Ratgeberübersicht
  1. Wie erkenne ich gute Forstnerbohrer?
  2. Welche Forstnerbohrer passt zu mir?
  3. Welche Forstnerbohrer sind laut Tests am besten?
  4. Was kosten Forstnerbohrer?

Beim Bau des Dachstuhls oder beim Bau eines Carports kommt häufig der Forstnerbohrer zum Einsatz. Er wird genutzt, um Löcher mit besonders großem Durchmesser oder große Sacklöcher für Befestigungen zu bohren. Dieser Ratgeber hilft Ihnen, aus der Vielzahl der Marken und Modelle Ihren passenden Forstnerbohrer zu finden.

Wie erkenne ich gute Forstnerbohrer?

Die Auswahl an Herstellervarianten und Serienmodellen für Forstnerbohrer ist groß. Die Bohrer unterscheiden sich jedoch insbesondere beim Bohrerdurchmesser sowie bei den Materialien, die sie bearbeiten können. Aber auch das Material, aus dem die Forstnerbohrer gefertigt sind, ist je nach Marke unterschiedlich. Die Materialzusammensetzung spielt vor allem für die Schärfe der Umfangsschneiden eine wichtige Rolle:

  • Bohrerdurchmesser: Größen zwischen 10 mm und 50 mm sind bei Forstnerbohrern am weitesten verbreitet und in der Regel einfach erhältlich
  • Werkzeugaufnahme: Typisch für den Forstnerbohrer ist der Zylinderschaft, inzwischen existieren aber auch Varianten mit Sechskant- oder Rundschaft
  • Bearbeitbare Materialien: Bearbeitet werden können Hart- oder Weichholz, Altbaudecken und Spanplatten; einige Spezialbohrer bearbeiten sogar Stahl oder Plexiglas
  • Material: Die Bohrer sind in Hartmetall, Stahl, Spezialstahl oder Chrom-Vanadium-Stahl erhältlich
  • Arbeitslänge: 70 mm, 80 mm, 100 mm – nach oben hin gibt es kaum Grenzen, verbreitet sind jedoch Längen zwischen 13 mm bis 100 mm

Auch im Set erhältlich

Die Bohrer erhalten Sie entweder einzeln oder mehrteilig in einem Satz aus unterschiedlichen Bohrergrößen. Sie haben ein größeres Projekt vor sich? Dann greifen Sie am besten direkt zu einem Forstnerbohrer Set. Die Sets bestehen meist aus mindestens 5 Forstnerbohrern. Der Kauf eines Set lohnt sich auch preislich im Vergleich zum Einzelkauf.

Welche Forstnerbohrer passt zu mir?

Welcher Forstnerbohrer zu Ihnen passt, hängt vor allem davon ab, was Sie vorhaben. Beispielsweise müssen Sie sich entscheiden, ob Sie den Bohrer in der Freihandmaschine oder im Multifunktionswerkzeug einsetzen möchten. Darüber hinaus sollte der Schaft des Bohrers auf die Bohrmaschine passen. Und schließlich stellt sich die Frage, ob es Sie den Bohraufsatz für ein einmaliges Vorhaben nutzen oder ob Sie das Werkzeug regelmäßig verwenden werden.

Einzelne Forstnerbohrer für Laien und spezielle Vorhaben

Der Kauf einzelner Forstnerbohrer ist immer dann sinnvoll, wenn Sie eine besondere Bohrung durchführen wollen, den Bohrkopf in Zukunft aber eher nicht wieder verwenden müssen. Die Qualität des Bohrermaterials steht dann nicht an aller erster Stelle. Der Einzelkauf lohnt sich außerdem auch für Anfänger und handwerklich wenig Talentierte.

    Vorteile
  • Einzelne Bohrer sind in der Anschaffung besonders günstig
  • Sie benötigen kaum Platz zur Aufbewahrung eines einzelnen Bohrers
  • Einzelne Bohrer sind in speziellen Größen und für spezielle Vorhaben erhältlich
    Nachteile
  • Der Bohrer ist nur in einem bestimmten Durchmesser vorhanden
  • Die Nutzung des Bohrers beschränkt sich ausschließlich auf wenige Verwendungszwecke
  • Schnellerer Verschleiß, wenn derselbe Bohrer häufig genutzt wird

Forstnerbohrer im Set für Hobby-Handwerker

Wenn Sie sich ein Set an Forstnerbohrern zulegen, bekommen Sie mehrere Bohrer mit unterschiedlichen Durchmessern geliefert. Die Zusammenstellung und Anzahl der Bohrer variiert bei unterschiedlichen Anbietern von Set zu Set. Während einige Sets aus nur 4 und andere aus 6 Bohrern bestehen, sind teilweise Sätze mit bis zu 15 Bohrern erhältlich. Diese enthalten meistens die gängigen Größen zwischen 15 mm und 35 mm. Hobby-Handwerker erhalten damit eine solide Grundausstattung. Allerdings sollten Sie sich vor dem Kauf genau überlegen, welche und wie viele Bohrer Sie tatsächlich benötigen.

    Vorteile
  • Mehrere Bohrer in verschiedenen Durchmessern
  • Solide Grundausstattung
  • Preisersparnis durch Kauf im Set
  • Kommt in praktischen Aufbewahrungsetuis
    Nachteile
  • Überflüssige Bohrer im Set
  • Einzelkäufe dennoch notwendig, weil spezielle Größe nicht enthalten
  • Benötigt für die Aufbewahrung mehr Stauraum

Welche Forstnerbohrer sind laut Tests am besten?

Der Forstnerbohrer ist dafür gemacht, um mit der Zentrierspitze als Mittelpunkt der kreisrunden, scharfkantigen Schneiden ein rundes Astloch bzw. Topfloch zu hobeln. Aus diesem Grund nennt man den Forstnerbohrer auch Topflochbohrer oder Astlochbohrer. In Kombination mit einer guten Bohrmaschine können Sie damit selbst Hartholz sauber und sicher bearbeiten. Doch welche Forstnerbohrer sind empfehlenswert? Die folgenden Modelle und Marken schnitten in den Kundenrezensionen besonders gut ab:

  • Bosch Professional Holzbohrer (Durchmesser zwischen 10 mm und 50 mm; jeweils in 2 mm Schritten sowie in 15 mm, 25 mm, 35 mm und 45 mm Durchmessergröße erhältlich)
  • Famag Bormax 2.0 (Durchmesser in 20 mm, 22 mm, 26 mm, 28 mm, 30 mm, 32 mm, 42 mm, 55 mm oder 60 mm)
  • Forstnerbohrer der Marke Ent (Durchmessergrößen starten bereits ab 6 mm)
  • Holzbohrer von Fisch im Satz

Kunden, die sich für den Bosch Professional Bohrer entschieden, waren von dessen sauberen Fräskanten begeistert. Außerdem überzeugte sie die ruhige und gleichmäßige Handhabung beim Bohren. Das Modell Famag Bormax 2.0 erwies sich insbesondere für Kunden nützlich, die den Bohrer sowohl im Freihandbetrieb als auch in Tischbohrmaschinen einsetzen wollten. Die Kunden lobten außerdem die Kantenschärfe und Genauigkeit des Bohrers.

Die Forstnerbohrer von Ent schnitt im Hinblick auf das Preis-Leistungs-Verhältnis bei vielen Kunden sehr gut ab. Käufer des Forstnerbohrers von Ent schienen willens, den hohen Preis des Bohrers aufgrund seiner sehr guten Qualität zu bezahlen. Und schließlich schwärmten Nutzer, die mit Fisch-Holzbohrern arbeiteten, von der Präzision und Sauberkeit der Bohrergebnisse mit diesem Bohrer. Den Bewertungen zufolge sparten sie sich oft Zeit und Mühe für das regelmäßige Schärfen der Bohrer.

Was kosten Forstnerbohrer?

Ob Laie oder Profi-Handwerker – um präzise und saubere Astbohrungen mit Leichtigkeit ausführen zu können, ist ein Forstnerbohrer nötig. Die Preisspanne variiert dabei nicht nur abhängig von der Marke, sondern auch abhängig vom Material des Bohrers. Je nachdem, ob Sie einen Bohrer für Ihre Werkstatt daheim oder für Ihre Werkstatt am Arbeitsplatz suchen, gibt es unterschiedliche Angebote und Preissegmente.

Preiswerte Forstnerbohrer: 15 bis 40 Euro

Die meisten Topflochbohrer befinden sich preislich im Bereich zwischen 15 bis 40 Euro. Hier finden Sie eine große Auswahl aus gut zusammengestellten Forstnerbohrer-Sets, die aus legiertem Stahl hergestellt sind. Gehärtete Klingen gewährleisten das perfekte Bohrwerkzeug für Ihre Holzwerkstatt.

Forstnerbohrer im mittleren Preissegment: 50 bis 100 Euro

Im mittleren Preissegment finden sich Bohrer in vielen unterschiedlichen Größenvarianten, die im Schnitt zwischen 50 und 200 Euro kosten. Kunden schätzen die Bohrer für ihre saubere Arbeit beim Bohren von Löchern. In dieser Preisklasse können Sie hervorragende Qualität erwarten.

Premium-Forstnerbohrer: 100 bis 200 €

Im oberen Bereich der Preisspanne finden sich die besonders robusten und leistungsstarken Forstnerbohrer. Diese Werkzeuge sind hauptsächlich für sehr anspruchsvolle und alle professionell durchgeführten Anwendungszwecke geeignet.

Mit dem richtigen Forstnerbohrer gelingt Ihnen jede Bearbeitung von Holz sauber und präzise. Worauf warten Sie noch? Viel Spaß beim Handwerken.

Im Video vorgestellt: Forstnerbohrer

In diesem YouTube-Video geht es um einen Vergleichstest verschiedener Forstnerbohrer. Der Videomacher demonstriert dabei die unterschiedlichen Schneidleistungen und Haltbarkeit der einzelnen Modelle. Das Highlight des Videos ist eine unerwartete Überraschung, als ein Forstnerbohrer während des Tests plötzlich versagt und zu Bruch geht.