Hersteller von Elektrorollstühlen haben sich häufig auf die Produktion und den Vertrieb von Pflege-Produkten und -Hilfsmitteln spezialisiert. Hinsichtlich Aufbau, Reichweite und Geschwindigkeit gibt es oft zahlreiche Unterschiede. Daher ist es wichtig, den Elektrorollstuhl ganz genau auf Ihre Bedürfnisse abzustimmen.

Auch in Ihren eigenen vier Wänden sind Sie mit einem Elektrorollstuhl oft schneller und wendiger unterwegs.
Auf WELT.de präsentieren wir Ihnen einige beliebte Hersteller, deren Produkte in zahlreichen Elektrorollstuhl-Tests im Internet gute Kritiken erhalten haben:
- Meyra
- Ergofix
- Sonilift
- Otto Bock
- Invacare
- Dietz
Die Preise für Elektrorollstühle liegen dabei in den meisten Fällen im vierstelligen Bereich. Oft werden für einen leichten Elektrorollstuhl zwischen 1.000 und 5.000 Euro fällig. Ein besonders günstiger Elektrorollstuhl kann auch für weniger als 1.000 Euro erworben werden. Diese Produkte sind aber überwiegend für den Gebrauch in Innenräumen geeignet und bieten nur wenige Funktionen.
Wenn Sie Ihren Elektrorollstuhl-Test durchgeführt haben, steht die Kontaktaufnahme mit der Krankenkasse an. Dies entfällt natürlich, wenn Sie das Gerät aus der eigenen Tasche finanzieren möchten. Aufgrund der hohen Preise ist eine Anfrage bei der Krankenkasse aber in jedem Fall sinnvoll.
Dabei müssen die folgenden Schritte vorgenommen werden:
- Wenn Sie einen Elektrorollstuhl von der Krankenkasse finanziert bekommen möchten, sind Sie in der Nachweispflicht. Ein Arzt muss daher bestätigen, dass ein herkömmlicher Rollstuhl nicht ausreichend und ein elektrisches Modell höchst empfehlenswert oder zwingend erforderlich ist.
- Gibt es ein gültiges Rezept für einen Elektrorollstuhl, sollten Sie sich mit der Krankenkasse in Verbindung setzen. So erfahren Sie, in welchem Sanitätshaus ein finanzierter Rollstuhl erworben werden kann. Auch online findet sich in der Regel eine Auflistung.
- Noch vor dem Kauf muss ein Kostenvoranschlag erstellt werden. Da die Preise im vierstelligen Bereich liegen, muss die Krankenkasse die Genehmigung intensiv prüfen. Gemeinsam mit dem Attest wird der Kostenvoranschlag dann eingereicht.
- In der Regel muss die Krankenkasse binnen drei Wochen ab Erhalt auf die Anfrage reagieren. Eine Ausnahme gibt es, wenn der MDK hinzugezogen wird. Dann verlängert sich die Frist auf fünf Wochen.
- Wird der Antrag genehmigt, kann der Elektrorollstuhl gekauft werden. Die Abrechnung erfolgt dann in der Regel direkt mit der Krankenkasse. Wird der Antrag abgelehnt, haben Sie die Möglichkeit, Einspruch einzulegen.
Nicht jeder Elektrorollstuhl wird von der Krankenkasse finanziert. Häufig handelt es sich um Basismodelle mit einfacher Antriebsart und geringer Geschwindigkeit, für die Ihnen eine Förderung zusteht. Vorab können Sie bereits nach einem Elektrorollstuhl mit Hilfsmittelnummer recherchieren. Denn nur diese Modelle können von der Krankenkasse übernommen werden.