Im Gegensatz zu klassischen Kontaktthermometern wie dem Ausdehnungsthermometer erfolgt die Temperaturmessung bei Infrarot-Thermometern mittels Ermittlung der Wärmestrahlung.

Viele Infrarot-Thermometer haben einen gut ablesbaren Bildschirm, wie das Gerät von BENETECH.
Diese Strahlungsthermometer sind häufig auch unter den Bezeichnungen Laser-Thermometer oder Pyrometer bekannt. Je nach vorgesehenem Einsatzzweck sind beim Kauf eines Infrarot-Thermometers unterschiedliche Faktoren entscheidend.
Funktionsweise: Messung der Infrarotstrahlung
Die erhältlichen Modellvarianten unterscheiden sich zwar hinsichtlich Messgenauigkeit und Ausstattung, die Funktionsweise ist jedoch in der Regel identisch. Infrarotthermometer bestehen aus:
- Linse
- Infrarot-Temperatursensor
- Mikroprozessor
- Anzeige
Von jedem Gegenstand geht eine bestimmte Wärmestrahlung aus und die Linse fängt diese Infrarotstrahlung ein. Anschließend wandelt der Infrarot-Temperatursensor die Strahlung in ein elektronisches Signal um und sendet es an den integrierten Mikroprozessor weiter, der diese Informationen in eine bestimmte Ausgabegröße umrechnet. Bei einigen Thermometern zeigt ein Laser den erfassten Messbereich an, daher hat sich für diese Produkte auch der Begriff Laser-Thermometer etabliert. Der Laser selbst ist für die eigentliche Temperaturmessung jedoch nicht relevant.
Einsatzbereich: Medizin, Haushalt & Industrie
Wenn Sie ein berührungsloses Thermometer kaufen möchten, ist bei der Wahl des passenden Modells zunächst der vorgesehene Einsatzzweck entscheidend:
- Körpertemperatur messen
- Messung der Oberflächentemperatur (Wärmeentwicklung)
- Kontrolle von Heizungsanlagen
- Ermittlung von Wärmeverlauf und thermischer Isolation in Gebäuden
- Lebensmittelkontrolle
- Prozess- und Produktprüfung bei Fertigungsstraßen
Messbereich: -50 bis +3.000 °C
Je nach Ausführung lassen sich mit einem Pyrometer Temperaturen im Bereich von -50 bis +3.000 °C messen. Welcher Messbereich für Ihre Zwecke relevant ist, hängt grundsätzlich von der zu messenden Oberfläche sowie von der dort auftretenden Temperatur ab.
Messgenauigkeit: Ca. 0,5 bis 1,5 °C Abweichung
Abhängig vom Einsatzbereich sind hinsichtlich der Messgenauigkeit deutliche Unterschiede feststellbar, die bei rund 0,5 bis 1,5 °C liegen können. Bei einem Infrarot-Fieberthermometer ist in der Regel lediglich eine Abweichung von maximal 0,5 °C gegeben.

Auf der Verpackung lässt sich erkennen, dass dieses Infrarot-Thermometer von BENETECH mit einem übersichtlichen LED-Display ausgestattet ist.
Sehr präzise arbeiten auch Profigeräte für Installateure oder Architekten, bei Pyrometern für private Anwendungen (Küche, Heimwerker-Bereich etc.) kann hingegen durchaus eine Abweichung von etwa 1 bis 2 % Prozent vorliegen.
Emissionsgrad: Abhängig von Material und Oberflächenbeschaffenheit
Wie viel Wärmestrahlung von Oberflächen ausgeht, zeigt der jeweilige Emissionsgrad an. Um möglichst genaue Messergebnisse zu erhalten, muss das Gerät entsprechend kalibriert sein. Ein speziell für bestimmte Einsatzbereiche abgestimmtes Laser-Thermometer wie beispielsweise das Infrarot-Stirnthermometer ist bereits eingestellt.
Individuelle Einstellungen sind möglich
Einige Geräte lassen sich für unterschiedliche Anwendungen individuell einstellen, den jeweiligen Emissionsgrad von unterschiedlichen Oberflächen entnehmen Sie einer Emissionsgradtabelle.