Ratgeberübersicht
  1. Laut diversen Motorradversicherungen im Test: Welche Leistungen sind wichtig?
  2. Kosten einer guten Motorradversicherung: Worauf gilt es zu achten?
  3. Motorrad-Teilkasko oder -Vollkasko: Was ist sinnvoller?
  4. Welche zusätzlichen Unterschiede gibt es im Vergleich der Motorradversicherungen?
  5. Weitere Antworten und Fragen von Kunden, die nach Motorradversicherung-Tests bzw. -Vergleichen suchen
  • Motorradfahrer müssen genauso wie beim Pkw eine entsprechende Versicherung nachweisen, um dieses legal zu führen. Diese lassen sich in der Regel schnell und unkompliziert online abschließen.
  • Motorradversicherungen sind als Vollkasko und als Teilkasko erhältlich. Je nachdem für welche Art Sie sich entscheiden, unterscheiden sich die Tarife in der Leistung und den Kosten.
  • Die besten Motorradversicherungen bieten Ihnen eine umfassende Abdeckung und kommen für eine Vielzahl von Schäden auf. Zudem bieten manche Tarife verschiedene Sonderleistungen wie eine Zubehörversicherung und heben sich damit von der Konkurrenz ab.

Motorradversicherung-Test: Ein Motorradfahrer fährt die Straße entlang.

Eine Versicherung ist beim Motorrad genauso vorgeschrieben wie beim Auto und bei anderen Fahrzeug-Typen auch. Im Falle eines Unfalls oder eines Schadens bietet diese Ihnen eine finanzielle Absicherung und übernimmt die daraus resultierenden Kosten.

Allerdings gibt es zwischen den einzelnen Tarifen teilweise deutliche Unterschiede in den versicherten Schäden und im monatlichen Beitrag. Welche Eigenschaften laut diversen Motorradversicherung-Tests besonders wichtig sind, ob sich etwa Voll- oder Teilkasko für Sie lohnt, erfahren Sie in unserer Kaufberatung 2025.

1. Laut diversen Motorradversicherungen im Test: Welche Leistungen sind wichtig?

Eine Kfz-Versicherung fürs Motorrad sollte einen umfassenden Schutz bieten und möglichst viele verschiedene Schäden absichern. Abhängig ist der Leistungsumfang unter anderem vom gewählten Tarif.

Haftpflichtschäden beispielsweise bei anderen Verkehrsteilnehmern zählen dabei zum standardmäßigen Grundleistungsumfang der verschiedenen Versicherungen. Schäden am Helm oder der Schutzkleidung übernehmen manche Tarife jedoch nur zum Teil oder gar nicht.

Gleiches gilt beispielsweise für selbst verursachte Schäden oder Schäden durch Vandalismus. Welche unterschiedlichen Schadens-Kategorien gängig sind und welche Schäden von einer guten Versicherung übernommen werden, fassen wir von welt.de Ihnen hier zusammen:

Schadens-Typ Beispiele
Selbst verursachte Schäden
  • Unfall durch Bremsfehler
  • Sturz beim Rangieren
Schäden durch Vandalismus
  • mutwillige Beschädigung der Lackierung
  • zerstochene Reifen
Schäden durch den Zusammenstoß mit Tieren
  • Kollision mit einem Reh
  • Unfall durch Ausweichen eines Hundes
Diebstahl des Motorrads
  • kompletter Diebstahl des Fahrzeugs
  • Diebstahl einzelner Teile wie Spiegel oder Scheinwerfer
Schäden an Schutzhelm und Schutzkleidung
  • Helm beschädigt durch Sturz
  • Schutzkleidung zerrissen bei einem Unfall
Schäden durch Naturereignisse
  • Hagelschäden an der Verkleidung
  • Überschwemmungsschäden durch Starkregen
Brand- und Explosionsschäden
  • Feuer durch technischen Defekt
  • Explosion des Tanks nach Unfall

Hinweis: Seitens Stiftung Warentest gibt es zwar auch einen Test von Motorradversicherungen, dieser stammt jedoch aus dem Jahr 2012 und ist damit deutlich veraltet. Wichtig um Testsieger unter den Motorradversicherungen zu werden, war dabei insbesondere der Preis. Einen anschaulichen Vergleich gängiger Tarife finden Sie hingegen in unserer Vergleichstabelle. Über diese können Sie direkt zum Anbieter Ihrer Wahl gelangen und die Motorradversicherung problemlos online abschließen.

2. Kosten einer guten Motorradversicherung: Worauf gilt es zu achten?

Viele Versicherungen für Motorräder können in verschiedenen Tests mit einem guten Leistungsumfang punkten, unterscheiden sich je nach Anbieter allerdings teilweise deutlich in den monatlichen Kosten. Vor der Auswahl eines bestimmten Tarifs empfehlen wir von welt.de Ihnen einen Preisvergleich verschiedener Motorradversicherungen durchzuführen.

Über die jeweilige Homepage des Anbieters können Sie in der Regel die Kosten für die Motorradversicherung vorab berechnen. Hierbei gilt es darauf zu achten, dass viele Versicherer mehrere Motorradversicherungen in unterschiedlichen Tarifen anbieten. Wie teuer eine Motorradversicherung durchschnittlich ist und welche Faktoren die monatlichen Kosten beeinflussen, finden Sie in den folgenden Abschnitten.

Tipp: Kfz-Versicherung fürs Motorrad gibt es wie beim Auto von zahlreichen Versicherungsgesellschaften. Bekannte Anbieter von Motorradversicherungen sind beispielsweise DADirekt, Verti, Gothaer, GVV und Die Bayerische.

2.1. Welche Faktoren beeinflussen die Kosten einer Motorradversicherung?

Test von Motorradversicherungen: Motor einer alten Yamaha mit 125 ccm.

Beachten Sie, dass bei der Klasse A1 die Motorradversicherung nur bis 125 cm3 gilt. Für leistungsstärkere Motorräder ist eine solche Versicherung nicht gültig.

Die Kosten einer Motorradversicherung werden insbesondere durch die jeweilige Versicherungsart (Haftpflicht, Teilkasko, Vollkasko) beeinflusst. Neben dieser und dem damit verbundenen Leistungsunterschied gibt es jedoch auch weitere Faktoren, die einen Einfluss auf den Monatsbeitrag haben.

So wirken sich unter anderem die Marke, das Modell und die Leistung Ihres Motorrads auf den Preis aus. Beispielsweise ist eine Versicherung für ein Motorrad der Klasse A1 typischerweise günstiger als eine Versicherung für Motorräder der Führerscheinklasse A oder A2.

Zudem wirken sich auch die jeweilige Marke und das Modell auf die Höhe Ihrer Beiträge. Hierzu werden Motorräder von den Versicherungen in verschiedene Typklassen eingeteilt. Auch Ihr jeweiliger Wohnort wird in Form der Regionalklassen einbezogen. Beide Werte werden in der Regel statistisch erstellt und richten sich unter anderem nach der Unfallhäufigkeit des jeweiligen Modells.

Ebenfalls einen enormen Einfluss auf den Beitrag hat Ihre Schadensfreiheitsklasse (SF-Klasse). Diese gibt an, wie viele Jahre sie bereits ohne Schaden auf den Straßen unterwegs sind. Zumindest werden alle über die Versicherung abgerechneten Schäden hierbei berücksichtigt.

Haben Sie noch nie ein Fahrzeug auf sich versichert, steigen Sie in der Regel mit der SF-Klasse 0 ein. Dies bedeutet, dass Sie beim jeweiligen Tarife keinerlei Rabatte erhalten. Nach zehn unfallfreien Jahren werden Sie hingegen in der SF-Klasse 10 eingestuft und erhalten für gewöhnlich 50 bis 60 % Rabatt im Vergleich zu SF-Klasse 0.

Neben den genannten Punkten wirkt sich schließlich auch die gewählte Selbstbeteiligung auf die Kosten aus. Je höher diese ist, desto günstiger wird in der Regel die Motorradversicherung. Was für und gegen eine niedrige Selbstbeteiligung spricht, fassen wir Ihnen hier zusammen:

    Vorteile
  • geringere Kosten bei Schadensfällen
  • bessere Planbarkeit der finanziellen Belastung
  • höherer Schutz vor finanziellen Risiken
    Nachteile
  • höhere monatliche Prämien
  • geringeres Sparpotenzial
  • weniger Anreiz für eine vorsichtige Fahrweise
Motorradversicherungen im Test: Zwei Motorräder stehen nebeneinander.

Möchten Sie ein 2. Motorrad versichern, greift die sogenannte Zweitfahrzeugregelung. Oft wird das zweite Motorrad nicht in die gleiche Schadenfreiheitsklasse (SF-Klasse) eingestuft wie das erste Fahrzeug, sondern beginnt in einer niedrigeren SF-Klasse.

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2.2. Was kostet eine gute Motorradversicherung?

Die monatlichen Kosten einer Motorradversicherung unterscheiden sich nach den genannten Faktoren teilweise stark. Viele Versicherer bieten außerdem unterschiedliche Tarife in verschiedenen Preisklassen an.

Günstige Motorradversicherungen gibt es bereits für unter 100 Euro jährlich. Teurere Tarife mit einer höheren Abdeckung können jedoch auch 600 Euro und mehr kosten.

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3. Motorrad-Teilkasko oder -Vollkasko: Was ist sinnvoller?

Motorradversicherung-Test: Ein Motorrad liegt nach einem Unfall beschädigt auf der Straße.

Eine Vollkasko übernimmt auch Schäden an Ihrem Bike, wenn Sie diese selbst verursacht haben.

Motorradversicherungen sind als Teilkasko- und Vollkaskoversicherungen erhältlich. In der Regel stehen Ihnen daher bei den meisten Motorradversicherungen beide Tarife zur Auswahl.

Unterschiede zwischen Teil- und Vollkasko gibt es sowohl in den versicherten Schäden als auch bei den Kosten. Eine Teilkaskoversicherung fürs Motorrad ist typischerweise einiges günstiger als eine Vollkasko, bietet allerdings auch eine geringere Abdeckung.

Mit einer Vollkasko-Motorradversicherung kaufen Sie sich hingegen finanzielle Freiheit für den Fall eines Schadens am eigenen Fahrzeug. Verschulden Sie einen Schaden, übernimmt die Versicherung die Ihre aufkommenden Kosten und Sie bleiben nicht auf diesen sitzen.

Typ der Motorradversicherung Übernommene Schäden
Motorradversicherung Teilkasko
  • Diebstahl des Motorrads
  • Schäden durch Naturereignisse
  • Brand- und Explosionsschäden
  • Zusammenstoß mit Tieren
Motorradversicherung Vollkasko
  • Schäden durch Vandalismus
  • Selbst verursachte Schäden am eigenen Motorrad
  • Alle Leistungen der Teilkasko

4. Welche zusätzlichen Unterschiede gibt es im Vergleich der Motorradversicherungen?

Weitere Vergleiche zu Kfz-Versicherungen

Auf welt.de finden Sie nicht nur Vergleiche von Kfz-Versicherungen für Motorräder und Autos, sondern auch für andere Fahrzeuge. Hierzu zählen unter anderem Roller-Versicherungen, E-Scooter-Versicherungen, Wohnwagenversicherungen und Wohnmobilversicherungen.

Zusätzlich zu den bereits erwähnten Punkten unterscheiden sich viele Tarife auch zum Beispiel in deren jeweiliger Laufzeit und der Kündigungsfrist. Mit welcher Frist sich eine Motorradversicherung kündigen lässt, hängt dabei vom jeweiligen Tarif beziehungsweise den Versicherungsbedingungen ab.

Üblich ist es, dass bei einer Laufzeit von einem Jahr die Kündigung einer Motorradversicherung mit einer Frist von einem Monat zum Ende des Versicherungsjahres möglich ist. Teilweise beträgt die Kündigungsfrist bei manchen Tarifen allerdings auch drei Monate. In der Regel können Sie Ihre Motorradversicherung sowohl online als auch schriftlich per Post kündigen.

Ein weiterer Unterschied zwischen den einzelnen Versicherungen ist zudem in verschiedenen Zusatzleistungen zu finden. So bieten manche Tarife beispielsweise einen Schutzbrief, welcher Pannenhilfe, Abschleppdienst und Rücktransport im In- und Ausland beinhaltet oder kommen durch eine vereinbarte Neupreisentschädigung nach einem Unfall für die Kosten an Ihrem Motorrad vollständig auf und ersetzen dieses bei Bedarf.

5. Weitere Antworten und Fragen von Kunden, die nach Motorradversicherung-Tests bzw. -Vergleichen suchen

Viele Fragen zum Thema Motorradversicherung drehen sich unter anderem um die benötigten Unterlagen oder spezielle Formen von Motorradversicherungen. Die Antworten auf diese und weitere häufige Fragen finden Sie im letzten Abschnitt unserer Kaufberatung.

5.1. Gibt es spezielle Motorradversicherungen für Fahranfänger?

Einige Versicherer bieten spezielle Tarife für Fahranfänger an, die meist höhere Prämien haben, da das Unfallrisiko als höher eingeschätzt wird. Versicherer bieten oft sogenannte Telematik-Tarife an, bei denen sich sicheres Fahrverhalten positiv auf die Prämien auswirkt. Zusätzlich werden Fahranfänger bei vielen Versicherungen Rabatte für Sicherheitstrainings gewährt.

Motorradversicherungen getestet: Auf einem Führerschein steht ein Modell-Motorrad.

Als Halter eines Motorrads ist kein Führerschein notwendig.

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5.2. Kann ich ein Motorrad versichern, wenn ich keinen Führerschein habe?

Grundsätzlich ist es auch ohne Führerschein möglich, eine Versicherung für ein Motorrad abzuschließen. Die Höhe der Kosten richten sich dabei allerdings nach der Fahrerfahrung des Fahrers.

Diesen müssen Sie nämlich typischerweise angeben, um sicherzustellen, dass diese Person einen gültigen Führerschein besitzt. Möchten Sie jedoch selbst das Motorrad fahren, ist dies nur mit gültigem Führerschein erlaubt.

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5.3. Was braucht man, um ein Motorrad zu versichern?

Möchten Sie ein Motorrad versichern, benötigen Sie hierfür verschiedene Unterlagen. Der Abschluss der Versicherung ist dabei problemlos online möglich. Benötigt werden in der Regel:

  • Zulassungsbescheinigung Teil 1 (Fahrzeugschein) für die Fahrzeugdaten
  • Personalausweis oder Reisepass für deine persönlichen Daten
  • Bankverbindung für den Lastschrifteinzug der Versicherungsprämie
  • Führerschein für die Fahrerinformationen
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5.4. Woran lässt sich eine gute Motorradversicherung erkennen?

Eine gute Motorradversicherung lässt sich an Eigenschaften wie einem umfassenden Versicherungsschutz, fairen Prämien und flexiblen Tarifoptionen erkennen. Wichtige Kriterien sind unter anderem eine ausreichende hohe Deckungssumme, ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis sowie Leistungen wie eine Teil- oder Vollkaskoversicherung.

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5.5. Gibt es auch Oldtimer-Versicherungen für historische Motorräder?

Ähnlich wie bei den Autos gibt es auch bei Motorrädern spezielle Oldtimer-Versicherungen. Diese Versicherungen sind darauf ausgelegt, den besonderen Wert und die speziellen Bedürfnisse von historischen Motorrädern zu berücksichtigen. Oldtimer-Versicherungen bieten in der Regel angepasste Prämien, die oft günstiger sind als bei regulären Versicherungen, da Oldtimer meist weniger gefahren und gut gepflegt werden.

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5.6. Lässt sich eine Motorradversicherung als Quad-Versicherung nutzen?

Eine Motorradversicherung kann in der Regel nicht direkt als Quad-Versicherung genutzt werden, da Motorräder und Quads unterschiedliche Fahrzeugtypen sind und unterschiedliche Risiken und Versicherungsanforderungen haben. Quads benötigen eine eigene Versicherungspolice, die speziell auf die Eigenschaften und den Einsatzbereich von Quads zugeschnitten ist.

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