Auf dem Mountainbike geht es schnell mal holprig zu. Das unebene Gelände macht sich bald im Körper des Fahrers bemerkbar, wenn sich Vibrationen und Erschütterungen vom Fahrrad auf Knochen und Muskeln ausbreiten. Daher wissen Mountainbiker auch gute Fahrradsattel sehr zu schätzen. Die Fahrradgriffe stellen ebenfalls eine Verbindung zwischen dem Boden und dem Fahrer dar. Die falschen Griffe machen sich daher schnell in den Gelenken und Muskeln bemerkbar.
Weiterhin sind die Griffe für das Handling des Fahrrads entscheidend. Grifffest sollten sie auch sein, sonst kann es beim Abrutschen schnell zu Unfällen kommen. Es handelt sich also um einen nicht zu unterschätzenden Bestandteil des Mountainbikes. Sollten Sie beim Fahren keine Probleme mit den Griffen haben, dann gibt es auch keinen Grund, sie auszuwechseln. Früher oder später setzt allerdings der Verschleiß ein.

Für MTB-Griffe verwenden Hersteller wie SQlab verschiedene Materialien. Kunststoff, Gummi und Silikon haben sich hier aufgrund der Langlebigkeit etabliert.
Material: Künstlichkeit versus Natürlichkeit?
Viele Räder kommen standardmäßig mit Fahrradgriffen aus Gummi und Kunststoff. Künstliche Materialien verfügen in der Regel über eine höhere Haltbarkeit. Die natürlichen Materialien hingegen bieten eine bessere Schweißaufnahme. Dafür haben sie den Nachteil, sich schnell zu verformen. Sie passen sich mit der Zeit der Hand des Fahrers an.
Häufige Materialien wären:
- Kunststoff
- Kraton
- Gummi
- Silikon
- Kork
- Leder
» Mehr Informationen Durchmesser: Hier kommt es auf die Größe Ihrer eigenen Hand an
Die MTB-Griffe gibt es in verschiedenen Durchmessern. Man bezeichnet sie auch als „Griffweite“. Ungefähr 30 mm sind die regulären Maße für gewöhnliche Hände. Nutzen Sie einen Griff mit zu geringen Maßen, dann bilden sich schnell Schwielen. Zu große Griffe lassen sich schwer fassen. Die falsche Griffweite kann zu einer Fehlhaltung der Hände führen und dadurch zu Schmerzen und Schäden im Gelenk und den Sehnen. Griffweiten geben die Hersteller häufig in S (schmale Hände) oder L (reguläre Hände) an.
Montageart
Schraubgriffe lassen sich einfach auf den Lenker schrauben. Die Montage und Demontage der Griffe mit Schrauben ist recht einfach. Aber achten Sie darauf, dass anschließend die Schrauben auch fest sitzen. Bei Schraubgriffen spricht man auch von „Lock-on-Systemen“. Dann gibt es noch Hülsen, die Sie über die Lenker schieben. Die Demontage kann hier recht schwierig sein, da das Material mit dem Lenker „verschmilzt“. Ein Lenkerband kommt vor allem bei Gravelbikes zum Einsatz.
Heißes Wasser beim Lösen verwenden
Sollten Sie Probleme beim Lösen der alten Griffe haben, dann kann heißes Wasser helfen. Spüli-Wasser ist besonders effektiv.
Form der MTB-Griffe
Die Form hat einen maßgeblichen Einfluss auf den Komfort. Ergonomische MTB-Griffe sind zwar in der Regel teurer, gestalten das Fahren aber wesentlich angenehmer. Das ist unter anderem bei langen Touren mit dem Trekkingrad von Vorteil.
Haptik: Damit die Hände nicht so schnell abrutschen
Die Haptik beschreibt die Griffigkeit des Griffs. Eine gute Haptik sorgt dafür, dass die Hände nicht so schnell abrutschen – bei Schweiß, Nässe und Schmutz eine entscheidende Eigenschaft. Gute Fahrradhandschuhe können dabei helfen, die Haptik zu optimieren.
Federung
So wie der Rest des Fahrrads müssen die Griffe Stöße, Vibrationen und Landungen aushalten und abfedern können. Eine gute Federung ist hauptsächlich bei harten Offroad-Touren wichtig oder während Sie trickreiche Kunstsprünge im Funpark vollführen.