Ratgeberübersicht
  1. Wie erkenne ich gute Induktionskochplatten?
  2. Was für unterschiedliche Induktionskochplatten gibt es?
  3. Welche Induktionskochplatte passt zu mir?
  4. Welche Induktionskochplatten sind laut Tests am besten?
  5. Was kosten Induktionskochplatten?
  6. Wie lautet das Fazit für Induktionskochplatten?
Severin Induktionskochplatte steht verpackt zum testen vor einem Verkaufsregal.

Hier sehen wir eine Severin-Induktionskochplatte mit 2000 Watt, die es auch als Doppelplatte gibt.

Sie suchen nach einer energieeffizienten, schnellen und sicheren Kochplatte? Dank innovativer Funktionsweise bleibt das Kochfeld einer Induktionsplatte auch nach dem Einschalten kühl, die Platte heizt nur den Topfboden auf. Verbrennungen durch das Kochfeld sind bei diesen Geräten kein Thema. Meist sind Induktionsplatten transportabel und eignen sich daher ideal für den Campingurlaub mit Familie oder Freunden. Für anspruchsvolle Gourmets gibt es alternativ kompakte Einbau-Kochplatten mit Induktion.

Ein gutes Induktionskochfeld sollte eine problemlose Installation, schnelles Ankochen und unkomplizierte Handhabung bieten. Es sind Kochplatten mit festen Kochfeldern und Geräte mit Vollflächen-Induktion erhältlich. Weiterhin können Sie zwischen Induktionsfeldern mit und ohne Rahmen wählen. Achten Sie beim Kauf auf Faktoren wie Leistung, Anzahl der Kochfelder, Bauart, Bedienelemente und Funktionen.

Wie erkenne ich gute Induktionskochplatten?

Sie können ein Induktionskochfeld autark oder als Einbaumodell nutzen. Von Herstellern wie Medion, Silvercrest oder Ambiano gibt es kompakte Platten, die sich für unterschiedliche Einsätze eignen. Wenn Sie eine Induktionsherdplatte kaufen möchten, sollten Sie das passende Produkt anhand folgender Kaufkriterien auswählen.

Leistung: 1.200 bis 5.000 Watt

Je nach Modell kann die Leistung zwischen 1.200 und 4.000 Watt variieren. Wie leistungsstark Ihr neues Induktionskochfeld sein sollte, hängt maßgeblich vom vorgesehenen Einsatzzweck ab. So kann beispielsweise ein Gerät mit 2.000 bis 2.500 Watt für den sporadischen Einsatz im privaten Bereich absolut ausreichen, während in der Gastronomie meist Platten mit bis zu 4.000 Watt im Einsatz sind.

Anzahl Kochfelder: 1 bis 2 oder Vollflächen-Induktion

Sie haben die Wahl zwischen einem kleinen Induktionskochfeld (einzeln), einer Doppel-Kochplatte und einer Induktionsherdplatte mit Vollflächen-Induktion. Auf einem 2er-Induktionskochfeld (autark) können Sie 2 Töpfe oder Pfannen nutzen und profitieren so im Vergleich zum 1er-Kochfeld mit Induktion von mehr Flexibilität.

Induktionskochplatte mit angestecktem Stromkabel steht zum testen auf einer weißen Fläche.

Dieses Severin-Induktionskochplatte hat eine automatische Topferkennung, was wir für den üblichen Standard halten.

Bei der Vollflächen-Induktion gibt es hingegen keine vorgeplanten Kochzonen. Wenn Sie Kochgeschirr auf die Glaskeramik-Fläche stellen, erkennen Sensoren die jeweilige Position, Form und Größe. Bei diesen Feldern können Sie häufig auch größeres Kochgeschirr wie beispielsweise eine größere Eisenpfanne, einen Bräter oder einen Wok verwenden.

Bauart: Mit oder ohne Rahmen

Ein kompaktes Induktionsfeld ist mit oder ohne Rahmen erhältlich. Für den Einbau in der Küche ist ein rahmenloses Exemplar gut geeignet. Aufgrund des fehlenden Rahmens können hier bei freistehender Nutzung leichte Beschädigungen an der Glaskeramik-Platte entstehen. Wenn Sie das Induktionskochfeld mobil nutzen möchten, kann hingegen ein Gerät mit Rahmen die bessere Wahl sein. Dank der Umrandung aus robustem Material (Edelstahl, Kunststoff etc.) ist es robuster und weniger anfällig für Beschädigungen.

Bedienelemente: Von Drehregler bis Touch-Control

Es gibt unterschiedliche Ausführungen, möglich sind folgende Bedienelemente:

  • Drehregler
  • Drucktasten
  • Slider
  • Touch-Control-System

Weitere Komfortmerkmale

Bei einigen Platten gehören variabel programmierbare Direktwahltasten zur Ausstattung. Hier können Sie beispielsweise die Temperatur vorgeben oder einen Timer einstellen.

Einstellbare Temperatur: Ca. 60 bis 270 °C

Die einstellbare Höchsttemperatur variiert und liegt meist bei maximal 250 bis 270 °C. Bei Drehreglern ist die Temperatur in unterschiedlichen Leistungsstufen einstellbar. Im Vergleich dazu bieten Platten mit Touch- oder Slider-Bedienung meist eine stufenlose Temperaturregelung.

Funktionen: Timer, Topferkennung & Co.

Neben der stufenlosen Temperaturregelung gibt es bei einigen Modellen noch weitere Zusatzfunktionen. Nachstehend finden Sie einen kurzen Überblick zu möglichen Ausstattungsmerkmalen:

  • Display (zeigt Temperatur oder gewählte Stufe an)
  • Timer oder Abschaltautomatik (schaltet die Platte nach einer bestimmten Zeit automatisch ab)
  • Automatische Topferkennung (erkennt, ob und wo ein Topf auf der Platte steht)
  • Ankochautomatik (Kochzone reduziert nach einiger Zeit automatisch die Temperatur)
  • Kindersicherung (Sperre des Bedienfeldes)

Was für unterschiedliche Induktionskochplatten gibt es?

Wesentliche Unterschiede gibt es zwischen Kochplatten mit festen Kochfeldern und Geräten mit Vollflächen-Induktion. Zudem ist ein Blick auf die jeweiligen Vor- und Nachteile von Induktionsfeldern mit und ohne Rahmen interessant.

Induktionsplatte mit Kochfeldern

Diese Produkte sind als 1er- oder 2er-Kochplatten erhältlich. Meist können Sie hier nur bestimmte Topf- und Pfannengrößen verwenden, für unterwegs sind diese kompakten Platten gut geeignet.

    Vorteile
  • Kompakt und mobil einsetzbar
  • Geringer Stromverbrauch
  • Robust (viele Platten mit Rand)
  • Günstiger als Platten mit Vollflächen-Induktion
    Nachteile
  • Meist nicht für den Einbau vorgesehen
  • Häufig nur bestimmte Topfgrößen verwendbar
  • Bei vielen Personen: zum Kochen größerer Portionen zu klein

Induktionskochplatten mit Vollflächen-Induktion

Geräte mit Vollflächen-Induktion sind häufig als randlose Ausführungen erhältlich und eignen sich daher für den Einbau in eine Küchen-Arbeitsplatte.

    Vorteile
  • Häufig etwas größer als Einzel- oder Doppel-Kochplatten
  • Meist mit vielen Funktionen ausgestattet
  • Randlose Ausführung ist für den Einbau geeignet
    Nachteile
  • Für mobile Einsätze häufig zu groß
  • Höherer Anschaffungspreis
  • Bei vielen Personen: zum Kochen größerer Portionen zu klein

Wenn Sie einen kompakten Induktionsherd suchen, können Sie zwischen Induktionsplatten mit und ohne Rand wählen. Jede Variante bietet bestimmte Vor- und Nachteile, die nachfolgend aufgeführt sind.

Induktionsplatten mit Rand

    Vorteile
  • Deutlich robuster und in den meisten Fällen für mobile Einsätze geeignet
    Nachteile
  • Platten häufig nicht für den Einbau geeignet

Induktionsplatten ohne Rand

    Vorteile
  • Kochfelder für den Einbau geeignet
    Nachteile
  • Meist teurer und aufgrund des fehlenden Randes weniger robust

Welche Induktionskochplatte passt zu mir?

Anhand der nachfolgenden Beispielanwendungen können Sie entscheiden, welches Produkt für Ihre Anforderungen die beste Wahl ist.

Günstiges Induktionskochfeld (einzeln) für Genügsame

Sie suchen ein günstiges Induktionskochfeld, mit dem Sie gelegentlich einfache Gerichte für 1 bis 2 Personen in einem Kochtopf erwärmen können?

Ein Verpackungskarton mit einer Severin Induktionskochplatte liegt zum testen auf einem Fliesenboden.

Der 180-Minuten-Timer und die automatische Abschaltfunktion dieser Severin-Induktionskochplatte können bei uns punkten.

Für Gelegenheitsnutzer genügt meist ein einfaches Einzel-Induktionsfeld mit einer Kochplatte. Es ist meist nur mit wenigen Funktionen ausgestattet. Dank seiner kompakten Ausführung ist das Induktionskochfeld mobil einsetzbar. Von Anbietern wie Medion oder Quigg sind kompakte Einzel-Kochfelder zu günstigen Preisen erhältlich. Achten Sie darauf, dass der verwendete Kochtopf ein Induktion-Zeichen aufweist.

Doppel-Induktionskochfeld für Camping-Fans

Wenn Sie auf dem Campingplatz nicht immer nur von Eintopfgerichten leben möchten, können Sie mit einer etwas größeren 2er-Induktionskochplatte auch Gerichte wie Spaghetti mit Tomatensoße und mehr zubereiten. Dieses Kochfeld ist mit 2 Kochzonen ausgestattet, daher können Sie gleichzeitig in 2 Töpfen kochen. Das Doppel-Induktionskochfeld ist für Camping-Fans von Herstellern wie Aobosi, Ambiano, Silvercrest oder Unold erhältlich und verfügt häufig über interessante Funktionen wie Sensor-Touch-Steuerung und Timer.

Einbau-Induktionskochfeld für Gourmets

Wenn Sie gerne komplexe Gerichte kochen und ein Kochfeld mit Induktion als Ergänzung zum vorhandenen Einbauherd oder Backofen suchen, ist eine randlose Induktionsplatte für den Einbau in eine Küchenarbeitsplatte empfehlenswert. Diese Induktionsplatte ist autark nutzbar.

Anders als einen klassischen Einbauherd können Sie diese Induktionsplatte somit individuell in der Küche platzieren, da sie nicht an den Backofen gekoppelt ist. Als Ergänzung zum bereits vorhandenen Elektroherd oder Gasherd eröffnet Ihnen eine autark nutzbare Einbau-Induktionskochplatte vielfältige Einsatzmöglichkeiten.

Induktionsfeld mit Vollflächen-Induktion für Individuelle

Sie möchten sich nicht auf bestimmte Topfgrößen festlegen und nutzen auch gerne Ihren Wok, die größere Eisenpfanne oder einen Bräter? Alternativ zur Induktionsplatte mit vorgegebenen Kochzonen sind von einigen Herstellern auch Induktionskochfelder mit Vollflächen-Induktion erhältlich. Bei diesen Platten erkennen Sensoren Größe, Form und Position des genutzten Kochgeschirrs. Sie können hier somit meist auch kleinere oder größere Töpfe und Pfannen verwenden.

Welche Induktionskochplatten sind laut Tests am besten?

Von renommierten Test-Instituten wie Stiftung Warentest oder ÖKO-TEST gibt es bisher noch keine Tests, die sich näher mit mobilen Induktionsplatten beschäftigten. Da das Funktionsprinzip bei klassischen Einbau-Induktionsherden und kompakten Induktionsplatten identisch ist, lohnt sich durchaus ein genauerer Blick auf die Testergebnisse von Stiftung Warentest aus dem Jahr 2015. Damals verglichen die Tester Kochfelder mit Gas, Induktion und Wärmestrahlung.

Stiftung Warentest: Kochfelder im Test

Im Test offenbarten die 22 begutachteten Kochfelder ihre jeweiligen Stärken und Schwächen. Unter den getesteten Geräten befanden sich 9 strahlungsbeheizte Felder, 3 Gasherde und 10 Induktionskochfelder. Von den Kochfeldern mit Induktion boten 5 Geräte flexible Induktionszonen.

Testkriterien im Überblick

Der wichtigste Testbereich war das Kochen mit den Kochfeldern. Dabei erfassten die Tester die jeweilige Kochzeit pro Kochvorgang und prüften zudem die Wärmeverteilung. Weitere Testkriterien waren der Energieverbrauch, die Handhabung, die Sicherheit und die Geräuschentwicklung während des Ankochens. Im Bereich Handhabung bewerteten die Tester neben Installation, Bedienung und Reinigung auch die Angaben in der jeweiligen Gebrauchsanweisung.

Testergebnis: Induktion besser als Wärmestrahlung

Die getesteten Induktionskochfelder überzeugten in erster Linie in den Testbereichen Kochzeit, Energieverbrauch und Sicherheit. Den Testsieg sicherte sich ein mittelpreisiges Gerät von Bosch, während das teuerste Induktionskochfeld von Gaggenau lediglich im Mittelfeld landete.

Der Testsieger erhielt die Gesamtnote gut, insbesondere die guten Leistungen in den Bereichen Kochzeit und Installation fielen positiv auf. Lediglich die etwas höhere Geräuschentwicklung bewertete das Test-Team mit der Note befriedigend.

Was kosten Induktionskochplatten?

Die Testergebnisse von Stiftung Warentest zeigen, dass ein Kochfeld mit Induktion insbesondere bei der Kochzeit bessere Ergebnisse liefert als Elektroherd oder Gasherd. Neben Ausstattung und vorgesehenem Einsatzzweck sind beim Kauf einer neuen Induktionskochplatte auch die Preise der Produkte von Herstellern wie Quigg, Aobosi, Unold oder WMF entscheidend. Grundsätzlich kommt es darauf an, welche Anforderungen Sie an das jeweils passende Produkt stellen.

Auf den Preis kommt es nicht unbedingt an

Nicht in jedem Fall ist das teuerste Modell immer automatisch die beste Wahl, denn auch günstige Platten können durchaus empfehlenswert sein. Die am Markt erhältlichen Geräte lassen sich in 3 Preiskategorien unterteilen.

Preisgünstige Induktionskochplatten: Ca. 25 bis 60 Euro

Günstige Geräte bieten häufig lediglich 9 bis 10 Leistungsstufen und eine Leistung von maximal 2.000 Watt, für sporadische Einsätze sind diese Produkte von Anbietern wie Unold oder Severin jedoch gut geeignet. In der Regel handelt es sich bei den Platten im unteren Preissegment um kompakte und mobil einsetzbare Einzelkochplatten.

Induktionskochplatten im mittleren Segment: 65 bis 190 Euro

Höhere Leistung, mehr Leistungsstufen und komfortable Funktionen finden Sie bei den Einzel- und Doppel-Platten im mittleren Preissegment. Hersteller wie Aobosi oder WMF verfügen über unterschiedliche Ausstattungsmerkmale wie Abschaltautomatik oder Slider-Steuerung. Viele Doppelplatten in dieser Preiskategorie bieten eine Leistung von bis zu 3.500 Watt.

Premium-Kochplatten: Ab 195 Euro

Für besonders anspruchsvolle Kaufinteressenten eignen sich die Premiummodelle der oberen Preiskategorie. Hier finden Sie umfangreich ausgestattete Marken-Kochplatten mit Induktion und vielfältigen Funktionen wie Topferkennung, Vollflächen-Induktion und Touch-Control. Viele randlose Modelle eignen sich für den Einbau. Auch spezielle Kochplatten wie beispielsweise ein Induktionstischwok sind hier zu finden.

Wie lautet das Fazit für Induktionskochplatten?

Auf den ersten Blick ähnelt eine Induktionsplatte einem kleinen Glaskeramikkochfeld. Allerdings verbirgt sich beim Kochfeld mit Induktion eine flache Induktionsspule aus Kupferdraht. Wenn Sie die Platte einschalten, erzeugt ein in der Spule integrierter Umrichter ein elektromagnetisches Feld und erhitzt direkt den Boden des Kochgeschirrs, während die Glasplatte kühl bleibt.

Dazu benötigen Sie jedoch ferromagnetische Töpfe und Pfannen. Geeignetes Kochgeschirr ist mit einem Induktion-Zeichen versehen.

Ein Magnettest hilft bei Unsicherheit weiter

Wenn Sie nicht wissen, ob Ihre Töpfe induktionsgeeignet sind, können Sie einfach einen Magneten an den Topfboden halten. Bleibt er haften, ist der Topf für Induktionsherd und Kochplatte geeignet.

Dieser Kaufratgeber zeigt Ihnen, was Sie beim Kauf einer Induktionskochplatte beachten sollten. Insbesondere die folgenden Punkte sind interessant.

  • Produkte im Einsteigerbereich sind ab ca. 25 Euro erhältlich, Mittelklasse-Modelle gibt es ab etwa 65 Euro und im Luxussegment müssen Sie mit Preisen ab rund 195 Euro rechnen
  • Platten mit Rand sind weniger anfällig für Beschädigungen und eignen sich für mobile Einsätze
  • Für gelegentliche Einsätze genügt in der Regel eine günstige Einzel-Induktionskochplatte
  • Randlose Platten lassen sich meist in die Küchen-Arbeitsplatte einbauen
  • Induktionsplatten haben 1 oder 2 Kochfelder oder Vollflächen-Induktion

Sehen Sie sich jetzt die Produktauswahl an und wählen Sie mit wenigen Klicks das für Sie passende Gerät aus. Viel Spaß beim Kochen mit Ihrer neuen Induktionskochplatte.

Im Video vorgestellt: Induktionskochplatte

In diesem YouTube-Video dreht sich alles um mobile Kochfelder und Induktionskochplatten. Wir zeigen dir die Vorzüge dieser modernen Technologie und erklären, warum immer mehr Menschen auf den Einbau eines Kochfeldes verzichten. Erfahre alles über die Vorteile, die Funktionalität und die praktische Handhabung dieser mobilen Kochlösungen. Lass dich inspirieren und entdecke eine neue Art des Kochens in deiner Küche!