Ratgeberübersicht
  1. Wie teuer ist eine E-Scooter-Versicherung?
  2. Welche Unterschiede gibt es im Vergleich der E-Scooter-Versicherungen?
  3. Wie lange gilt eine E-Scooter-Versicherung?
  4. Ist der Abschluss einer E-Scooter-Versicherung online möglich?
  5. Weitere Antworten und Fragen von Kunden, die nach E-Scooter-Versicherung-Tests bzw. Vergleichen suchen
  • Günstige Versicherungen für E-Scooter kosten in der Regel weniger als 50 Euro im Jahr. Zur Auswahl stehen Tarife mit Haftpflicht und mit Teilkasko.
  • Eine E-Scooter-Versicherung ist auf die Dauer des jeweiligen Versicherungsjahrs befristet. Endet dieses, muss die Versicherung erneuert werden.
  • Ein Online-Antrag ermöglicht es Ihnen, die E-Scooter-Versicherung sofort abzuschließen. Dies spart Zeit und ein Termin vor Ort ist nicht notwendig.

E-Scooter-Versicherung-Test: Eine Person fährt auf einem weißen E-Scooter.

Das Fahren eines E-Rollers ohne Versicherung ist in Deutschland verboten. Ähnlich wie bei anderen Fahrzeugen gelten klare Bestimmungen hinsichtlich des Alters des Fahrers oder der Höchstgeschwindigkeit. So darf ein E-Roller beispielsweise nicht schneller als 20 km/h fahren und der Fahrer muss mindestens 14 Jahre alt sein.

Doch welche Versicherung ist erforderlich, welche Leistungen sind enthalten und wie unterscheiden sich die Tarife? In diesem Ratgeber erfahren Sie, welche Kosten auf Sie zukommen, welche Unterschiede es zwischen Haftpflicht- und Teilkaskoversicherung gibt und worauf Sie beim Abschluss zusätzlich achten sollten.

1. Welche Unterschiede gibt es im Vergleich der E-Scooter-Versicherungen?

Im Vergleich der verschiedenen E-Scooter-Versicherungen bestehen neben dem Preis insbesondere Unterschiede in den verschiedenen Deckungssummen sowie dem jeweiligen Leistungsumfang. So können im Schadensfall unterschiedlich hohe Beträge gezahlt oder auch eine entsprechende Selbstbeteiligung fällig werden.

Zusätzlich gibt es Unterschiede bei optionalen Zusatzleistungen wie einem Teilkaskoschutz, einer Diebstahlabsicherung oder einem Schutz für elektronische Bauteile. Auch die Vertragsbedingungen variieren je nach Anbieter, hauptsächlich hinsichtlich der Kündigungsfristen oder möglicher Wartezeiten.

1.1. Was bedeuten die unterschiedlichen Deckungssummen?

Bei einer Versicherung für E-Scooter gilt es primär zwischen verschiedenen Deckungssummen zu unterscheiden. Die maximale Deckungssumme zeigt Ihnen, wie viel die Versicherung maximal für Sachschäden bezahlt. Bei den meisten E-Scooter-Versicherungen sind, wie diverse Tests zeigen, Sachschäden mit bis zu 100 Millionen Euro abgedeckt.

Zusätzlich gilt es bei einer Versicherung für E-Roller auch auf die Deckungssumme für Personenschäden zu achten. Diese wird gesondert ausgewiesen und liegt je nach Tarif zwischen 7,5 und 15 Millionen Euro.

Test verschiedener E-Scooter-Versicherungen: Ein E-Scooter liegt nach einem Unfall auf der Straße.

Die Haftpflicht einer E-Scooter-Versicherung kommt für Schäden an anderen Fahrzeugen und ähnlichem auf.

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1.2. E-Scooter-Versicherungen im Test: Wird im Schadensfall eine Selbstbeteiligung fällig?

Bei vielen E-Roller-Versicherungen ist im Schadensfall eine Selbstbeteiligung fällig. Dies bedeutet, dass Sie einen gewissen Teil der Kosten zunächst selbst übernehmen müssen.

Oftmals ist die Selbstbeteiligung fester Bestandteil des Vertrags und kann nicht frei gewählt werden. Beispielsweise bei den E-Scooter-Versicherungen der Allianz, der Gothaer und der AXA beträgt die Selbstbeteiligung jeweils 150 Euro.

Bei den Tarifen der Bayerischen können Sie hingegen zwischen 150 und 300 Euro wählen. Tarife ohne Selbstbeteiligung sind hingegen recht selten. Unter anderem bei der R+V können Sie eine Versicherung für Ihren E-Scooter ohne Selbstbeteiligung abschließen.

Welche Vorteile und Nachteile ein Tarif ohne Selbstbeteiligung laut verschiedenen E-Scooter-Versicherung-Tests mit sich bringt, zeigen wir Ihnen hier:

    Vorteile
  • keine zusätzlichen Kosten im Schadensfall
  • klare Kalkulierbarkeit der Versicherungskosten
  • besonders geeignet für häufige Nutzung oder höhere Schadensrisiken
  • einfachere Abwicklung im Schadensfall
    Nachteile
  • höhere jährliche Versicherungsprämien
  • weniger attraktiv für Fahrer mit geringen Schadensrisiken
  • bei kleinen Schäden könnte der Tarif mit Selbstbeteiligung günstiger sein
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1.3. Ist bei einer E-Scooter-Versicherung eine Teilkasko sinnvoll?

Möchten Sie eine Versicherung für Ihren Elektro-Roller abschließen, stehen Ihnen in der Regel zwei unterschiedliche Varianten zur Auswahl: eine reine Haftpflichtversicherung oder eine Haftpflicht inklusive Teilkaskoversicherung.

Bei einer reinen Haftpflicht handelt es sich in der Regel um eine günstige E-Scooter-Versicherung, die einen grundlegenden Versicherungsschutz bietet. So deckt diese lediglich die verursachten Schäden ab, jedoch keine Schäden am eigenen Fahrzeug.

E-Scooter-Versicherungen im Test: Ein Mann stürzt mit dem E-Scooter über den Bordstein.

Ist Ihr E-Scooter nach einem Sturz beschädigt, kommt die Haftpflicht nicht für diese Reparaturkosten auf.

Eine Teilkaskoversicherung deckt hingegen auch bestimmte Schäden an Ihrem Roller. Allerdings wirkt sich dies auch negativ auf die Kosten der E-Scooter-Versicherung aus. So sind Tarife ohne Teilkasko laut verschiedenen E-Scooter-Versicherung-Tests durchschnittlich rund 50 % günstiger.

Welche Schäden von einer Haftpflicht und einer Teilkasko jeweils übernommen werden, sehen Sie hier:

Art der Versicherung Eigenschaften
Haftpflicht
  • deckt Schäden ab, die Sie anderen zufügen
  • ist gesetzlich vorgeschrieben
  • keine Deckung für Schäden am eigenen E-Scooter
  • schützt vor hohen finanziellen Forderungen Dritter
Teilkasko
  • deckt Schäden am eigenen E-Scooter ab
  • inklusive Schutz bei Diebstahl und Vandalismus
  • optional und nicht gesetzlich vorgeschrieben
  • kann höhere Kosten als die Haftpflicht mit sich bringen

Hinweis: Eine klassische Vollkasko wie bei einer Kfz-Versicherung gibt es bei E-Scooter-Versicherung normalerweise nicht.

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2. Wie teuer ist eine E-Scooter-Versicherung?

Die Kosten einer E-Scooter-Versicherung sind im Vergleich zu einer Kfz-Versicherung recht gering. Eine günstige E-Scooter-Versicherung erhalten Sie zum Beispiel bereits für unter 30 Euro im Jahr. Je nach Versicherungsanbieter liegen die Kosten durchschnittlich zwischen 25 und 50 Euro.

Faktoren wie die Deckungssumme und der Leistungsumfang wirken sich jedoch ebenfalls auf die Kosten einer E-Scooter-Versicherung aus. So können umfassendere Tarife mit Teilkasko jährlich auch 100 Euro oder mehr kosten.

Wichtig ist es dabei zu beachten, dass die Preise jeweils für ein komplettes Versicherungsjahr gelten. Schließen Sie innerhalb eines Jahres eine neue E-Roller-Versicherung ab, fällt lediglich ein anteiliger Beitrag an.

Tipp: Einige Anbieter von E-Scooter-Versicherungen bieten zudem weitere Tarife an. Dies ist beispielsweise bei der Allianz der Fall, bei welcher sie eine sogenannte Elektrokasko abschließen können. Diese umfasst zusätzliche Leistungen unter anderem hinsichtlich Schäden an elektronischen Komponenten.

3. Wie lange gilt eine E-Scooter-Versicherung?

Was bedeuten die unterschiedlichen Farben der Kennzeichen?

Bei E-Scootern und Kleinkrafträdern wechselt die Farbe des Kennzeichens jährlich. Insgesamt gibt es drei Farben: Schwarz, Grün und Blau. Dementsprechend wiederholt sich die jeweilige Farbe alle drei Jahre.

In der Regel ist eine E-Scooter-Versicherung für ein Jahr gültig. Ähnlich wie bei einem Moped oder anderen Kleinkrafträdern ist bei E-Scootern ein spezielles Kennzeichen notwendig. Dieses gilt es jedes Jahr zu erneuern.

Zu beachten gilt es dabei, dass das Versicherungsjahr jeweils zum 1. März beginnt und mit dem letzten Tag des Februars im darauffolgenden Jahr endet. Schließen Sie innerhalb des Versicherungsjahres eine E-Roller-Versicherung ab, gilt diese ebenfalls bis maximal zum letzten Tag des Februars.

E-Scooter-Versicherungen getestet: Ein Mann schiebt seinen E-Roller und am Lenker hängt sein Helm.

Eine Helmpflicht gibt es in Deutschland nicht, dennoch empfehlen wir Ihnen zur Sicherheit immer einen Helm zu tragen.

4. Ist der Abschluss einer E-Scooter-Versicherung online möglich?

Viele Anbieter ermöglichen einen einfachen Abschluss der Versicherung über die jeweilige Homepage. Dies hat den Vorteil, dass Sie die E-Scooter-Versicherung sofort abschließen können und keine Wartezeit beispielsweise durch den Postweg haben.

Haben Sie sich einen E-Scooter gekauft und möchten diesen kurzfristig nutzen, ist dies mithilfe eines Online-Antrags problemlos möglich. In den meisten Fällen erhalten Sie nach der Beantragung eine digitale Versicherungsbestätigung, während das Kennzeichen je nach Anbieter per Post versendet oder in einer Partnerfiliale abgeholt werden kann.

Andere Versicherungsgesellschaften bieten jedoch lediglich ein Kontaktformular an oder verweisen auf einen Termin mit einem Ansprechpartner vor Ort. Dies kann den Abschluss verzögern, sodass es sinnvoll ist, sich vorab über die Bearbeitungsdauer und die Bereitstellung des Kennzeichens zu informieren.

5. Weitere Antworten und Fragen von Kunden, die nach E-Scooter-Versicherung-Tests bzw. Vergleichen suchen

Zum Ende unserer Kaufberatung widmen wir uns den häufigsten Fragen zu E-Scooter-Versicherungen. Unter anderem zeigen wir Ihnen, welche Versicherung Sie genau benötigen und welche Unterlagen für den Abschluss notwendig sind.

E-Scooter-Versicherungen im Test: Ein Mann schließt seinen E-Scooter an.

Um einen Diebstahl Ihres E-Scooters zu vermeiden, sollten Sie diesen immer anschließen.

5.1. Wann ist eine Versicherung für E-Roller notwendig?

Möchten Sie mit Ihrem Elektro-Roller am Straßenverkehr teilnehmen, ist eine E-Scooter-Versicherung Pflicht. Ohne eine gültige Versicherung dürfen E-Scooter nicht auf öffentlichen Straßen oder Radwegen genutzt werden. Der Gesetzgeber schreibt vor, dass jedes zulassungspflichtige Fahrzeug über eine Haftpflichtversicherung verfügen muss, um im Schadensfall Dritte abzusichern.

Neben der Versicherungspflicht gibt es weitere gesetzliche Vorgaben, die beachtet werden müssen. Dazu gehören unter anderem das Mindestalter, die zulässige Höchstgeschwindigkeit und die Notwendigkeit eines Kennzeichens. Je nach Fahrzeugtyp gibt es hier Unterschiede, die darüber entscheiden, ob eine Versicherung erforderlich ist oder nicht.

Welche Vorschriften für E-Scooter, E-Bikes und ähnliche Fahrzeuge gelten, zeigt die folgende Übersicht:

Fahrzeugtyp Vorschriften in Deutschland
E-Scooter
  • Versicherung & Kennzeichen: Pflicht
  • Kennzeichen: Versicherungsaufkleber
  • Mindestalter: 14 Jahre
  • Führerschein: nicht erforderlich
  • Höchstgeschwindigkeit: 20 km/h
E-Bike
  • Versicherung & Kennzeichen: Pflicht
  • Mindestalter: 16 Jahre
  • Führerschein: Klasse AM
  • Höchstgeschwindigkeit: 45 km/h
Pedelec
  • Versicherung & Kennzeichen: nicht erforderlich
  • Mindestalter: keine Vorschrift
  • Führerschein: nicht erforderlich
  • Höchstgeschwindigkeit: Tretunterstützung bis 25 km/h
S-Pedelec
  • Versicherung: Pflicht
  • Kennzeichen: Versicherungskennzeichen
  • Mindestalter: 16 Jahre
  • Führerschein: Klasse AM
  • Höchstgeschwindigkeit: Tretunterstützung bis 45 km/h
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5.2. Welche Versicherung gilt für einen E-Roller?

Nicht alle Versicherungen bieten spezielle Tarife für E-Roller an. Jedoch ist zum Beispiel auch eine normale Mopedversicherung ausreichend als Versicherungsschutz. Daher können Sie oftmals mit den verschiedenen Tarifen nicht nur E-Roller, sondern auch andere Fahrzeuge versichern. Einige Beispiele sind unter anderem:

  • Moped
  • Mofa
  • Roller
  • Quad
  • Segway
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5.3. Welche Unterlagen sind für eine E-Scooter-Versicherung notwendig?

Für den Abschluss einer E-Scooter-Versicherung benötigen Sie in der Regel die Fahrzeugdaten sowie Ihre persönlichen Daten. Zusätzlich sind Ihre Zahlungsinformationen wie die IBAN für einen Lastschrifteinzug erforderlich. Benötigt werden somit in der Regel:

  • Fahrzeugdaten (Hersteller, Modell, Fahrzeug-Identifikationsnummer)
  • Persönliche Daten (Name, Adresse, Geburtsdatum)
  • Bankverbindung für den Lastschrifteinzug oder alternative Zahlungsmethode
  • E-Mail-Adresse zur digitalen Zustellung der Versicherungsunterlagen

Tipp: Schließen Sie die Versicherung online ab, können Sie die benötigten Daten bequem eingeben und erhalten den Versicherungsnachweis meist direkt digital.

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5.4. Was passiert, wenn man ohne Versicherung mit dem E-Scooter fährt?

Nutzen Sie Ihren E-Scooter ohne Versicherung, kann dies ernsthafte Konsequenzen haben. Das Fahren ohne die gesetzlich vorgeschriebene Haftpflichtversicherung ist laut Gesetz eine Straftat.

Für das Fahren eines E-Rollers ohne Versicherung droht eine Strafe von bis zu einem Jahr Gefängnis. Zudem haften Sie bei einem Unfall für die entstandenen Schäden selbst.

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5.5. E-Roller-Versicherung: Wer darf mit dem E-Scooter fahren?

In der Regel gilt eine E-Scooter-Versicherung für das jeweilige Fahrzeug und ist nicht direkt personenbezogen. Dementsprechend können nicht nur der Versicherungsnehmer, sondern auch weitere Personen mit dem E-Roller fahren. Dies gilt es jedoch im Einzelfall in den jeweiligen Versicherungsbedingungen vorab zu prüfen und darauf zu achten, ob Dritte als Fahrer ausgeschlossen werden.

Tipp: Ein Führerschein ist für das Fahren eines E-Scooters in Deutschland nicht notwendig.

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