Ratgeberübersicht
  1. Welche Auftragungsarten gibt es für Holzschutzmittel?
  2. Was sagt ein Holzschutzmittel-Test zum Einsatzbereich?
  3. Sind Holzschutzmittel lösemittelfrei?
  4. Was gilt es bei der Behandlung mit Holzschutz zu beachten?
  5. Weitere Antworten und Fragen von Kunden, die nach Holzschutzmittel-Tests bzw. -Vergleichen suchen
  • Holzschutzmittel sind eine Möglichkeit, mit der Sie ein Naturprodukt wie Holz vor unterschiedlichen Beschädigungen bewahren können. Der Einsatz ist innen und außen möglich.
  • Natürlicher oder chemischer Holzschutz bewahrt alle Holzarten je nach Produkt vor Insekten, Schimmel, Feuchtigkeit und UV-Strahlung. Anhand des Anwendungsbereichs können Sie aus Holzschutz-Lasur, Wachs, Holzschutz-Creme, Ölen oder Lacken wählen.
  • Holzschutzmittel wirken sehr effektiv und vielfach über einen langen Zeitraum. Bei chemischem Holzschutz sollten Sie jedoch auf ein zertifiziertes und richtig gekennzeichnetes Produkt achten.

Holzschutzmittel-Test: Person streicht einen Gartenzaun mit Holzschutzmittel.
Holz kann je nach Einsatzbereich durch Witterungseinflüsse, Insekten oder Pilze beschädigt werden. Um Möbel, Holzkonstruktionen oder Pfeiler zu schützen, gibt es Holzschutzmittel, die auf verschiedene Art funktionieren. Die verschiedenen Holzschutzmittel eignen sich gegen unterschiedliche Beschädigungen und Anwendungsbereiche.

Damit Sie aus der riesigen Produktauswahl Ihren individuellen Holzschutzmittel-Testsieger finden, haben wir bei WELT.de die folgende Kaufberatung 2025 zu diesem Thema erstellt. Hier erfahren Sie, welche Typen von Holzschutzmittel Sie kaufen können, wogegen sie schützen und für welche Holzarten sie geeignet sind.

Eine Dose des getesteten Holzschutzmittels von vorne auf einer hellen Fläche.

Dieses Holzschutzmittel von BONDEX eignet sich für Gartenmöbel auf Balkon und Terrasse.

1. Welche Auftragungsarten gibt es für Holzschutzmittel?

Was sind Holzschutzmittel?

Bei Holzschutzmitteln handelt es sich um Substanzen oder Gemische, die Hölzer aufgrund ihrer Eigenschaften vor Beschädigungen schützen. Neben natürlichem Holzschutz gibt es chemische Holzschutzmittel. Diese sind sehr effektiv, unterliegen aber besonderen Vorschriften hinsichtlich der Inhaltsstoffe und der Kennzeichnung.

Holzschutzmittel-Tests sortieren die Produkte in Möglichkeiten, die Sie zum Auftragen verwenden. Je nach Einsatzort und Anwendungsbereich kann sich die eine oder andere Auftragungsmöglichkeit besser eignen.

Manche Produkte haften besser, bevor sie trocknen, andere wiederum können Sie durch Sprühen schneller und einfacher aufbringen. In der folgenden Tabelle bei WELT.de stellen wir die verschiedenen Optionen dar, mit denen Sie chemischen Holzschutz auftragen können.

Kategorie Besonderheit
Holzschutz-Lasur
  • Zum Aufstreichen mit Pinsel oder Rolle
  • Holzschutz-Lasur betont die natürliche Maserung
  • Häufig transparent oder als Holzschutz-Lasur grau
  • Längere Trocknungszeit
Holzschutz zum Sprühen
  • Einfaches Auftragen mit der Sprühflasche
  • Gleichmäßige Verteilung des Holzschutzmittels
  • Dünnflüssiges Produkt als Holzschutz zum Sprühen geeignet
Holzschutz-Wachs
  • Wachs hat zusätzlich wasserabweisende Eigenschaften
  • Holzschutz-Wachs außen oder innen mit Schwamm auftragen
  • Schützt vor physischem Abrieb
Holzschutz-Creme
  • Häufig Anwendung im Innenbereich zur Möbelpflege
  • Auftragen mit Schwamm oder Tuch
  • Je nach Produkt als Holzschutz gegen Holzwurm verfügbar
Holzschutz-Öl
  • Offenporig und atmungsaktiv
  • Schutz vor Rissbildung und Ergrauen
  • Holzschutz mit Leinöl oder anderen Ölen schützt vor Austrocknung

1.1. Was gilt bei Holzschutzmittel für die Holzarten?

Tests von Holzschutzmittel zeigen, dass Sie die Produkte auf allen Holzarten einsetzen können. Dies gilt sowohl für die Imprägnierung, der Nutzung von Holzschutzmittel gegen holzzerstörende Insekten oder als Lacke.

Je nach Anwendungsart und Einsatzzweck kann es sein, dass Sie das Holz vorher noch etwas aufrauen müssen. Folgende Holzarten können Sie mit natürlichem und chemischem Holzschutz behandeln:

  • Nadelholz
  • Laubholz
  • Holz von Obstbäumen
  • Tropische Hölzer
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1.2. Warum spielt die Menge von Holzschutzmittel eine Rolle?

Holzschutzmittel erhalten Sie in verschiedenen Mengen. Wenn Sie Holzschutzmittel für innen nutzen, dann reicht häufig eine kleinere Menge zwischen 0,5 und 1 Liter aus. Beim Einsatz von Holzschutzmittel für außen sollten Sie nach größeren Mengen bis zu 5 Litern Ausschau halten.

Der Preis der Produkte richtet sich nicht nur nach der Menge, sondern auch nach der Art des Holzschutzmittels und seiner Ergiebigkeit. Damit Sie für den Preis einen Holzschutzmittel-Vergleich anstellen können, empfehlen wir Ihnen, den Preis pro Liter zu berechnen.

Tipp: Häufig sind größere Mengen Holzschutzmittel günstiger als Verpackungen mit wenig Inhalt. Um die Preise zu vergleichen, teilen Sie den Gesamtpreis des Holzschutzmittels durch die Anzahl der enthaltenen Liter. Multiplizieren Sie das Ergebnis dann mit eins, um durch den Preis pro Liter einen Vergleich anstellen zu können.

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2. Was sagt ein Holzschutzmittel-Test zum Einsatzbereich?

Holzschutzmittel-Tests zeigen, dass Sie die Produkte in zwei Bereichen anwenden können. Ein Holzschutzmittel im Außenbereich kann deshalb andere Eigenschaften haben als eines für innen. Viele Marken können Sie jedoch sowohl innen als auch außen einsetzen. Wir fassen die Typen zusammen:

Typ Erläuterung
Holzschutzmittel für außen
  • Holzschutzmittel gegen Fäulnis und UV-Schäden
  • Schützt vor Witterungseinflüssen
  • Einsatz als Holzschutzmittel für den Dachstuhl, Terrasse, Gartenmöbel, Holzkonstruktionen
Holzschutzmittel für innen
  • Als Holzschutz gegen Hausbock und Holzwurmbefall verfügbar
  • Kann Austrocknen von Holz verhindern
  • Schützt vor Feuchtigkeit

2.1. Welche Wirksamkeit haben Holzschutzmittel?

Wenn Sie nach dem besten Holzschutzmittel suchen, müssen Sie auf Angaben zur Wirksamkeit achten. Hieran erkennen Sie, wie schnell und effektiv ein Holzschutzmittel ist.

Tests von Holzschutzmitteln bescheinigen den meisten Produkten eine hohe Wirksamkeit. Sie schützen das Holz zuverlässig und in vielen Fällen auch langfristig.

Holzschutzmittel im Test: Terrassenmöbel aus Holz im Regen.

Mithilfe von Holzschutzmittel, das Feuchtigkeit abweist, sind Terrassenmöbel länger haltbar.

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2.2. Welche Art von Schutz bieten Holzschutzmittel laut Tests?

Damit Sie das passende Holzschutzmittel finden, sollten Sie darauf achten, wovor die Produkte schützen. Einige sind universell gegen verschiedene Beschädigungen von Holz einsetzbar. Andere wiederum sind Biozide, die Sie lediglich als Holzschutzmittel gegen Schädlinge verwenden.

Beim Kauf von Holzschutzmittel können Sie sich in der Produktbeschreibung über die Schutzmöglichkeiten informieren. Auch die folgende Tabelle bei WELT.de bietet Ihnen hierzu eine Übersicht.

Art Besonderheit
Holzschutz gegen Holzwurm
  • Tötet Holzschädlinge und verhindert neuen Befall
  • Innen- und Außeneinsatz möglich
  • Spezielle Holzschutzmittel ausschließlich gegen Holzwurm verfügbar
Holzschutzmittel gegen Fäulnis
  • Verhindert Fäulnis durch Feuchtigkeit
  • Als Holzschutzmittel im Außenbereich für Pergolen, Terrassen, Balkonmöbel
  • Holzschutzmittel für den Dachstuhl gegen Feuchtigkeit für Stabilität der Konstruktion
Fungizid-Holzschutz
  • Holzschutzmittel gegen Pilzbefall wie Schimmel
  • Einsatz als Holzschutzmittel bei der Sanierung
  • Fungizid-Holzschutz wichtig für die Sicherheit von Holzkonstruktionen
Holzschutzmittel gegen Austrocknen
  • Dient der Erhaltung der Langlebigkeit von Holz
  • Häufiger Einsatz bei Möbeln
  • Verhindert Risse und Instabilität von Holz
Wasserabweisendes Holzschutzmittel
  • Wasserabweisend oder als Versiegelung
  • Feuchtigkeit dringt nicht in das Holz ein
  • Als Öl, Wachs oder Lack erhältlich
Die Dose des Holzschutzmittels im Test von oben.

Damit sich Holzschutzmittel von BONDEX und anderen Marken länger halten, sollte der Deckel immer gut verschlossen sein.

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3. Sind Holzschutzmittel lösemittelfrei?

Nicht alle Holzschutzmittel kommen ohne Lösungsmittel aus. Besonders der Holzschutz im Außenbereich verfügt über derartige Inhaltsstoffe, da diese nicht wasserlöslich sind.

Für den Innenbereich können wasserlösliche Holzschutzmittel die bessere Lösung sein. Sie sind sicherer in der Anwendung und haben häufig auch keinen Geruch.

3.1. Welche Vorteile hat chemischer Holzschutz gegenüber Hausmitteln?

Vielfach denken Menschen daran, anstatt eines chemischen Holzschutzes ein natürliches Holzschutzmittel zu verwenden. Hierbei kommen vor allem Hausmittel in Betracht.

Hausmittel können umweltfreundlicher und weniger giftig sein, sind aber meistens nicht so wirksam. Deshalb zeigt die folgende Übersicht die Vor- und Nachteile von chemischem Holzschutz:

    Vorteile
  • Effektiver Schutz gegen Insekten, Pilze und holzzerstörende Einflüsse
  • Langanhaltende Wirkung
  • Vielfache Einsatzbereiche
  • Große Produktauswahl
    Nachteile
  • Auswirkungen auf die Umwelt möglich, besonders bei falscher Entsorgung
  • Gesundheitsrisiken bei unsachgemäßer Anwendung
  • Höhere Anschaffungskosten

Gut zu wissen: Häufig kommt Borsalz als Holzschutzmittel zur Anwendung. Dies ist ungefährlich, solange Wasser und Feuchtigkeit die Borate nicht herauswaschen. Es eignet sich deshalb vor allem für den Innenbereich, allerdings nicht als selbst hergestellte Kombination mit anderen Mitteln.

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3.2. In welchen Farbtönen ist Holzschutzmittel verfügbar?

Da Sie Holzschutzmittel für alle Holzarten verwenden können, sind die meisten Produkte farblos. Hierdurch verändern sie den ursprünglichen Farbton des Anwendungsbereichs nicht.

Lasierende Holzschutzmittel können ebenfalls transparent sein. Sie betonen lediglich die natürliche Maserung des Anwendungsbereichs. Einige Holzschutzmittel sind jedoch auch in anderen Farbtönen, wie in Mahagoni, verfügbar.

Holzschutzmittel im Test: Holzschutz-Lasur auf Teakholz.

Lasierende Holzschutzmittel sind oft farblos, heben jedoch die natürliche Maserung hervor.

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4. Was gilt es bei der Behandlung mit Holzschutz zu beachten?

Damit die Anwendung von Holzschutzmittel Ihre Gesundheit und die Umgebung so wenig wie möglich beeinträchtigt, sollten Sie die folgenden Tipps beachten:

  • Beachten der Anwendungshinweise und Sicherheitsrichtlinien
  • Nutzen von Schutzmaßnahmen wie Brille, Handschuhe oder Atemschutz beim Auftragen
  • Vorbehandlung des Holzes wie Reinigung oder Aufrauen
  • Achten auf richtige Verdünnung und Trocknungszeiten
  • Nur bei günstigen Wetterbedingungen im Außenbereich anwenden
  • Auf richtige Dosierung und Entsorgung achten
  • Haustiere und Kinder bei der Anwendung fernhalten
  • Berücksichtigen des Verfallsdatums
  • Einatmen von Dämpfen vermeiden und bei Symtomen den Arzt aufsuchen
Holzschutzmittel im Test: Sicherheitsausstattung aus Handschuhen, Atemmaske und Helm.

Achten Sie bei der Verwendung von Holzschutzmittel auf die richtigen Sicherheitsvorkehrungen.

5. Weitere Antworten und Fragen von Kunden, die nach Holzschutzmittel-Tests bzw. -Vergleichen suchen

Der folgende Bereich beantwortet zusätzliche Fragen, die Leser uns zum Thema Holzschutzmittel gestellt haben.

5.1. Wie müssen Holzschutzmittel gekennzeichnet sein?

Achten Sie auf die Prüfprädikate für Holzschutzmittel, damit Sie ein ungefährliches Produkt erwerben. Chemischer Holzschutz muss der CLP-Verordnung und der Chemikalien-Verbotsverordnung (ChemVerbotsV) entsprechen.

Die Holzschutzmittel müssen deshalb die Inhaltsstoffe, Anwendungshinweise und Piktogramme für die Gefährdung beinhalten. Zusätzlich sind Sicherheitshinweise, Signalwörter und die Chargennummer als Kennzeichnung notwendig.

Eine Dose des getesteten Holzschutzmittels mit der Rückseite nach vorne auf einer hellen Fläche.

Bevor Sie Holzschutzmittel von BONDEX verwenden, beachten Sie die Hinweise auf der Verpackung.

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5.2. Welche Holzschutzmittel sind verboten?

Viele giftige Holzschutzmittel sind seit langer Zeit verboten. Da von ihnen ein Krebsrisiko und andere Gesundheitsgefährdungen ausgehen, dürfen Sie sie nicht mehr verwenden. Dasselbe gilt für Holzschutzmittel, die nachweislich die Umwelt schädigen.

Bei Sanierungen sollten Sie darauf achten, dass Sie das so behandelte Holz als Sondermüll entsorgen. Hierzu erhalten Sie Informationen bei Ihrer Gemeinde oder Abfallentsorgung. Zu verbotenen Holzschutzmitteln gehören unter anderem:

  • Karbolineum-Holzschutzmittel
  • Produkte mit Arsenverbindungen
  • Holzschutz mit Pentachlorphenol (PCP)
  • Mittel mit DDT (Dichlordiphenyltrichlorethan)
  • Holzschutzmittel mit Lindan (Gamma-Hexachlorcyclohexan)
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5.3. Mit welchen Holzschutzmitteln haben Anwender gute Erfahrungen gemacht?

Die Stiftung Warentest hat im Jahr 2006 Holzschutzmittel bewertet und wasserlöslichen Produkten die besten Noten ausgestellt. Auch wenn schon einige Zeit seit dem Test vergangen ist, wählen Anwender vor allem Holzschutzmittel von bekannten Herstellern wie den folgenden:

  • Xyladecor
  • Remmers
  • Embasol
  • Osmo

Es kommt jedoch nicht nur auf die Marke an. Beim Kauf von Holzschutzmittel sollten Sie den Einsatzbereich, die Art der Anwendung und die Ungefährlichkeit beachten.

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5.4. Wie oft sollten Sie Holzschutzmittel erneuern?

Chemischer Holzschutz hat eine lange Wirksamkeit. Sie brauchen ihn erst erneuern, wenn erneut Schäden am Holz sichtbar sind. Ansonsten reicht es, wenn Sie Holzschutzmittel alle 5 bis 10 Jahre verwenden.

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5.5. Wie erkennen Sie Anzeichen von Holzschäden?

Holzschäden äußern sich auf unterschiedliche Art und Weise. Holzwurmbefall erkennen Sie an Löchern oder Häufchen von Sägespänen. Fäulnis und Pilzbefall stellen Sie anhand des Geruchs, der Verfärbung und der mangelnden Stabilität des Holzes fest.

Sofern Sie ein Holzschutzmittel nicht bereits präventiv verwendet haben, ist das Feststellen von Beschädigungen der richtige Zeitpunkt für den Einsatz. Dies gilt sowohl für Möbel als auch für Holzkonstruktionen im Außenbereich.

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