Ratgeberübersicht
  1. Wie sind die unterschiedlichen Markisen aufgebaut?
  2. Welche Markisen-Typen gibt es?
  3. Welche Kriterien gilt es laut Markisen-Tests zu berücksichtigen?
  4. Welche Markise ist am stabilsten?
  5. Weitere Fragen und Antworten von Kunden, die nach Markisen-Tests bzw. -Vergleichen suchen
  • Die meisten Markisen werden fest im Mauerwerk verankert. Es gibt aber auch Klemmmarkisen, die nicht gebohrt werden müssen.
  • Über einen stufenlos einstellbaren Neigungswinkel können Sie das Markisentuch absenken, damit es auch bei tiefstehender Sonne Schatten spendet.
  • Wie windbeständig eine Markise ist, gibt die Windwiderstandsklasse an. Sehr robuste Modelle halten Windgeschwindigkeiten bis 50 km/h stand.

Markise im Test: Eine ausgefahrene beige Markise

Viele Balkone und Terrassen sind südseitig ausgerichtet und liegen damit im Sommer stundenlang in der prallen Sonne. Damit Sie draußen dennoch gemütlich Zeit verbringen können, sorgt eine Markise für den notwendigen Schatten. Aber auch bei leichtem Nieselwetter oder tiefstehender Sonne im Frühling und Herbst bietet eine Markise Schutz für eine angenehme Zeit.

Wir haben für Sie verschiedene Markisen-Tests aus dem Internet geprüft und informieren Sie hier über die verschiedenen Bauweisen und Typen. Außerdem klären wir für Sie wichtige Aspekte wie den UV-Schutz des Markisentuchs oder die Vor- und Nachteile von elektrischen Antrieben.

1. Wie sind die unterschiedlichen Markisen aufgebaut?

Jede Markise verfügt über ein Markisentuch und tragende Stützen. Hinsichtlich der Bauweise gibt es von Klemmmarkisen bis hin zu Pergola-Markisen dennoch wichtige Unterschiede, die Sie laut Markisen-Tests berücksichtigen müssen.

1.1. Was ist der Unterschied zwischen Gelenkarmmarkisen und Kassettenmarkisen?

Alle Kassettenmarkisen sind Gelenkarmmarkisen, aber nicht alle Gelenkarmmarkisen sind Kassettenmarkisen. Es gibt auch Modelle, bei denen das Tuch und die Gelenkarme im eingeklappten Zustand nicht hinter einer Kassette verschwinden.

Hinsichtlich der Funktion gibt es aber keinen Unterschied zwischen Gelenkarmmarkisen und Kassettenmarkisen. Bei beiden Modellen wird das Tuch über stabile Gelenkarme ausgefahren. Das bringt den Vorteil, dass die Markise sehr lang beziehungsweise tief sein kann, ohne dass zusätzliche Stützen benötigt werden. Die freischwebende Markise spart auf Balkonen und Terrassen Platz für Gartenstühle und andere Außenmöbel.

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1.2. Wann eignet sich eine Klemmmarkise?

Eine Klemmmarkise können Sie nur dann installieren, wenn es einen Dachvorsprung oder eine Decke über dem Aufstellbereich gibt. Durch Längsstreben wird ein Gerüst zwischen Boden und Dachvorsprung oder Decke geklemmt. Zwei Querstreben tragen dann das Tuch. Bei dieser Terrassen-Markise müssen Sie zwar nicht bohren, dafür sind diese Modelle wesentlich weniger stabil. Schon eine kräftige Windböe kann Schäden verursachen, weswegen die Klappmarkise nur bei schönem Wetter und Windstille zum Einsatz kommen sollte.

Markise im Test: Eine ausgefahrene grau-weiß gestreifte Markise

Während früher bunte Markisen im Trend waren, werden mittlerweile immer mehr Markisen in Schwarz oder Anthrazit verbaut.

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1.3. Wo kommt eine Pergola-Markise zum Einsatz?

Wenn Sie eine große Fläche durch eine Markise mit 4 m Breite beschatten möchten, eignet sich eine Pergola-Markise besonders gut. Diese Modelle können ausschließlich in Kombination mit einer Pergola zum Einsatz kommen, da die Konstruktion direkt mit den Stützen und Pfeilern verbunden wird. Die Pergola-Markise kommt ganz ohne Gelenkarme aus und ist sehr stabil, jedoch montageaufwendiger als klassische Markisen.

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1.4. Kann man eine Markise auch senkrecht montieren?

Über eine passende Senkrecht-Markise können Sie den Balkon, die Terrasse oder auch die Pergola effizient vor neugierigen Blicken der Nachbarn schützen. Neben der Funktion als Sichtschutz kann eine Senkrecht-Markise aber auch vor tiefstehender Sonne oder lästigem Wind schützen. Senkrechtmarkisen lassen sich aber auch direkt am Fenster als Alternative zu Rollläden oder Plissees installieren.

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2. Welche Markisen-Typen gibt es?

Zusätzlich zur Bauweise von Terrassen-Markisen gibt es laut Markisen-Tests auch noch das Kassetten-System zu berücksichtigen. Sie können hier zwischen Voll- und Halbkassette oder Modellen ohne Kassette wählen.

2.1. Wie sinnvoll ist eine Vollkassettenmarkise?

Bei der Vollkassettenmarkise werden Gelenkarme und Markisentuch im eingefahrenen Zustand in einer Kassette versteckt. Vollkassettenmarkisen wirken nicht nur optisch sehr hochwertig, sie bieten der Markise auch noch den bestmöglichen Schutz vor der Witterung.

Durch die meist aus Aluminium bestehende Hülle ist die Markise nur dann der Witterung ausgesetzt, wenn sie auch tatsächlich genutzt wird. Bei Regen oder im Winter hingegen bleiben Bauteile aus Metall und auch das Stofftuch geschützt und nutzen dadurch weniger schnell ab.

Hinweis: Eine fest installierte Wohnwagen-Markise muss immer über eine Vollkassette geschützt sein. Ansonsten droht Gefahr, dass sich Markisentuch oder Gelenkarme durch den Fahrtwind lösen und aus der Halterung brechen.

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2.2. Was sind die Unterschiede zur Halbkassettenmarkise?

Bei dieser Kassettenmarkise kann das Markisentuch größtenteils in eine Kassette eingerollt werden. Nur ein schmaler Stoffstreifen steht meist aus der Kassette heraus. Dieser ist das ganze Jahr der Witterung ausgesetzt. Das gilt auch für die Gelenkarme, die ebenfalls frei liegen und nicht in der Kassette verstaut werden können.

Hauptfunktion der Halbkassette ist, das Markisentuch zu schützen. Dadurch müssen Sie den Stoff seltener reinigen, die Farbe kann nicht ausbleichen und es kommt nicht so schnell zu Löchern oder Rissen.

Nahaufnahme von teils weit ausgefahrenen Markisen in Orange, in Blau und Gelborange gestreift, die an einer weißen Ausstellungswand im Verkaufsbereich montiert sind.

Der Volant am Ende der Markise erfüllt nicht nur dekorative Zwecke. Er schützt auch vor tiefstehender Sonne.

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2.3. Was macht eine offene Markise aus?

Offene Markisen sind günstig in der Anschaffung, da hier gar keine Kassette vorhanden ist. Überlegen Sie daher bereits vorab, ob Sie sich gegebenenfalls an der offenen Optik stören. Das Markisentuch und auch die Gelenkteile stehen frei und sind damit auch der Witterung ausgesetzt. Zwar können Sie die offene Markise einfahren. Durch Wind, UV-Strahlung, Frost und Nässe kann es aber dennoch zu Schäden und früh zu ersten Materialabnutzungen kommen.

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3. Welche Kriterien gilt es laut Markisen-Tests zu berücksichtigen?

Für Ihre Markise im Wintergarten stellt sich die Frage, wie groß diese sein muss und ob ein manueller oder elektrischer Antrieb passender ist. Auch die Widerstandsfähigkeit gegen Windböen ist laut Markisen-Tests ein wichtiges Kriterium.

3.1. Was ist der Unterschied zwischen einer manuellen und einer elektrischen Markise?

Alle Markisen benötigen einen Antrieb, der entweder manuell oder elektrisch sein kann. Manuell betriebene Markisen müssen Sie per Hand aus- und einfahren. Das funktioniert mithilfe einer Kurbel und erfordert einen nur sehr geringen Kraftaufwand. Entscheiden Sie sich für ein solches Modell, müssen Sie die Kurbellänge beachten. Die meisten Kurbeln sind zwischen 120 und 180 cm lang. Die Markise sollte dann in einer solchen maximalen Höhe montiert werden, dass Sie die Kurbel noch ohne Leiter erreichen.

Die elektrische Markise fährt hingegen von selbst ein und aus. Per Knopfdruck auf einer Fernbedienung können Sie die Sonnenschutz-Markise bequem steuern. Achten Sie aber darauf, dass das elektrische Modell über eine Notfall-Handkurbel verfügt. Bei einem defekten Motor oder während eines Stromausfalls kann das Markisentuch ansonsten nicht bewegt werden.

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3.2. Schützt eine Terrassen-Markise vor UV-Strahlung?

Wenn der Stoff Ihres Markisentuchs keinen UV-Schutz bietet, dann droht Ihnen trotz Schatten ein Sonnenbrand. Daher sind viele Markisentücher nicht nur UV-beständig, Sie schirmen die schädlichen Strahlen auch noch effektiv ab.

Der UPF gibt an, wie gut ein Stoff Sie vor der UV-Strahlung schützt:

  • UPF 15 bis 25
  • UPF 25 bis 50
  • ab UPF 50+

Mit einer Markise mit dem Schutzfaktor UPF 20 können Sie 20 mal so lange draußen bleiben wie ohne Sonnenschutz. Jedoch sind das nur Richtwerte. Vor allem bei empfindlicher Haut sollten Sie auch im schützenden Schatten immer von Beginn an auf Sonnencreme zurückgreifen.

Markisen-Test: drei ausgefahrene Terrassen-Modelle, in Blau, Orangegelb und Beige-Gelb gestreift, sind im Geschäft an einer weißen Ausstellungswand montiert.

Die Kurbel und auch die Gelenke an der Terrassen-Markise sollten Sie regelmäßig ölen.

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3.3. Wie groß muss mein Markisentuch sein?

Bei der benötigten Größe Ihrer Klemm-Markise für den Balkon können Sie sich an der Bodenfläche orientieren. Das Markisentuch sollte etwa 50 cm breiter und tiefer sein als der zu beschattende Bereich. Wenn der Balkon also 2,5 Meter breit ist, sollte die Markise zumindest 3 m breit sein. Selbige Faustregel können Sie auch für schwebende Markisen anwenden, um sicherzustellen, dass Sitzgruppen, Tische und Terrassenliegen ausreichend beschattet werden können.

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4. Welche Markise ist am stabilsten?

Wenn Ihre Klappmarkise nicht bereits unter leichten Windböen zusammenklappen soll, können Sie sich anhand der Windwiderstandsklassen für ein sehr robustes Modell entscheiden. Mithilfe unserer Tabelle haben wir Ihnen die Windwiderstandsklassen aufgeschlüsselt:

Windwiderstandsklasse Eigenschaften
Klasse 0
  • für keine bestimmte Windstärke zugelassen
  • sollte eingefahren werden, sobald Wind auffrischt
  • schon einzelne Böen können Schäden anrichten
Klasse 1
  • für Windstärke 4 zugelassen
  • hält Böen zwischen 20 und 28 km/h stand
Klasse 2
  • für Windstärke 5 zugelassen
  • kann Wind zwischen 29 und 38 km/h aushalten
Klasse 3
  • für Windstärke 6 zugelassen
  • auch bei starkem Wind bis 50 km/h standhaft

5. Weitere Fragen und Antworten von Kunden, die nach Markisen-Tests bzw. -Vergleichen suchen

5.1. Welche Marken stellen robuste und langlebige Markisen her?

Bei den folgenden bekannten Marken finden Sie viele verschiedene Markisen in unterschiedlichen Größen, Optiken und Installationsvarianten:

  • Markilux
  • Empasa
  • Thule
  • Warema
  • Fiamma
  • Velux
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5.2. Ist eine Markise genehmigungspflichtig?

Für Eigenheimbesitzer ist die Montage einer Markise nicht genehmigungspflichtig. In Mietwohnungen oder Eigentumswohnungen wird jedoch eine feste bauliche Veränderung an der Fassade vorgenommen. In diesem Fall müssen Sie vorab das schriftliche Einverständnis des Vermieters beziehungsweise der Eigentümergemeinschaft einholen. Das gilt selbst dann, wenn Sie eine Balkon-Markise ohne Bohren installieren möchten.

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5.3. Was ist ein Windwächter an der Balkon-Markise?

Der Windwächter sorgt dafür, dass sich die elektrische Markise bei starkem Wind von selbst wieder einrollt. Ein Sensor misst dauerhaft die Windgeschwindigkeit und verhindert effektiv, dass es zu Schäden kommt. Praktisch ist das vor allem dann, wenn Sie gerade unterwegs sind und ein Gewitter aufzieht.

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5.4. Gibt es eigene Wohnwagen-Markisen?

Wenn Sie nicht ständig die freistehende Markise auf- und abbauen möchten, können Sie eine Wohnmobil-Markise auch direkt am Camper installieren. Eine Eintragung kann erforderlich sein, wenn durch die Wohnmobil-Markise die zulässige Fahrzeugbreite überschritten wird.

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