Das Hauptunterscheidungsmerkmal bei Monitoren ist die Art der Bilderzeugung. Die früher üblichen Röhrenmonitore wurden längst durch moderne LCD-Bildschirme ersetzt, die deutlich feinere Farben und Farbabstufungen ermöglichen. 8-Bit-Monitore stellen bis zu 16,8 Millionen Farben dar, 10-Bit-Monitore sogar über eine Milliarde Farben. Um die dafür nötigen Informationen vollständig verarbeiten zu können, müssen aber auch der Prozessor des Computers, der Arbeitsspeicher (idealerweise DDR4-RAM), die Grafikkarte, das Betriebssystem und das Bildbearbeitungsprogramm dafür ausgelegt sein.
Momentan stehen die folgenden drei Bildschirmtechnologien im Vordergrund:
Twisted Nematic (TN)
Die Twistet-Nematic-Technologie, auch TN-Panel-Technologie genannt, überzeugt vor allem durch ihre schnelle Reaktionszeit. Bei dieser Technologie enthält jeder einzelne Pixel stäbchenförmige Flüssigkristalle, die standardmäßig waagerecht zur Bildebene ausgerichtet sind. Mithilfe eines elektrischen Feldes wird dafür gesorgt, dass sich alle Flüssigkristallmoleküle senkrecht ausrichten. Durch diese Drehung werden sie lichtdurchlässig. Dadurch erscheint das entsprechende Element schwarz.
Bei Farbbildschirmen gibt es für jedes Pixel drei Subpixel mit den Farben Rot, Blau und Grün. Zu diesen Pixeln gelangt abhängig von der Stromstärke im jeweiligen Feld mehr oder weniger Licht. Auf diese Weise entsteht durch additive Farbmischung ein Teil des Gesamtbildes. Aufgrund der ständig konstanten Hintergrundbeleuchtung der Flüssigkristalle kann ein TV-Panel keine richtigen Schwarzwerte bieten.
Vorteile- Schnelle Reaktionszeiten
- Günstig in der Anschaffung
Nachteile- Schlechterer Kontrast
- Keine richtigen Schwarzwerte
- Schlechtere Farben
- Blickwinkelabhängig
In-Plane-Switching (IPS)
Diese Technologie ähnelt in Aufbau und Funktion der Twistet-Nematic-Technologie. Die Flüssigkristalle sind jedoch parallel übereinander angeordnet und nicht um 90 Grad verdreht. Sobald Spannung anliegt, absorbieren sie das Hintergrundlicht und werden dadurch dunkel. Dabei erreichen sie dunklere Schwarztöne als TN-Panels, können aber dennoch wenig „echtes“ Schwarz bieten. Da alle Effekte auf derselben Ebene ablaufen, bleibt der Abstand zum Betrachter gleich. Hieraus ergibt sich eine deutlich höhere Blickwinkelbeständigkeit. Auch die Farbdarstellung ist intensiver.
Da die auf der Rückseite angebrachte Elektrode zur Spannungserzeugung den Lichtdurchlass verringert, muss die Hintergrundbeleuchtung stärker sein als beim TN-Panel. Der Strombedarf ist dadurch höher als bei TN-Modellen. Gleiches gilt für die Reaktionszeiten.
Vorteile- Fast blickwinkelunabhängig
- Guter Kontrast
- Hervorragende Farbechtheit
Nachteile- Häufig langsamer als TN-Panels
- Höherer Stromverbrauch
- Teurer
Vertical Alignment (VA)
Bei dieser auch als Multi-Domain Vertical Alignment (MVA) bekannten Technologie ist der Aufbau faktisch derselbe wie bei der TN-Methode. Wenn keine Spannung anliegt, liegen alle Flüssigkeitskristalle vertikal im Pixel-Panel.
Da kein Lichtstrahl der Hintergrundbeleuchtung dieses Panel passieren kann, erscheinen alle Bildpunkte für den Anwender schwarz. Auf diese Weise erzielen VA-Panels die besten Schwarzwerte unter den drei Varianten. Wird eine Spannung angelegt, drehen sich die LC-Moleküle um 45 Grad. Dadurch wechseln die Pixel von Schwarz auf Weiß. Die Farbdarstellung wird auch hier über drei Subpixel je Bildpunkt realisiert.
Vorteile- Gute Blickwinkelunabhängigkeit
- Gute Farben
- Meist schnelle Reaktionszeiten
- Bester Kontrast und Schwarzwert
Nachteile- Farbtreue geringer als beim IPS-Panel
- Höhere Reaktionszeiten als beim TN-Panel
PVA-Technologie für besseren Kontrast
Eine Weiterentwicklung der VA- bzw. MVA-Technologie ist die PVA-Technik. Bei dieser werden in allen Pixeln vier Subpixel eingesetzt. Hieraus resultiert ein deutlich höherer Kontrast.