Ratgeberübersicht
  1. Was gehört alles zu einem Schweizer Käsefondue?
  2. Welche Brennart ist die beste?
  3. Kaufberatung: Worauf sollten Sie noch achten, wenn Sie Käsefondue kaufen?
  4. Wie macht man ein Käsefondue richtig?
  5. Weitere Antworten und Fragen von Kunden, die nach Käsefondue-Tests bzw. -Vergleichen suchen
  • Das Käsefondue ist ein traditionelles schweizerisches Nationalgericht. Hierbei wird eine geschmolzene Mischung aus Käse und Wein in einem Topf auf dem Tisch serviert. Traditionell wird der Käse mit Brot gedippt, man kann jedoch auch zu alternativen Beilagen greifen.
  • Ein Fondue-Set beinhaltet einen Topf, mehrere Fondue-Gabeln und ein Gestell, auf das der Topf gestellt wird. Sie haben die Wahl zwischen Erwärmen mit Brennpaste bzw. Spiritus und elektrischen Modellen, die auch induktionsbetrieben sein können.
  • Neben Brennart sollten Sie beim Kauf vor allem auf das Material des Topfes sowie sein Fassungsvermögen achten.

Käsefondue im Test: Rotes traditionelles Käsefondue mit Beilagen auf Tisch.

Neben dem Raclette sorgt wohl kaum eine Mahlzeit für mehr Geselligkeit und Wärme als das Fondue bzw. Käsefondue. Während das Fleisch-Fondue seinen Ursprung im asiatischen Raum hat, ist das Käsefondue seit geraumer Zeit auch als Schweizer Fondue bekannt.

In unserem Käsefondue-Vergleich mit Kaufberatung 2025 erfahren Sie, was zu einem Käsefondue-Set unbedingt dazu gehört, wie ein Käsefondue-Gerät genau funktioniert und worauf Sie beim Kauf besonders achten sollten. In unseren FAQs erfahren Sie außerdem mehr zu Rezepten und Beilagen eines klassischen Käsefondues.

1. Was gehört alles zu einem Schweizer Käsefondue?

Der Ursprung des Käsefondues

Woher das Original-Käsefondue kommt, ist heute nicht ganz klar. Sowohl die Schweiz als auch Savoyen im benachbarten Frankreich wollen die Urheber sein. Als Nationalgericht wird das Schweizer Käsefondue erst seit den 1950er-Jahren gehandhabt. Zu dieser Zeit fand es durch Armeekochbücher weite Verbreitung.

Das Prinzip eines Käsefondues ist einfach erklärt: Sie schmelzen Käse (in der Regel auf Wein) in einem Käsefondue-Topf und essen den Käse anschließend mit Brot oder anderen Beilagen. Welches Zubehör Sie für die Umsetzung Ihres Käsefondue-Sets benötigen und ob Sie Käsefondue lieber ohne Alkohol oder mit essen sollten, erfahren Sie in den nächsten Absätzen.

Der Hauptprotagonist eines jeden Käsefondues ist der Käse – keine Frage. Welche Sorten Sie hier verwenden können, erfahren Sie später. Für das Schmelzen und den Genuss sind jedoch einige andere Utensilien unabdingbar, die in keinem Fondue-Set fehlen dürfen.

Am wichtigsten ist der Käsefondue-Topf (Caquelon), in den Sie den Käse und ggf. weitere Zutaten hineingeben. Dieser zeichnet sich in der Regel durch einen Griff aus und kann aus verschiedenen Materialien gefertigt sein, z. B. Gusseisen, Keramik oder Emaille.

Weiterhin finden sich im Zubehör der besten Käsefondues Fonduegabeln. Bei Fonduegabeln handelt es sich um eine Art längere Spieße mit zwei bis drei Zacken. Diese sind in der Regel aus Edelstahl und mit einem Griff versehen, damit sie besser gehalten werden können und die Hitze nicht leitet.

Ein Gestell (Rechaud) rundet jedes Käsefondue-Set ab. Der Käsefondue-Topf wird hierauf gestellt und erhitzt. Sie haben überwiegend die Wahl zwischen zwei Gestell-Typen: Dem Pastenbrenner und dem elektrischen Brenner.

Bevor wir auf die Vor- und Nachteile der Brennarten eingehen, können Sie in unserer Übersicht von WELT.de mehr zum Zubehör eines Fondue-Sets nachlesen:

Zubehör Beschreibung
Käsefondue-Topf (Caquelon)
  • meist recht schwer und massiv
  • verfügt über einen Griff
  • klassisch aus emailliertem Gusseisen oder Keramik
  • moderne Varianten aus Edelstahl
Gabeln (Fourchette)
  • ähneln kleinen Spießen
  • meist mit Griff aus Holz oder Plastik
  • müssen lang genug sein, um Verbrennungen zu vermeiden
Gestell (Rechaud)
  • traditionell mit Brennpaste oder Spiritus
  • elektrische Varianten ebenfalls verfügbar

2. Welche Brennart ist die beste?

Wie bereits erwähnt, haben Sie in der Kategorie der Käsefondues die Wahl zwischen verschiedenen Brenn-Typen. Klassisch wird im Rechaud unter dem Käsefondue-Caquelon ein kleines Feuer entfacht, welches mittels Brennpaste oder Spiritus befeuert wird.

Eher seltener finden sich Käsefondues mit Teelichtern. Auch dies ist eine sinnvolle und vor allem günstige Käsefondue-Variante, bei der Sie allerdings mehr Zeit aufbringen müssen.

Modernere Käsefondue-Geräte setzen auf Strom. Hier müssen Sie Ihr Fondue lediglich einstecken und anschalten. Die Temperatur können sie bei diesen Geräten individuell regulieren, die Spanne beträgt meist 25 bis 190 °C. Bei einigen Käsefondues mit Induktion können Sie die Temperatur sogar bis 240 °C einstellen.

Die Vor- und Nachteile eines traditionellen Käsefondues gegenüber einem Elektro-Gerät finden Sie in unserer Übersicht von WELT.de:

    Vorteile
  • heimelige Atmosphäre durch das Feuer
  • schnelles Erhitzen und Schmelzen
  • bei hohen Temperaturen auch andere Zubereitungsarten möglich
  • traditionelle und originale Form des Käsefondues
    Nachteile
  • Verletzungsgefahr
  • Mehrkosten für neues Brennmaterial
  • Temperatur nicht einstellbar

Tipp: Wenn Sie in Ihrem Käsefondue auch Fleisch zubereiten oder Schokolade schmelzen möchten, ist eine hohe Temperatur wichtig. Hierfür empfehlen sich traditionelle Fondues besonders gut. Mit einem Teelicht-Fondue hingegen kommen Sie nicht weit.

3. Kaufberatung: Worauf sollten Sie noch achten, wenn Sie Käsefondue kaufen?

Sie haben sich dazu entschieden, ein Käsefondue zu kaufen und wissen nun, welcher Typ es sein soll. Doch ehe Sie Ihre Kaufentscheidung final tätigen, sollten Sie noch einige Punkte beachten. Wir von WELT.de verraten Ihnen in den folgenden Abschnitten, welche das sind.

3.1. Material

Käsefondue im Test: Brot mit geschmolzenem Käse aus Käsefondue.

Das Material beeinflusst das zarte Schmelzen des Käses im Käsefondue.

Klassische Fondue-Töpfe bestehen aus Emaille-beschichtetem Keramik. Die Beschichtung hat den Vorteil, dass der Käse nicht daran haften bleibt und sich gut entfernen lässt.

Keramik ist als Material bei Fondue besonders beliebt, da es sich zum einen um ein traditionelles Material mit ebenso traditioneller Optik handelt – zum anderen wärmt es sich nur langsam auf und schmelzt den Käse sanft. Ein großer Nachteil von Keramik ist allerdings, dass es bei zu viel Hitze platzen kann.

Auch Gusseisen wird für Käsefondue oftmals verwendet. Gusseisen zeichnet sich durch hervorragende Wärmeeigenschaften aus und leitet die Wärme ebenfalls langsam nach Innen, sodass der Käse nicht so schnell anbrennt.

Fondues aus Edelstahl sehen zwar schick aus und sind leicht zu reinigen, jedoch für Käsefondue nicht unbedingt die erste Wahl. Diese Art Fondue wird eher für Fleisch empfohlen. Das liegt daran, dass Stahl sehr schnell erhitzt und die Wärme schnell leitet, was bei Käse weniger gewünscht ist.

Die verwendeten Materialien mit ihren Eigenschaften haben wir von WELT.de hier nochmals übersichtlich für Sie zusammengefasst:

Material Eigenschaften
Keramik-Käsefondue
  • traditionelle Variante
  • meist mit Antihaft-Beschichtung versehen
  • erhitzt sich gleichmäßig und langsam
Gusseisen-Käsefondue
  • recht schwer und massiv
  • langsames Erhitzen
  • brennt nicht an
Edelstahl-Käsefondue
  • erhitzt sich sehr schnell
  • eher für andere Fondue-Arten empfehlenswert
  • moderne und schicke Optik
  • meist spülmaschinengeeignet

3.2. Personenanzahl

Von der Anzahl der schlemmenden Personen hängt es ab, wie groß Ihr Fondue-Set sein sollte. Dies bezieht sich sowohl auf die Anzahl der Gabeln als auch auf das Fassungsvermögen des Topfs.

In den meisten Käsefondue-Sets sind zwischen vier und acht Gabeln enthalten. Wer mit mehr Personen rechnet, sollte lieber mit zwei Sets planen, da es am Tisch sonst schnell zu Bedrängnis kommt.

Käsefondue im Test: Gabeln mit Brot im Käsefondue.

Zwei Henkel an schweren gusseisernen Töpfen können die Handhabung erleichtern.

Die meisten Töpfe haben ein Fassungsvermögen von etwa 1,5 bis 2 Litern, womit Sie bei sechs bis acht Personen gut beraten sind. Wer lediglich ein Käsefondue für 2 Personen für eine romantische Date-Night plant, der kann sich ein günstiges Mini-Käsefondue mit etwa 200 ml Fassungsvermögen und zwei Gabeln kaufen.

Tipp: Diverse Online-Tests von Käsefondue empfehlen, mit etwa 200 bis 250 Gramm Käsefondue pro Person zu rechnen. Dies ist allerdings nur ein Richtwert. Achten Sie bei mehreren Personen auch darauf, dass die Fondue-Gabeln Ihres Sets farbig markiert sind. So können Sie die Gabeln leichter auseinander halten.

3.3. Gewicht

Es kann vorkommen, dass Sie Ihr Fondue zu Freunden oder z. B. auf eine Hütte mitnehmen müssen. Während Varianten aus Gusseisen recht massiv und schwer sind, ist es doch recht nützlich, wenn Sie nicht zu viel Gewicht schleppen müssen. Achten Sie also auf das Gewicht des Topfes. Auch für die Handhabung ist dies relevant.

3.4. Reinigung

Gusseisen ist in der Regel nicht spülmaschinengeeignet, bei Keramik hängt dies von der Festigkeit des Materials ab. Edelstahl hingegen können Sie meist bedenkenlos in die Spülmaschine geben. Achten Sie beim Kauf auf die Herstellerangaben bezüglich der Reinigung.

4. Wie macht man ein Käsefondue richtig?

Käsefondue im Test: Käsefondue auf Feuer.

Traditionell wird Käsefondue auf einem kleinen Feuer erwärmt.

Sie können diverse Käsesorten für ein Käsefondue verwenden. Käsefondue-Rezepte gibt es überdies viele und Sie können diese ganz nach Belieben abwandeln.

Ein einfaches und klassisches Käsefondue-Rezept finden Sie hier:

  • 400 g Gryère
  • 200 g Appenzeller
  • 200 g Emmentaler
  • 5 TL Speisestärke
  • 400 ml trockener Weißwein
  • Muskat, Pfeffer, Paprikapulver
  • Brot

Schneiden Sie das Brot grob in Stücke. Reiben Sie den Käse ebenfalls grob und geben Sie ihn in den Caquelon.

Geben Sie die Stärke und anschließend den Weißwein hinzu. Rühren Sie das Fondue immer wieder mit einem Holzlöffel um, während der Käse beginnt zu schmelzen. Würzen Sie es nach Belieben.

Hinweis: Klassisch ist in Käsefondue Wein enthalten. Wer gerne Käsefondue ohne Alkohol anbieten möchte, findet zahlreiche Käsefondue-Rezept auch hierfür. Als Alternative kann beispielsweise Apfelsaft dienen. Bereits fertige Käsefondue-Mischungen finden Sie im Handel ebenfalls mit und ohne Wein.

5. Weitere Antworten und Fragen von Kunden, die nach Käsefondue-Tests bzw. -Vergleichen suchen

Sie haben noch Fragen rund um Käse und Käsefondue? In unserem abschließenden FAQ-Kapitel haben wir Fragen aus diversen Online-Tests von Käsefondues für Sie gesammelt und beantwortet.

5.1. Welcher Käse für Käsefondue?

Traditionell werden die Käsesorten Vacherin und Guyère im Verhältnis halb-halb verwendet. Sie können aber ebenso auch andere Schweizer Käse für ein leckeres Fondue nehmen: Smackhaft sind z. B. Appenzeller oder Emmentaler. Auch Gouda ist für viele Käsefondue-Rezepte geeignet.

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5.2. Gibt es veganes Käsefondue?

Immer mehr Menschen möchten auf tierische Lebensmittel verzichten und dementsprechend bieten auch immer mehr Hersteller vegane Käsesorten an. Auch veganes Käsefondue können Sie kaufen oder selber machen. Meist werden hierfür Cashews und Hefeflocken verwendet.

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5.3. Welche Beilagen zu Käsefondue?

Der Klassiker ist Brot, Baguette oder Ciabatta. Beim Käsefondue ist allerdings erlaubt, was Ihnen schmeckt: Sie können Kartoffeln ebenso in den leckeren Käse dippen wie Gewürzgurken oder Ofengemüse. Auch Früchte wie Ananas oder Feigen machen sich gut auf dem Tisch.

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5.4. Was kostet ein Käsefonde-Set?

Als günstiges Käsefondue finden Sie ein einfaches Teelicht-Set mit geringem Fassungsvermögen bereits ab 10 Euro. Wer Wert auf Qualität und Stabilität legt und sein Fondue für mehrere Personen ausrichten möchte, sollte eher mit einem Preis um die 100 Euro rechnen.

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5.5. Hat die Stiftung Warentest sich zu Käsefondues bereits geäußert?

Tatsächlich hat die Stiftung Warentest 2022 einen Käsefondue-Test veröffentlicht. Hierbei wurden neben Fleisch und Schokolade Käsefondues aus fertigen Mischungen zubereitet und die Fondue-Sets dabei auf Handhabung, Stabilität und Sicherheit getestet. Der Käsefondue-Testsieger war dabei WMF. Bei den elektrischen Geräten schnitten Tefal, Rommelsbacher und Unold mit der Note gut ab.

Diversen anderen Online-Tests von Käsefondues zufolge finden Sie traditionelle Käsefondue-Sets u.a. bei den Marken Le Creuset und Stöckli.

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Im Video vorgestellt: Käsefondue

In diesem unterhaltsamen YouTube-Video präsentieren wir euch eine spannende Alternative zum klassischen Käsefondue. Mit dem elektrischen Fondue von Rommelsbacher zaubern wir ein köstliches Käsefondue, das ganz ohne Alkohol auskommt. Lasst euch von unseren kreativen Variationen überraschen und erfahrt, wie ihr dieses traditionelle Gericht mit moderner Technik neu interpretieren könnt!