Ratgeberübersicht
  1. Wie erkenne ich gute Handmixer?
  2. Was für unterschiedliche Handmixer gibt es?
  3. Welche Handmixer passt zu mir?
  4. Welche Handmixer sind laut Tests am besten?
  5. Was kosten Handmixer?
  6. Wie lautet das Fazit für Handmixer?

Rührt und knetet nicht nur Teige aller Art, sondern schlägt auch Sahne und Eischnee auf und liefert so in kürzester Zeit Cremes und Tortenfüllungen. Wenn Sie also nicht alles von Hand rühren oder gleich zur teuren Küchenmaschine greifen möchten, gehört der Handmixer zu den absoluten Basics Ihres Küchenausstattung.

Ob klassisches Rührgerät, Stabmixer oder Handmixer-Set – ein gutes Gerät sollte die nötige Leistung mitbringen, leicht in der Handhabung sein und über ausreichend Aufsätze verfügen, damit Sie es multifunktional einsetzen können. Welche Eigenschaften Ihr Handrührgerät unbedingt mitbringen sollte, welches Modell am besten zu Ihnen passt und wie teuer ein gutes Gerät ist, verraten wir Ihnen daher in unserem Kaufratgeber.

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Ein besonderes Augenmerk haben wir auf die passende Rührschüssel des OK-Handmixers gelegt, die eine einfache Zubereitung von Teigen ermöglicht.

Wie erkenne ich gute Handmixer?

Während Handmixer (auch Handrührgeräte) seit den 1960er-Jahren vorrangig als elektrisches Hilfsmittel für die Kuchen- und Plätzchenteigherstellung dienten, sind viele Geräte heutzutage kleine Multifunktionswunder. Marken wie Krups und Bosch bringen regelmäßig noch innovativere Modelle heraus. Hier gibt es aber einige Merkmale, die Handrührgeräte voneinander unterscheidet:

Leistung: Zwischen 100 bis 500 Watt

Die Leistung eines Handmixers ist dann wichtig, wenn Sie einen schweren Teig kneten möchten. Für ein Gerät, welches über mindestens 450 Watt verfügt, sollte ein schwerer Teig kein Problem sein. Zum Aufschlagen von Sahne oder Eischnee reichen dagegen 100 bis 300 Watt aus. Rühren Sie oft schwere Hefeteige, Brot- und Pizzateige an, sollten das Handmixer hingegen 500 Watt oder mehr aufweisen. Handmixer mit einer hohen Leistung überhitzen erfahrungsgemäß bei dauerhafter Maximalleistung auch nicht so schnell wie Geräte mit niedriger Wattzahl. Beachten Sie allerdings, dass leistungsstarke Handrührgeräte gleichzeitig einen höheren Energieverbrauch haben.

Geschwindigkeitsstufen: Bis zu 15 Stufen

Geräte mit mehreren Geschwindigkeitsoptionen können von Vorteil sein, da Sie so präziser arbeiten können. Ein stufenloses Handrührgerät ist in Sachen Handling komplizierter, da Sie für die Regulierung ein gewisses Feingefühl benötigen. Dank Stufeneinstellung lässt sich die Geschwindigkeit hingegen gezielt steigern. So wird beispielsweise beim Schlagen von Sahne gleichzeitig verhindert, dass diese zu sehr spritzt. Die meisten Geräte haben 3 bis 6 Stufen – High-End-Handrührgeräte sogar bis zu 15 Geschwindigkeitsstufen.

Handmixer mit einer leichten Bedienung

Achten Sie bei Handmixern mit Stufeneinstellung darauf, dass die Regulierung am Gerät so platziert sind, dass Sie sie mit dem Daumen mühelos ändern können.

Stromversorgung: Kabel oder Akku

In Sachen Stromversorgung gibt es Modelle mit Netzstecker oder Akkubetrieb. Entscheiden Sie sich für ein Handrührgerät mit Kabel, ist die Kabellänge entscheidend: Ist das Kabel zu lang, liegt es meist störend auf der Arbeitsplatte oder verheddert sich mit anderen Utensilien. Ist es zu dagegen zu kurz, fehlt Ihnen die Flexibilität und Ihr Arbeitsradius ist stark eingeschränkt. Besonders praktisch sind daher Handrührgeräte mit integrierter Kabeltrommel, da Sie die Kabellänge selbst variieren können. Diese Modelle bieten vor allem Hersteller wie Kenwood oder Bodum an.

Die einfache Akku-Variante

Handrührgeräte mit integriertem Akku sind die bessere Wahl, wenn Ihnen in Ihrer Küche beispielsweise kaum Steckdosen zur Verfügung stehen. Akkubetriebene Geräte bieten eine besonders hohe Flexibilität, sind aber oft schwerer als Modelle mit Kabel und die Akkulaufzeit reicht für aufwendige Gerichte mitunter nicht aus.

Handhabung: Ergonomischer Handgriff

Neben der richtigen Kabellänge sind auch Gewicht und Form des Handrührgeräts für eine einfache Handhabung entscheidend. Das Gerät sollte weder zu leicht noch zu schwer sein und gut in der Hand liegen – ein Mindestgewicht von 1 kg sollte gegeben sein. Optimal in der Hand liegen zudem Modelle mit ergonomisch geformtem Handgriff. Auch die Aufsätze sollten sich mittels Klick-Funktion einfach einsetzen und lösen lassen.

Ausstattung und Zubehör: Schneebesen, Rührbesen

Damit Sie verschiedenste Gerichte zubereiten können, sollte folgendes Zubehör im Lieferumfang enthalten sein:

  • Schneebesen
  • Rührbesen (Quirl)
  • Knethaken
  • Mixbecher

Zubehör vom Hersteller

Achten Sie darauf, dass der Hersteller passende Zubehör- und Ersatzteile für das Handrührgerät anbietet, um es später je nach Bedarf noch aufrüsten zu können.

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Hier haben wir uns die Schneebesen und die Knethaken des OK-Handmixers näher angeschaut, die für verschiedene Anwendungen genutzt werden können.

Was für unterschiedliche Handmixer gibt es?

Für welches Modell Sie sich entscheiden, hängt sowohl von Ihrem Budget als auch Ihren Back- und Kochgewohnheiten ab. Die drei häufigsten Varianten und ihre Vor- und Nachteile haben wir für Sie zusammengefasst:

Klassisches Handrührgerät

Das klassische Handrührgerät verfügt in der Regel über einen stärkeren Motor zwischen 300 und 650 Watt. An der Unterseite befinden sich zwei Öffnungen, in die sich je nach Bedarf Quirle, Knethaken oder Schneebesen einsetzen lassen. Dieses Handrührgerät wird besonders gern zum Schlagen von Sahne und Eischnee, zum Kneten von Teig und zum Mixen von Cremes oder Toppings verwendet.

    Vorteile
  • Mit vielen verschiedenen Aufsätzen nutzbar
  • Allround-Gerät
  • Optimaler Küchenmaschinen-Ersatz für Gelegenheitsbäcker (oder -köche)
  • Günstig in der Anschaffung
    Nachteile
  • Eher für den Kurzzeitbetrieb geeignet
  • Überhitzt bei zu hoher Belastung
  • Nicht für größere Mengen Teig oder Cremes geeignet

Stabmixer

In seiner einfachsten Ausführung besteht der Stabmixer aus einem Korpus und einem Pürierstab mit rotierenden Messerscheiben. Viele Modelle sind nur mit einem Ein-/Aus-Knopf ausgestattet, während hochwertige Stabmixer über mehrere Stufen reguliert werden können. Bei den meisten Modellen lässt sich der Aufsatz zum Reinigen leicht abnehmen. Stabmixer eignen sich insbesondere zum Pürieren von Cremesuppen, sämigen Saucen und zur Herstellung von Fruchtspiegeln, Salsa, Pesto, Smoothies, Mayonnaise oder Salat-Vinaigrette.

    Vorteile
  • Benötigt wenig Stauraum
  • Sehr handlich durch das geringe Gewicht
  • Meist die günstigste Variante
  • Verarbeitet auch sehr feste Zutaten wie Eis
    Nachteile
  • Meist nur mit Pürier-Aufsatz verwendbar
  • Motor oft weniger leistungsfähig
  • Kann nicht zur Herstellung von Teig genutzt werden

Handmixer mit Rührständer

Handrührgeräte mit Rührständer sind sozusagen die Weiterentwicklung des klassischen Handmixer. Es handelt sich dabei um ein Modell, der bereits in einer Rührschüssel integriert ist – ähnlich wie bei einer Küchenmaschine. In Sachen Teigverarbeitung sind diese Geräte besonders praktisch, da Sie dank des Rührständers die Hände frei haben. Das Handrührgerät selbst unterscheidet sich nicht vom klassischen Handrührgerät. Die Rührschüssel besteht meist aus robustem Kunststoff oder Edelstahl.

    Vorteile
  • Ideal zur Teigherstellung
  • Auch gut für größere Mengen geeignet
  • Zeit- und kraftsparend
    Nachteile
  • Höherer Anschaffungspreis
  • Benötigt mehr Platz in der Küche
  • Rentiert sich kaum für die gelegentliche Nutzung
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Besonders bei zähen und schweren Teigen können wir die Knethaken der Handmixer empfehlen.

Welche Handmixer passt zu mir?

Ob als unkompliziertes Hilfsmittel für das gelegentliche Backen und Kochen, als platzsparender Mixer für Suppen, Saucen und Smoothies oder als High-End-Gerät zur Herstellung großer Teigmengen: zwischen diesen3 Back- und Kochtypen lässt typischerweise unterscheiden:

Der klassische Handmixer für den Gelegenheitsbäcker

Wenn Sie eher zu besonderen Anlässen wie Weihnachten oder Geburtstagen Kuchen oder Kekse backen und gelegentlich einen praktischen Helfer zum Schlagen von Sahneoder Cremes benötigen, eignet sich das klassische Handrührgerät. Im Gegensatz zu einer Küchenmaschine ist es schnell verstaut, unkompliziert in der Reinigung und relativ günstig in der Anschaffung.

Dennoch bleiben Sie flexibel: Viele Hersteller bieten zusätzlich weitere Aufsätze an, wenn Ihnen Knethaken, Schneebesen und Quirl nicht mehr ausreichen. So können Sie bei einigen Geräten beispielsweise einen Mixstab aufsetzen, der das klassische Handrührgerät in einen Pürierstab verwandelt. Für besonders vielseitige Modelle erhalten Sie sogar Schnitzaufsätze, mit denen Sie Obst und Gemüse schneiden und raspeln können.

Stabmixer Funktion für den Hobbykoch

Wenn Sie sich täglich einen Smoothie mixen, eigene Saucen und Salatdressings herstellen oder Nüsse, Eis, Obst, Gemüse, Kräuter und vieles mehr zerkleinern möchten, sollten Sie sich für den Stabmixer entscheiden. Seine Stärken liegenim Zerkleinern und Pürieren und selbst sehr feste Zutaten stellen für ihn kein Problem dar. Während er Ihnen beim Kochen viele Aufgaben abnehmen kann, ist er zum Backen allerdings weniger geeignet. Ausschließlich leichte Aufgaben, wie das Schlagen von Creme, Sahne oder Eischnee, sind mit einem entsprechenden Extra-Aufsatz möglich.

High End Handmixer für den passionierten Hobbybäcker

Wenn Sie leidenschaftlich gerne backen und häufig schwere Teige wie beispielsweise Hefeteige herstellen sollten Sie einen Blick auf High-End-Handrührgeräte mit mehr als 450 Watt oder Handrührgeräte mit Rührständer werfen. Diese Geräte sind auch auf die Produktion großer Mengen Teig, Eischnee, Sahne oder Creme sowie auf den gastronomischen Gebrauch ausgelegt.

Hersteller wie Philips und Braun bieten zahlreiche Modelle mit bis 900 Watt an, die auch bei langen Einsätzen nicht überhitzen. Entscheiden Sie sich für ein Mixer-Set mit integrierter Rührschüssel, haben Sie beide Hände frei und können sich in der Zwischenzeit anderen Dingen in der Küche widmen. Häufig werden diese Handrührgeräte mit zahlreichen Aufsätzen, zusätzlichen Mixbechern und -stäben geliefert. Für Hobbybäcker sind sie daher die ideale Ergänzung zur klassischen Küchenmaschine.

Welche Handmixer sind laut Tests am besten?

Stiftung Warentest testete zuletzt 2012 24 verschiedene Handrührer. 2018 veröffentlichte sie nur einen neuen Test des tschechischen Pendants, bei dem 17 Geräte geprüft wurden. Testsieger wurde im aktuellen Test ein klassisches Handrührgerät von Bosch. Das Gerät mit 375 Watt überzeugte als günstiger Allrounder und konnte sich vor allem beim Kneten von einfachem Rührteig und Hefeteig gegen seine Konkurrenten durchsetzen. Dank seines geringen Gewichts von rund 1 kg liegt das Gerät gut in der Hand und ermöglicht ein entspanntes Arbeiten.

Was kosten Handmixer?

Günstige Handmixer: Ab 10 €

Sehr günstige Handrührgeräte mit geringer Leistung bekommen Sie bereits ab 10 €. Diese sind oft kaum stärker als 200-300 Watt und daher nur für sehr seltene Einsätze gedacht. Bedenken Sie, dass sehr günstige Modelle zudem oft schlechter verarbeitet sind, aufgrund ihrer geringen Leistung schneller überhitzen und in der Regel nur die nötigsten Funktionen aufweisen.

Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis: Zwischen 25 € und 80 €

Gute Stabmixer und Handrührgeräte mit bis zu 450 Watt liegen bei circa 25 € bis 80 €. Diese Geräte sind für den gelegentlichen bis alltäglichen Gebrauch optimal. Hersteller wie Philips bieten hochwertige Geräte zum fairen Preis, die teilweise sogar über zusätzliche Funktionen verfügen.

Teure Handrührgeräte: Bis 350 €

Im oberen Preissegment befinden sich hauptsächlich sehr leistungsstarke Geräte mit über 400 Watt, Handrührgeräte mit Rührständern und zahlreichem Zubehör und Profigeräte für die Gastronomie von Marken wie Kitchenaid, Turmix und Gastroback. Solche Modelle kommen eher für Hobbybäcker und -köche infrage, die extrem hohe Ansprüche an das Küchengerät stellen. Teure Geräte liegen zwischen 100 € bis circa 350 €.

Wie lautet das Fazit für Handmixer?

Je nachdem, ob Sie lieber kochen oder backen oder sogar ein leidenschaftlicher Hobbybäcker sind, gibt es unterschiedliche Kriterien, die ein Handrührgerät erfüllen muss:

  • Klassische Handmixer bestehen aus Schneebesen, Quirl und Knethacken
  • Einige Handmixer sind in einer Schüssel integriert
  • Manche Handrührgeräte besitzen eine Stabmixerfunktion
  • Einfachste Handrührgeräte bekommen Sie ab 10 €
  • Gute Mittelklassemodelle liegen zwischen 30 und 80 €
  • Handrührgeräte mit mehr als 500 Watt und Mix-Sets kosten bis zu 350 €

Schauen Sie sich gleich in unserer Bestenliste um und finden Sie das Handrührgerät, welches zu Ihren Ansprüchen passt. Wir wünschen viel Spaß beim Kochen und Backen.

Im Video vorgestellt: Handmixer

In diesem Video vergleichen wir den Krups 3 Mix 7000 mit der Kitchenaid Mid Line 9 Stufen und teilen unsere ehrliche Meinung. Erfahre, warum wir von der Kitchenaid enttäuscht wurden und warum der Krups 3 Mix 7000 unsere Erwartungen übertroffen hat. Wir zeigen dir die unterschiedlichen Funktionen und Eigenschaften beider Küchenmaschinen und geben dir eine fundierte Kaufempfehlung.

In dem YouTube-Video “Hygiene: Das gruselige Innenleben der Stabmixer | Marktcheck SWR” wird das schockierende Ergebnis einer Untersuchung über die Hygiene von Handmixern präsentiert. Die Tester zeigen, dass viele Geräte Bakterien und Schmutz beherbergen und geben hilfreiche Tipps, wie man seinen Mixer optimal reinigt. Ein erschreckender Blick hinter die Kulissen eines Küchengerätes, das oft in direkten Kontakt mit unserer Nahrung kommt.