Auf dem Markt sind verschiedene Teleskope und Spektive für Neulinge zu finden. Bei Teleskopen für Kinder unterscheidet man primär zwei Arten. Es gibt einmal das Spiegelteleskop, auch Reflektor genannt. Und es gibt Linsenteleskope, genannt Refraktor. Fernrohre zeichnen sich außerdem durch verschiedene Öffnungs- und Brennweiten sowie Vergrößerungsraten aus. Relevant für Ihre Kaufentscheidung sind zudem die Stativhöhe sowie das mitgelieferte Zubehör.
Teleskop-Arten: Linsenteleskop oder Spiegelteleskop
Linsenteleskope brechen einfallendes Licht. Spiegelteleskope dagegen spiegeln einfallendes Licht. Erstere können deswegen an verschiedenen Orten gut eingesetzt werden. Ob in der Stadt oder auf dem Land, mit dem ersten eigenen Linsenteleskop kann Ihr Kind Mond und Sterne ohne störendes Streulicht erkunden. Spiegelteleskope sind im Unterschied dazu günstiger. Ihr Bild ist allerdings weniger kontrastreich.
Öffnungsweite: 60, 70 mm oder größer
Fernrohre werden meistens mit einer Öffnungsweite von 70 bis 76 mm angeboten. Je größer dabei die Öffnungsweite ist, desto mehr Licht kann einfallen. Dadurch bekommt das Bild eine bessere Auflösung. Auch Modelle mit einer Öffnungsweite von 60 mm liefern noch ein akzeptables Bild. Eine hervorragende Auflösung erzielen Sie bei Weiten von über 100 mm. Für das erste eigene Teleskop reichen 70 bis 76 mm aus, um Freude an der Himmelsbeobachtung zu haben.
Brennweite: 400, 500 mm oder länger
Die Brennweite gibt an, wie viel Licht das Teleskop in seinem Objektiv sammelt und wie groß die Objekte beim Blick durch das Fernrohr zu sehen sind. Je kürzer die Brennweite ist, desto heller erscheint das Bild. Eine lange Brennweite von 500 bis zu 2.000 mm eignet sich vor allem, um Planeten wie Saturn oder Mars zu beobachten. Greifen Sie eher zu einer kürzeren Brennweite von 400 oder 500 mm, wenn Sie preisgünstig kaufen und Nebel oder Galaxien beobachten möchten.
Wer größere Brennweite braucht, muss ein größeres Teleskop wählen
Die Brennweite beeinflusst auch die Größe des Fernrohres. Je größer die Brennweite, desto größer ist auch der Tubus des Kinderfernrohres.
Anzahl der Okulare: Vergrößerungen zum Wechseln
Als Okular bezeichnet man den Teil des Teleskops, durch den Sie mit dem Auge hindurch schauen. Wie eine Lupe vergrößert es das Bild. Verschiedene Okulare erlauben demnach verschiedene Vergrößerungsstufen. Wählen Sie eine Variante mit zwei oder mehr Okularen, wenn Ihr Kind es häufig nutzen und verschiedene Himmelskörper unterschiedlich vergrößern möchte.
Okular-Vergrößerung: 4 bis 20 mm
Wählen Sie Modelle mit Vergrößerung, wenn Sie ein möglichst scharfes Bild erreichen möchten. Eine Vergrößerung von bis zu 4 mm reicht dabei schon nicht mehr aus, um Mondkrater zu betrachten. Dafür brauchen Sie eine höhere Okular-Vergrößerung von bis zu 20 mm.
Barlow-Linse: bis zu dreifache Vergrößerung
Neben Okular-Vergrößerungen gibt es Teleskope mit zusätzlicher Barlow-Linse. Mit dieser Zerstreuungslinse können Sie die Brennweite noch einmal um das 1,5- bis 3-fache erhöhen. Damit lassen sich weiter entfernte Planeten noch komfortabler anschauen.
Stativhöhe und Montage: Fix oder verstellbar
Ein weiteres Kriterium für den Kauf eines Teleskops ist die Stativhöhe. Gerade für Kinder eignet sich ein verstellbares, mitwachsendes Stativ. Kinderteleskope weisen zumeist eine Größe zwischen 40 cm und 130 cm auf. Achten Sie außerdem darauf, ob es sich um ein Stand- oder Tischteleskop handelt. Berücksichtigen Sie auch, ob das Teleskop eine Montierung erfordert oder zusammengebaut geliefert wird.

Kinderteleskope warten oft mit interaktiven Funktionen auf – wie das Modell von VTech zum Beispiel.