Ratgeberübersicht
  1. Wie erkenne ich gute Kaltzonen-Fritteusen?
  2. Was für unterschiedliche Kaltzonen-Fritteusen gibt es?
  3. Welche Kaltzonen-Fritteuse passt zu mir?
  4. Welche Kaltzonen-Fritteusen sind laut Tests am besten?
  5. Was kosten Kaltzonen-Fritteusen?
  6. Wie lautet das Fazit für Kaltzonen-Fritteusen?

Bei den gängigen Fritteusen befinden sich die Heizelemente unter dem Behälter mit flüssigem Frittierfett, sodass die Temperatur am Boden am höchsten ist. Dadurch verkohlen kleine Partikel, die durch das Edelstahlsieb im oberen Bereich strömen und dafür sorgen, dass das Fett einen verbrannten Geschmack annimmt. Das Fett müssen Sie infolge viel häufiger wechseln als bei einer Kaltzonen-Fritteuse, wo im Bodenbereich moderate Temperaturen herrschen.

Im Idealfall frittieren Sie mit einer Kaltzonen-Fritteuse gesünder und stromsparender als mit einem Standardmodell. Damit diese Rechnung aufgeht, sollten Sie beim Kauf allerdings ein paar Dinge beachten. In diesem Ratgeber wird Ihnen verraten, welche die wichtigsten Kriterien für die Anschaffung einer Kaltzonen-Fritteuse sind, sodass Sie das passende Modell für Ihre Bedürfnisse finden.

Wie erkenne ich gute Kaltzonen-Fritteusen?

Wichtig bei einer Kaltzonen-Fritteuse sind sowohl die Größe als auch die Leistung. Ersteres entscheidet darüber, wie viel Frittier-Gut Sie gleichzeitig garen können, während Letzteres bestimmt, wie schnell sich das Öl im Gerät aufheizt und einsatzbereit ist. Neben diesen Kernkriterien gibt es aber noch weitere Punkte, auf die Sie beim Kauf unbedingt achten sollten.

Größe und Fassungsvermögen: Für Singles oder Familien

Bei der Größe der Kaltzonen-Fritteuse kommt es einerseits auf die Außenmaße an. Schließlich brauchen Sie in der Küche genug Stellfläche für das Gerät. Im Idealfall haben Sie einen Platz, an dem diese immer stehen bleiben kann, denn mit Öl gefüllt ist die Kaltzonen-Fritteuse sehr schwer und nicht so leicht zu bewegen.

Noch wichtiger ist natürlich das Fassungsvermögen der Kaltzonen-Fritteuse, denn dieses entscheidet darüber, wie viel Sie gleichzeitig frittieren können. Hersteller machen hierzu in der Regel Angaben in Litern. Achten Sie darauf, beim Kauf die richtige Größe zu wählen – am besten nach der Anzahl an Personen im Haushalt. Für einen 1- bis 2-Personen-Haushalt genügen z. B. oft schon Mini-Fritteusen mit einem Fassungsvermögen von etwa 1 bis 2 l.

Leistung: Abhängig von dem Fassungsvermögen

Die Leistung in Watt gibt an, wie viel Strom die Kaltzonen-Fritteuse maximal auf einmal in Wärme umwandeln kann. Je größer diese Zahl ist, desto schneller kann sie das zum Frittieren benötigte Fett erhitzen und auf die nötige Temperatur bringen. Sie müssen dann nicht so lange warten, bis Sie mit dem Frittieren beginnen können. Wie hoch die Leistung sein sollte, hängt natürlich auch vom Fassungsvermögen der Fritteuse ab.

Je mehr Öl sich darin befindet, desto leistungsstärker sollte das Gerät sein: Bei einem Fassungsvermögen von maximal 1 l sollte die Leistung 1.000 W betragen. Bei einem Fassungsvermögen von 1 bis 2 l etwa 1.200 bis 1.500 W und wenn die Fritteuse 3 bis 4 l fasst, sollte die Leistung 2.200 bis 2.500 W betragen.

Material: Edelstahl-Modelle sind am beliebtesten

Das Material, aus dem die Kaltzonen-Fritteuse gefertigt ist, beeinflusst einerseits die Haltbarkeit, andererseits natürlich auch die äußere Erscheinung des Geräts. Am beliebtesten sind Geräte aus Edelstahl. Sie sind leicht zu reinigen und vergilben mit der Zeit nicht, wie es beispielsweise bei Gehäusen aus Kunststoff häufig der Fall ist.

Einstellungsmöglichkeiten und Extras: Temperaturregler und Programme

Fast alle Kaltzonen-Fritteusen verfügen über einen Temperaturregler, mit dem Sie die Endtemperatur des heißen Öls einstellen können. Die möglichen Temperaturbereiche unterscheiden sich aber bisweilen zwischen den einzelnen Modellen. Wenn Sie also bestimmte Lebensmittel besonders heiß oder weniger heiß frittieren wollen, sollten Sie darauf achten, dass das mit dem gewählten Gerät möglich ist.

Noch leichter zu bedienen sind Kaltzonen-Fritteusen, die über bestimmte voreingestellte Programme für die häufigsten Gerichte verfügen. Diese müssen Sie nur einschalten und können sich anschließend der Zubereitung der restlichen Speisen widmen.

Was für unterschiedliche Kaltzonen-Fritteusen gibt es?

Auch wenn das Funktionsprinzip bei allen Kaltzonen-Fritteusen das gleiche ist, gibt es zwischen den verschiedenen Modellen mehr oder weniger große Unterschiede, welche die jeweilige Variante für einen bestimmten Anwendungszweck besonders geeignet machen.

Kaltzonen-Fritteuse mit Deckel

Kaltzonen-Fritteusen mit Deckel sind meist für den Gebrauch im heimischen Haushalt gedacht. Der Deckel verhindert nicht nur, dass das Fett beim Eintauchen und Garen der Speisen spritzt, sondern verringert auch den durch die Fritteuse entstehenden Geruch nach heißem Fett. Um diesen Effekt noch zu verstärken, verfügen die meisten Modelle über einen im Deckel eingebauten Luftfilter.

    Vorteile
  • Keine Fettspritzer auf der Arbeitsplatte oder im Umfeld der Fritteuse
  • Weniger Fettablagerungen an den Möbeln in der Küche
  • Geringerer Energieverbrauch, weil das Fett nicht so schnell auskühlt
  • Weniger penetranter Geruch nach Gebratenem oder Frittierfett
    Nachteile
  • Deckel ist oft aufwendig zu reinigen
  • Filter muss bei einigen Modellen regelmäßig ausgetauscht werden
  • Kann Fettgeruch und -ablagerungen nicht ganz verhindern
  • Meist teurer in der Anschaffung

Kaltzonen-Fritteuse ohne Deckel

Kaltzonen-Fritteusen ohne Deckel kommen meist in der Gastronomie zum Einsatz. In den dortigen Großküchen liegen sowieso eine Vielzahl von unterschiedlichen Küchengerüchen und Bratfetten in der Luft, die in der Regel von einer großen Belüftungsanlage ausgetauscht und gesäubert wird. Der im Haushalt wichtige Schutz der Umgebung wird hier also für etwas Zeitersparnis durch den schnelleren Zugriff auf die Fritteusen und deren Inhalt vernachlässigt.

    Vorteile
  • Kann schneller befüllt und entleert werden
  • Besserer Blick zur Kontrolle auf die Lebensmittel in der Fritteuse
  • Praktisch und einfach zu reinigen
  • Günstig
    Nachteile
  • Höhere Verbrennungsgefahr
  • Mehr fettige Ablagerungen um die Fritteuse und in der Küche allgemein
  • Strahlt mehr Wärme ab, daher höherer Energieverbrauch

Welche Kaltzonen-Fritteuse passt zu mir?

Welche Kaltzonen-Fritteusen die richtige für Sie ist, hängt von vielen Faktoren ab: Wie oft wollen Sie das Gerät zum Frittieren nutzen, welche Speisen möchten Sie darin zubereiten und wie viele Personen sollen davon sattwerden? Verschiedene Nutzungsarten erfordern in der Regel auch unterschiedliche Fritteusen.

Kleine Kaltzonen-Fritteusen für Singles, Pärchen und Gelegenheitsnutzer

Wenn Sie allein oder nur mit Ihrem Partner zusammenwohnen und dementsprechend auch nicht für mehr als 2 Personen gleichzeitig kochen, ist eine kleine Kaltzonen-Fritteuse mit einem Fassungsvermögen von 1 bis 2 l in der Regel vollkommen ausreichend. Diese hat nicht nur den Vorteil, dass sie kompakter und damit einfacher zu verstauen ist. Sie verbraucht auch weniger Öl und wird mit wenig Leistung und somit geringem Stromverbrauch schnell heiß.

Gleichzeitig passt selbst in das Edelstahlsieb kleiner Modelle genug hinein, sodass Sie 2 Personen mühelos mit einer knusprigen Beilage, leckerem Fleisch oder Fisch oder sogar frittiertem Gemüse versorgen können. Ein ganzes Gericht aus mehreren unterschiedlichen Komponenten können Sie in einer kleinen Kaltzonen-Fritteuse jedoch nicht zubereiten. Von daher müssen Sie bei dieser Variante zwangsläufig immer zusätzlich Kochtopf oder Bratpfanne bemühen.

Kaltzonen-Fritteusen mit Deckel und Filter für Geruchsempfindliche

Sie wollen auf leckere frittierte Gerichte nicht verzichten, mögen aber den Geruch von Frittierfett nicht noch tagelang nach dem Kochen in Ihrer Küche haben? Dann sollten Sie sich auf jeden Fall für eine Kaltzonen-Fritteuse mit Deckel und integriertem Filter entscheiden. Hier haben Sie die Wahl zwischen Modellen, deren Filter Sie in der Spülmaschine säubern können und Varianten, bei denen dieser einfach komplett ausgewechselt wird. Letztere Möglichkeit ist zwar hygienischer, aber natürlich auf Dauer auch teurer.

Achten Sie beim Kauf Ihrer Fritteuse außerdem darauf, dass der Deckel rundherum gut abdichtet. Im besten Fall ist er mit einer Gummidichtung versehen, sodass im geschlossenen Zustand keinerlei Fettdämpfe nach draußen dringen. Damit Sie die Fritteuse mit Deckel möglichst selten öffnen müssen, ist es hilfreich, wenn diese über eine Möglichkeit verfügt, den Zustand des Inhalts möglichst schnell zu überprüfen.

Große und Doppel-Kaltzonen-Fritteusen für Familien, Vielnutzer und Partys

Familien und begeisterte Frittier-Köche, die oft mehrere unterschiedliche Speisen gleichzeitig frittieren wollen, greifen entweder zu einer Kaltzonen-Fritteuse mit einem großen Fassungsvermögen oder zu einem Modell mit 2 oder 3 separaten Frittierkörben. So können Sie beispielsweise Fleisch und Beilage getrennt frittieren und dadurch Lebensmittel mit unterschiedlichen Garzeiten gleichzeitig zubereiten.

Keinen Vorteil bietet diese Variante jedoch für Speisen, die unterschiedliche Temperaturen zum Frittieren benötigen. Hier hilft nur eine Doppelfritteuse mit 2 getrennten Kammern mit jeweils eigener Temperaturregulation.

Welche Kaltzonen-Fritteusen sind laut Tests am besten?

Weder Stiftung Warentest noch ÖKO-TEST haben bisher Kaltzonen-Fritteusen oder überhaupt Fritteusen mit Fett untersucht. Es gibt lediglich einen Test aus dem Jahr 2018, in dem Stiftung Warentest 13 Heißluftfritteusen prüfte. Einige der Ergebnisse lassen sich eventuell auch auf Kaltzonen-Fritteusen übertragen.

Heißluftfritteusen sind seit einigen Jahren der Renner und erste Wahl für alle, die möglichst wenig Fett zu sich nehmen, dabei aber nicht auf klassische Sünden wie Pommes Frites und Co. verzichten möchten. Anstatt in heißem Fett garen die Geräte die Speisen im Inneren in heißer Luft, die nach Wunsch mit etwas Öl versetzt werden kann, damit das Ergebnis besonders knusprig ausfällt. Unterschiede im Geschmack zum klassischen Frittieren lassen sich nicht vermeiden. Bei einigen Modellen fallen sie aber so gering aus, dass es nicht weiter stört.

Heißluftfritteusen bei Stiftung Warentest: Befriedigend bis mangelhaft

Im Test schnitt von 13 Kandidaten allerdings keiner „gut“ oder sogar „sehr gut“ ab. 5 waren immerhin „befriedigend“, weitere 4 „ausreichend“ und die restlichen 4 sogar „mangelhaft“. Ausschlaggebend für dieses insgesamt schlechte Testergebnis waren die eher mittelmäßigen Ergebnisse beim Geschmack sowie die oft ungenau beschriebene Handhabung. So enthielten zwar alle Modelle Garhinweise für unterschiedliche Lebensmittel, die Zeit- und Temperaturangaben führten allerdings nicht immer zu einem schmackhaften Ergebnis.

Die 4 mangelhaften Produkte haben entscheidende Sicherheitsmängel, welche die Gesundheit des Nutzers beeinträchtigen können: Sie werden an der Außenseite des Gehäuses viel zu heiß. Bei Temperaturen zwischen 97 und 118 °C droht Verbrennungsgefahr. Betroffen sind dabei ausgerechnet die Stellen, die man zum Öffnen und Entnehmen der Speisen unbedingt berühren muss.

Die eher mittelmäßigen Ergebnisse in Sachen Geschmack, die Stiftung Warentest bei den Heißluftfritteusen bemängelt, würden sich in dieser Art bei Kaltzonen-Fritteusen wahrscheinlich nicht finden. Da diese Fett als wärmeleitendes Medium nutzen, arbeiten sie wesentlich zuverlässiger und schneller als Modelle, die mit Heißluft arbeiten. In Sachen Sicherheit ist es aber nicht auszuschließen, dass sich hier auch bei Kaltzonen-Fritteusen Exemplare mit mangelhafter Isolation finden lassen könnten, die zu heiß werden.

Was kosten Kaltzonen-Fritteusen?

Die Preise für eine Kaltzonen-Fritteuse hängen von der Größe, den verwendeten Materialien und der Leistung des Geräts ab. Aber auch ein Deckel oder andere besondere Ausstattungsmerkmale kosten Sie meist extra – wobei sich der Aufpreis nicht immer lohnt. Während die Heißluftfritteusen im Test um die 100 € oder mehr kosteten, sind Kaltzonen-Fritteusen oft etwas günstiger.

Günstige Kaltzonen-Fritteusen zum Schnäppchenpreis: 25 bis 50 €

Preiswerte Kaltzonen-Fritteusen erhalten Sie bereits für 25 bis 40 €. Dabei handelt es sich in der Regel um einfach und schlicht gehaltene Modelle mit einem Deckel, der zur Abdeckung einfach auf die Fritteuse aufgelegt wird. Die meisten Varianten in diesem Preisbereich sind aus pflegeleichtem Edelstahl gefertigt und haben ein Fassungsvermögen von etwa 3 l.

Kaltzonen-Fritteusen im mittleren Preissegment: 50 bis 80 Euro

Für Kaltzonen-Fritteusen mit einem festen und daher undurchlässigeren Deckel müssen Sie etwa 50 bis 80 €einplanen. Oft verfügen solche Modelle dann auch über weitere Extras, beispielsweise automatische Programme für unterschiedliche Speisen und einen Timer. Mit diesem können Sie dafür sorgen, dass sich das Gerät nach einer bestimmten Zeit von selbst abschaltet. Auch wenn sie nicht zwangsläufig ein größeres Fassungsvermögen haben, verfügen Kaltzonen-Fritteusen im mittleren Preissegment über mehr Leistung. Sie sind dadurch schneller einsatzbereit.

Premium Kaltzonen-Fritteusen mit zahlreichen Extras: 80 bis 150 Euro

Sind Sie bereit, etwas mehr Geld für Ihre Kaltzonen-Fritteuse auszugeben, können Sie für 80 bis 150 €ein Modell mit Filter im Deckel erwerben. Diese schirmen das Fett im Inneren im geschlossenen Zustand bestens von der Außenwelt ab und sorgen dafür, dass Gerüche und störende Dämpfe innen bleiben. In diesem Preisbereich bewegen sich außerdem sehr große Fritteusen, in denen Sie reichlich Nahrungsmittel gleichzeitig frittieren können. Sie eignen sich damit auch sehr gut für Familien.

Kaltzonen-Fritteusen für die Gastronomie: Ab 150 Euro

Kaltzonen-Fritteusen für mehr als 150 € sind überwiegend für die Gastronomie gedacht. Diese legen weniger Wert auf eine gute Abschirmung von Dämpfen, sind aber größer und oft mit 2 Frittierkörben und teilweise auch 2 separaten Temperaturreglern ausgestattet. Damit erlauben sie das Frittieren im großen Umfang, wie beispielsweise in einem Imbiss oder einer Gaststätte.

Wie lautet das Fazit für Kaltzonen-Fritteusen?

Bei Kaltzonen-Fritteusen handelt es sich um die energiesparende und gesündere Variante der Fritteusen mit Fett. Durch die besondere Bauweise bleibt das Öl in der Nähe des Bodens eher kühl, sodass Frittierreste nicht schwarz werden und den Geschmack nicht negativ beeinflussen können. Gleichzeitig wird dadurch die Entstehung von potenziell krebserregenden Stoffen wie Acrylamid verringert.

  • Kleine Kaltzonen-Fritteusen für Singles oder Pärchen erhalten Sie bereits für 25 bis 40 €
  • Die Modelle aus Edelstahl sind pflegeleicht und in der Regel auch mit einem Deckel ausgestattet, der die Verbreitung von Fettdämpfen in der Küche einschränkt
  • Größere Kaltzonen-Fritteusen für Familien, in denen Sie mehr Frittiergut gleichzeitig garen können, kosten etwa 50 bis 80 € und sind oft mit praktischen Extras wie Garprogrammen oder einem Timer ausgestattet
  • Wer den Geruch von heißem Fett trotz Kaltzonen-Fritteuse so gut wie möglich beschränken möchte, muss zu einem Modell mit integriertem Fettfilter für 80 bis 150 € greifen

Sie können es kaum noch erwarten, Ihre Küche mit einer Kaltzonen-Fritteuse zu vervollständigen und zum Frittieren nicht mehr Öl in einem Topf erhitzen zu müssen? Die Bestenliste hilft Ihnen dabei, das passende Modell für Ihre Ansprüche zu finden. Guten Appetit.