Kryptowährung sicher verschenken: Für das Verschenken von Kryptowährungen (z. B. an Weihnachten oder Geburtstagen) gibt es spezielle Hardware-Wallets in Kreditkartenformat, die sich wie eine herkömmliche Banknote verhalten. Diese können einfach per Smartphone-App mit dem gewünschten Betrag aufgeladen und dann verschenkt werden. Der Empfänger kann die Kryptowährung entweder weiterverschenken, ausgeben oder an eine Krypto-Börse seiner Wahl senden.
Bevor Sie sich für ein Hardware-Wallet entscheiden, sollten Sie sich einen Überblick über die verschiedenen Modelle und deren Unterschiede verschaffen. Für einen Vergleich können die nachfolgenden Kriterien herangezogen werden:
3.1. Unterstützte Kryptowährungen
Eines der wichtigsten Auswahlkriterien bei Hardware-Wallets ist die Anzahl der unterstützten Kryptowährungen. Wenn Sie in verschiedene Projekte investieren und von einer maximalen Diversifikation profitieren möchten, benötigen Sie ein Wallet, das mit möglichst vielen der gängigen Coins kompatibel ist. Informieren Sie sich unbedingt schon vor dem Kauf – entsprechende Informationen dazu finden Sie üblicherweise auf den Seiten des Herstellers. Auch eine Verteilung auf mehrere Bitcoin-Wallets ist grundsätzlich möglich.
Auf welcher Krypto-Börse Sie handeln, ist für das Hardware-Wallet unerheblich. Gängige Plattformen wie Coinbase, eToro, OKX oder Binance unterstützen sämtliche Hardware-Wallets, die auf dem Markt erhältlich sind.

An welcher Krypto-Börse Sie handeln, spielt für die digitale Geldbörse keine Rolle. Hardware-Wallets sind mit Coinbase, eToro und sämtlichen anderen Plattformen kompatibel.
3.2. Kompatibilität
Neben den Kryptowährungen muss das Wallet Ihrer Wahl natürlich auch mit Ihrer Hardware kompatibel sein. Windows, MacOS, Android und iOS unterstützen eine Vielzahl von Hardware-Wallets, wohingegen sich Chromebook-Nutzer mit einer deutlich geringeren Auswahl zufrieden geben müssen.
Auch mit älteren Smartphones gibt es oftmals Probleme, da diese die neusten Versionen der erforderlichen Bitcoin-Wallet-Apps nicht mehr unterstützen. Prüfen Sie daher vorab, welche Hardware Sie mit Ihrem Wallet nutzen möchten und ob diese grundsätzlich geeignet ist.
3.3. Konnektivität
Ein weiterer wichtiger Punkt im Zusammenhang mit Hardware-Wallets ist die Konnektivität. Die günstigen USB-Hardware-Wallets lassen sich an nahezu jedem PC nutzen. Wenn Sie nur ein Smartphone besitzen, müssen Sie die Verbindung allerdings über NFC oder Bluetooth herstellen. Aber auch bei vielen aktuellen Notebooks wird mittlerweile auf eine USB-Schnittstelle verzichtet, daher sollten Sie nicht an der falschen Stelle sparen und in ein hochwertiges Hardware-Wallet mit zukunftstauglicher Konnektivität investieren.
3.4. Bedienung
Neben den bereits genannten Punkten spielt natürlich auch die Benutzerfreundlichkeit des Hardware-Wallets mit deutscher Benutzeroberfläche eine wichtige Rolle. Die Hersteller setzen dabei auf unterschiedliche Ansätze.
Während günstige Modelle meist nur über ein paar Bedienknöpfe an der Oberseite verfügen, sind die besten Hardware-Wallets sogar mit einem Touch-Display ausgestattet, über das Sie die Transaktionen vornehmen können. Welche Variante Sie bevorzugen, richtet sich aber ganz nach Ihren persönlichen Vorlieben.
 | Hardware-Wallet mit Buttons |
 | Hardware-Wallet mit Display |
 | Hardware-Wallet-Karte |
3.5. Sicherheit
Ein anständiges Hardware-Wallet sollte mit einer 2-Faktor-Authentifizierung gesichert und mit speziellen Schutzmechanismen (z. B. gegen Schäden durch Feuer oder Wasser) ausgestattet sein. Im Internet finden Sie zudem Informationen darüber, ob es in der Vergangenheit bereits Sicherheitslücken bei dem betreffenden Wallet gab, die von Angreifern ausgenutzt wurden.
3.6. Preis
Die Preise für Hardware-Wallets für Coinbase & Co. beginnen bei ca. 50 Euro und reichen bis in den mittleren dreistelligen Bereich. Je teurer ein Hardware-Wallet ist, desto mehr Funktionen bietet es in der Regel und desto mehr Kryptowährungen werden unterstützt. Hardware-Wallets mit Luftspalt (Airgap) sind aufgrund der zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen teurer und liegen bei ca. 80 bis 150 Euro. Da es sich bei einem Krypto-Wallet aber um eine einmalige Anschaffung handelt, sollte der Preis am Ende nicht der ausschlaggebende Faktor für den Kauf sein.
Übrigens: Mit einem handelsüblichen USB-Stick können Sie ein Hardware-Wallet theoretisch auch selbermachen – wir raten aus Sicherheitsgründen aber dringend davon ab.
Welt.de-Tipp: Hardware-Wallets mit Luftspalt sind mit einer zusätzlichen Sicherheitsmaßnahme ausgestattet, die das Gerät physisch von nicht vertrauenswürdigen Computern isoliert. Dazu werden sämtliche Netzwerkschnittstellen entfernt. Jegliche Kommunikation zwischen den beiden Geräten muss durch den physischen Austausch von SD-Karten oder durch das Scannen eines QR-Codes erfolgen.