Ratgeberübersicht
  1. Was ist der Unterschied zwischen Kompressionsstrümpfen und Stützstrümpfen?
  2. Welche Kompressionsklassen gibt es bei Kompressionsstrümpfen?
  3. Worauf ist beim Material von Kompressionsstrümpfen zu achten?
  4. Wie finde ich die richtige Größe bei Kompressionsstrümpfen?
  5. Worauf ist laut Kompressionsstrümpfe-Tests sonst noch zu achten?
  6. Weitere Fragen und Antworten von Kunden, die nach Kompressionsstrümpfen-Tests bzw. -Vergleichen suchen
  • Kompressionsstrümpfe fördern durch den Druck die Durchblutung in den Beinen. Sie können aus medizinischen Gründen oder beim Sport getragen werden.
  • Kompressionsstrümpfe können in vier Klassen geteilt werden. So können Sie die Stärke der Kompression direkt auf den ersten Blick erkennen.
  • Während des Sports können Kompressionsstrümpfe der Ermüdung vorbeugen und Vibrationen dämpfen. Nach dem Sport sollen sie die Erholung fördern.

Kompressionsstrümpfe im Test: Eine Person legt Kompressionsstrümpfe an

Bei Kompressionsstrümpfen handelt es sich um spezielle Beinbekleidung, über die Druck auf das Gewebe ausgeübt wird. Der Druck trägt zur Unterstützung der Venen bei, damit das Blut schneller zurück zum Herzen transportiert wird. Wir haben verschiedene Kompressionsstrümpfe-Tests aus dem Internet für Sie geprüft und informieren hier kompakt über den Unterschied zwischen Kompressionsstrümpfen und Stützstrümpfen, rund um geeignete Materialien und zu verschiedenen Kompressionsklassen.

1. Was ist der Unterschied zwischen Kompressionsstrümpfen und Stützstrümpfen?

Während Stützstrümpfe gesunde Venen unterstützen sollen, kommen Kompressionsstrümpfe fast ausschließlich bei speziellen Erkrankungen oder im Zuge von Operationen zum Einsatz. Letztere können zum Teil rezeptpflichtig sein und werden nur dann von der Krankenkasse erstattet, wenn sie vom behandelnden Arzt verschrieben wurden.

1.1. Wann sind Kompressionsstrümpfe in der Schwangerschaft geeignet?

In der Schwangerschaft nimmt das Blutvolumen zu und dadurch steigt der Druck auf die Venen. Wenn das Babyglück bereits früh durch angeschwollene Beine getrübt wird, sind Kompressionsstrümpfe in der Schwangerschaft ein praktisches Hilfsmittel. Die Strümpfe fördern den Abtransport der Flüssigkeit und tragen so dazu bei, dass die Schwellungen zurückgehen. Besteht in der Schwangerschaft ein erhöhtes Thromboserisiko, sollten Sie nach medizinischer Absprache ebenfalls zu den Stützstrümpfen zurückgreifen.

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1.2. Wann kommen medizinische Kompressionsstrümpfe zum Einsatz?

Wenn es medizinisch notwendig ist, verordnet Ihnen der behandelnde Arzt Kompressionsstrümpfe. Mögliche Gründe dafür sind Erkrankungen der Venen, des Lymphsystems oder Lipödeme. Die Kompressionsstrümpfe sind eine nicht-medikamentöse Therapieform und können sowohl kurzfristig als auch langfristig verordnet werden. Auch nach diversen operativen Eingriffen werden medizinische Kompressionsstrümpfe verordnet, da sie den Heilungsprozess fördern können. Je nach erforderlicher Behandlung, können Strümpfe mit Kompressionsgradienten zum Einsatz kommen. Diese medizinischen Strümpfe üben oben weniger Druck aus als unten.

Achtung: Viel hilft nicht immer viel! Der stärkere Druck durch medizinische Kompressionsstrümpfe kann selbst bei gesunden Personen zu negativen Auswirkungen führen. Tragen Sie solche Medizinprodukte daher nur in Absprache mit Ihrem Arzt.

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1.3. Was bewirken Kompressionsstrümpfe beim Sport?

Ob Beintraining im Fitnessstudio, Langstreckenlauf oder beim Rennradfahren, in diversen Sportarten werden die Beine schwer belastet. Kompressionsstrümpfe beim Sport können da proaktiv zum Einsatz kommen. Mit den Strümpfen lässt sich der Effekt der müden und schweren Beine hinauszögern. Möglich ist das, weil durch die bessere Durchblutung die Sauerstoffversorgung in den Beinen erhöht wird. Dadurch können Sie länger sportlich aktiv bleiben, ohne an die Belastungsgrenzen zu kommen. Die Wirkung ist jedoch individuell unterschiedlich und ein deutlicher Leistungsboost ist nicht zu erwarten.

Tipp: Kompressionsstrümpfe beim Laufen helfen zudem, die Vibrationen beim Auftreten zu reduzieren. Durch die eng anliegende Kleidung werden unter anderem die Waden, Knie und Oberschenkel geschont.

Aber auch nach einer intensiven Sporteinheit können Sie zu Kompressionsstrümpfen der Klasse 1 zurückgreifen. Da die Durchblutung angeregt wird, können Stoffwechselprodukte schneller abtransportiert werden. Auch die feinen Muskelrisse, die zum Muskelkater führen, heilen durch die Sport-Kompressionsstrümpfe meist etwas schneller ab.

Vor einem Regal auf dem Boden befinden sich die Kompressionsstrümpfe im Test.

Kompressionsstrümpfe von McDavid und anderen Marken sind nicht nur in Schwarz, sondern auch in vielen weiteren Farben erhältlich.

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2. Welche Kompressionsklassen gibt es bei Kompressionsstrümpfen?

Neben den gängigen Kompressionsstrümpfen der Klasse 1 und Kompressionsstrümpfen der Klasse 2 gibt es noch zwei weitere Kompressionsklassen. Sollten Sie unter keinen Erkrankungen leiden und die Kompressionsstrümpfe lediglich vorbeugend auf Flügen oder beim Sport tragen, empfehlen Kompressionsstrümpfe-Tests aus dem Internet ausschließlich die geringste Kompressionsklasse.

Unsere Tabelle gibt Ihnen eine einfache Übersicht zu den verschiedenen Kompressionsklasse:

Klasse Beschreibung
Kompressionsstrümpfe der Klasse 1
  • leichter Druck
  • 18–21 mmHg (Schwankungen je nach Norm möglich)
  • geeignet bei müden oder schweren Beinen
  • für leichte Schwellungen und zur Vorbeugung als Reise-Kompressionsstrümpfe
Kompressionsstrümpfe der Klasse 2
  • mittlerer Druck
  • 23–32 mmHg (Schwankungen je nach Norm möglich)
  • Einsatz bei Krampfadern, deutlicheren Schwellungen
  • werden bei chronischer Venenschwäche und nach Operationen im Alltag verordnet
Kompressionsstrümpfe der Klasse 3
  • starker Druck
  • 34–46 mmHg (Schwankungen je nach Norm möglich)
  • bei ausgeprägten Venenerkrankungen, Ödemen und nach Thrombosen
Kompressionsstrümpfe der Klasse 4
  • sehr hoher Druck
  • ab 49 mmHg (Schwankungen je nach Norm möglich)
  • Verwendung bei schweren Lymphödemen oder stark ausgeprägten venösen Erkrankungen

3. Worauf ist beim Material von Kompressionsstrümpfen zu achten?

Möchten Sie Kompressionsstrümpfe kaufen, stehen diese in verschiedenen Materialien zur Verfügung. Kompressionsstrümpfe bestehen entweder aus natürlichem Material wie Baumwolle oder aus synthetischen Fasern. Ob Baumwolle oder Polyester – wichtig ist ein gewisser Anteil an Stretch-Fasern. Materialien wie Elasthan tragen dazu bei, dass Sie die Strümpfe bequem an- und ausziehen können. Dabei besteht keine Gefahr, dass das Material ausleiert.

Beim Sport und in den warmen Monaten ist die Atmungsaktivität besonders wichtig. Da die bunten Kompressionsstrümpfe eng an der Haut anliegen, muss die Luft zirkulieren können. Ansonsten staut sich die Wärme auf der Haut und Sie geraten schnell ins Schwitzen. Während Kompressionsstrümpfe aus Polyester hier weniger gut geeignet sind, spielen solche aus Baumwolle ihre Vorteile hier aus. Baumwolle kann bis zu etwa 20 % Feuchtigkeit aufnehmen, ohne dass sich der Stoff feucht oder klamm anfühlt.

Auf einer hellen Fläche liegen Kompressionsstrümpfe im Test in der Verpackung.

Kompressionsstrümpfen von McDavid und Co. sollten direkt nach dem Aufstehen angezogen werden.

4. Wie finde ich die richtige Größe bei Kompressionsstrümpfen?

In der Regel werden Kompressionsstrümpfe als Unisex-Variante in verschiedenen Größen angeboten. Am wichtigsten ist dabei der Knöchelumfang, denn hier liegen die Strümpfe am engsten an. Auch der Wadenumfang sollte gemessen werden. Liegen Sie bei Knöchel und Wade zwischen zwei Größen, entscheidet aber immer das Knöchelmaß. Nachmessen können Sie selbst ganz einfach mit einem Maßband, das Sie um die jeweilige Stelle am Bein legen.

Tipp: Messen Sie im Idealfall abends, in vielen Fällen ist dann die Schwellung der Beine aufgrund der alltäglichen Belastung am stärksten ausgeprägt. Messen Sie morgens, können die sehr engen Kompressionsstrümpfe ansonsten unangenehm drücken.

Auf dem Boden vor einer roten Wand steht eine Packung der getesteten Kompressionsstrümpfe.

Kompressionsstrümpfe von Marken wie McDavid sind OEKO-TEX 100 zertifiziert und gelten damit als besonders hautfreundlich.

5. Worauf ist laut Kompressionsstrümpfe-Tests sonst noch zu achten?

Wenn Sie Kompressionsstrümpfe kaufen wollen, müssen Sie zwischen rund- oder flachgestrickte Modellen wählen. Zusätzlich stellt sich die Frage, ob Sie kurze oder lange Strümpfe benötigen.

5.1. Sollte ich rund- oder flachgestrickte Kompressionsstrümpfe tragen?

Rundgestrickte Kompressionsstrümpfe üben aufgrund ihrer Nähte meist etwas weniger Druck aus und sind somit ideal als vorbeugende Maßnahme bei voller Gesundheit oder bei leichten Schwellungen sowie Krampfadern. Sie tragen weniger stark auf und fallen damit auch unter dünner Kleidung nicht wirklich auf. Zudem schmiegen sich die rund gestrickten Modelle sehr gut an schmale Beine an.

Flachgestrickte Kompressionsstrümpfe hingegen kommen häufig bei Ödemen oder allgemein bei medizinischen Kompressionsstrümpfen zum Einsatz, da sie mehr Druck ausüben können. Sie sind weniger elastisch und damit auch etwas unbequemer im Alltag. Durch die bessere Wandstabilität kann zudem gleichmäßigerer Druck auf das Gewebe ausgeübt werden.

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5.2. Reichen kniehohe Modelle oder muss ich Kompressionsstrümpfe am Oberschenkel tragen?

Welche Kompressionsstrümpfe Sie benötigen, hängt in erster Linie von der Grunderkrankung oder der erwünschten Therapie ab. Sogenannte Kniestrümpfe (AD) umschließen den Fuß und die Wade. Sie enden knapp unter der Kniekehle und lassen sich relativ leicht anziehen. Diese Strümpfe haben meist einen breiten und verdickten Bund, damit sie bei Bewegungen oder beim Sport nicht vom Bein rutschen.

Schenkelstrümpfe (AG) sorgen auch an den Oberschenkeln für eine Kompression. Diese Variante müssen Sie immer dann tragen, wenn beispielsweise Krampfadern über dem Knie auftreten. Auch bei Ödemen an den Oberschenkeln braucht es lange Strümpfe. Diese Modelle sind häufig mit einem elastischen Haftband ausgestattet. Dieses verfügt an der Innenseite über Gummi- oder Silikonstreifen, damit die Strümpfe nicht vom Bein rutschen.

Tipp: Sollten Ihre Kompressionsstrümpfe am Oberschenkel oder an den Knien rutschen, bieten viele Hersteller speziell hautfreundlichen Haftkleber für die Bekleidung an. Zusätzlich können Sie für lange Modelle auf eine spezielle Anziehhilfe zurückgreifen.

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6. Weitere Fragen und Antworten von Kunden, die nach Kompressionsstrümpfen-Tests bzw. -Vergleichen suchen

6.1. Wie lange Kompressionsstrümpfe tragen?

In aller Regel werden Kompressionsstrümpfe den ganzen Tag über getragen. Da im Liegen keine Schwerkraft überwunden werden muss, sind die Kompressionsstrümpfe nachts nicht zu tragen. Wie lange und wann genau medizinische Kompressionsstrümpfe getragen werden müssen, wird aber je nach Erkrankung mit dem behandelnden Arzt vereinbart. Tragen Sie Stützstrümpfe nur vorbeugend nach dem Sport, reicht eine Tragedauer von mehreren Stunden am Tag nach der Belastung aus.

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6.2. Wie pflege ich Kompressionsstrümpfe richtig?

Achten Sie auf das Wäscheetikett, wenn Sie die Kompressionsstrümpfe waschen möchten. Oftmals dürfen diese nämlich nur im Schonwaschgang bei maximal 40 Grad gereinigt werden. Tests empfehlen eine tägliche Reinigung in der Waschmaschine vor allem an heißen Tagen, bei körperlicher Aktivität oder wenn die Strümpfe zur Wundheilung beitragen sollen.

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6.3. Was kosten Kompressionsstrümpfe?

Kompressionsstrümpfe für Damen und Herren sind bereits ab 25 Euro pro Paar erhältlich. Je nach Kompressionsstärke, Material und Marke können die Preise aber auch auf bis zu 90 Euro pro Paar ansteigen.

Bei den folgenden Marken finden Sie qualitativ hochwertige Kompressionsstrümpfe für Herren und Damen:

  • Mediven
  • Bauerfeind
  • Falke
  • Cep
  • Snocks
  • Tieberg
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6.4. Wann sollte man Flug-Kompressionsstrümpfe tragen?

Bei Flügen ab vier Stunden empfehlen Kompressionsstrümpfe-Tests den Griff zu Kompressionsstrümpfen. Durch den Druck in der Höhe werden die Venen bereits stärker belastet und dann kommt auch noch ein Bewegungsmangel hinzu. Unabhängig von der Reisedauer werden Flug-Kompressionsstrümpfe auch für Schwangere oder Personen mit Venenerkrankungen empfohlen.

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6.5. Wann sollte ich keine Kompressionsstrümpfe tragen?

Kontraindikationen können beispielsweise bei schweren arteriellen Durchblutungsstörungen (pAVK) oder Herzinsuffizienz in bestimmten Stadien auftreten. Grundsätzlich gilt, bei Durchblutungsstörungen oder Herzbeschwerden vorab immer den behandelnden Arzt zu konsultieren.

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Im Video vorgestellt: Kompressionsstrümpfe

In diesem YouTube-Video zeigen wir Ihnen die typischen Anzeichen eines plötzlichen Notfalls – die Thrombose. Egal, ob jung oder alt, es ist wichtig, diese Symptome zu erkennen! Erfahren Sie, wie Kompressionsstrümpfe dabei helfen können, das Risiko einer Thrombose zu reduzieren und Ihre Gesundheit zu schützen. Bleiben Sie informiert und verpassen Sie nicht diese lebenswichtigen Informationen!