Bei Kompaktkameras hängen Preis und Bildqualität vor allem von der Größe des Bildsensors ab. Der Einsatzbereich einer Kamera wird grundlegend von der Größe, den Eigenschaften des Objektivs und weiteren Ausstattungsmerkmalen bestimmt. Folgende Eigenschaften sind weiterhin entscheidend:
Sensorgröße und Auflösung: Für eine optimale Bildqualität
In der Fotografie dreht sich alles um verfügbares Licht. Je größer daher der Bildsensor, desto mehr Licht kann die Kamera einfangen. Einsteigerkameras verwenden Sensoren in der gleichen Größenordnung wie die besten Smartphones (ca. 1/2,3 Zoll), haben aber größere und leistungsfähigere Objektive.
Demgegenüber steht die Auflösung (in Megapixel angegeben): Je höher die Auflösung, desto kleiner die Pixel. Viele Pixel ermöglichen zwar theoretisch feinere Details, aber es steht auch weniger Licht pro Pixel zur Verfügung. Bei wenig Licht muss dann entweder die begrenzte Reichweite des Blitzes ausreichen. Andererseits müssen Sie die Empfindlichkeit des Sensors („ISO-Wert“) hochregeln, was bei kleinen Sensoren zu starkem Bildrauschen und Detailverlust führt. Eine besonders hohe Auflösung ist also gerade bei günstigen Kompaktkameras mit kleinem Sensor nicht zwangsläufig ein Qualitätsmerkmal.
Ebenfalls zu beachten ist der Sensortyp: CMOS-Sensoren verfügen gegenüber CCD-Sensoren über eine höhere Lichtempfindlichkeit, haben einen geringeren Stromverbrauch und schaffen schnellere Bildraten bei Video- und Serienbildaufnahmen. Daher ermöglichen CMOS-Sensoren auch HDR-Fotos. „High Dynamic Range“ steht hier für eine schnelle Abfolge belichteter Aufnahmen, die zu einem Bild mit mehr Details in den dunkelsten und hellsten Bereich kombiniert wird.
Objektiv: Für einen optischen Zoom
Fast alle Kompaktkameras verfügen über einen optischen Zoom, also ein Objektiv mit variabler Brennweite. Damit können Sie das Motiv heran- oder umgekehrt herauszoomen, um den Bildausschnitt anzupassen. Optisch bedeutet hier, dass nicht nachträglich ein Ausschnitt digital vergrößert, sondern tatsächlich auf dem Sensor abgebildet ist. Ein Digitalzoom bedeutet hingegen immer einen Qualitätsverlust. Die Spannweite zwischen Weitwinkelbereich und Telebereich gibt der Zoomfaktor an. 10-fach Zoom bedeutet, dass die Kamera das Bild vom Weitwinkel- zum Telebereich zehnfach vergrößern kann.
Der sichtbare Bildausschnitt ergibt sich erst aus der Kombination von Sensorgröße und Brennweite in Millimeter. Deshalb ist die auf das Kleinbildformat (KB) umgerechnete Brennweite relevant, etwa 24 bis 240 mm (KB). Der Bereich von 30-70 mm (KB) entspricht grob dem Ausschnitt des menschlichen Auges. Im Weitwinkelbereich unter 30 mm machen schon wenige Millimeter einen großen Unterschied, während der Telebereich Brennweiten von mehreren hundert Millimetern umfasst.
Lichtstarke Objektive ermöglichen kürzere Belichtungszeiten, wodurch Ihnen auch bei wenig Licht oder bei starkem Zoom ohne Stativ unverwackelte Aufnahmen gelingen. Die Lichtstärke des Objektivs ist umso größer, je kleiner der angegebene Nenner ist. Ein Objektiv mit Lichtstärke f:2 ist also viel lichtstärker als eines mit f:8. Zusätzlich kann ein optischer Bildstabilisator leichte Verwacklungen ausgleichen.

Hier wird die FUJIFILM-Kompaktkamera instax mini 9 gezeigt. Auffällig ist neben den kompakten Maßen auch das Retro-Design.
Display und Sucher
Ein hochauflösendes Display erleichtert die Beurteilung der Fotos vor und nach der Aufnahme. Auch ein besonders großes Display ist hierfür hilfreich. Ausklappbare Displays helfen in schwierigen Situationen wie Überkopfaufnahmen in Menschenmengen. Für Selfies empfiehlt sich wiederum ein drehbares Display.
Konnektivität der Kamera mit anderen Geräten
Mittlerweile verfügen etliche Digitalkameras über eine Konnektivität mittels Wi-Fi und Bluetooth. Kameras mit integriertem Bluetooth können Sie so über Ihr Smartphone fernsteuern. Über Wi-Fi können Sie zudem Ihre Bilder ganz ohne Kabel und Speicherkarte komfortabel direkt auf das Smartphone oder Tablet übertragen.