Ratgeberübersicht
  1. Wie erkenne ich gute Kartenlesegeräte?
  2. Was für unterschiedliche Kartenlesegeräte gibt es?
  3. Welche Kartenlesegerät passt zu mir?
  4. Welche Kartenlesegeräte sind laut Tests am besten?
  5. Was kosten Kartenlesegeräte?
  6. Wie lautet das Fazit für Kartenlesegeräte?

Da Notebooks und Tablets heutzutage oft ultradünn und nur mit den wichtigsten Anschlüssen versehen sind, lesen sie oft nicht alle gängigen Speicherkartenformate. Mit Chipkartenlesern hingegen können Sie Ihren Kunden auch im Privatkundengeschäft das bargeldlose Bezahlen ermöglichen oder Online-Funktionen Ihres Personalausweises nutzen.

Ob All-in-One-Kartenleser, SIM-Kartenlesegerät oder Chipkartenkartenleser – bei der Auswahl des richtigen Modells kommt es auf Einsatzzweck, Kompatibilität und Anzahl der Schnittstellen an. Welche Merkmale außerdem wichtig sind, welches Kartenlesegerät am besten zu Ihren Ansprüchen passt und welche Modelle in Tests verschiedener Instanzen überzeugen konnten, erfahren Sie in diesem Kaufratgeber.

Wie erkenne ich gute Kartenlesegeräte?

Getestetes Kartenlesegerät mit OTG-Support.

Die meisten Kartenlesegeräte, wie hier von ingenico, sind noch immer kabelgebunden.

Moderne Kartenleser haben zwar hohe Transferraten, reizen aber nur selten das Übertragungs-Maximum der Speicherkarten aus. Besonders schnell sind USB-3.0- und 3.1-Geräte – außerdem sollten Sie auf die folgenden Kaufmerkmale achten:

Lesbare Formate: Die Speicherkarte muss zum Kartenlesegerät passen

Während EC- und Personalausweis-Kartenlesegeräte ausschließlich die in die Karten integrierten Chips auslesen, lesen und beschreiben herkömmliche Cardreader unterschiedliche Speicherkartenformate. Die meisten Kartenleser lesen problemlos SD- und Micro-SD-Karten. Je mehr verschiedene Speicherkartentypen Sie besitzen, desto mehr sollte ein Cardreader lesen können:

  • SD-Karten: Secure Digital, bis zu 2 GB Speicher (SDXC bis zu 2 TB), beispielsweise in Kameras
  • microSD-Karten: bis zu 400 GB Speicher, bei Smartphones und Tablets verwendet
  • MS-Karten: Memory-Stick, bis zu 32 GB Speicher
  • CF-Karten: CompactFlash, bis zu 512 GB Speicher
  • MMC-Karten: Multimedia Card, bis zu 8 GB Speicher, in MP3-Playern

Anzahl der Schnittstellen: Mehrere Speicherkarten parallel auslesen

Besonders beliebt sind handliche Single-Slot-Kartenlesegeräte mit einer Schnittstelle sowie Multi-Slot-Modelle mit bis zu 8 Schnittstellen. Dual-Slots für 2 Speicherkarten sind ebenfalls erhältlich. Hochwertige All-in-One-Geräte schaffen es sogar, mehrere Karten parallel zu lesen und zu beschreiben.

Kompatibilität: Beachten Sie die Kompatibilität mit USB 3.0

Die meisten Kartenlesegeräte sind mit USB 2.0 oder dem schnelleren USB 3.0 kompatibel. Achten Sie auf den neueren Anschluss, da USB 3.0 preislich kaum teurer ist. Dafür aber auch große Datenmengen in kürzester Zeit überträgt, abwärtskompatibel ist und Ihre Daten außerdem in 2 Richtungen gleichzeitig überträgt. Möchten Sie Ihr Kartenlesegerät in Ihrem PC verbauen, ist eine PCIe-Schnittstelle vonnöten.

Beachten Sie außerdem, mit welchen Betriebssystemen das Kartenlesegerät kompatibel ist. Die meisten sind automatisch kompatibel mit gängigen Systemen wie Microsoft Windows und Apple macOS, unterstützen aber kein Linux oder Android.

Größe, Gewicht und Bauart der Kartenlesegeräte

Bei Kartenlesegeräten handelt es sich in der Regel um handliche, kleine Geräte. Während mobile Kartenleser oft nur um die 10 g wiegen, wiegen große All-in-One-Kartenleser bis zu 200 g. Die Maße kleiner Modelle in USB-Stick-Form betragen um die 1 cm x 2 cm x 6 cm. Größere Kartenleser messen um die 3 cm x 40 cm x 12 cm. Externe Kartenlesegeräte schließen Sie mithilfe eines USB-Kabels oder eines fest integrierten Kabels an Ihr Endgerät an. Interne Geräte verbauen Sie im Inneren Ihres PCs. Allerdings besitzen viele Computer heutzutage schon interne Kartenlesegeräte ab Werk.

Plug & Play

Besonders praktisch ist die Zusatzfunktion „Plug & Play”, die es Ihnen ermöglicht, das Kartenlesegerät ohne Treiber und umständliche Installation zu nutzen. Das ist dann vorteilhaft, wenn Sie das Kartenlesegerät auf vielen verschiedenen Endgeräten, beispielsweise auch auf Arbeit, einsetzen.

Was für unterschiedliche Kartenlesegeräte gibt es?

Auf der Theke von einem Cafe befindet sich ein getestetes Kartenlesegerät.

Über eine Tastatur ermöglichen Kartenlesegeräte von ingenico zum Beispiel die Eingabe der Geheimzahl.

Die Begriffe Kartenleser, Speicherkartenleser und Chipkartenleser werden oft synonym verwendet. Dabei handelt es sich um komplett unterschiedliche Kategorien beziehungsweise Geräte. Das sind die 5 gängigsten Varianten:

All-in-One-Kartenleser

All-in-One-Kartenlesegeräte, auch Multi Card Reader genannt, sind besonders vielseitig einsetzbar und daher die derzeit beliebteste Variante am Markt. Sie vereinen oft 4 bis 6 Kartensteckplätze in einem Gerät. Neben den üblichen Formaten lesen sie auch weniger verbreitete Formate wie MS oder CF aus. Die meisten Kartenleser können Sie per USB-Kabel an Rechner oder Notebook anschließen.

    Vorteile
  • Liest in der Regel eine Vielzahl an Speicherkarten und Formaten
  • Hat häufig bis zu 6 Schnittstellen oder mehr
  • Moderne Kartenleser benötigen meist keinen Treiber
  • Neue Modelle verfügen fast immer über schnelles USB 3.0
  • Das Gerät kann teilweise mehrere Karten gleichzeitig lesen und beschreiben
    Nachteile
  • Höherer Preis
  • Vergleichsweise groß und unhandlich
  • Viele der lesbaren Kartenformate sind heute kaum noch zu finden

Mobiles Kartenlesegerät

Das mobile Kartenlesegerät ähnelt stark dem klassischen USB-Stick. Es ist besonders klein, kompakt und verfügt über 1-2 Kartenslots. Es liest und beschreibt in der Regel microSD- oder SD-Karten – die heutzutage gängigsten Speicherkartenformate. Der mobile Kartenleser schließen Sie per USB-A- oder USB-C-Stecker an Ihr Endgerät an.

    Vorteile
  • Klein und handlich – passt in der Regel in die Hosentasche
  • Auch mit mehreren Slots erhältlich
  • Benötigt keinen Treiber
  • Geringer Anschaffungspreis
  • Benötigt in der Regel kein USB-Kabel
    Nachteile
  • Unterstützt meist nur die gängigsten Speicherkartenformate (SD)
  • Oft schlecht verarbeitet
  • Häufig nur für Mini-Formate wie microSD geeignet

SIM-Kartenlesegerät

Beim SIM-Kartenlesegerät handelt es sich um einen Single Card Reader, der über einen Kartenslot und passende SIM-Adapter verfügt. Unterstüzt werden in der Regel Mini-, Micro- und Nano-SIM-Karten. Es hilft Ihnen dabei, die auf der SIM-Karte Ihres Mobiltelefons gespeicherten Daten schnell und einfach auszulesen und zu bearbeiten. Dazu gehören beispielsweise Kontaktlisten oder SMS.

    Vorteile
  • Günstig in der Anschaffung
  • Auch als mobile Variante mit USB-Anschluss erhältlich
  • Meist kompakt
    Nachteile
  • Lohnt sich nur, wenn Sie häufig SIM-Karten auslesen
  • Eine All-in-One-Variante mit SIM-Kartenslot ist oft sinnvoller
  • Heutzutage sind die Informationen meist automatisch in der Cloud gespeichert

Mobiles EC-Kartenterminal

Hersteller wie iZettle und SumUp bieten seit einiger Zeit mobile EC-Kartenterminals an, die nicht mehr umständlich an Kassensysteme gekoppelt sind. Sie richten sich aufgrund der niedrigen laufenden Kosten hauptsächlich an Selbstständige, Kleinbetriebe und mobile Geschäfte. Die EC-Kartenleser lesen Kredit- und EC-Karten aus, bevor Sie die Zahlungsfreigabe per Smartphone oder Tablet bestätigen.

    Vorteile
  • Ermöglicht sicheres und schnelles bargeldloses Bezahlen
  • Ideal für kleine Unternehmen, mobile und saisonale Geschäfte
  • Geringe Betriebskosten
  • Auf dem neuesten Stand der Sicherheitstechnologie
    Nachteile
  • Lesegerät muss immer eine Verbindung zu Smartphone oder Tablet haben
  • Für das Ausdrucken von Bons benötigen Sie einen zusätzlichen Drucker
  • Anwendung etwas kompliziert, da nur über mobile App nutzbar
  • Transaktionsgebühren fallen an

Personalausweis-Kartenlesegerät

Der elektronische Personalausweis verfügt über verschiedene Funktionen, die Sie mithilfe eines Personalausweis-Kartenlesegeräts nutzen können. 2 beliebte Funktionen, die bereits häufig genutzt werden, sind die Online-Ausweisfunktion (eID) und die Unterschriftsfunktion (eSign).

    Vorteile
  • Erspart viel Zeit, da Sie persönliche Daten nicht manuell eingeben müssen
  • Große Anzahl an Funktionen
  • Erhöht Sicherheit
  • Einfach zu bedienen
    Nachteile
  • Muss immer an PC, Smartphone oder Tablet angeschlossen sein
  • Teils gewöhnungsbedürftige Handhabung
  • Geringe Auswahl am Markt

Welche Kartenlesegerät passt zu mir?

Die meisten Kartenlesegeräte sind auf einen bestimmten Datenträger-Typ spezialisiert und kommen daher nicht für jeden Einsatzzweck infrage. Hier erhalten Sie einen Überblick über 3 typische Anwendungsgebiete.

Mobile Kartenlesegeräte für gelegentliche Nutzer

Sie übertragen gelegentlich Fotos, Musik oder andere Dateiformate von Smartphone, Tablet oder Kamera auf Ihr Notebook oder Ihren PC? Zudem arbeiten hauptsächlich mit gängigen SD-, SDHC-, oder microSD-Karten? Dann eignet sich ein mobiles Kartenlesegerät mit 1-2 Kartenslots. Hersteller wie Hama und UGREEN bieten günstige, kompakte Kartenleser in Form von USB-Sticks, die in jede Hosentasche passen.

All-in-One-Kartenleser für Technikfans

Sie besitzen viele verschiedene Speicherkarten mit unterschiedlichen Formaten, die Sie regelmäßig auslesen oder sind auf der Suche nach einer All-in-One-Lösung? Dann sollten Sie zu Multi Card Readern greifen. Achten Sie darauf, dass Ihr Modell Daten mit USB 3.0 oder höher überträgt, um Zeit zu sparen.

Chipkartenleser für die unkomplizierte Nutzung

Wenn Sie auf sichere Weise von zuhause aus Ihr Online-Banking abwickeln, eignen sich Chipkartenleser wie EC-Kartenterminals oder TAN-Generatoren. Mit solchen Modellen können Sie Ihren Kunden auch als Privatperson die bargeldlose oder kontaktlose Zahlung anbieten. Die Onlinefunktion des neuen Personalausweises können Sie ebenfalls nutzen.

Welche Kartenlesegeräte sind laut Tests am besten?

Kartenlesegerät im Test: Kartenlesegerät mit OTG-Support liegt auf der Theke von einem Cafe.

Beim Kauf sollten Sie besonders auf die Displayqualität achten, sodass ein hoher Bedienkomfort bei den Kartenlesegeräten von ingenico und anderen Herstellern gegeben ist.

Verbraucherportale wie Stiftung Warentest haben bislang keine Tests zu Kartenlesegeräten durchgeführt. Lediglich ein Bericht zum Lexar-Multikartenleser liegt vor: Dieser ist allerdings technisch längst überholt. PC Magazin verglich zuletzt 2017 einige mobile EC-Kartenlesegeräte, die bis heute zu den Bestsellern gehören.

Kartenlesegeräte im Test beim PC Magazin

Das PC Magazin widmete sich modernen EC-Kartenlesern zum bargeldlosen Bezahlen. Besonders gut schnitten dabei die FinTechs SumUp und iZettle ab. Beide liegen mit ihren Kartenlesern knapp unter 100 €. Anders als iZettle spricht SumUp ausschließlich professionelle Anwender an. Ihr mobiles EC-Kartenlesegerät unterstützt nicht nur EC- und Kreditkarten, sondern auch Bitcoin-Zahlungen und alle kontaktlosen Bezahlverfahren. Auf Wunsch lässt sich der Kartenleser sogar auf ein komplettes Kassensystem aufrüsten.

Auch der iZettle Reader verbindet sich via Bluetooth mit Smartphone oder Tablet. Da kein Mindestumsatz vorgeschrieben ist, eignet sich das Gerät auch für Privatpersonen. Beispielsweise für Flohmarktverkäufer, die ihren Kunden zusätzlich die EC-Kartenzahlung anbieten möchten. Die laufenden Gebühren und Kosten halten sich bei beiden Kartenlesern in Grenzen. Wie viel Sie dennoch in ein gutes Kartenlesegerät investieren sollten, lesen Sie jetzt.

Was kosten Kartenlesegeräte?

Die Preisspanne bei Kartenlesegeräten ist je nach Modell und Einsatzzweck groß und bewegt sich zwischen circa 5 € und 800 €. Bei einigen Varianten wie beispielsweise den EC-Kartenlesegeräten kommen außerdem laufende Kosten wie Grund- und Transaktionsgebühren dazu.

Günstige Kartenlesegeräte: Ab 5 bis 40 Euro

Mobile Kartenlesegeräte in Form von USB-Sticks, SIM-Kartenleser und einfache All-in-One-Geräte kosten im Schnitt zwischen 5 € und 40 €. Auch die meistverkauften Kartenleser aus dem Vergleich bewegen sich in diesem Preisrahmen. Beachten Sie die Kompatibilität mit Ihren Speicherkarten.

Mittelpreisige Kartenleser: Ab 40 bis 200 Euro

Hochwertige Speicherkartenlesegeräte von Herstellern wie Sony und Lexar verfügen meist über USB 3.1 und eine besonders hohe Kompatibilität. Sie beginnen preislich bei circa 50 €. Solide Bezahlterminals und andere Chipkartenleser erhalten Sie ab circa 70 €.

Teure Kartenlesegeräte: Ab 200 Euro

Karten- und Chipkartenlesegeräte, die ausschließlich für den professionellen Gebrauch gedacht sind, kosten bis zu 750 €. Sie verfügen meist über zahlreiche Zusatzfeatures und sind oft mit Tastaturen zur komfortablen Bedienung ausgestattet.

Wie lautet das Fazit für Kartenlesegeräte?

Ob Smartphone, Digitalkamera, Kreditkarte oder Personalausweis – elektronische Datenträger werden überall verwendet. Kartenlesegeräte bringen die oft empfindlichen Daten in eine lesbare Form und erleichtern Ihnen somit Ihren Alltag. Die größte Rolle auf der Suche nach dem passenden Kartenleser spielt dabei das Format der Speicher- oder Chipkarten:

  • Für Kartenlesegeräte mit Plug & Play benötigen Sie weder Treiber noch Installation
  • Die neue USB-Versionen 3.0 und 3.1 übertragen Ihre Daten besonders schnell
  • Spezielle Chipkartenleser sind klar von Speicher-Kartenlesegeräten zu unterscheiden – sie lesen EC-Karten, Personalausweise oder elektronische Gesundheitskarten aus
  • Selbst solide All-in-One-Kartenleser liegen im unteren Preissegment bis circa 30 €
  • Bei professionellen Chipkartenlesern, insbesondere EC-Kartenterminals, müssen Sie mit mindestens 70 € rechnen

Sehen Sie sich doch gleich in der Bestenliste um und finden Sie das optimale Kartenlesegerät für Ihre Ansprüche.

Im Video vorgestellt: Kartenlesegerät

In diesem Youtube-Video präsentiere ich euch das beste Kartenlesegerät auf dem Markt, das UGREEN USB 3.0. Mit einer beeindruckenden Geschwindigkeit von 5 Gbps ermöglicht es blitzschnelle Datenübertragungen von Speicherkarten auf den Computer und umgekehrt. Egal ob ihr professioneller Fotograf oder einfach nur ein Technik-Enthusiast seid, dieses Kartenlesegerät wird eure Erwartungen übertreffen und euch in einen wahren Geschwindigkeitsrausch versetzen.