Ratgeberübersicht
  1. Wann bekommt man einen Elektrorollstuhl?
  2. Was unterscheidet den besten Elektrorollstuhl für draußen von einem Modell für Innenräume?
  3. Elektrorollstühle in Tests: Was sind ihre Vor- und Nachteile?
  4. Von welchen Marken können Sie einen Elektrorollstuhl kaufen und wird ein Elektrorollstuhl von der Krankenkasse bezahlt?
  5. Weitere Antworten und Fragen von Kunden, die nach Elektrorollstuhl-Tests bzw. -Vergleichen suchen
  • Ein Elektrorollstuhl ist grundsätzlich für alle Personen geeignet, die auf einen klassischen Rollstuhl angewiesen sind. Der Unterschied liegt lediglich im Antrieb. Elektrische Modelle müssen nicht mit der Muskelkraft der Arme angetrieben werden.
  • Unterschiede zeigen sich zudem im Preis. Ein Elektrorollstuhl ist in der Regel teurer als ein manuell zu betreibendes Modell. In vielen Fällen kann jedoch finanzielle Unterstützung durch die Krankenkasse in Anspruch genommen werden.
  • Achten Sie in Ihrem persönlichen Test zu E-Rollstühlen auch auf das Gewicht. Denn die Elektrovariante kann schwerer als ein herkömmlicher Rollstuhl sein und sollte dies durch eine entsprechend hohe Leistungsfähigkeit wieder wettmachen.

Elektrorollstuhl im Test: Frau in Elektrorollstuhl in einer Palmenallee

Menschen mit körperlicher Behinderung können auf einen Rollstuhl angewiesen sein. Auch wenn es immer wieder neue Bemühungen im Bereich der Barrierefreiheit gibt, stellt die Nutzung eines Rollstuhls dennoch eine Einschränkung dar. Um diese so gering wie möglich zu halten, ist eine geeignete Rollstuhlvariante von Vorteil.

Neben klassischen Modellen können Sie für sich selbst oder als Angehöriger eines Menschen mit Gehbehinderung einen Elektrorollstuhl wählen. Das spezielle Pflegehilfsmittel erfordert keine zweite Person oder die eigene Muskelkraft zur Fortbewegung. Somit bringen Sie auf simple Art wieder mehr Mobilität in Ihren Alltag.

In unserem Elektrorollstuhl-Vergleich auf WELT.de haben wir alle wichtigen Themen rund um die Modelle mit E-Antrieb zusammengefasst. Sie erhalten dabei unter anderem einen Einblick in die Kosten, die Antragsmöglichkeiten bei der Krankenkasse und die Unterschiede zwischen Elektrorollstühlen für den Außenbereich und Modellen für drinnen.

1. Wann bekommt man einen Elektrorollstuhl?

Perfekte Mobilität ist ein Muss

Auch Menschen im Rollstuhl möchten ihren Alltag möglichst uneingeschränkt bewältigen und unter anderem eigenständig ihre Besorgungen erledigen. Daher ist die perfekte Mobilität im Alltag ein absolutes Muss. Doch nicht immer ist die Umsetzung einfach. Steile Straßen, zusätzliche körperliche Beschränkungen oder eine fehlende Begleitperson können die Mobilität schnell einschränken. In diesen Fällen schaffen E-Rollstühle Abhilfe. Der elektrische Antrieb bringt mehr Eigenständigkeit in Ihren Alltag und hilft Ihnen dabei, ein unabhängigeres Leben zu führen.

Ein Elektrorollstuhl ist grundsätzlich immer dann eine Überlegung wert, wenn Sie selbst oder Angehörige nicht eigenständig laufen können. Neben der klassischen Variante ohne Antrieb ist der Elektrorollstuhl aber in erster Linie für Menschen mit schwerer körperlicher Behinderung sinnvoll.

Auch für Menschen im höheren Alter ist ein normaler Rollstuhl oft nicht mehr ausreichend, denn mit der Zeit schwindet die Muskelkraft in den Armen und die Fortbewegung ist nur noch mithilfe einer anderen Person möglich.

Der E-Antrieb des Rollstuhls schafft hier neue Freiheiten. Denn auch wenn Sie oder Angehörige nicht dazu in der Lage sind, den Rollstuhl eigenständig fortzubewegen, sind Sie durch den Motor nicht zwingend an andere Personen gebunden. Der Rollstuhl wird dabei in der Regel über einen Akku mit Strom versorgt. Über einen Motor werden die Räder dann in Bewegung gesetzt. Dabei können Sie laut zahlreicher Elektrorollstuhl-Tests im Internet aus diversen Typen wählen:

Art des Elektrorollstuhls Eigenschaften
Faltbarer Elektrorollstuhl
  • lässt sich einfach in den eigenen vier Wänden verstauen
  • passt auch in den Kofferraum
  • ideal für Menschen mit Behinderung, die häufig unterwegs sind
Elektrorollstuhl mit Stehfunktion
  • ermöglicht das Stehen (verwendende Person ist dabei am Rollstuhl gesichert)
  • unterstützt bei fehlender Barrierefreiheit im Alltag
  • Modelle sind oft deutlich teurer
Elektrorollstuhl für Personen mit Übergewicht
  • höhere Belastbarkeit
  • spezieller Elektrorollstuhl bis 180 kg belastbar
  • robustere Bauweise

Hinweis: Je mehr Funktionen ein E-Rollstuhl umfasst, desto teurer wird er in der Anschaffung. Dennoch sollten die Funktionen immer auf die individuellen Bedürfnisse zugeschnitten werden. Nur so bringt der Elektrorollstuhl auch eine deutlich höhere Lebensqualität mit sich.

2. Was unterscheidet den besten Elektrorollstuhl für draußen von einem Modell für Innenräume?

Elektrorollstuhl getestet: Mann mit Anglerhut in Elektrorollstuhl, der in einem Teich angelt

Für den Einsatz auf unebenem Untergrund bietet sich ein Elektrorollstuhl mit breiteren, luftgefüllten Reifen an.

In Ihrem E-Rollstuhl-Test sollte auch das Einsatzgebiet berücksichtigt werden. Denn es macht einen Unterschied, ob Sie sich mit dem Rollstuhl ausschließlich in den eigenen vier Wänden oder auch draußen bewegen möchten.

Ein Elektrorollstuhl fürs Gelände ist in der Regel mit speziellen Reifen ausgestattet. Diese sind mit Luft gefüllt und ermöglichen so auch die Fortbewegung auf unebenem oder weicherem Untergrund. Mit dem leichten Elektrorollstuhl können Sie so beispielsweise auch über Wiesen fahren.

Im Gegensatz zu einem Modell für den Außenbereich haben die meisten Elektrorollstühle für drinnen Reifen aus Vollgummi. Diese sind nicht mit Luft gefüllt und oft deutlich kleiner. Sie eignen sich nur für feste und glatte Untergründe.

Hinweis: In der Regel ist ein Elektrorollstuhl bis 150 kg belastbar. Wenn Menschen mit Behinderung schwerer sind, muss oft auf spezielle Modelle zurückgegriffen werden.

Auch der Antrieb kann sich deutlich unterscheiden. Ein Elektrorollstuhl für Steigungen muss nämlich mehr Leistung bringen. Dadurch ergibt sich zudem eine höhere Maximalgeschwindigkeit. So ist auch ein Elektrorollstuhl mit 15 km/h keine Seltenheit.

Die Eigenschaften der verschiedenen Typen fassen wir hier für Sie zusammen:

Typ des Elektrorollstuhls Eigenschaften
Elektrorollstuhl fürs Gelände
  • verfügt über spezielle Reifen (meist mit Luftfüllung)
  • stärkerer Antrieb (auch für Steigungen ausgelegt)
  • kann sich auf unebenem Gelände fortbewegen
Elektrorollstuhl für den Innenbereich
  • meist mit Vollgummireifen
  • für die Anwendung auf glattem Untergrund wie Fliesen geeignet

3. Elektrorollstühle in Tests: Was sind ihre Vor- und Nachteile?

Für Ihren persönlichen Elektrorollstuhl-Test ist es von entscheidender Bedeutung, die Vor- und Nachteile der besagten Modelle zu kennen. Inwiefern der Elektrorollstuhl eine Bereicherung für Personen mit körperlicher Behinderung darstellt, hängt von der individuellen Verfassung ab.

Wer die Arme nur eingeschränkt nutzen kann oder über wenig Muskelkraft verfügt, ist meist auf fremde Hilfe angewiesen. Der Elektrorollstuhl hingegen kann hier mehr Flexibilität und Eigenständigkeit in den Alltag zurückbringen.

Die Vor- und Nachteile eines Rollstuhls mit Elektroantrieb haben wir Ihnen auf WELT.de noch einmal übersichtlich gegenübergestellt:

    Vorteile
  • keine Muskelkraft zur Fortbewegung notwendig
  • Modelle für drinnen und draußen verfügbar
  • keine weitere Person zum Schieben benötigt
  • Stehfunktion fördert Flexibilität im Alltag zusätzlich
  • Elektrorollstuhl mit 15 km/h und mehr ermöglicht schnelle Fortbewegung
    Nachteile
  • teurer als manuell zu bedienende Ausführungen

Die Kosten für einen Elektrorollstuhl sind zwar deutlich höher, oft aber nur zweitrangig. Denn wenn ein Anspruch auf ein Pflegehilfsmittel dieser Kategorie besteht, erfolgt die Finanzierung in der Regel über die Krankenkasse.

4. Von welchen Marken können Sie einen Elektrorollstuhl kaufen und wird ein Elektrorollstuhl von der Krankenkasse bezahlt?

Hersteller von Elektrorollstühlen haben sich häufig auf die Produktion und den Vertrieb von Pflege-Produkten und -Hilfsmitteln spezialisiert. Hinsichtlich Aufbau, Reichweite und Geschwindigkeit gibt es oft zahlreiche Unterschiede. Daher ist es wichtig, den Elektrorollstuhl ganz genau auf Ihre Bedürfnisse abzustimmen.

Elektrorollstuhl getestet: Mensch in Elektrorollstuhl in einer modernen Küche

Auch in Ihren eigenen vier Wänden sind Sie mit einem Elektrorollstuhl oft schneller und wendiger unterwegs.

Auf WELT.de präsentieren wir Ihnen einige beliebte Hersteller, deren Produkte in zahlreichen Elektrorollstuhl-Tests im Internet gute Kritiken erhalten haben:

  • Meyra
  • Ergofix
  • Sonilift
  • Otto Bock
  • Invacare
  • Dietz

Die Preise für Elektrorollstühle liegen dabei in den meisten Fällen im vierstelligen Bereich. Oft werden für einen leichten Elektrorollstuhl zwischen 1.000 und 5.000 Euro fällig. Ein besonders günstiger Elektrorollstuhl kann auch für weniger als 1.000 Euro erworben werden. Diese Produkte sind aber überwiegend für den Gebrauch in Innenräumen geeignet und bieten nur wenige Funktionen.

Wenn Sie Ihren Elektrorollstuhl-Test durchgeführt haben, steht die Kontaktaufnahme mit der Krankenkasse an. Dies entfällt natürlich, wenn Sie das Gerät aus der eigenen Tasche finanzieren möchten. Aufgrund der hohen Preise ist eine Anfrage bei der Krankenkasse aber in jedem Fall sinnvoll.

Dabei müssen die folgenden Schritte vorgenommen werden:

    • Wenn Sie einen Elektrorollstuhl von der Krankenkasse finanziert bekommen möchten, sind Sie in der Nachweispflicht. Ein Arzt muss daher bestätigen, dass ein herkömmlicher Rollstuhl nicht ausreichend und ein elektrisches Modell höchst empfehlenswert oder zwingend erforderlich ist.
    • Gibt es ein gültiges Rezept für einen Elektrorollstuhl, sollten Sie sich mit der Krankenkasse in Verbindung setzen. So erfahren Sie, in welchem Sanitätshaus ein finanzierter Rollstuhl erworben werden kann. Auch online findet sich in der Regel eine Auflistung.
    • Noch vor dem Kauf muss ein Kostenvoranschlag erstellt werden. Da die Preise im vierstelligen Bereich liegen, muss die Krankenkasse die Genehmigung intensiv prüfen. Gemeinsam mit dem Attest wird der Kostenvoranschlag dann eingereicht.
    • In der Regel muss die Krankenkasse binnen drei Wochen ab Erhalt auf die Anfrage reagieren. Eine Ausnahme gibt es, wenn der MDK hinzugezogen wird. Dann verlängert sich die Frist auf fünf Wochen.
    • Wird der Antrag genehmigt, kann der Elektrorollstuhl gekauft werden. Die Abrechnung erfolgt dann in der Regel direkt mit der Krankenkasse. Wird der Antrag abgelehnt, haben Sie die Möglichkeit, Einspruch einzulegen.

Nicht jeder Elektrorollstuhl wird von der Krankenkasse finanziert. Häufig handelt es sich um Basismodelle mit einfacher Antriebsart und geringer Geschwindigkeit, für die Ihnen eine Förderung zusteht. Vorab können Sie bereits nach einem Elektrorollstuhl mit Hilfsmittelnummer recherchieren. Denn nur diese Modelle können von der Krankenkasse übernommen werden.

5. Weitere Antworten und Fragen von Kunden, die nach Elektrorollstuhl-Tests bzw. -Vergleichen suchen

Sie möchten mehr über Elektrorollstühle erfahren? Zum Ende unserer Kaufberatung beantworten wir 2025 Ihre noch offenen Fragen.

Elektrorollstuhl im Test: Mensch in Elektrorollstuhl, der eine Rampe hinauffährt

Um Steigungen problemlos zu überwinden, greifen Sie zu einem Elektrorollstuhl mit ausreichend hoher Leistung.

5.1. Was kostet ein klappbarer Elektrorollstuhl?

Wenn Sie sich einen faltbaren Elektrorollstuhl zulegen möchten, steigt der Preis oft etwas an. Damit der Elektrorollstuhl klappbar wird, muss sich der starre Rahmen nämlich über Gelenke falten lassen. Die Preise für ein solches Modell beginnen meist bei 1.500 Euro und sind darüber hinaus von den zusätzlichen Funktionen abhängig.

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5.2. Hat die Stiftung Warentest bereits einen Elektrorollstuhl-Testsieger gekürt?

Von der Verbraucherschutzorganisation wurde bislang keine Analyse zu Elektrorollstühlen durchgeführt. Wenn Sie auf eine Fachberatung zurückgreifen möchten, können Sie auch mit dem behandelnden Arzt oder dem Sanitätshaus in Verbindung treten.

Hinweis: Auch über die Krankenkasse lässt sich ein Elektrorollstuhl mit Hilfsmittelnummer finden. Für den reinen Vergleich können Sie zudem direkt online nach passenden Modellen suchen und dazu gerne unsere Vergleichstabelle und Kaufberatung nutzen.

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5.3. Ist ein Elektrorollstuhl zerlegbar?

Es gibt spezielle Elektrorollstühle, die sich zerlegen lassen. Dies hat den großen Vorteil, dass sie selbst im kleinsten Kofferraum oder auch im Flugzeug transportiert werden können. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass der Auf- und Abbau beim zerlegbaren Elektrorollstuhl relativ schnell und einfach vonstattengeht.

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5.4. Wie schnell fährt ein Elektrorollstuhl?

Grundsätzlich kann ein Elektrorollstuhl 10 km/h oder mehr erreichen. Zu kaufen gibt es sehr schnelle Modelle aber nur selten. Der Grund dafür ist einfach. Standard-Modelle mit Elektroantrieb erreichen eine Geschwindigkeit von 6 km/h. Krankenkassen sehen oft keine Notwendigkeit darin, schnellere und teurere Modelle zu finanzieren. Daher haben sich die meisten Hersteller vorwiegend auf Elektrorollstühle mit einer maximalen Geschwindigkeit von 6 km/h spezialisiert.

Elektrorollstuhl im Test: Elektrorollstuhl mit Kippschutz-Rad

Für eine besonders sichere Überwindung von Bordsteinkanten und anderen kleinen Hindernissen sorgt ein zusätzlich stützendes Rad im hinteren Bereich des Elektrorollstuhls.

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5.5. Braucht ein Elektrorollstuhl Taschen?

Zusätzliche Taschen am Elektrorollstuhl können sinnvoll sein. So sind etwa das Handy, das Portemonnaie oder auch wichtige Medikamente jederzeit griffbereit. Dabei muss nicht unbedingt auf spezielles Zubehör des Anbieters zurückgegriffen werden. Taschen für den Elektrorollstuhl können Sie auch nachträglich mittels eines Klettverschlusses montieren.

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Im Video vorgestellt: Elektrorollstuhl

Das YouTube-Video “Faltbarer Elektrorollstuhl ergoflix® LXplus mit Beleuchtung | Vorteil: Krankenkassenzuschuss” präsentiert einen innovativen elektrischen Rollstuhl, der sich einfach zusammenfalten lässt und über eine integrierte Beleuchtung verfügt. Der Hauptfokus liegt dabei auf dem Vorteil eines möglichen Krankenkassenzuschusses für den Erwerb dieses Rollstuhls.