Ratgeberübersicht
  1. Was ist eine elektronische Signatur und wie unterscheidet sie sich von einer digitalen Signatur?
  2. Ist eine elektronische Signatur rechtsgültig und sicher?
  3. eSign-Anbieter-Tests: Wie können Sie eine elektronische Signatur erstellen?
  4. Weitere Antworten und Fragen von Kunden, die nach eSign-Tests bzw. -Vergleichen suchen
  • Elektronische Signaturen ermöglichen rechtlich verbindliche Dokumentenunterzeichnungen ohne Papier oder physische Anwesenheit und fördern die Digitalisierung.
  • Professionelle eSign-Tools bieten meist automatisierte Workflows und unterstützen qualifizierte Signaturen für höchste Sicherheit.
  • Qualifizierte Signaturen bieten höchste Rechtssicherheit und sind der handschriftlichen Unterschrift gleichgestellt.

eSign-Tools im Test: Ein Mann unterschreibt digital.

Elektronische Signaturen vereinfachen den Abschluss von Verträgen und bieten höchste Sicherheit. WELT.de zeigt Ihnen in dieser Kaufberatung, wie Sie passende eSign-Tools nutzen, digitale Unterschriften erstellen und rechtliche Anforderungen einhalten.

1. Was ist eine elektronische Signatur und wie unterscheidet sie sich von einer digitalen Signatur?

Elektronische Signaturen ermöglichen eine rechtlich verbindliche Unterzeichnung von Dokumenten, ohne dass Papier oder physische Anwesenheit erforderlich sind. Sie sind ein zentraler Bestandteil moderner Geschäftsprozesse und unverzichtbar in der digitalen Kommunikation. Digitale Signaturen sichern die Integrität und Authentizität der übermittelten Daten. Die nachfolgenden Abschnitte klären die Unterschiede und beleuchten die technischen und rechtlichen Grundlagen.

1.1. Elektronische Signatur vs. digitale Signatur

eSign-Tools im Test: ein Stift ist auf einer leuchtenden Oberfläche zu sehen.

Elektronische Unterschriften bzw. Signaturen werden nicht zwingendermaßen mit einem Stift erstellt. Ähnlich wie digitale Signaturen werden diese häufig codiert und dank entsprechend Standard auch nachvollziehbar entschlüsselt.

Eine elektronische Signatur dient der Zustimmung zu einem Dokument und entspricht je nach Signaturstandard rechtlich einer handschriftlichen Unterschrift. Sie wird häufig in Geschäftsprozessen verwendet, um Verträge oder Vereinbarungen zu unterzeichnen.

Digitale Signaturen hingegen basieren auf kryptografischen Algorithmen. Sie gewährleisten die Integrität eines Dokuments und sichern die Authentizität des Absenders. Ein typisches Beispiel für digitale Signaturen ist die Verschlüsselung von E-Mails, um sensible Informationen vor unbefugtem Zugriff zu schützen.

Die Begriffe werden oft synonym verwendet, beschreiben jedoch unterschiedliche Funktionen. Elektronische Signaturen haben einen klaren rechtlichen Fokus, während digitale Signaturen eine technologische Grundlage bieten. In der Praxis kommen digitale Signaturen bei der Verifizierung von Absendern und der Absicherung elektronischer Daten zum Einsatz.

1.2. Welche Arten von elektronischen Signaturen und Sicherheitsstufen sollten eSign-Tools bieten?

eIDAS-Verordnung

Die eIDAS-Verordnung regelt die Nutzung elektronischer Signaturen in der EU. Sie definiert Standards für Sicherheit und Rechtssicherheit und gewährleistet die grenzüberschreitende Anerkennung qualifizierter Signaturen in allen Mitgliedstaaten.

Die besten eSign-Tools sollten über die drei Haupttypen elektronischer Signaturen verfügen, die sich durch ihre Sicherheitsstufen unterscheiden. Die einfache elektronische Signatur (aus dem Englischen “simple electronic signature”, kurz SES) ist die grundlegende Form und wird ohne besondere technische Anforderungen erstellt. Sie eignet sich für allgemeine Dokumente, bei denen keine Identitätsprüfung erforderlich ist.

Die fortgeschrittene elektronische Signatur (Englisch: “advanced electronic signature”, kurz AES) bietet einen höheren Schutz, da sie auf kryptografischen Methoden basiert und die Identität des Unterzeichners prüft. Die qualifizierte elektronische Signatur (im Englischen: “qualified electronic signature”, kurz QES) erfüllt die höchsten Sicherheitsanforderungen und ist mit einer handschriftlichen Unterschrift rechtlich gleichgestellt.

Für einen besseren Überblick haben wir hier auf WELT.de die Merkmale der Sicherheitsstufen in einer Tabelle zusammengefasst:

Sicherheitsstufe Merkmale
einfache elektronische Signatur (SES)
  • Einfach zu erstellen
  • Keine spezielle technische Infrastruktur erforderlich
  • Geringer Schutz gegen Manipulation
fortgeschrittene elektronische Signatur (AES)
  • Authentifizierung des Unterzeichners erforderlich
  • Nutzung kryptografischer Verfahren
  • Schützt vor unbefugten Änderungen am Dokument
qualifizierte elektronische Signatur (QES)
  • Erfüllt die höchsten Sicherheitsstandards
  • Wird durch zertifizierte Anbieter ausgestellt
  • Rechtlich gleichgestellt mit handschriftlichen Unterschriften
  • Sicher gegen jegliche Art von Manipulation
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1.3. Warum sind elektronische Signaturen in vielen Bereichen unverzichtbar?

Elektronische Signaturen können handschriftliche Unterschriften ersetzen und zahlreiche Vorteile bieten. Sie senken Kosten für Papier, Druck und Versand. Gleichzeitig beschleunigen sie Arbeitsprozesse erheblich, da Dokumente in Sekunden übermittelt und unterzeichnet werden können.

In Unternehmen optimieren elektronische Signaturen interne und externe Abläufe. Behörden nutzen sie für Genehmigungsverfahren und Bürgeranträge. Versicherungen vereinfachen Vertragsabschlüsse und Schadensregulierungen. Im Gesundheitswesen erleichtern sie den sicheren Austausch sensibler Daten. Immobiliengeschäfte werden effizienter abgewickelt, da Vertragsparteien unabhängig von ihrem Standort agieren können.

Rechtlich anerkannt und einfach in der Handhabung, fördern elektronische Signaturen die Digitalisierung. Sie ermöglichen eine effiziente Zusammenarbeit, reduzieren Papierverbrauch und tragen zur Nachhaltigkeit bei. Durch ihre Flexibilität und Sicherheit sind sie ein unverzichtbares Werkzeug für moderne Arbeitsprozesse. Der Einsatz reduziert auch Risiken von Datenverlust, da digitale Prozesse besser nachvollziehbar und sicherer gestaltet sind.

Einige weitere Bereiche beziehungsweise Möglichkeiten, bei denen elektronische Signaturen besonders hilfreich sein können, sind unter anderem die folgenden:

  • Kursanmeldungen unterschreiben
  • Arbeitsverträge digital bestätigen
  • AGB beim Kauf akzeptieren
  • Lieferungen online quittieren
eSign-Anbieter im Test: Ein Mann unterschreibt auf einem Tablet.

Wer Papier reduzieren und gleichzeitig Zeit einsparen will, sollte über eSign-Tools nachdenken. Durch automatisierte Prozesse lassen sich beide Ziele erreichen.

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2. Ist eine elektronische Signatur rechtsgültig und sicher?

Elektronische Signaturen ermöglichen die digitale Abwicklung zahlreicher Geschäftsprozesse und erfordern rechtliche sowie technische Standards, um sicher und rechtsverbindlich zu sein. Die nachfolgenden Abschnitte zeigen, wie elektronische Signaturen rechtlich bewertet werden und welche Kriterien sie erfüllen müssen.

2.1. Ist eine elektronische Signatur rechtsgültig?

Die Rechtsgültigkeit elektronischer Signaturen wird durch die eIDAS-Verordnung auf EU-Ebene geregelt. Entscheidend ist, dass die Signatur die Authentizität des Unterzeichners sicherstellt und die Integrität des Dokuments gewährleistet. Grundlegende Signaturen erfüllen diese Anforderungen nur eingeschränkt. Fortgeschrittene und qualifizierte Signaturen hingegen genügen höheren Sicherheitsstandards und bieten eine rechtlich verbindliche Grundlage. Die Wahl des Verfahrens hängt von den rechtlichen Anforderungen des jeweiligen Einsatzbereichs ab.

Tipp: Rechtsgültig bedeutet, dass eine Signatur anerkannt wird und bindend ist. Rechtssicher umfasst darüber hinaus, dass sie allen gesetzlichen Anforderungen entspricht, manipulationssicher ist und in Streitfällen vor Gericht Bestand hat.

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2.2. Einsatzbereich der Signaturen: SES, AES und QES im Überblick

Die Einsatzbereiche elektronischer Signaturen variieren je nach Sicherheitsniveau und rechtlicher Verbindlichkeit. Einfache elektronische Signaturen werden häufig für interne Dokumente und Einverständniserklärungen genutzt, da sie unkompliziert erstellt werden können. Sie bieten jedoch nur eingeschränkte Sicherheit und sind nicht für rechtlich anspruchsvolle Dokumente geeignet.

eSign-Tools im Test: Eine Frau nimmt ein Paket an und unterschreibt dafür auf einem Tablet.

Einige elektronische Unterschriften sind schon voll im Alltag angekommen. Das Annehmen von Paketen quittieren wir bereits seit Jahren digital.

Fortgeschrittene elektronische Signaturen finden Anwendung als digitale Unterschrift bei geschäftlichen Verträgen und behördlichen Formularen. Sie bieten eine höhere Sicherheit, da die Identität des Unterzeichners authentifiziert wird. Diese Signaturen werden in vielen Bereichen akzeptiert, in denen eine Manipulationssicherheit gefordert ist.

Die qualifizierte elektronische Signatur wird für notarielle Urkunden, Arbeitsverträge und gerichtliche Dokumente verwendet. Sie erfüllt die höchsten rechtlichen Anforderungen und ist der handschriftlichen Unterschrift gleichgestellt. Dies macht sie unverzichtbar für Prozesse, die maximale Sicherheit und Verbindlichkeit erfordern.

Zur besseren Übersicht haben wir die typischen Einsatzbereiche der verschiedenen Signaturarten, welche die meisten eSign-Tools bieten, für Sie zusammengefasst:

Signaturstandard Einsatzbereiche
einfache elektronische Signatur (SES)
  • Interne Dokumente
  • Einverständniserklärungen
  • Unkritische Zustimmungen
  • Mietverträge
fortgeschrittene elektronische Signatur (AES)
  • Geschäftliche Verträge
  • Behördliche Formulare
  • Kaufmännische Vereinbarungen
  • Handyverträge
qualifizierte elektronische Signatur (QES)
  • Notarielle Urkunden
  • Arbeitsverträge
  • Gerichtliche Dokumente
  • Finanzverträge
  • Immobiliengeschäfte
  • Langfristige Mietverträge
  • Verträge im Gesundheitswesen

2.3. So prüfen Sie die Gültigkeit einer elektronischen Signatur

Um die Gültigkeit einer elektronischen Signatur zu überprüfen, benötigen Sie geeignete Prüfsoftware oder ein entsprechendes PDF-Programm. Die Signaturdetails geben Auskunft über die Zertifizierungsstelle, das Datum und die Integrität des Dokuments. Eine gültige Signatur wird als “vertrauenswürdig” angezeigt, während Warnmeldungen auf mögliche Manipulationen hinweisen.

Für die qualifizierte elektronische Signatur (QES) sollten Sie sicherstellen, dass das vom eSign-Anbieter verwendete Zertifikat von einer akkreditierten Zertifizierungsstelle ausgestellt wurde. Nur so kann eine rechtliche Verbindlichkeit garantiert werden. Achten Sie zudem auf landesspezifische Vorschriften, die die Anerkennung und Nutzung elektronischer Signaturen regeln.

3. eSign-Anbieter-Tests: Wie können Sie eine elektronische Signatur erstellen?

Elektronische Signaturen lassen sich auf verschiedene Arten erstellen, wie verschiedene Tests von eSign-Anbietern zeigen. Wie das geht, ist abhängig von den verfügbaren Werkzeugen und der gewünschten Sicherheitsstufe. Die nachfolgenden Abschnitte erläutern, wie einfache und professionelle Lösungen genutzt werden können, um rechtlich gültige Signaturen zu erstellen.

3.1. Schnell ohne Hilfsmittel oder mit kostenlosen eSign-Tools

eSign-Tools im Test: Ein Drucker mit Scanner scannt mehrere Bögen Papier ein.

Kurz die eigene, handschriftliche Unterschrift einscannen und so eine digitale erhalten? Ist möglich, oftmals ist der Signaturstandard für Verträge jedoch zu gering.

Für einfache Anwendungen eignen sich kostenlose Tools oder Standardsoftware wie PDF-Reader mit integrierten Signaturfunktionen. Diese Lösungen sind besonders nützlich, wenn Sie gelegentlich Dokumente signieren müssen. Mit Bildbearbeitungsprogrammen können Sie auch eine eingescannte Signatur auf einem Dokument platzieren, wie in manchen Tests von eSign-Tools hervorgehoben wird. Dazu digitalisieren Sie Ihre Unterschrift und speichern das damit versehene Dokument ab. Allerdings zählt solch eine Unterschrift nur als einfache elektronische Signatur.

Besonders einfach ist die Nutzung eines geeigneten eSign-Tools, bei dem Sie Ihre Unterschrift digitalisieren und direkt einfügen können. Viele Programme bieten Drag-and-Drop-Funktionen für eine schnelle und unkomplizierte Anwendung. Solche Tools sind ideal für Einverständniserklärungen, interne Dokumente oder andere weniger formelle Zwecke. Oftmals können Sie bei den kostenlosen elektronischen Signaturen jedoch nicht den Signaturstandard wählen. Benötigen Sie einen hohen Standard, ist die Nutzung kostenloser eSign-Tools nicht zu empfehlen.

Hinweis: Bei kostenlosen eSign-Tools ist Datensicherheit entscheidend. Nutzen Sie nur gesicherte Webseiten und vertrauenswürdige Anbieter, um Ihre digitalen Unterschriften vor Missbrauch und unbefugtem Zugriff zu schützen.

3.2. Mit professionellen eSign-Tools für mehr Sicherheit und Akzeptanz

Professionelle eSign-Tools bieten deutlich mehr Sicherheit und Funktionen als einfache oder kostenlose Alternativen. Diese Lösungen eignen sich insbesondere für Unternehmen und Organisationen, die regelmäßig rechtsverbindliche Dokumente erstellen und signieren müssen. Sie unterstützen oft mehrere Signaturarten, einschließlich qualifizierter elektronischer Signaturen (QES).

Wie sich professionelle eSign-Tools von den kostenlosen abheben, haben wir hier auf WELT.de für Sie nochmals zusammengefasst:

    Vorteile
  • Bieten höchste Sicherheit durch zertifizierte Anbieter
  • Integration in bestehende Workflows und Software
  • Erfüllen internationale Standards für rechtliche Anerkennung
  • Ermöglichen das Verwalten großer Mengen an Dokumenten
    Nachteile
  • Höhere Kosten im Vergleich zu kostenlosen Lösungen
  • Einarbeitung in komplexe Funktionen erforderlich

4. Weitere Antworten und Fragen von Kunden, die nach eSign-Tests bzw. -Vergleichen suchen

Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen zu elektronischen Signaturen, ihren Einsatzmöglichkeiten und Voraussetzungen. Erfahren Sie, wie eSign-Tools Ihre digitalen Prozesse erleichtern können.

4.1. Kann auf dem Smartphone eine digitale Unterschrift erstellt werden?

Ja, mit passenden Apps können Sie digitale Unterschriften erstellen. Für iOS finden Sie eSign-Apps im App Store, mit welchen Sie direkt auf Dokumenten digital unterschreiben können. Für Android-Smartphones finden Sie solche Apps im Playstore.

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4.2. Mit welchen Geräten kann digital unterschrieben werden?

Digitale Signaturen lassen sich auf Computern, Tablets und Smartphones erstellen. Voraussetzung ist ein Gerät mit kompatibler Software oder einer entsprechenden App. Moderne Geräte unterstützen auch Touchscreen-basierte Signaturen für maximale Flexibilität.

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4.3. Welche Voraussetzungen gelten für elektronische Signaturen in Deutschland?

In Deutschland muss eine elektronische Signatur gemäß eIDAS-Verordnung erstellt werden. Qualifizierte Signaturen erfordern ein Zertifikat von einer akkreditierten Zertifizierungsstelle. Zudem ist eine sichere Hardware wie ein Kartenlesegerät oder eine zertifizierte Signatursoftware notwendig.

eSign-Tools im Test: Eine Übersicht von Europa mit der stilisierten Europaflagge darüber gelegt.

Die EU regelt nicht nur die eIDAS-Verordnung, sondern auch, dass elektronische Signaturen in allen Ländern anerkannt werden. Außerdem sorgt sie dafür, dass sie sicher und einfach nutzbar sind.

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4.4. Können eSign-Tools PDFs mit Unterschriften erstellen?

Ja, eSign-Tools bieten umfassende Funktionen, um PDFs mit digitalen Unterschriften zu versehen. Viele Programme ermöglichen es, Dokumente direkt hochzuladen, Unterschriften hinzuzufügen und die signierten Dateien sicher zu speichern oder weiterzugeben.

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4.5. Welche eSign-Tools sind empfehlenswert?

Tools wie Foxit-eSign überzeugen durch benutzerfreundliche Funktionen wie automatisierte Workflows und die Integration in PDF-Editoren. Es unterstützt auch qualifizierte Signaturen. Weitere empfehlenswerte Tools sind BoldSign und Signwell, die hohe Sicherheitsstandards bieten.

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