Die Geschichte des Gasherdes ist lang: Bereits im 18. Jahrhundert fand er seinen Weg in die ersten Küchen und bis heute sind die leistungsstarken Geräte in jeder guten Restaurantküche zu finden. Neben der Energieeffizienz und der richtigen Brenneranzahl, gibt es weitere wichtige Kaufmerkmale:
Anzahl und Art der Kochfelder: Für Singles und Großfamilien
Der typische Standard-Gasherd verfügt über 4 Brenner, die für einen Haushalt mit 3 bis 4 Personen ausreichend sind. Kleine Modelle mit 2 Brennern sind für Singles gedacht, während in der Gastronomie oft Herde mit acht oder mehr Brennern zum Einsatz kommen. In der Regel bieten Gasherde 8 Temperaturstufen – von circa 140 °C (Stufe 1) bis 280 °C (Stufe 8).
Neben dem klassischen Kochfeld-Typ, dem Normalbrenner, gibt es noch andere Arten, die sich für spezielle Töpfe, Pfannen oder Zubereitungsarten eignen. Die meisten Gasherde verfügen über 2 Normalbrenner, die sich zum Erhitzen, Kochen und Braten eignen, einen Spar- und einen Starkbrenner. Das sind die wichtigsten:
- Wokbrenner: Für Woks und andere tiefe Töpfe oder Pfannen geeignet
- Sparbrenner: Für eine Flamme mit geringer Hitze, gut zum leichten Köcheln oder Warmhalten geeignet
- Starkbrenner: Für eine Flamme mit starker Hitze, erhitzt Lebensmittel besonders schnell
Bauart und Maße: Einbau-, Unterbau- oder freistehende Geräte
Ein Gas-Standherd mit Unterbau sollte mit Ihrer Küche kompatibel sein. Höhe und Tiefe sind bei den meisten Geräten gleich und betragen 90 beziehungsweise 60 cm. Die Breite des Gasherdes ist abhängig von der Anzahl der Kochfelder. Besonders beliebt sind Modelle mit 4 Kochfeldern in den Breiten 50 oder 60 cm. Große Herde mit 5 oder 6 Kochfeldern sind in der Regel 90 bis 100 cm breit. Bei Gastronomie-Herden beträgt die Breite oft bis zu 120 cm.
Auch die Bauart ist ein wichtiges Kriterium: Ist Ihre Küche hauptsächlich mit Einbaugeräten ausgestattet, bietet sich ein Einbauherd an. Einige Modelle verfügen außerdem über eine Klappe, mit der Ihnen der Herd bei Nichtbenutzung als Arbeitsfläche dient. Das ist besonders praktisch bei kleinen Küchen.

Die meisten Gasherde von Herstellern wie Amica halten verschiedene Flammengrößen bereit.
Energieverbrauch: Gas-Herdplatten sind besonders energieeffizient
Da Gasherde mit Gasbackofen nicht mit dem Label zur Energieeffizienz gekennzeichnet werden müssen, spielt die Energieeffizienzklasse nur dann eine Rolle, wenn Sie sich für einen Gas-Elektro-Herd entscheiden. Die Klassen A++, A+ und A stehen dabei für einen besonders geringen Energieverbrauch. Ein großer Vorteil der Gas-Herdplatte ist, dass sie bei gleicher Leistung circa 5-mal weniger Kosten verursacht, als eine Elektroherdplatte. Am günstigsten ist daher die Kombi aus Gas-Herdplatte und Gasbackofen: Auch der Backofen ist mit Gasbetrieb rund 80 % günstiger als ein Elektrobackofen.
Sicherheitsfunktionen: Lassen Sie den Herd von einem Fachmann anschließen
Da Gas schnell zu einem Sicherheitsrisiko wird, sollten Sie auf die sogenannte Zündsicherung achten. Moderne Herde verfügen fast immer über das Sicherheits-Feature, welches die Gaszufuhr sofort unterbricht, sobald die Flamme erlischt. Bei Geräten ohne Zündsicherung kann das Gas über längere Zeit unbemerkt austreten und im schlimmsten Fall Gasvergiftungen, Brände oder Explosionen verursachen. Um sicherzugehen, sollten Sie Ihren Gasherd immer vom Fachmann anschließen lassen. Außerdem sollten Sie Ihre Gastherme jährlich warten lassen.
Backofenfunktionen: Gasbacköfen heizen häufig nur mit Unterhitze
Für einen Haushalt mit 3 bis 4 Personen empfiehlt sich ein Backofen mit einem Mindestvolumen von circa 65 l. Berücksichtigen Sie, dass ein elektrisch betriebener Backofen über mehr Funktionen verfügt als die meisten Gasbacköfen. Diese arbeiten häufig nur mit Unterhitze, während Sie bei strombetriebenen Backöfen meist zwischen Ober- und Unterhitze, Heiß- und Warmluft, Grill- und Auftaufunktion sowie einer Pizzastufe wählen können. Auch Zusatzfunktionen wie die Selbstreinigung und programmierbare Automatikprogramme sind von Vorteil.
Reinigung und weitere Eigenschaften
Gasherde mit Emaille-Beschichtung lassen sich besonders leicht reinigen, da der Schmutz nicht so stark haftet wie bei einer Edelstahlbeschichtung. Moderne Backöfen verfügen außerdem häufig über die Funktionen „AquaClean” oder „SteamClean”, die Fettspritzer mithilfe von Wasserdampf aufweichen.