt es bei einem Mountainbike-Rucksack noch an?
  4. Wie viel Stauraum benötigt man im MTB-Rucksack?
  5. Wie den Rucksack zur Körpergröße passend auswählen und einstellen?
  6. Weitere Antworten und Fragen von Kunden, die nach MTB-Rucksack-Tests bzw. -Vergleichen suchen.
  • Ein guter MTB-Rucksack ist eher schmal geformt, verfügt über ein flexibles Gurtsystem und eine angenehme Belüftung im Rückenbereich. Im Inneren sollte auch ein günstiger MTB-Rucksack ausreichend Stauraum und ein klug konzipiertes Ordnungssystem aufweisen. Ein MTB-Rucksack mit Rückenprotektor federt die Wucht bei Stürzen ab.
  • Wichtige Kaufkriterien sind Größe und Gewicht. Messen Sie vor dem Kauf Rückenlänge und Hüftumfang, um die richtige Größe zu ermitteln. Das Leergewicht sollte insbesondere für Kinder möglichst niedrig ausfallen.
  • MTB-Rucksäcke sollen fest am Körper anliegen, ohne zu drücken oder einzuschneiden. Die Schulterträger sind daher angenehm weich gepolstert und die Rückenplatten flexibel anpassbar oder so geformt, dass das Gewicht nicht zu weit verlagert wird. Sie sollten insgesamt etwas tiefer sitzen als Wanderrucksäcke.

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Mit dem City-Rucksack auf MTB-Tour gehen? Keine gute Idee! Wer es schon mal probiert hat, wird bemerkt haben, dass der Rucksack für eine MTB-Tour besonders hohen Ansprüchen genügen muss, damit er sich nicht bei jeder Bremsung in Erinnerung bringt.

Die Anschaffung eines MTB-Rucksacks ist daher eine gute Investition für alle, die regelmäßig Touren unternehmen, unabhängig davon, ob sie einen Rucksack für eine Alpenüberquerung mit dem MTB benötigen oder mit der Familie auf Sonntagstour gehen.

Wir von WELT.de haben uns daher die verschiedenen Arten für diese Kaufberatung genauer angesehen. Woran erkennt man, ob ein MTB-Rucksack mit Protektor wirklich Schutz bietet? Welche Größen und welches Leergewicht bringen die MTB-Rucksäcke mit? Was zeichnet einen guten MTB-Rucksack aus und welche Extras stechen im MTB-Rucksack-Vergleich besonders hervor?

Lesen Sie im Folgenden zudem, was die Vor- und Nachteile eines MTB-Rucksacks mit Netzrücken im Vergleich zu Rucksäcken mit Kontaktrücken sind und welche Kategorien es noch gibt.

Ein getesteter MTB-Rucksack lehnt an einer hellen Säule.

Ein MTB-Rucksack von deuter oder anderen Marken ist mit seinem geringen Gewicht und dem wetterfesten Material ideal für unterwegs.

1. Welche Eigenschaften sollte ein MTB-Rucksack haben?

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Up- oder Downhill: Mit einem Fahrradrucksack fürs MTB wird die Herausforderung zum Vergnügen.

Größe und Sitz des Rucksacks sind wichtige Kriterien für den Kaufentscheid. Schulterriemen und Rückwand sollten weich gepolstert sein. Schultergurte, Hüftgürtel und Brustgürtel müssen sich flexibel einstellen lassen, während der Tour aber natürlich fest und sicher sitzen, auch wenn es über Stock und Stein geht.

Die Form sollte der Körpergröße und Rückenbreite entsprechen. MTB-Rucksäcke sind deshalb meist höher und schmaler geschnitten als Wanderrucksäcke und liegen besonders eng am Körper an.

Damit sich die Hitze im Rücken nicht staut, verfügen hochwertige MTB-Rucksäcke über einen Netzrücken oder Luftkanäle zwischen den Rückenpolstern. Einige weisen zudem eine biegsame Rückenplatte auf, die sich der Körperform anpassen lässt.

Gehen Sie mit Kindern auf Tour, ist es besonders wichtig, nicht nur die passende Größe auszuwählen, sondern auch das Gewicht stärker zu berücksichtigen. Einen Fahrradrucksack fürs MTB gibt es bereits für Kinder im Vor- und Grundschulalter. Alternativ wählen Sie den MTB-Rucksack klein aus, also mit geringem Volumen und einem Gewicht, das für einen MTB-Rucksack als leicht gilt.

Vor- und Nachteile von MTB-Rucksäcken mit Netzrücken gegenüber Kontaktrücken

    Vorteile
  • gute Belüftung
  • verringert Hitzestau
  • angenehmes Tragegefühl
    Nachteile
  • liegt weniger eng an
  • leicht verlagerter Schwerpunkt
  • geringerer Schutz vor kalter Luft

2. Was gibt es zu Material und Outdoortauglichkeit zu wissen?

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Eine ergonomische Form erleichtert die Fahrt auch mit vollgepacktem Rucksack.

MTB-Rucksäcke sind meist aus Polyester, Nylon oder Mischformen gefertigt. Die Wahl entscheidet über die Outdoortauglichkeit, insbesondere an Regentagen.

Mit Blick auf das Gewebe erweisen sich die Unterschiede als gering, aber doch vorhanden. Der reißfeste und elastische Polyester ist in hohem Maße UV-beständig. Nylon (Polyamid) benötigt eine zusätzliche Beschichtung, schneidet dafür aber im Reiß- und Scheuertest noch etwas besser ab.

Beide Gewebe schützen gegen Feuchtigkeit, doch der MTB-Rucksack ist nur wasserdicht, wenn zusätzlich eine Regenhülle genutzt wird. Damit alles trocken bleibt, empfiehlt es sich, nach einem Modell mit Regenhülle Ausschau zu halten, das auch den Regen- und Schneetest für MTB-Rucksäcke besteht.

MTB-Rucksack getestet: Die Rückseite mit Polsterung und Schulterpolstern.

Diese Abbildung zeigt uns den Netzrücken eines MTB-Rucksacks von deuter. Das Netz hält die Luftzirkulation aufrecht und verhindert einen Hitzestau.

Apropos MTB-Rucksack-Test: Von der Stiftung Warentest liegen bis 2025 leider keine eigenen Vergleiche oder MTB-Rucksack-Tests vor, sodass wir von WELT.de keinen offiziellen MTB-Rucksack-Testsieger benennen können.

3. Worauf kommt es bei einem Mountainbike-Rucksack noch an?

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Einen MTB-Rucksack kaufen Sie in der passenden Größe und Farbgebung für jedes Familienmitglied.

Tipp von WELT.de: Hautfreundliche und tourentaugliche Gewebe, ausgezeichneter Tragekomfort und kluges Ordnungssystem sind die drei großen Must-haves bei MTB-Rucksäcken. Von Vorteil ist es zudem, wenn der Rucksack im Leerzustand nicht mehr als maximal 1,5 kg auf die Waage beziehungsweise auf den Rücken bringt. Ein MTB-Rucksack ist leicht, wenn er nicht mehr als 600 Gramm wiegt. Für Kinder oder kurze Touren sollte der MTB-Rucksack klein ausfallen.

Fakten zum Rückenprotektor

Wer nicht nur den Rucksack samt Inhalt, sondern auch sich selbst bestmöglich schützen möchte, wird sich für einen MTB-Rucksack mit Protektor als Aufprallschutz bei Stürzen interessieren. Protektoren werden aus festem Polystyrol gefertigt oder als Weichschaum-Variante angeboten. Achten Sie beim Kauf zudem darauf, ob ein Prüfsiegel vom TÜV oder ein GS-Siegel vorhanden ist.

Nützlich ist zudem ein MTB-Rucksack mit Helmhalterung und Reflektoren. Und weil die Anforderungen an einen MTB-Rucksack für Frauen andere sind als an Rucksäcke für Männer, bieten einige bekannte Hersteller bereits einen MTB-Rucksack für Damen an, der sich besser an die spezifischen Körperformen anpassen lässt.

Ob Sie dann Blau, Rosa, Grün, Gelb oder eine andere Lieblingsfarbe auswählen, bleibt Ihnen überlassen, denn fast alle Produzenten haben eine bunte Auswahl an MTB-Rucksäcken im Sortiment.

MTB-Rucksäcke weisen unterschiedliche Gurtsysteme auf. Achten Sie darauf, welche Ausstattungsmerkmale vorhanden sind:

Gurt mögliche Ausstattung
Schulterträger ergonomische Formung, verstellbar, gepolstert
Brustgurt höhenverstellbar, mit oder ohne Signalpfeife
Hüftgurt mit oder ohne Reißverschlusstasche, Klettverschluss
Im Test: Ein MTB-Rucksack liegt horizontal auf einer silbernen Fläche mit Noppen.

Damit ein MTB-Rucksack auch optisch ins Auge fällt, werden häufig, wie bei diesem Modell von deuter, Signalfarben verwendet.

4. Wie viel Stauraum benötigt man im MTB-Rucksack?

Im Inneren des Fahrradrucksacks fürs MTB sollte sich ein kluges Ordnungssystem mit Fächern und durch stabile Reißverschlüsse geschützte Taschen befinden.

Für eine ausgedehnte Tagestour wird eine Größe von ca. 10 Litern empfohlen, damit ausreichend Utensilien im MTB-Rucksack Platz finden, beispielsweise Ersatzkleidung, ein Handtuch für den Abstecher an einen Badesee oder Sonnencreme und ein wenig Proviant.

Für eine mehrtägige Tour oder eine Alpenüberquerung mit MTB sollten Sie einen MTB-Rucksack mit 20 Litern beziehungsweise einen MTB-Rucksack mit 30 Litern wählen. Das hängt allerdings auch immer von den eigenen Ansprüchen ab.

Namhafte Marken wie Deuter, Evoc, Vaude, Ergon, Hilo, Toptrek oder O’Neal bieten mittlerweile ein so breites Spektrum an hochwertigen MTB-Rucksäcken an, dass eine wirklich individuelle Auswahl möglich ist.

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MTB-Rucksäcke sind sowohl mit als auch ohne Trinkblase erhältlich.

5. Wie den Rucksack zur Körpergröße passend auswählen und einstellen?

Für die Auswahl der passenden Größe sind die eigene Rückenlänge, der Hüftumfang und die Länge der Gurte zu berücksichtigen. Grundsätzlich sollten Sie zunächst prüfen, welchen Umfang der MTB-Rucksack hat und ob oder wie sehr sich die Tragegurte der Länge nach verstellen lassen.

Messen Sie zudem die Rückengröße der Person, für die ein MTB-Rucksack angeschafft werden soll. In Kombination mit der Messung des Hüftumfangs haben Sie dann bereits eine gute Grundlage, um einen passenden MTB-Rucksack auszuwählen.

Typische Maße für eine Größenberechnung könnten beispielsweise wie folgt aussehen (für alle Maße gilt eine Spanne von +/- 2 bis 3 cm):

Rückenlänge (von Schulter bis Taille) Hüftumfang Größe
40 cm 102 cm S
45 cm 110 cm M
50 cm 115 cm L
ab 51 cm ab 111 cm XL oder größer

Beachten Sie aber bitte, dass sich die Maße herstellerabhängig unterscheiden können. Grundsätzlich müssen sich die Gurte zudem bequem verstellen lassen, damit sie auch bei leichten Schwankungen zum Beispiel des Hüftumfangs immer individuell anpassbar sind. So bietet Deuter beispielsweise einen MTB-Rucksack für Damen mit der Kennzeichnung SL an.

6. Weitere Antworten und Fragen von Kunden, die nach MTB-Rucksack-Tests bzw. -Vergleichen suchen.

6.1. Was sollte in einen MTB-Rucksack passen?

Auf längeren Touren sollte der MTB-Rucksack ausreichend Stauraum für Ersatzteile und unbedingt notwendiges Werkzeug bieten. Von Vorteil ist ein MTB-Rucksack mit Akkufach sowie mit schützenden Fächern für Wertsachen und mobile Geräte. Außerdem sollte Platz für eine Trinkflasche, für ein paar Snacks und Ersatzkleidung sein. Ein MTB-Rucksack mit 10 Litern Volumen stellt für Tagestouren eine gute Lösung dar, mehr Platz bietet ein MTB-Rucksack mit 20 Litern oder 30 Litern.

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6.2. Welcher Mountainbike-Rucksack ist der beste?

Die Rucksäcke der Markenhersteller sind von hoher Qualität in Fertigung und Verarbeitung. Wichtig ist die Outdoortauglichkeit, damit der MTB-Rucksack wasserdicht ist. Dies wird meist durch eine zusätzliche Regenhülle erreicht. Ebenfalls wichtig: ein hoher Tragekomfort, ein flexibles Trägersystem und eine gute Belüftung im Rückenbereich. Ein MTB-Rucksack mit Helmhalterung oder ein MTB-Rucksack mit Trinkblase gilt ebenso wie ein MTB-Rucksack mit Akkufach als besonders gut ausgestattet. Achten Sie darauf, wie der MTB-Rucksack im Test oder Vergleich ausfällt.

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6.3. Wozu braucht man einen speziellen MTB-Rucksack?

Wer bereits einen City-Rucksack besitzt, stellt sich vermutlich die Frage: Brauche ich überhaupt einen speziellen MTB-Rucksack? Die Antwort ergibt sich, sobald die Touren länger und die Wege steiler oder steiniger werden. Beim Biking kommt alles auf einen optimalen Tragekomfort an. Der stellt sich ein, wenn der Rucksack eng am Körper anliegt, nicht zu groß ist, nirgendwo drückt und eine angenehme Rückenbelüftung ermöglicht. Zusätzlich ist der MTB-Rucksack wasserdicht oder lässt sich durch eine Regenhülle gut vor Regen und Schnee schützen.

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6.4. Wie muss ein MTB-Rucksack sitzen?

Ein MTB-Rucksack sitzt etwas tiefer als ein Wanderrucksack. Er muss passend zur Rückengröße ausfallen, damit er Stabilität bietet. Die Hauptlast liegt auf dem Beckenkamm (Hüftknochen), damit die Schultern entlastet werden. Ein Hüftgurt sorgt dafür, dass er nicht verrutscht, ein Brustgurt reguliert den Abstand der verstellbaren Träger.

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6.5. Wie stellt man den Mountain-Bike-Rucksack richtig ein?

Die Einstellung der Gurte lässt sich am einfachsten vornehmen, wenn Ihnen dabei jemand behilflich ist. Vorbereitend werden zunächst alle Gurte gelockert, sodass Sie den Rucksack einfach anlegen können. Beginnen Sie dann, den Hüftgurt und die Schultergurte so einzustellen, dass sie eng anliegen, aber nicht drücken oder einschneiden. Anschließend ziehen Sie den Lageverstellriemen an und schließen den Brustgurt. Insbesondere die Einstellung des Hüftgurtes sollte noch mal auf dem Fahrrad sitzend überprüft werden.

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Im Video vorgestellt: MTB-Rucksack

In diesem Video geben wir Ihnen einen umfassenden Überblick über den Evoc FR Enduro Blackline Rucksack und teilen unsere ehrliche Meinung zu diesem Produkt mit. Wir untersuchen seine Funktionalität, Haltbarkeit und den Komfort beim Tragen während des Mountainbikens. Wenn Sie darüber nachdenken, dieses Upgrade für Ihre nächste Fahrt zu kaufen, erfahren Sie in diesem Video, ob es das Geld wirklich wert ist.