Die auf dem Markt erhältlichen Modelle unterscheiden sich nicht nur in der Produktqualität und Leistung, sondern auch in der Technik und der Ausstattung. Zunächst einmal sollte festgestellt werden, zu welchem Zweck die Gartenpumpe benötigt wird. Denn daraus ergibt sich der Pumpentyp.
Die Fördermenge
Beim Kauf sollten Sie auf die Fördermenge achten. Je höher die Fördermenge, desto mehr Wasser kann mit der Gartenpumpe pro Stunde befördert werden. Allerdings sind leistungsstärkere Pumpen mit höherer Fördermenge normalerweise auch deutlich teurer. Daher ist es in der Praxis sinnvoll, die Fördermenge dem Anwendungszweck entsprechend zu wählen.
Möchten Sie über die Pumpe Wasser zum Rasensprengen oder Blumengießen gewinnen, reicht ein Modell mit einer Fördermenge von 1.500 bis 2.000 l/h aus. Für einen größeren Swimmingpool oder die Förderung von Grundwasser für die Haustechnik sollte die Pumpe jedoch mindestens eine Fördermenge von 10.000 l/h aufweisen.
Die Ansaughöhe
Die Ansaughöhe ist ein wichtiges Kaufkriterium für die Pumpe. Hierbei handelt es sich um den maximal möglichen Höhenunterschied zwischen der Wasseroberfläche und der Pumpe. Die Wassersäule liegt üblicherweise zwischen 7 und 9 Metern. Je tiefer die Wasserquelle liegt, desto wichtiger ist es, darauf zu achten, dass die Pumpe über die benötigte Ansaughöhe verfügt.
Die Förderhöhe
Die Förderhöhe ist nicht mit der Ansaughöhe zu verwechseln. Hierbei handelt es sich um den möglichen Höhenunterschied, über den die Pumpe das Wasser von der Quelle bis zur Schlauchdüse befördern kann. Auf diesen Wert sollten Sie achten, wenn es in Ihrem Garten ein Gefälle gibt, und natürlich auch bei einem tiefen Brunnen.
Druck und Nennleistung
Je höher die Leistung und der mögliche Wasserdruck sind, desto effizienter und schneller arbeitet die Pumpe. Hochdruckpumpen sind zum Fördern großer Wassermengen geeignet und entsprechend wesentlich teurer. Als kleine Gartenpumpe reichen in der Regel auch Modelle mit niedrigerer Nennleistung und weniger Druck vollkommen aus. Diese beiden Werte stehen auch stets in Korrelation mit der möglichen Förderhöhe.
Für das Hauswasserwerk ist der Wasserdruck besonders wichtig. Er muss ausreichend hoch sein, damit das Wasser über die Wasserleitung im Haus verteilt werden kann und der nötige Druck beispielsweise zum Betreiben einer Dusche oder der Toilettenspülung aufgebaut werden kann. Üblicherweise besitzen Hauswasserwerke einen Wasserdruck zwischen 1 und 6 bar, es gibt aber auch Systeme mit höherem Druck.
Wichtig ist hierbei auch, dass Sie den Druck über den Druckschalter variabel einstellen können. 6 bar Pumpen können auch für die Gartenbewässerung sinnvoll sein. Ein Druckschalter gehört zur Standardausstattung guter Pumpen unbedingt dazu.
Der integrierte Vorfilter
Ein Modell mit integriertem Vorfilter ist dann empfehlenswert, wenn das Wasser Verunreinigungen aufweisen kann. Für Brunnen und Teiche ist dies unabdingbar, da Schmutzpartikel ansonsten die Pumpe auf Dauer beschädigen können. Auch für die Hauswasserversorgung ist der integrierte Vorfilter möglicherweise sinnvoll, um eventuell auftretende Verunreinigungen zu entfernen.
Die Energieversorgung
Die meisten heutzutage in Privathaushalten verwendeten Pumpen werden elektrisch betrieben. Elektro-Pumpen sind ganz einfach praktischer und wartungsärmer als Benzin-Pumpen. Unter Umständen kann auch der Kauf einer mit Benzin betriebenen Pumpe sinnvoll sein. Benzin-Pumpen werden für spezielle Einsatzzwecke gebraucht, bei denen kein Elektro-Anschluss vorhanden ist oder ein Kabel bei der Arbeit stören würde, wie beispielsweise auf Baustellen. Kleine Pumpen für den Gartenbereich sind auch solar-betrieben erhältlich. Solar-Pumpen sind allerdings nicht so leistungsstark.
Pumpe mit Abschaltautomatik
Aus Sicherheitsgründen ist die Abschaltautomatik empfehlenswert, beim Kauf sollten Sie sich vergewissern, dass diese Funktion vorhanden ist.

Eine Gartenpumpe kann unterschiedliche Fördermengen besitzen. Dieses Modell von OBI schafft 3.000 Liter pro Stunde.
Das Material des Pumpengehäuses
Hochwertige und langlebige Pumpen haben ein Pumpengehäuse aus Edelstahl. Sehr gut ist Inox-Stahl, da dieses Material säurebeständig ist und nicht rostet.
Die Einfüllöffnung
Eine breite Einfüllöffnung erleichtert das Befüllen der Pumpe vor Inbetriebnahme. Diesen Aspekt sollten Sie vor allem beim Kauf einer Saugpumpe beachten. Vor jeder Benutzung müssen Sie die Pumpe zunächst mit Wasser befüllen; dies ist umso einfacher, je größer die Einfüllöffnung ist.
Zubehör und Ersatzteile
Bei Markenprodukten besteht grundsätzlich der Vorteil, dass der Hersteller auch noch Jahre nach dem Kauf Ersatzteile für die Pumpe anbietet. Achten Sie beim Kauf auch auf den Lieferumfang, bei einigen Modellen ist verschiedenes Zubehör wie beispielsweise eine Abdeckung oder Ersatzteile im Set bereits enthalten.