Wenn Ihr Sprössling nicht mehr auf den Kinderfahrradsitz passt und auch zu groß für die Fahrt im Kinderfahrradanhänger wird, steht die Auswahl des ersten Kinderfahrrads bevor. Bei dem großen Sortiment an Kinderfahrrädern stehen Sie vielleicht zunächst ein wenig verunsichert vor dem Kauf.
Doch schnell werden Sie sehen, dass es eindeutige Kriterien gibt, die Ihnen die Wahl erleichtern. In den folgenden Kapiteln stellen wir einige dieser Kaufkriterien vor, um Sie hier bei welt.de bestens zu informieren und Sie bei der Suche nach dem besten Kinderfahrrad für Ihren Nachwuchs zu unterstützen.
1.1. Die richtige Größe finden: Von 10-Zoll- über 20-Zoll-Kinderfahrad bis hin zu 24-Zoll-Modellen

Für jedes Alter gibt es eine passende Größe.
Zunächst einmal geht es darum, die richtige Größe des Fahrrades zu wählen. Hier haben Sie normalerweise die Wahl zwischen den Größen 10 Zoll, 14 Zoll, 16 Zoll, 18 Zoll und 20 Zoll für Kinderfahrräder. Fahrräder mit einer Laufradgröße von 26 Zoll gehören schon zu den Jugendfahrrädern.
Ab der 3. oder 4. Schulklasse können Sie normalerweise auch zu einem 24-Zoll-Fahrrad greifen. Dies hängt jedoch unter anderem davon ab, welches Wachstum Ihr Kind gerade durchmacht und wie gut es bereits fahren kann.
Das Fahrrad kann sich an die Größe des Kindes anpassen
Achten Sie neben der Größe des Rahmens insbesondere auf die Verstellbarkeit von Sattel und Lenker. So ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass Sie das Fahrrad auch bei schnell wachsenden Kindern für mehrere Jahre im Gebrauch haben werden.
In der folgenden Tabelle haben wir eine Übersicht zusammengestellt, welche Fahrradgröße zu welcher Körpergröße des Kindes passt:
| Körpergröße | Rahmengröße |
| ab 95 cm | 10 Zoll |
| ab 100 cm | 12 Zoll |
| ab 105 cm | 14 Zoll |
| ab 110 cm | 16 Zoll |
| ab 120 cm | 18 Zoll |
| ab 135 cm | 20 Zoll |
| ab 140 cm | 24 Zoll |
Tipp: Welche Rahmengröße sich am besten für das erste Fahrrad eignet, kommt ganz auf den Wachstum des Kindes und den Zeitpunkt der Anschaffung an. Da Kinder jedoch verhältnismäßig schnell wachsen, lohnt sich die Investition in ein höhenverstellbares Fahrrad. So können Sie beispielsweise mit 12 Zoll beginnen und müssen dann nicht extra ein neues 16-Zoll-Kinderfahrrad anschaffen, weil Ihr Kind gewachsen ist.
1.2. Schaltung: Ohne Schaltung oder mit mehreren Gängen

Während einer längeren Fahrradtour kommen gerne mal mehrere Gänge zum Einsatz.
Viele Kinderfahrräder haben nur einen Gang. Dies ist ausreichend, um das Fahrradfahren zu erlernen. Die Kleinen wollen aber wahrscheinlich schon früh durch die Gegend flitzen. Daher kann es sein, dass sie von der fehlenden Gangschaltung frustriert sind.
In diesem Fall können Sie zu einem Kinderfahrrad mit 3 oder 6 Gängen greifen, was für Kinder ausreichend ist. Gerade in hügeligen Gegenden empfehlen wir, schon früh mehrere Gänge anzubieten. Zudem ist es sinnvoll, ein Fahrrad mit Ständer zu wählen.
1.3. Bremsen: Wichtiger Sicherheitsfaktor
Die Bremsen sind ein wichtiger Sicherheitsfaktor beim Kinderfahrrad. Es gibt Unterschiede zwischen Freilaufbremse, Rücktrittbremse und Felgenbremse. Jedes Fahrrad hat 2 Bremssysteme, wobei die Frage ist, ob es ein oder 2 Felgenbremsen gibt.
Hinweis: Für die Sicherheit ist eine korrekte Beleuchtung des Fahrrads nötig. Sobald die Kleinen im Straßenverkehr unterwegs sind, muss die Beleuchtung des Fahrrads stimmen und der Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) entsprechen. Andernfalls riskieren Sie, dass Ihre Kinder sich vor der Polizei für eine fehlende Fahrradlampe rechtfertigen müssen. Und noch viel schlimmer: Sie sind ab der Dämmerung deutlich schlechter zu sehen.
1.4. Gewicht: Zwischen 10 bis 12 kg
Auch auf das Gewicht können Sie beim Kinderfahrrad Kaufen einen Blick werfen. Ein normales Kinderrad wiegt um die 10 bis 12 kg, was für zarte Kinder manchmal zu viel ist. Lässt es sich absehen, dass Ihr Kind das Fahrrad ab und zu tragen oder hochheben muss? In diesem Fall sollten Sie dementsprechend in ein leichtes Kinderfahrrad investieren.
1.5. Design
Besonders wichtig ist für die Kleinen auch, dass das Fahrrad gut aussieht. Wir empfehlen Ihnen daher, gemeinsam das Modell auszuwählen, das es letztendlich werden soll.
Bei Mädchen sind nach wie vor Fahrräder mit Körben oder Puppenanhängern beliebt. Viele Jungen wollen hingegen eine Querstange an ihrem Fahrrad, die sie bei den älteren Kindern gesehen haben.
Tipp: Dies ist jedoch auch Ihre Chance, mit den Geschlechter-Stereotypen aufzuräumen. Sie können Ihrem Kind bewusst ein neutrales oder „untypisches“ Fahrrad schenken. Solange es dem Kind gefällt, ist schließlich alles erlaubt.