Ratgeberübersicht
  1. Warum brauche ich eigene Fassadenfarbe für Außenwände?
  2. Welche Arten von Fassadenfarben gibt es?
  3. Auf welche Merkmale sollten Sie laut Fassadenfarben-Tests achten?
  4. Was sagen Deckkraft und Ergiebigkeit bei Fassadenfarbe aus?
  5. Weitere Fragen und Antworten von Kunden, die nach Fassadenfarbe-Tests bzw. -Vergleichen suchen
  • Fassadenfarbe muss witterungsfest sein und sowohl Hitze als auch Kälte trotzen. Daher ist Innenfarbe oft nicht für draußen geeignet.
  • Damit neue Fassadenfarbe auf dem Untergrund hält, muss dieser trocken und fettfrei sein. Poröse Stellen oder Risse müssen Sie vorab ausbessern.
  • Farben auf Silikonharzbasis gelten als qualitativ besonders hochwertig. Sie sind atmungsaktiv, pilzresistent und feuchtigkeitsabweisend.

Fassadenfarbe im Test: Ein Gerüst an einem Haus, damit die Fassade renoviert werden kann

Eine Fassade sorgt nicht nur für ein optisch ansprechendes Zuhause, sie trägt auch zu besseren Dämmwerten bei und bietet der Bausubstanz zusätzlichen Schutz vor Witterungseinflüssen. In Deutschland sind viele Häuser mit Fassadenfarbe gestrichen, die es in unterschiedlichsten Farbtönen gibt. Wir haben für Sie diverse Fassadenfarben-Tests aus dem Internet geprüft und informieren Sie hier über die unterschiedlichen Zusammensetzungen von Außenwandfarbe, die Deckkraft und die richtige Anwendung auf Altanstrichen.

1. Warum brauche ich eigene Fassadenfarbe für Außenwände?

Die Fassade ist der Witterung ausgesetzt, wird häufig nass und muss möglichst resistent gegenüber Schmutz sein. Würden Sie herkömmliche Wandfarbe auf die Außenwand auftragen, würde diese schon nach wenigen Wochen an ihre Belastungsgrenzen kommen. Flecken, Risse und abgeplatzte Stellen sind die Folge. Spezielle Fassadenfarbe für außen hält hingegen all diesen widrigen Bedingungen stand und wurde speziell für den Einsatz unter freiem Himmel konzipiert.

Kann man Fassadenfarbe einfach überstreichen?
Welche Fassadenfarbe auf den Altanstrich passt, hängt immer von Ihrer aktuellen Fassade ab. Wurde Dispersionsfarbe verarbeitet, sollte auch nur mit Dispersionsfarbe überstrichen werden. Über mineralische Farben sollten Sie hingegen nur mit anderen mineralischen Farben streichen. Wichtig ist jedoch, dass der alte Anstrich noch tragfähig ist und nicht bereits bröckelt.

2. Welche Arten von Fassadenfarben gibt es?

Fassadenfarbe unterscheidet sich nicht nur in der Optik, sondern auch in der Zusammensetzung. Während sich Silikonharz-Fassadenfarbe am oberen Ende der Preiskategorie befindet, erhalten Sie Dispersionsfarbe für Fassaden zum günstigen Preis. Im folgenden Abschnitt erklären wir die Vor- und Nachteile gängiger Fassadenfarben.

Fassadenfarbe getestet: Auf einem Gitter liegt ein Eimer Fassadenfarbe.

Fassadenfarbe in Anthrazit muss kühl und trocken gelagert werden, da sich ansonsten der Farbton ändert. Nach einem Jahr ist geöffnete Farbe zu entsorgen.

2.1. Warum wird Silikonharz-Fassadenfarbe so empfohlen?

Silikonharz-Fassadenfarbe vereint alle Vorteile von anderen Fassadenfarben, ohne dabei merkliche Nachteile aufzuweisen. Diese speziellen Außenfarben bieten eine hohe Witterungsbeständigkeit und können sowohl hohen als auch sehr tiefen Temperaturen standhalten. Die Oberfläche von Silikon-Fassadenfarbe ist schmutzresistent, da Partikel auf der glatten Struktur nur schwer haften bleiben. Laut Fassadenfarben-Tests gelten diese Farben für Fassaden als besonders geeignet.

Silikon-Fassadenfarbe ist wasserabweisend, sodass von außen keine Feuchtigkeit an die Bausubstanz dringen kann. Gleichzeitig ist diese Fassadenfarbe aber auch stark diffusionsoffen, sodass sich keine Feuchtigkeit an den Wänden staut und es nicht zur Schimmelbildung kommt.

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2.2. Ist Silikat-Fassadenfarbe gut?

Bei Silikat-Fassadenfarbe handelt es sich um eine robuste Mineralfarbe. Da diese Farbe auf Kaliwasserglas beruht und aus Quarzsand hergestellt wird, bietet sie keinen nährstoffreichen Untergrund für Schimmel. Auch Algen können sich nicht auf Silikatfarben bilden. Vor allem auf schattigen und eher feuchten Nordseiten ist das ein Vorteil.

Die Farbe weist eine offenporige Struktur auf und ist somit diffusionsoffen. Dadurch trocknen die Wände nach dem Streichen schneller ab und es ergibt sich ein gleichmäßiges Gesamtbild. Die Fassade kann unter der Farbe atmen und Feuchtigkeit wird nach außen hin abtransportiert.

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2.3. Kann ich bedenkenlos auf günstige Dispersionsfarbe zurückgreifen?

Dispersionsfarbe ist sowohl für drinnen als auch für draußen geeignet und kann Fassaden in bunten Tönen oder neutralem Grau erscheinen lassen. Dispersionsfarbe ist als Fassadenfarbe zum Sprühen geeignet, da sie sich mit Wasser verdünnen lässt und die feinen Sprühköpfe von Akku-Farbspritzpistolen nicht verkleben.

Tipp: Auf mineralischem Untergrund sollten Sie zuerst immer einen Tiefengrund anbringen. Dadurch wird der Untergrund grundiert und bietet im Anschluss eine sehr gute Haftfähigkeit für die Dispersionsfarbe.

Ein Nachteil vieler günstiger Dispersionsfarben für die Fassade ist, dass die Bindemittel bei direkter Sonneneinstrahlung aufweichen. Dadurch können sich Schmutzpartikel in der Farbe festsetzen, die sich nicht einfach mit dem Hochdruckreiniger entfernen lassen.

Im Test: Ein Eimer Fassadenfarbe liegt auf einem grauen Boden.

Reinacrylat-Fassadenfarbe ist ein Bindemitteltyp und steht in verschiedenen Qualitätsstufen zur Verfügung.

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3. Auf welche Merkmale sollten Sie laut Fassadenfarben-Tests achten?

Abgesehen von der Zusammensetzung der Farbe sollten Sie laut Fassadenfarben-Tests auch auf die Witterungsbeständigkeit, die Atmungsaktivität und die Deckkraft achten. Worauf Sie als Laie hier Wert legen sollten, zeigt Ihnen der folgende Abschnitt.

3.1. Wie witterungsbeständig ist Fassadenfarbe?

Die Außenfassade ist das gesamte Jahr der Witterung ausgesetzt. Entsprechend muss Ihre Fassadenfarbe UV-beständig und gleichzeitig frostsicher sein. Ansonsten kommt es zu Rissen im Anstrich, die Farbe beginnt zu bröckeln und verliert ihre Haftfähigkeit auf dem Untergrund.

Fassadenfarbe für außen sollte aber nicht nur der Witterung trotzen, sondern auch gleichzeitig noch keinen Nährboden für Schimmel oder Algen bieten. Nässe, Feuchtigkeit und Schatten fördern den Algen- und Schimmelwuchs, was sich dann in unschönen Verfärbungen zeigt. Vor allem auf hellen Fassadenfarben sind die unschönen Flecken sofort sichtbar und trüben so das Aussehen.

Fassadenfarbe in Tests: In einem Regal stehten mehrere Eimer Fassadenfarbe neben- und übereinander.

Fassadenfarbe von swingcolor kann glänzend oder matt sein. Sie finden aber graue Fassadenfarbe mit feinen Glaspartikeln und Glitzereffekt.

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3.2. Warum sollte Fassadenfarbe diffusionsoffen sein?

Laut Fassadenfarben-Tests aus dem Internet ist es wichtig, dass Sie sich für eine diffusionsoffene und somit atmungsaktive Silikon-Fassadenfarbe entscheiden. Das ist wichtig, damit die Bausubstanz “atmen” kann und es unter der Farbe nicht zu einem Feuchtestau kommt.

Viele ältere Gebäude sind nur schlecht gedämmt, sodass es an kalten Tagen durch die großen Temperaturunterschiede zwischen warmen Innenräumen und kalten Außenmauern zur Kondensbildung kommen kann. Wird diese Feuchtigkeit in der Fassade eingeschlossen, kann das die Schimmelbildung fördern und über lange Zeit hinweg sogar die Bausubstanz angreifen.

Doch auch Neubauten mit gedämmten Fassaden sollten nur mit diffusionsfähiger Fassadenfarbe gestrichen werden. Häufig hat der Rohbau hier nicht genügend Zeit zum “Atmen” und die Feuchtigkeit dringt erst nach und nach aus der Bausubstanz. Auch hier ist es wichtig, dass es zu keinem Feuchtestau kommt.

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3.3. Gibt es umweltfreundliche Fassadenfarbe?

Möchten Sie umweltfreundliche Fassadenfarbe auftragen, können Sie sich an Gütesiegeln wie dem Blauen Engel orientieren. Doch auch Werbeversprechen wie lösemittelfreie und emissionsarme Farbe geben Hinweise darauf, dass es sich um eine umweltfreundliche Außenfarbe handelt.

Hinweis: Ein niedriger VOC-Gehalt ist ebenfalls ein Indiz für umweltfreundliche Farbe. Laut EU-Gesetz liegt der Grenzwert bei 30 Gramm pro Liter. Je geringer der Gehalt an flüchtigen organischen Verbindungen, desto weniger Schadstoffe werden an die Umgebungsluft abgegeben.

Die umweltfreundlichste Fassadenfarbe ist Kalkfarbe ohne chemische Zusätze. Im Vergleich zu Lacken sind hier nur natürliche Mineralstoffe enthalten, die sogar dem Boden zugeführt werden können. Da die Farbe alkalisch ist, weist sie aber dennoch natürlich schimmelhemmende Eigenschaften auf.

Jedoch ist die Langlebigkeit hier nicht ganz so gut, sodass Sie die Fassade alle paar Jahre neu streichen müssen. Zudem kann Kalkfarbe nur auf mineralischen Untergründen verarbeitet werden.

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4. Was sagen Deckkraft und Ergiebigkeit bei Fassadenfarbe aus?

Sie wollen eine dunkle Fassade hell streichen oder Schlammflecken am Sockel überstreichen? Dann braucht es eine Fassadenfarbe mit hoher Deckkraft. Mit Außenfarben können Sie typischerweise 5 bis 8 m² pro Liter streichen. Hier müssen Sie sich nicht auf die Werbeversprechen der Hersteller verlassen, denn DIN-Normen regeln die Deckkraftklassen ganz genau:

Deckkraftklasse Eigenschaften
Klasse 1
  • beste Deckkraft
  • 99,5 % Deckvermögen
  • einmaliger Anstrich ausreichend
Klasse 2
  • Deckkraft zwischen 98 und 99,5 %
  • zum Übermalen von Flecken
  • einmaliger Anstrich meist ausreichend
Klasse 3
  • Deckkraft zwischen 95 und 98 %
  • meist zweifacher Anstrich nötig – somit mehr Liter notwendig
  • dunkle Farben oder deutliche Flecken nur schwer übermalbar
Klasse 4
  • Deckkraft unter 95 %
  • mindestens zweifacher Anstrich nötig
  • geringe Deckkraft kann andere Farben durchscheinen lassen

Tipp: Wenn Sie Fassadenfarbe auf Dispersionsbasis nutzen, sollten diese nicht zu stark verdünnt werden. Beigemengtes Wasser verringert die Deckkraft deutlich. Halten Sie sich daher immer an die Angaben des Herstellers.

Günstige Fassadenfarbe hat meist eine geringe Deckkraft. Lassen Sie sich also nicht vom Preis täuschen, denn Sie benötigen für den gleichmäßigen und sauberen Anstrich mengenmäßig mehr Farbe. Daher ist es für große Flächen an Fassaden sinnvoll, gleich auf teurere Farbe mit hoher Deckkraft zurückzugreifen.

5. Weitere Fragen und Antworten von Kunden, die nach Fassadenfarbe-Tests bzw. -Vergleichen suchen

5.1. Welche Nachteile hat Fassadenfarbe mit Lotuseffekt?

Der Lotuseffekt bei grauer Fassadenfarbe führt dazu, dass Nässe und Schmutz einfach abperlen und sich nicht auf der Oberfläche festsetzen können. Jedoch reagieren die Lasuren sehr empfindlich auf Fett, sodass bereits Berührungen mit den Händen dazu führen können, dass der Abperl-Effekt verhindert wird.

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5.2. Welche Fassadenfarbe ist modern?

Beige Fassadenfarbe und Fassadenfarben in Brauntönen liegen voll im Trend. Knallbunte Farben wie Blau, Rot oder Grün hingegen zieren aktuell nur wenige moderne Häuser. Wollen Sie sich farblich nicht festlegen, ist Fassadenfarbe in Anthrazit eine zeitlose Alternative. Da die Farbpalette von Fassadenfarbe sehr groß ist, können Sie die eigenen vier Wände auch außen ganz nach Ihrem Geschmack gestalten.

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5.3. Ist weiße Fassadenfarbe sinnvoll?

Weiße Fassadenfarbe macht optisch zwar etwas her, ist aber auch anfälliger für Schmutz und Verfärbungen. Diese sollten Sie nur in Kombination mit einer passenden Beschichtung auftragen und regelmäßig reinigen, damit das optische Ergebnis auch auf Dauer ansprechend bleibt.

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5.4. Welche Fassadenfarbe benutzen Maler?

Maler greifen auf qualitativ hochwertige Fassadenfarbe von bekannten Marken zurück. Dabei können Sie als Kunde zwischen den verschiedenen Arten der Fassadenfarbe wählen und je nach Budget zwischen einfacher Dispersionsfarbe und langlebiger Siliconharz-Farbe wählen.

Bekannte Marken für Fassadenfarben sind:

  • Caparol
  • Sto
  • Alpina
  • Brillux
  • Schöner Wohnen
  • Keim
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5.5. Hat die Stiftung Warentest einen Fassadenfarben-Testsieger gekürt?

Ein Fassadenfarben-Test der Stiftung Warentest liegt bislang nicht vor. Anhand der von uns genannten Qualitätskriterien wie Deckkraft und UV-Beständigkeit können Sie jedoch jede Fassadenfarbe prüfen und das für Sie passende Produkt auswählen.

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