Auf dem Markt gibt es unterschiedlichste Drechselbänke: von der Tischdrehmaschine über Metalldrehbank bis hin zu CNC-Drehmaschine und Leit- und Zugspindeldrehmaschine. Dabei sind der Aufbau und die Funktionsweise einer Drechselmaschine immer gleich. So bestehen die Drehbänke aus einem Maschinenbett, einem Spindelstock, einem Reitstock und einer Handauflage mit Halterung. Sonderbauteile ergänzen eine Drechselmaschine. Beim Bearbeiten des Werkstücks werden dann die sogenannten Drehteile zwischen Spindelstock und Reitstock eingespannt. Alternativ geht das auch einseitig mit einem Spannfutter.
Danach wird das Drehteil in Rotation versetzt, mit Druck auf die Werkzeugauflage das Werkzeug fixiert und mit der anderen Hand das Werkzeug entlang der Achsen geführt. So bringen Sie Ihr Werkstück in die gewünschte runde oder kugelförmige Form. Für diese präzise Arbeit muss eine Drechselbankallerdings bestimmte Kriterien erfüllen:
Leistung: Für Profis bis zu 400 Volt
Eine Drechselbank wird mit einer elektrischen Motorleistung betrieben. Dabei sollte der Motor über eine Leistung von mindestens 150 W verfügen. Ob im Hobby- oder Profibereich, eine hohe Leistung und eine moderate Betriebsspannung sind empfehlenswert. Im Hobby-Handwerkerbereich eignen sich etwa 230 V, im Profibereich kann es schon einem Starkstromanschluss von 400 V sein. Je stärker der Motor, desto härter kann das Werkstück sein. Bedenken Sie jedoch, dass sich der Preis vor allem an der Motorleistung gestaltet.
Drehzahl: Bis zu 2.500 Umdrehungen
Bei der Drehzahl handelt es sich um die Geschwindigkeit, mit welcher die Achse rotiert, um das Werkstück bearbeiten zu können. Je höher die Drehzahl ausfällt, desto schneller kommt das Drehteil in Rotation und dementsprechend schnell können Sie dieses bearbeiten. Eine gute Drechselbank sollte mindestens 2.500 Umdrehungen pro Minute schaffen.
Umdrehungen über 5.000 pro Minute eignen sich nur dann, wenn sich mehrere Geschwindigkeitsstufen einstellen lassen. Da beim Drechseln Präzision und Schnelligkeit in Einklang gebracht werden müssen, ist vor allem für Einsteiger ein Modell mit stufenloser Drehzahlregelung gut geeignet. So können Sie sich Schritt für Schritt an die passende Geschwindigkeit herantasten und für filigrane Arbeiten am Werkstück wieder herunter regulieren.
Drehdurchmesser: Durchschnittlich ca. 30 cm
Mit dem Drehdurchmesser wird die Spindelstockhöhe bestimmt. Diese wiederum definiert, wie groß ein Werkstück in seinem Umfang sein darf und auf welche Maße die Drechselmaschine ausgelegt ist. Im Hobbyhandwerkerbereich liegen diese bei circa 305 mm. Je höher der Spindelstock also ist, desto stärker kann das Werkstück sein. Die Höhe zusammen mit dem Gewicht sorgt in Kombination später für die wichtige Stabilität.
Gewicht und Stabilität: Je schwerer desto besser
Durch die Arbeitsweise einer Drechselbank benötigt diese zu Ihrem Schutz undzum exakten Arbeiten einen sicheren Stand. Grundsätzlich gilt, je schwerer eine Drechselmaschine ist, desto stabiler und robuster ist sie. Das Gewicht orientiert sich wiederum an der Motorleistung. Je mehr Leistung, desto größer der Motor und desto schwerer die Drechselmaschine. Das erlaubt Ihnen auch die Bearbeitung von starken Werkstücken.
In den technischen Daten finden Sie daher immer die Empfehlungen der Höchstbelastung, welche Sie einhalten sollten. So eignen sich Tischdrehmaschinen eher für die Bearbeitung kleinerer Werkstücke. Möchten Sie in Ihrer Werkstatt große und besonders schwere Werkstücke bearbeiten, sollten Sie über die Anschaffung eines Gestellzusatzes für die Drechselbank nachdenken.
Lautstärke: Gehörschutz ist wichtig
Jeder Motor hat eine gewisse Arbeitslautstärke: Das ist auch bei einer Drechselmaschine der Fall. Höhere Motorleistungen sorgen für eine größere Geräuschkulisse als bei kleineren Geräten. Zum Schutz Ihrer Ohren sollten Sie immer einen hochwertigen Gehörschutz tragen oder Sie statten Ihre Drechselbank mit Zusatzkomponenten für eine Geräuschdämpfung aus.
Zubehör: Verschiedene Drechselfutter, oder Körnerspitzen
Zusätzlich können Sie Ihre Drechselbank mit Zubehör erweitern, um zum Beispiel auch Metall bearbeiten zu können. Hierzu zählen verschiedene Drechselfutter, Körnerspitzen zum Umwuchten bei hohen Drehzahlen, Sägen, Fräsen, Planscheiben oder Hobelgeräte. Auch ein sogenanntes Drechseleisen zum Bearbeiten des Werkstücks ist fast unerlässlich. Einige Hersteller bieten daher schon mehrteilige Drechselautomaten-Sets an.