Auch wenn sich die Stiftung Warentest gelegentlich mit Fahrrädern beschäftigt, haben Fully-Mountainbikes bisher noch keinen Eingang in die Testberichte gefunden (Stand: April 2023). Um Ihnen dennoch auf der Suche nach dem besten Fully-MTB eine Hilfestellung zu bieten, haben wir Ihnen in unserer Kaufberatung aus dem Jahr 2025 einige der wichtigsten Kaufkriterien speziell für diese Art von Fahrrädern zusammengefasst.

Die spezielle Federung von Fully-MTBs sorgt für eine bessere Kontrolle und mehr Komfort beim Befahren von unebenem Gelände.
5.1. Körpergröße und Fahrverhalten entscheidet über Rahmen, Räder und Gewicht
Fully-Mountainbikes müssen regelmäßig gewartet werden:
Unabhängig davon, ob Sie sich für ein Fully-MTB für 1.000 € oder ein Profi-Modell für mehr als 3.000 € entscheiden, erfordern die vielen beweglichen Teile eine regelmäßige Wartung. Hierzu gehören eine Reinigung mitsamt Zwischenräumen genauso wie eine Kontrolle aller Schraubverbindungen. Für die Reinigung der Federn und Dämpfer genügt üblicherweise ein angefeuchtetes Mikrofasertuch. In regelmäßigen Abständen überprüft und gegebenenfalls erneuert werden sollten bei einem Fully-MTB für Damen, Herren oder Kinder neben den Bremsbelägen auch die Dämpferbuchsen und Kugellager.
Wie bereits beschrieben, sollte die Größe von Rahmen und Rädern stets an die eigene Körpergröße angepasst sein. Achten Sie hierbei auch auf die Verarbeitung beider Komponenten.
Ein gut verarbeitetes Alu-MTB ist hier einem schlecht verarbeitetem Carbon-MTB vorzuziehen, auch wenn dieses Rahmenmaterial ein geringeres Gewicht aufweist.
Auch ausschlaggebend ist das Gewicht in kg auf das Handling des gesamten Rades. Leichtere Räder bieten mehr Komfort bei Aufstiegen und Sprüngen, erfordern aber auch ein geübtes Fahrverhalten, weshalb Profis diese Räder eher vorziehen.
Für Einsteiger in den MTB-Sport oder Biker, die mehr auf der Straße als auf Trails unterwegs sind, darf der Fully-MTB-Testsieger etwas schwerer und mitunter mit einem E-Motor ausgestattet sein.
5.2. Das Terrain entscheidet über Schaltung, Federweg und Bremsen
Viele Gänge an einem Rad bieten eine feinstufigere Abstufung bei Auf- und Abfahrten und werden laut einem Vergleich von Fully-MTBs von Bikern bevorzugt, die Ihre Räder für diverse Einsatzgebiete nutzen. Über den Federweg und die Bremsen entscheidet das Terrain. Je anspruchsvoller dieses ausfällt, desto höher darf der Federweg und desto besser beschaffen müssen die Bremsen sein.
Für einfache Trekking-Fahrten genügt ein Federweg zwischen 100 und 140 mm absolut, um Stöße abzudämpfen und klassische Scheibenbremsen. Für anspruchsvollere Bergtouren hingegen ist ein Federweg von mehr als 140 mm oder eine Downhill-Feder von Vorteil sowie eine Bremse mit mehreren Kolben oder eine hydraulische Scheibenbremse.