Auf der Suche nach Ihrem persönlichen Testsieger unter den MTB-Reifen gilt es, einige Eigenschaften und Merkmale zu unterscheiden. Essenziell ist zunächst, die verschiedenen Reifentypen zu kennen. Wichtige Faktoren sind außerdem die Größe der Reifen sowie das Gewicht.
Typ: Drahtreifen, Faltreifen oder Schlauchreifen
Unter den MTB-Reifen wird nach Drahtreifen, Faltreifen, Schlauchreifen und Tubeless-Reifen unterschieden. Drahtreifen sind die gängigsten Modelle, sie eignen sich für alle Disziplinen, doch als MTB-Reifen weisen sie das typische Stollenprofil auf. Der Faltreifen hat im Inneren Kevlar- oder Aramidfasern anstelle von Draht. Der Schlauchreifen ist im Gegensatz zu den anderen beiden am Mantel befestigt. Tubeless-Reifen brauchen keine Schläuche, sie sitzen dicht verschlossen auf der Felge. Für Unentschlossene gibt es Tubeless-Ready-Reifen, diese sind für eine Umrüstung geeignet.
Einsatzgebiet: Wettkampf oder Offroad
Reifen für das Mountainbike können sich trotz ihrer gemeinsamen Bezeichnung für unterschiedliche Einsatzgebiete eignen. Einige Produkte sind eher für Touren oder Trainings gefertigt und reichen für Freizeitbiker völlig aus. Andere wiederum sind speziell auf Wettkämpfe getrimmt. Das manifestiert sich in der Hochwertigkeit des Gummis, dem Profil, aber auch dem Preis.
Reifengrößen und -durchmesser
Bei MTB-Reifen gibt es 2 verschiedene Kennzeichnungen für die Größe: Eine metrische Größe und die in Zoll. Bei der metrischen Größenangabe, auch ETR TO genannt, ist in Millimeter mit einer ersten Zahl die Breite des Reifens angegeben. Mit einer zweiten Zahl ist der Innendurchmesser angegeben. Auch bei der Angabe in Zoll sind 2 Nummern zu finden: Einmal ebenfalls die Breite, allerdings an zweiter Stelle, sowie an erster Stelle der äußere Reifendurchmesser.
Beim Kauf eines neuen Satzes MTB-Reifen ist vor allem der Durchmesser wichtig. Denn diese Größeneinheit ist bedeutsam und ändert sich je nach Gestell oder Größe des Fahrers. Gängig sind dabei die Abstufungen 26 Zoll, 29 Zoll, 27 Zoll und 28 Zoll.
Gewicht: Ab 500 g
Beim Biken ist das Gewicht im Allgemeinen ein wichtiger Faktor, das nicht minder beim Reifen zu beachten ist. Dass Faltreifen meist leichter als Drahtreifen sind, ist bereits erklärt. Während die mit Kevlar-Fäden-Kern zwischen etwa 500 und 800 Gramm auf die Waage bringen, wiegen die Drahtreifen bis zu 1,2 Kilogramm. Schlauchreifen sowie Tubeless-Reifen erweisen sich durch ihren Aufbau ebenfalls als leichte Varianten.
Der Reifendruck sollte mindestens 1,8 bar betragen
Welchen Druck ein MTB-Reifen braucht, variiert zwischen den einzelnen Produkten und Reifentypen enorm, ist aber auch vom vorbestimmten Einsatz abhängig. Während sich einige Stücke teilweise ab 1,8 bar zufriedengeben, sind andere mit mindestens 3,5 und bis zu 4,5 bar zu befüllen. Hier sollten Sie stets Rücksicht auf die Herstellerangaben nehmen.
Pannenschutz: Für Draht- oder Faltreifen
Bei Draht- und Faltreifen ist als extra Schutzschicht ein Pannenschutz möglich. Dieser befindet sich zumeist zwischen den Schichten der Karkasse (das Grundgerüst eines Reifens) oder auch an der Lauffläche. Entweder besteht der Pannenschutz aus mehreren Schichten Kunststofffaser oder Kautschuk.
Kautschuk wird zwischen Karkasse und Lauffläche platziert. Kleine, spitze Störfaktoren bleiben so einfach stecken. Der Schlauch hält sie ab. Eine spezielle Reifenart verfügt dagegen über Dichtmilch, die sich bei Rissen ausbreitet und den Reifen verschließt.

Sie finden MTB-Reifen von Herstellern wie zum Beispiel vittoria in verschiedenen Größen.