Schnelligkeit ist gut, aber nicht für jeden Nutzer gleichermaßen bedeutend. Zuverlässigkeit, Preis und Haltbarkeit sind vielen Personen wichtiger. Daher lässt sich keine einheitliche Antwort auf die Frage „Welche ist die beste Festplatte?“ geben. In diesem Abschnitt liegt der Fokus also auf den verschiedenen Nutzen.
Schnelle SSD-Festplatten für Video-, Musik- und Bildbearbeitung
Hier wird mit großen Dateien gearbeitet, die den gesamten Prozess verlangsamen können. Die schnellen Schreib- und Lesegeschwindigkeiten von SSDs machen die Bild-, Video- und Musikbearbeitung jedoch wesentlich zügiger und angenehmer. Die Platten sorgen auch dafür, dass Rechner schneller hochfahren. Spiele haben zudem kürzere Ladezeiten.
HDD-Festplatten und externe Speichermedien für Backups
Regelmäßige Sicherungskopien verringern die Wahrscheinlichkeit, dass es zu einem endgültigen Datenverlust kommt. Sie können wichtige Dateien oder sogar Ihr ganzes System täglich, wöchentlich oder stündlich sichern. Hierfür ist viel Speicher notwendig und den bekommen Sie mit einer HDD-Festplatte günstiger. Für Backups empfehlen sich außerdem externe Platten besonders gut, denn die können an einem anderen Ort aufbewahrt werden. Bei einem Brand, Wasserschaden oder Diebstahl gehen Ihre Daten also nicht verloren.
Um die Sicherung zu vereinfachen, lassen sich große Festplatten partitionieren. So verschwenden Sie den wertvollen Speicherplatz z. B. nicht für die Sicherung Ihrer Spiele, die Sie jederzeit wieder installieren können. Eine andere Methode zum Sichern von Daten ist das Spiegeln. Dabei beschreibt der Computer gleichzeitig 2 Festplatten mit identischen Informationen. Falls eine Festplatte ausfällt, gibt es also eine zweite Kopie.
Externe und mobile Laufwerke für unterwegs
Wer mobil arbeitet und wem die Speicherkapazität seines Laptops nicht ausreicht, braucht kleine und robuste externe Laufwerke. Die sind als Solid State sowie Hard Disk Drive erhältlich und funktionieren mit allen Betriebssystemen. Es ist also egal, ob Sie einen Windows-PCs oder einen Mac von Apple nutzen.
Externe Platten müssen Sie normalerweise nicht formatieren oder initialisieren, sondern können sie sofort nutzen, nachdem Sie sie über USB angeschlossen haben. Moderne Modelle haben fast immer Stecker des Typs USB-C. Falls es Ihnen an Steckplätzen mangelt, können Sie mit einem USB-Hub nachhelfen. Doch achten Sie darauf, dass dieser eine externe Stromversorgung hat, ansonsten stoßen Sie auf ein bekanntes Phänomen: Die Festplatte wird nicht erkannt.
Laufwerke für Serienfans
Wer nie wieder Serien verpassen möchte, kann die Folgen mit einem Festplattenrecorder aufnehmen. Die haben aber oftmals nur eine geringe Kapazität. Moderne Fernseher verfügen im Normalfall über USB-Anschlüsse, sodass Sie alternativ auch externe Laufwerke anschließen können.
NAS-Festplatten für Server
NAS steht für Network Attached Storage. Festplatten, die ein Teil eines NAS-Servers sind, müssen nicht über ein Kabel direkt mit dem eigenen Rechner verbunden werden. Ein Zugriff ist über WLAN oder das Internet möglich. Da die Geräte oftmals Kapazitäten von 8 TB und mehr haben, sind sie ideal für Firmen oder Familien, die größere Datenmengen miteinander teilen möchten.