
Hier sehen wir eine kabellose Cherry Maus, die ein typisches Scrollrad aufweist, wie wir feststellen.
Computermäuse unterscheiden sich nicht nur optisch, sondern auch in ihrer Funktionalität deutlich voneinander. Wichtige Aspekte beim Kauf sind auf jeden Fall Installation, Handhabung und Einstellungsmöglichkeiten. Was Sie alles rund um die technischen Eigenschaften von Funkmäusen wissen sollten:
Abtastverfahren
Fast alle modernen Funkmäuse verwenden das optische Abtastverfahren. Dabei strahlt auf der Unterseite der Maus eine LED oder ein Laser-Licht ab, das die darunterliegende Oberfläche reflektiert und zurückstrahlt. Ein Sensor erfasst die Reflektion, errechnet damit die Mausbewegungen und übersetzt diese in die entsprechende Cursorbewegung auf dem Bildschirm. Funkmäuse mit Laser-Technologie sind dabei meist genauer und empfindlicher als Modelle mit schwächeren Lichtquellen. Probleme hat diese Art von Computermäusen allerdings oft auf sehr glatten Oberflächen.
DPI und Abtastrate
DPI steht für Dots per Inch und ist die Maßeinheit für die Empfindlichkeit optischer Funkmäuse. Je höher sie ist, desto empfindlicher ist der Sensor und kann daher auch feinere Bewegungen registrieren und an den Computer weitergeben. Mit einer Funkmaus mit hoher DPI-Zahl können Sie daher genauer arbeiten. Die Empfindlichkeit der Maus, also wie viel diese sich pro Bewegung auf dem Bildschirm bewegt, hängt hingegen nicht nur von der Hardware ab, sondern auch von den jeweiligen Systemeinstellungen.
Die Abtastrate gibt an, wie oft die Funkmaus ihre Position an den Computer sendet. Die Hersteller geben sie in der Regel in Hertz (Hz) an. 1 Hz bedeutet ein Mal pro Sekunde. Eine Funkmaus mit 125 Hz meldet also 125 Mal pro Sekunde ihre Position, eine mit 500 Hz 500 Mal. Sehr hohe Abtastraten sind vor allem bei Gaming-Mäusen verbreitet, ihr Nutzen ist allerdings umstritten.
Tasten
Standardmäßig verfügen Funkmäuse über 2 bis 3 Tasten. Neben der linken und rechten Maustaste gehört das Scrollrad in der Mitte, welches Sie oft auch als Taste drücken können, mittlerweile zum Standard. Einige Funkmäuse haben allerdings mehr als diese 3 Standardtasten. Je nach Hersteller stehen weitere Tasten beispielsweise für die Funktionen „Vor“ und „Zurück“ in Menüs oder Sie können diese mithilfe mitgelieferter Software frei belegen.
Schnittstelle
Moderne Funkmäuse können sich auf verschiedene Arten mit einem Computer, Laptop oder Tablet als Endgerät verbinden. Einige nutzen dafür den Bluetooth-Standard und sind folglich nur mit Geräten kompatibel, die diesen ebenfalls unterstützen. Die meisten Funkmäuse arbeiten aber über USB-Funk. Sie verbinden Sie mit einem Computer, indem Sie den mitgelieferten Nano-USB-Empfänger in einen freien USB-Slot stecken. Der Funk findet anschließend zwischen Maus und USB-Empfänger statt. Dieser gibt die Daten dann über USB an den PC oder Laptop weiter.
Design
Auf dem Markt gibt es sowohl spezielle Mäuse für Rechts- und Linkshänder als auch Modelle, die Sie mit beiden Händen gleichermaßen nutzen können. Hersteller bezeichnen sie auch als ambidextrös. Ergonomische Funkmäuse sind so geformt, dass sie die natürliche Krümmung der Hand nachahmen und dadurch angenehm zu bedienen sind.