Ratgeberübersicht
  1. Welche Rahmenhöhe bzw. -größe sollte ein Fully-MTB haben?
  2. Wie schwer darf ein Fully-MTB sein?
  3. In welchen Preisklassen sind Fully-MTBs erhältlich?
  4. Welche Vor- und Nachteile haben Fully-MTBs?
  5. Welche Kaufkriterien sind für ein Fully-MTB wichtig?
  6. Weitere Antworten und Fragen von Kunden, die nach Fully-MTB-Tests bzw. Vergleichen suchen
  • Als Fully-MTBs werden vollgefederte Fahrräder bezeichnet, die über eine Front-Federgabel und eine Feder im Hinterbau verfügen. Die Vorteile liegen im Abdämpfen von Schlägen und Stößen und in der besseren Bodenhaftung während der Fahrt.
  • Fully-Mountainbikes eignen sich nicht nur für professionelle Biker, die auf Trails und unebenem Gelände unterwegs sind, sondern auch für Menschen mit Rückenproblemen.
  • Wichtig beim Kauf ist wie bei anderen Rädern auch, dass die Rahmengröße in cm und die Laufradgröße in Zoll an die eigene Körpergröße angepasst sind und Sie mit dem Handling von Schaltung, Bremsen und einer möglichen Einstellung des Federwegs zurechtkommen.

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Das Fahren auf einem Fully-MTB gilt als besonders bequem und angenehm, da selbst kleine Stöße sowohl in der Front als auch im Hinterbau von den Bikes abgefedert werden. Professionelle Mountainbiker setzen für das Befahren von Trails oder beim Trekking fast ausschließlich auf vollgefederte Mountainbikes, da diese besonders viel Bodenhaftung und eine gute Kontrolle garantieren. Als weiteres Einsatzgebiet sieht man die Bikes laut Fully-MTB-Tests mittlerweile auch auf klassischen Fahrradwegen in und außerhalb von Städten, da sie durch die verstärkte Dämpfung als besonders rückenfreundlich gelten.

Durch die Verbreitung von Fully-MTBs reicht die Auswahl mittlerweile von Einsteigermodellen für weniger als 1.000 Euro bis hin zum Profi-Fahrrad für mehr als 3.000 Euro und auch mit einer Downhill-Feder oder einem Elektromotor ist ein Fully-MTB bei dem einen oder anderen Hersteller erhältlich. Erfahren Sie nun mehr darüber, für wen sich ein Fully-MTB eignet, auf welche technischen Daten Sie beim Kaufen eines Fully-MTB achten sollten und auf welche Varianten Sie bei Fully-Mountainbikes mittlerweile zurückgreifen können.

1. Welche Rahmenhöhe bzw. -größe sollte ein Fully-MTB haben?

Welche Rahmengröße in cm ein Fully-MTB haben sollte, hängt in erster Linie von Ihrer Körpergröße ab. So gilt laut Fully-MTB-Tests für eine Körpergröße von 1,60 cm eine Rahmengröße von etwa 15 Zoll als ideal und für eine Körpergröße von 1,85 cm eine Rahmengröße von 19 Zoll. Im Folgenden finden Sie eine Auswahl gängiger Körpergrößen im Vergleich zur Rahmenhöhe in cm und Zoll:

Körpergröße Rahmenhöhe in cm und Zoll
150 bis 160 cm 33 bis 38 cm bzw. 13 bis 15 Zoll
160 bis 170 cm 38 bis 43 cm bzw. 15 bis 17 Zoll
170 bis 180 cm 42 bis 47 cm bzw. 16,5 bis 18,5 Zoll
180 bis 190 cm 46 bis 52 cm bzw. 18 bis 20,5 Zoll

Tipp: Für die genaue Berechnung für Ihren individuellen Fall stehen Ihnen diverse Internetportale zur Verfügung, die darüber hinaus häufig auch die Schrittlänge für die Berechnung der geeigneten Rahmengröße berücksichtigen.

Hinterrad und Sattel in Nahaufnahme eines getesteten roten MTB-Fullys.

Durch seine Federung kann ein MTB-Fully Stöße im offenen Terrain besser dämpfen als ein herkömmliches Mountainbike.

Etwas variabler sind Sie bei der Laufradgröße in Zoll, da viele Marken die Rahmen mit verschiedenen Laufradgrößen anbieten. Grundsätzlich werden jedoch beispielsweise Fully-MTB für kleine Frauen mit einer Laufradgröße bis maximal 27,5 Zoll empfohlen und für große Männer Laufradgrößen mit 27,5 oder 29 Zoll.

Mittlerweile sind auch Fully-MTB für Kinder und Jugendliche in kleineren Rahmen- und Laufradgrößen erhältlich. Hierzu gehören unter anderem Reifen in den Größen:

  • 18 Zoll
  • 20 Zoll
  • 24 Zoll
  • 26 Zoll

Hinweis: Bei Rädern für Erwachsene kann der Federweg bei Vorder- und Rückfeder zumeist eingestellt werden. Die Möglichkeiten, die Dämpfer eines Fully-MTB einstellen zu können, sind bei den Modellen für Kinder laut unserer Recherchen von welt.de bei einigen Marken allerdings eingeschränkt.

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Fully-MTBs wurden ursprünglich für unwegsames Gelände konzipiert, werden aber heute auch auf Straßen verwendet.

2. Wie schwer darf ein Fully-MTB sein?

Ein Fully-MTB ist im direkten Vergleich zu einem Hardtail-Bike ausschließlich mit Vorderfeder oder einem Rennrad deutlich schwerer. Das durchschnittliche Gewicht in kg liegt laut Fully-MTB-Tests bei zwischen elf und 14 Kilo. Während ein höheres Gewicht vor allem bei Anstiegen mit mehr Anstrengung verbunden ist, kann es bei Abfahrten allerdings für mehr Bodenhaftung sorgen und somit mehr Sicherheit bieten.

Hinweis: Ein Fully-MTB als E-Bike ist mitunter mehrere Kilo schwerer, gleicht die Problematik bei Anstiegen mit einem Fully-MTB, das 11 kg oder mehr wiegt, allerdings durch die Unterstützung des Elektromotors wieder aus.

Entscheidend für das Gewicht ist auch das Rahmenmaterial. Hierbei setzen die meisten Hersteller von Fully-MTBs auf einen Alu-Rahmen oder einen Carbon-Rahmen. Welche Vor- und Nachteile mit den beiden Rahmen-Typen jeweils verbunden sind, erfahren Sie aus der von uns bei welt.de zusammengestellten Tabelle:

Kategorie Vor- und Nachteile
Fully-MTB mit Alu-Rahmen enorm robust

sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

geringe Steifigkeit

zumeist höheres Gewicht

Fully-MTB mit Carbon-Rahmen rost- und korrosionsfrei

mitunter aerodynamischere Form

Material lässt sich nicht recyceln

anfälliger bei Stürzen

3. In welchen Preisklassen sind Fully-MTBs erhältlich?

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Beim Kauf eines Fully-MTBs haben Sie die unter anderem die Wahl zwischen Carbon-, Aluminium- und Stahlrahmen.

Fully-MTBs gehören zu den teuersten Fahrrädern auf dem Markt. Dies liegt vor allem an der komplexeren Konstruktion und Verarbeitung. Ein Fully-MTB für 1.000 € oder weniger eignet sich mitunter nur für Einsteiger und nicht als Fully-MTB für Touren mit hohem Anspruchslevel in den Alpen in Deutschland, Österreich oder der Schweiz.

Grundsätzlich bewegen sich Fully-Mountainbikes Tests zufolge normalerweise in den folgenden Preisklassen:

  • Fully-MTB bis 1.000 Euro
  • Fully-MTB bis 1.500 Euro
  • Fully-MTB bis 2.000 Euro
  • Fully-MTB bis 3.000 Euro

Abhängig ist der Preis weniger von Design oder Farbe und mehr von der Ausstattung und den ausgewählten Materialien für Bremsen, Federn und Rahmen. Welche Eigenschaften und besonderen Features Sie in den vier Preisklassen laut Fully-MTB-Tests erwarten, erfahren Sie in der folgenden Tabelle:

Preisklasse Features
Fully-MTB bis 1.000 Euro
  • Rahmen aus Aluminium
  • klassische Scheibenbremsen
  • bietet sich als Alternative zum Hardtail an
  • ideales Fully-MTB für die Straße
Fully-MTB bis 1.500 Euro
  • Rahmen aus Aluminium
  • mitunter mit Extras (z.B. Gepäckträger für das Fully-MTB) ausgestattet
  • Federweg eingeschränkt
  • ideal für Straßen oder Waldwege
Fully-MTB bis 2.000 Euro
  • Rahmen aus Aluminium oder Carbon
  • hochwertiges Zubehör wie Griffe, Pedale oder Sattel
  • Federweg zwischen 120 mm und 130 mm möglich
  • ideal für Trails im Wald oder Parks
Fully-MTB bis 3.000 Euro
  • Rahmen zumeist aus Carbon
  • mitunter hydraulische Scheibenbremsen
  • lange Federwege (140 mm oder mehr)
  • Speed-Schaltung
  • ideales Fully-MTB für Touren in anspruchsvollem Terrain

4. Welche Vor- und Nachteile haben Fully-MTBs?

Fully-MTBs gehören zu den teuersten Fahrrädern, aber auch zu denen mit dem höchsten Fahrkomfort auf unebenen Strecken. Welche allgemeinen Vor- und Nachteile mit Fully-MTBs verbunden sind, haben wir von welt.de in der nachstehenden Ausführung für Sie zusammengefasst:

    Vorteile
  • ideale Bikes für anspruchsvolles Terrain in den Bergen oder auf Trails
  • Dämpfer im Hinterbau und Vorderfeder schont den Rücken
  • auch als Variante mit E-Motor erhältlich
  • Einsteigermodelle eignen sich auch für die Straße
  • Einstellungsmöglichkeiten für Feder und Dämpfer bei Modellen für Erwachsene
    Nachteile
  • recht hohe Anschaffungskosten
  • erfordern regelmäßige Wartung
  • bestimmte Teile verschleißen verhältnismäßig schnell
  • relativ hohes Eigengewicht (ein Fully-MTB mit 11 kg Gewicht gilt als leichtes Modell)

5. Welche Kaufkriterien sind für ein Fully-MTB wichtig?

Auch wenn sich die Stiftung Warentest gelegentlich mit Fahrrädern beschäftigt, haben Fully-Mountainbikes bisher noch keinen Eingang in die Testberichte gefunden (Stand: April 2023). Um Ihnen dennoch auf der Suche nach dem besten Fully-MTB eine Hilfestellung zu bieten, haben wir Ihnen in unserer Kaufberatung aus dem Jahr 2025 einige der wichtigsten Kaufkriterien speziell für diese Art von Fahrrädern zusammengefasst.

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Die spezielle Federung von Fully-MTBs sorgt für eine bessere Kontrolle und mehr Komfort beim Befahren von unebenem Gelände.

5.1. Körpergröße und Fahrverhalten entscheidet über Rahmen, Räder und Gewicht

Fully-Mountainbikes müssen regelmäßig gewartet werden:

Unabhängig davon, ob Sie sich für ein Fully-MTB für 1.000 € oder ein Profi-Modell für mehr als 3.000 € entscheiden, erfordern die vielen beweglichen Teile eine regelmäßige Wartung. Hierzu gehören eine Reinigung mitsamt Zwischenräumen genauso wie eine Kontrolle aller Schraubverbindungen. Für die Reinigung der Federn und Dämpfer genügt üblicherweise ein angefeuchtetes Mikrofasertuch. In regelmäßigen Abständen überprüft und gegebenenfalls erneuert werden sollten bei einem Fully-MTB für Damen, Herren oder Kinder neben den Bremsbelägen auch die Dämpferbuchsen und Kugellager.

Wie bereits beschrieben, sollte die Größe von Rahmen und Rädern stets an die eigene Körpergröße angepasst sein. Achten Sie hierbei auch auf die Verarbeitung beider Komponenten.

Ein gut verarbeitetes Alu-MTB ist hier einem schlecht verarbeitetem Carbon-MTB vorzuziehen, auch wenn dieses Rahmenmaterial ein geringeres Gewicht aufweist.

Auch ausschlaggebend ist das Gewicht in kg auf das Handling des gesamten Rades. Leichtere Räder bieten mehr Komfort bei Aufstiegen und Sprüngen, erfordern aber auch ein geübtes Fahrverhalten, weshalb Profis diese Räder eher vorziehen.

Für Einsteiger in den MTB-Sport oder Biker, die mehr auf der Straße als auf Trails unterwegs sind, darf der Fully-MTB-Testsieger etwas schwerer und mitunter mit einem E-Motor ausgestattet sein.

5.2. Das Terrain entscheidet über Schaltung, Federweg und Bremsen

Viele Gänge an einem Rad bieten eine feinstufigere Abstufung bei Auf- und Abfahrten und werden laut einem Vergleich von Fully-MTBs von Bikern bevorzugt, die Ihre Räder für diverse Einsatzgebiete nutzen. Über den Federweg und die Bremsen entscheidet das Terrain. Je anspruchsvoller dieses ausfällt, desto höher darf der Federweg und desto besser beschaffen müssen die Bremsen sein.

Für einfache Trekking-Fahrten genügt ein Federweg zwischen 100 und 140 mm absolut, um Stöße abzudämpfen und klassische Scheibenbremsen. Für anspruchsvollere Bergtouren hingegen ist ein Federweg von mehr als 140 mm oder eine Downhill-Feder von Vorteil sowie eine Bremse mit mehreren Kolben oder eine hydraulische Scheibenbremse.

6. Weitere Antworten und Fragen von Kunden, die nach Fully-MTB-Tests bzw. Vergleichen suchen

Vollgefederte Mountainbikes sind längst nicht mehr nur für Profis. Auch Hobby-Radler mit Freude an Fahrten auf unebenem Untergrund profitieren durch die Ausstattungsmerkmale von Fully-MTBs. Einige der meistgestellten Fragen hinsichtlich dieser Fahrräder haben wir Ihnen in unserem letzten Kapitel unseres Ratgebers beantwortet.

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Für lange Touren und Strecken mit starkem Anstieg sind Fully-MTBs mit E-Bike-Antrieb ideal.

6.1. Bei welchen Herstellern kann ich ein gutes Fully-MTB kaufen?

Gute Fully-Mountainbikes für anspruchsvolle Strecken gibt es von bekannten Fahrradherstellern wie Cannondale, Bulls und Conway. Speziell für das Radfahren in den Bergen sind Marken wie Marin die beste Wahl. Günstige Fully-MTBs für Kinder auf der Straße oder kindgerechten Bike-Parks gibt es zudem von KS Cycling, Bergsteiger, Licorne oder dem Angebot eines Händlers wie T&Y-Trade.

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6.2. In welchen Designs und Farben sind Fully-MTBs erhältlich?

Die Designs und Farben sind bei Fullys etwas eingeschränkter als bei Hardtail-Bikes. Mittlerweile sind jedoch auch spezielle Rahmendesigns für Frauen oder Jugendliche erhältlich. Die Marktführer bieten in ihrem Sortiment häufig sowohl klassische Farben wie Schwarz, Silber oder Rot an als auch Fully-Mountainbikes in grellen Neontönen.

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6.3. Ist ein Downhill-MTB oder ein Fully-MTB für mich die bessere Wahl?

Das kommt ganz auf Ihre Touren an. Wollen Sie hauptsächlich bergab in unebenem Gelände unterwegs sein, lohnt sich ein MTB mit Downhill-Federung und einem Federweg von 200 mm oder mehr. Wer allerdings auch viel bergauf und auf ebener Strecke unterwegs sein möchte, für den gilt ein Fully-MTB als die bessere Wahl.

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6.4. Bin ich mit einem Fully-MTB langsamer?

Tatsächlich führen das höhere Gewicht und die höhere Steife des Rahmens dazu, dass Sie mit einem Fully-MTB auf ebener Strecke langsamer unterwegs sind als mit einem Hardtail-MTB oder gar einem Rennrad. In unebenem Terrain hingegen zeigt das Fully seine Vorteile und bietet deutlich mehr Bodenhaftung, Sprungmöglichkeiten und Sicherheit.

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6.5. Darf ich mit einem Fully-MTB einfach in den Wald fahren?

Auf Wald- und Feldwegen sowie ausgewiesenen Trails dürfen Sie sich mit Ihrem Fully-MTB austoben. Verboten ist es allerdings, mit dem Mountainbike querfeldein durch den Wald zu fahren und sich seinen eigenen Weg zu suchen. Gleiches gilt allerdings auch für Wanderer und Spaziergänger.

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