Ratgeberübersicht
  1. Wie funktioniert ein Fülldraht-Schweißgerät?
  2. Welche Schweiß-Arten gibt es generell?
  3. Fülldraht-Schweißgeräte in Tests: Worauf kommt es beim Kauf dieses Schweißgeräte-Typs an?
  4. Weitere Antworten und Fragen von Kunden, die nach Fülldraht-Schweißgerät-Tests bzw. Vergleichen suchen
  • Das Fülldraht-Schweißverfahren kommt ohne extern zugeführtes Schutzgas aus. Dies liegt daran, dass in dem Draht bereits ein Gasbildner und sogenannte Lichtbogenstabilisatoren enthalten sind.
  • Fülldraht-Schweißen ist eher für massive Schweißarbeiten geeignet. Leichtere Schweißarbeiten sollten hingegen nicht mit solch einem Schweißgerät durchgeführt werden.
  • Beim Schweißen ist das Tragen von Schutzkleidung verpflichtend. Dies bezieht die Schweißer-Schutzbrille ebenso ein, wie eine Schweißer-Schürze. Tragen Sie zudem Schutzhandschuhe.

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Das Fülldraht-Schweißen ermöglicht besonders robuste, langlebige Schweißnähte bei Aluminium und anderen Metallen. Hinzu kommt die Möglichkeit, sehr feine Schweißnähte herzustellen. Wie ist der Name bereits andeutet, nutzen Sie für dieses Schweißverfahren einen Fülldraht, welcher bereits einen Gasbildner integriert hat. Extern zugeführtes Schutzgas ist hingegen nicht notwendig.

Dieser Fülldraht-Schweißgerät-Vergleich und Ratgeber 2025 auf WELT.de erklärt, wie ein solches Gerät funktioniert und wann es zum Einsatz kommt. Die Kaufberatung hilft Ihnen dabei, das beste Fülldraht-Schweißgerät für daheim oder den Beruf zu finden.

1. Wie funktioniert ein Fülldraht-Schweißgerät?

Was ist Schweißen?

Beim Schweißen handelt es sich um ein sogenanntes Fügeverfahren. Ziel ist es, zwei Werkstücke dauerhaft miteinander zu verbinden. Hierfür stehen verschiedene Schweißverfahren zur Auswahl. Gute Beispiele sind das Gas-Schweißen, das Lichtbogenhandschweißen oder das MAG-Schweißen.

Im Gegensatz zu anderen Schweißverfahren kommt das Fülldraht-Schweißen ohne Schutzgas von außen aus. Das Fülldraht-Schweißen zählt zu den Lichtbogen-Schweißverfahren. Ein weiterer Begriff für den Fülldraht ist Seelendraht. Beim Fülldraht-Schweißen schiebt ein Motor den Fülldraht ins sogenannte Schmelzbad des Geräts. Alu-Schweißen mit einem Fülldraht-Schweißgerät ist weit verbreitet.

1.1. Was zeichnet Fülldraht aus?

Sie erhalten den Fülldraht in der Regel aufgewickelt auf einer Spule. Die Besonderheit des Fülldrahts liegt im Inneren. Hier befindet sich ein Hohlraum, der entweder mit einem Gasbilder oder aber mit Metallpulver gefüllt ist. Ein Füllgas-Schweißgerät mit Edelstahl-Fühldraht genutzt erzeugt besonders feine Nähte.

Hinweis: Bei der Arbeit mit einem Schweißbrenner sollten Sie nicht auf bestimmte Sicherheitsmaßnahmen verzichten. Dies gilt unabhängig davon, ob Sie mit einem 200-Ampere-Fülldraht-Schweißgerät oder einem geringer ausgestatteten Modell arbeiten. Schutzbrille, Sicherheitshandschuhe und eine Schweißerschürze gehören daher auf jeden Fall zu Ihrer Sicherheits-Grundausstattung beim Schweißen.

Nutzen Sie zum Lichtbogenschweißen einen Fülldraht mit Schutzgas, müssen Sie dieses nicht mehr gesondert zuführen. Generell ist ein Fülldraht mit Metallpulver nicht für ein Fülldraht-Schweißgerät geeignet. Hierfür nutzen Sie besser ein Metall-Inert-Gas-Schweißgerät (MIG) oder ein Metall-Aktiv-Gas-Schweißgerät (MAG).

Beim Fülldraht-Schweißen empfiehlt es sich, bis zu 180 A einen Drahtdurchmesser von 0,8 mm zu nutzen.

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1.2. Welche Hersteller und Marken haben Fülldraht-Schweißgeräte im Angebot?

Diverse bekannte Hersteller und Marken für Elektrowerkzeug haben auch Fülldraht-Schweißgeräte mit automatischem Drahtvorschub im Angebot. Zu den bekanntesten gehören dabei:

werkstueck wird mit fuelldraht-schweissgeraet bearbeitet

Verschweißen Sie mit einem Fülldraht-Schweißgerät verschiedene Werkstücke miteinander.

  • Parkside
  • Güde
  • Einhell
  • Weldinger
  • Kraft
  • Stahlwerk
  • Scheppach

Besonders praktisch ist in diesem Zusammenhang, dass die Anbieter nicht nur Fülldraht-Schweißgeräte für Heimwerker und Profis, sondern auch diverses Zubehör parat haben. So gibt es unter anderem praktische Fülldraht-Schweißgerät-Sets, die diese Dinge beinhalten:

  • Fülldraht-Schweißgerät-Düsen
  • Fülldraht-Schweißgerät-Ersatzteile
  • Fülldraht und Elektroden für das Schweißgerät
  • Schweißdraht
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2. Welche Schweiß-Arten gibt es generell?

Ein Vergleich zwischen verschiedenen Schweiß-Verfahren gibt Aufschluss darüber, wann das Fülldraht-Schweißgerät ohne Schutzgas zum Einsatz kommt und wann nicht. Die Eigenschaften wichtiger Lichtbogenschweiß-Arten, zu denen das Fülldraht-Schweißen gehört, listet die folgende Tabelle kompakt auf:

Schweißverfahren Eigenschaften und Verwendung
Lichtbogenhand-Schweißen
  • manuelles Schweißverfahren mit einem Lichtbogen
  • zählt zum Schmelzschweißen
  • Lichtbogen brennt zwischen Werkstück und Elektrode
  • vergleichsweise langsames Schweißverfahren
  • ist einfach zu erlernen
  • Anwendung im Hoch- und Stahlbau sowie bei der Herstellung von Rohren, Brücken oder großen Behältern
Schutzgasschweißen (SG)
  • zählt zum Schmelzschweißen
  • ist eine spezifische Variante des Lichtbogenschweißens
  • elektrischer Lichtbogen schmilzt Werkstücke an
  • Schutzgas (vor allem Helium und Argon) kommen zum Einsatz
  • Gas aus Gasflasche soll Elektrode vor Umgebungsluft schützen
  • ungewollte chemische Reaktionen werden durch Schutzgas verhindert
  • Metall-Inert-Gasschweißen (MIG) und Metall-Aktiv-Gasschweißen (MAG) sind zwei Varianten
  • beim Fülldraht-Schweißen befindet sich das Gas bereits im Röhrchendraht
Unterpulver-Schweißen
  • spezielles Lichtbogen-Schweißverfahren mit Pulver
  • zählt zum Schmelzschweißen
  • Schweißbad ist mit Schweißpulver bedeckt
  • Lichtbogen schmilzt das Schweißpulver
  • geschmolzenes Schweißpulver (Schlacke) schützt das flüssige Metall

Zudem gibt weitere Methoden, die zu den Schmelzschweiß-Verfahren gehören. Hierzu zählen unter anderem Gasschmelz-Schweißen, Laser-Schweißen oder Elektronenstrahl-Schweißen. Auch hierfür gibt es spezielle Schweißgeräte, die aber in dieser Stelle nicht näher beleuchtet werden.

3. Fülldraht-Schweißgeräte in Tests: Worauf kommt es beim Kauf dieses Schweißgeräte-Typs an?

Möchten Sie ein Fülldraht-Schweißgerät für Anfänger kaufen oder soll es doch eher ein Profi-Füllgas-Schweißgerät sein? Die Antworten auf diese und weitere Fragen liefert am besten ein Vergleich zwischen verschiedenen Geräten zum Fülldraht-Schweißen. Hierzu stehen Ihnen einige nützliche Kategorien zur Verfügung, die auch diverse Füllgas-Schweißgeräte-Tests online nutzen. Gute Beispiele sind:

  • Stromstärke in A
  • Netzanschluss in V
  • Mobilität

Auch macht es Sinn, sich Berichte über Erfahrungen mit dem Füllgas-Schweißgerät ohne Gas durchzulesen. Dort erfahren Sie unter anderem, wie praxistauglich ein bestimmtes Füllgas-Schweißgerät ist. Auch zeigen viele Erfahrungsberichte, dass Edelstahl-Fühldrähte beim Schweißgerät für besonders feine Schweißnähte sorgen.

Bei Stiftung Warentest werden Sie zu diesem Thema keine Informationen finden. Das Institut hat bislang diesen Schweißgeräte-Typ noch nicht genauer unter die Lupe genommen, weshalb an dieser Stelle auch die Vorstellung eines speziellen Fülldraht-Schweißgeräte-Testsiegers von Stiftung Warentest fehlt.

3.1. Welche maximale Stromstärke kann ein Fülldraht-Schweißgerät besitzen?

Die maximale Stromstärke ist von Gerät zu Gerät unterschiedlich. Sie reicht von 30 bis 250 A (Ampere). Die jeweilige Stromstärke ist dabei entscheidend vom Durchmesser des zu schweißenden Materials (Blech) abhängig. Bei einem Durchmesser bis zu 0,8 mm ist eine Stromstärke von 30 A zu empfehlen.

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Bei der Arbeit mit einem Fülldraht-Schweißgerät benötigen Sie kein zusätzliches Schutzgas.

200 Ampere beim Fülldraht-Schweißgerät sind hingegen für sehr dicke Bleche ratsam. Generell gilt: Je stärker das Material, desto höher muss auch die Stromstärke sein. Praktischerweise gibt es Fülldraht-Schweißgerät-Tabellen, die das Einstellen einfacher machen. Ab 1 mm gibt es für Fülldraht-Schweißgeräte diese Materialstärke-Empfehlungen:

  • 1 mm Blech-Stärke: 50 Ampere
  • 2 mm Blech-Stärke: 90 Ampere
  • 3 mm Blech-Stärke: 50 Ampere
  • 4 mm Blech-Stärke: 125 Ampere
  • 5 mm Blech-Stärke: 140 Ampere

Die teils höheren Werte bei den meist mobilen Fülldraht-Schweißgeräten in der Vergleichstabelle auf WELT.de sind darin begründet, dass es sich hierbei überwiegend um Kombigeräte handelt. Diese sind in der Lage, auch andere Schweißverfahren durchzuführen, wo höhere Stromstärken als beim Fülldraht-Schweißgerät mit Gas-Fülldrähten erforderlich sind. Deshalb ist es wichtig, dass sich der Regelbereich besonders gut und einfach einstellen lässt. Darauf weisen ebenfalls diverse Fülldraht-Schweißgeräte-Tests online hin.

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3.2. Welchen Netzanschluss sollte ein Fülldraht-Schweißgerät haben?

In diesem Bereich unterscheiden sich die meisten Fülldraht-Schweißgeräte gar nicht voneinander. Sie beziehen ihren Strom aus einer klassischen 230-Volt-Steckdose, womit auch die Netzanschluss-Art klar ist. Es gibt aber auch Schweißgeräte, die einen 400-Volt-Netzanschluss benötigen. Darauf müssen Sie bei der Wahl des Schweißgerätes bereits beim Kauf achten.

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3.3. Welches Zubehör braucht man zum Fülldraht-Schweißen?

Ein Fülldraht-Schweißgerät ohne Gas allein reicht nicht aus, um zwei Werkstücke fest zusammenzuschweißen. Vielmehr benötigen Sie unter anderem auch dieses Zubehör:

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Bei einem Fülldraht-Schweißgerät mit stufenloser Regulierbarkeit sind Sie noch flexibler bei der Arbeit und können auch feine Arbeiten präzise durchführen.

  • Drahtbürste
  • Drahtführungsrolle
  • Elektrodenhalter
  • Fülldraht
  • Gasdüse
  • Gasdüsenträger
  • Massekabel
  • Masseklemmen
  • Schlackenhammer
  • Schläuche
  • Stromdüse

Sie erhalten das Zubehör online und jedem gut sortierten Baumarkt beziehungsweise Schweißer-Fachgeschäft. Praktischerweise gibt es auch gleich Zubehör-Sets, die zum Beispiel über eine große Auswahl an Düsen verfügen.

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3.4. Welche Vorteile hat ein Kombi-Schweißgerät?

Wie Sie der Vergleichstabelle auf WELT.de entnehmen können, handelt es sich bei zahlreichen Modellen um Kombi-Schweißgeräte. Dies bedeutet, dass Sie damit verschiedene Schweiß-Verfahren durchführen können. Gute Beispiele sind MIG- und MAG-Schweißen. Ein Kombi-Gerät arbeitet oftmals zudem mit Fülldraht und Elektroden.

Gegenüber einfachen Geräten hat ein Kombi-Modell diese Vor- und Nachteile:

    Vorteile
  • bietet unterschiedliche Schweißverfahren in einem Gerät
  • ermöglicht schnellen Wechsel zwischen Schweißverfahren
  • Kombination auch mit Plasmaschneider möglich
    Nachteile
  • schwerer und teurer als ein einzelnes Gerät
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4. Weitere Antworten und Fragen von Kunden, die nach Fülldraht-Schweißgerät-Tests bzw. Vergleichen suchen

4.1. Was kosten Fülldraht-Schweißgeräte?

Für ein günstiges Fülldraht-Schweißgerät sollten Sie Anschaffungskosten von rund 100 Euro einkalkulieren. Im Schnitt zahlen Sie für Heimwerker-Fülldraht-Schweißgeräte eher zwischen 150 und 300 Euro, wenn Sie ein Fülldraht-Schweißgerät kaufen.

Sie finden aber auch mobile Fülldraht-Schweißgeräte, die mehr als 800 Euro kosten. Hierbei handelt es sich oftmals um Profi-Fülldraht-Schweißgeräte. Dazu zählen auch Schweißgeräte mit Inverter-Technik. Einen preislichen Vorteil bieten oftmals Fülldraht-Schweißgeräte-Sets, in denen bereits reichlich Zubehör enthalten ist.

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4.2. Wie gut ist ein Fülldraht-Schweißgerät?

Ein Fülldraht-Schweißgerät erweist sich als praktisch, sobald Sie das Schweißen ohne Schutzgas aus externer Quelle ausführen möchten. Von Vorteil ist dabei ein Inverter-Fülldraht-Schweißgerät. Sie können damit die Stromfrequenz steigern und in einen Strom umwandeln, der zu dem genutzten Schweißverfahren optimal passt. Allerdings sind Inverter-Fülldraht-Schweißgeräte durchaus teurer und daher eher für den Profibereich geeignet.

person in schutzkleidung mit fuelldraht-schweissgeraet

Tragen Sie bei der Arbeit mit einem Fülldraht-Schweißgerät unbedingt Schutzkleidung wie Schutzbrille, Schweißer-Schürze und Handschuhe.

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4.3. Was kann man mit einem Fülldraht-Schweißgerät alles schweißen?

Mit einem 230-V-Fülldraht-Schweißgerät fügen Sie unter anderem Bleche ab einer Stärke von rund 1 mm bis hin zu 4 oder 5 mm zusammen. Deshalb ist das Füllgas-Schweißen auch besonders gut für dickere Materialien geeignet. Der Umgang mit dem Fülldraht-Schweißgerät ohne Schutzgas erfordert allerdings ein wenig Übung. Deshalb eignet sich das Fülldraht-Schweißen nicht immer gleich gut für Anfänger.

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4.4. Was ist besser: Schutzgas oder Fülldraht?

Das Fülldraht-Schweißverfahren hat den Vorteil, dass Sie kein Schutzgas zusätzlich benötigen. Dieses befindet sich bereits im Fülldraht selbst. Für Hobbyhandwerker mit ein wenig Erfahrung ist daher vor allem diese Schweißdraht-Methode sehr gut geeignet. Das klassische Schutzgasschweißen erzeugt hingegen feinere Nähte.

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4.5. Welche Materialstärke haben Fülldrähte?

Es gibt Fülldrähte zum Fülldraht-Schweißen, in einer Stärke zwischen 0,8 und 5 mm. Sie erhalten Fülldrähte günstig online. Sie sind meistens auf eine Spule gerollt und können einfach aufbewahrt werden. Achten Sie bei dem Fülldraht immer darauf, dass es zu dem Werkstück passt, welchen Sie fügen möchten.

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Im Video vorgestellt: Fülldraht-Schweißgerät

In unserem heutigen Video wollen wir das beste MIG Schweißgerät für Anfänger vorstellen: Das Stahlwerk MIG-200 ST IGBT. Wir werden euch die Vorteile und Funktionen des Geräts zeigen und unsere Erfahrungen mit euch teilen. Wer ein zuverlässiges und einfach zu bedienendes MIG Schweißgerät sucht, sollte sich unser Video auf keinen Fall entgehen lassen!

Das YouTube-Video “Stark verbessert – Das neue Lidl Fülldrahtschweißgerät 2022!” präsentiert das neueste Modell des Fülldrahtschweißgeräts von Lidl. In dem Video werden die verbesserten Funktionen und Leistungsmerkmale des Geräts vorgestellt, die es zu einer herausragenden Wahl für Schweißarbeiten machen. Erfahren Sie alles über die Innovationen, die das neue Fülldrahtschweißgerät von Lidl zu bieten hat.