Tasten selbst programmieren:
Manche Keypads ermöglichen es Ihnen, Tasten nach eigenen Vorlieben zu belegen. Diese programmierbaren Tasten wählen Sie anschließend über die Taste „Fn“ an, indem Sie beide gleichzeitig drücken. Durch diese Doppelbelegung wird aus einem Keypad mit zehn physischen Tasten eine Tastatur mit 20 Eingabemöglichkeiten.
In den meisten Büros kommen sogenannte Rubberdome-Keypads zum Einsatz. Damit ist gemeint, dass unter den einzelnen Tasten eine Gumminoppe angebracht ist. Wenn Sie die Taste betätigen, stellt die Noppe den Kontakt zur darunterliegenden Membranschicht her, über die die Eingabe registriert wird.
Eine Alternative dazu stellen mechanische Tasten dar. Bei diesen sorgt eine Feder unterhalb der einzelnen Tasten dafür, dass Sie mit dem Keypad schreiben oder ein Computerspiel steuern können. Die Federn sind deutlich länger haltbar als die Gummischicht bei Membran-Tastaturen.
Eine weitere Besonderheit ist das „6-Key-Rollover“. Hinter diesem Begriff versteckt sich die Tatsache, dass Sie bei einem mechanischen Keypad sechs Tasten gleichzeitig drücken und damit einen Befehl eingeben können. Bei Rubberdome-Keypads hingegen ergeben maximal drei Tasten zusammen einen Befehl, zum Beispiel Strg + Alt + entf, um den Taskmanager aufzurufen.
2.1. Anti-Ghosting bei Keypads
Mechanische Keypads für den PC ermöglichen es Ihnen nicht nur, mehr Tasten für verschiedene Befehle zu nutzen. Sie bieten Ihnen zudem das sogenannte „Anti-Ghosting“. Darunter ist zu verstehen, dass das System alle Tastatureingaben registriert – selbst wenn Sie sämtliche Tasten gleichzeitig drücken.
Bei Rubberdome-Keypads hingegen werden maximal sechs Tastenanschläge binnen sehr kurzer Zeit erkannt. Alle anderen Eingaben haben keine Auswirkung und werden somit zu „Geistern“.
Wenn Sie das Keypad hauptsächlich für Gaming nutzen, sollten Sie laut Keypad-Tests allein aus diesem Grund zur mechanischen Bauweise greifen. Hier geben Sie schließlich oft sehr schnell Befehle ein, um die Kontrolle über die Situation zu behalten. Wenn einige davon wirkungslos verpuffen, kann Sie das um den Sieg bringen.

Dank eines Keypads mit Beleuchtung können Sie auch bei schlechten Lichtverhältnissen problemlos alle Tasten finden.
2.2. Keypads kaufen: Gehäusematerialien und -gestaltung
Im Hinblick auf die Materialien, aus denen das Keypad besteht, ist die Auswahl nicht allzu groß. Bei der Gehäusegestaltung ist das Angebot umfangreicher. Unsere Tabelle gibt Ihnen einen Überblick:
| Kriterium | Variante | Hinweise |
| Material | Kunststoff | - Die meisten Keypads werden aus Kunststoff hergestellt.
- Sie sind leicht und eher günstig.
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| Aluminium | - Keypads aus Aluminium sind sehr robust und leicht
- Preislich liegen sie allerdings höher als ihre Kunststoff-Verwandten.
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| Design | Handballenauflage | - Mit einer Handballenauflage wird es für Sie bequemer, das Keypad lange Zeit ohne Pause zu benutzen.
- Wenn Sie zu Überlastungsproblemen wie Sehnenentzündungen neigen, kann ein Keypad mit Auflage für den Handballen Ihnen Erleichterung verschaffen.
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| beleuchtete Tasten | - Durch eine Hintergrundbeleuchtung wird das Keypad zum Hingucker.
- Das Licht ermöglicht es Ihnen, das Keypad im Dunkeln zu verwenden.
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2.3. Anschlussmöglichkeiten und Stromversorgung
Viele Keypads können Sie via Kabel mit einer USB-Schnittstelle verbinden. Je nach Anschluss und Keypad können Sie dafür USB 2.0 oder 3.0 nutzen. Die Funktionalität ist grundsätzlich dieselbe, allerdings ist USB 3.0 deutlich schneller und überträgt mehr Daten in einer kürzeren Zeitspanne. Es eignet sich somit gut für Aufgaben, bei denen es auf Ihre Reaktionsschnelligkeit ankommt, wie bei Computerspielen.
Eine zweite Möglichkeit ist ein kabelloses Keypad, das Sie per Bluetooth mit dem Rechner verbinden. Den Hauptvorteil dieser Anschlussvariante sehen wir von WELT.de darin, dass kein Kabelsalat entsteht, der optische Unruhe auf dem Tisch bewirkt.
Je nach Modell beträgt die Betriebsentfernung beispielsweise zehn Meter, sodass Sie nicht direkt neben Ihrem PC sitzen müssen. Bei kabellosen Keypads haben Sie die Wahl zwischen Geräten mit Batterien oder Akku.
Die meisten modernen Keypads funktionieren ohne Treiber über Plug-and-Play. Sie müssen somit keine Software installieren, sondern können das Gerät einfach einstecken und es direkt verwenden.
Tipp: Wenn Sie ein Keypad mit Akku erwerben wollen, achten Sie darauf, dass es über einen Stromsparmodus verfügt. Dank dieser Funktion erkennt es automatisch, wenn es längere Zeit nicht verwendet wird, und schaltet in den Ruhemodus.