Wie viel Geld Sie für eine Kamera ausgeben sollten, hängt in erster Linie davon ab, was Sie von dem Foto konkret erwarten. Für Gelegenheitsnutzer, die ihre Kamera mit in den Urlaub nehmen oder Schnappschüsse von den Kindern machen möchten, ist ein Gerät aus dem unteren Preissegment in der Regel vollkommen ausreichend. Wenn Sie mit verschiedenen Motiven, Einstellungen und Lichtverhältnissen experimentieren möchten, sollten Sie hingegen ein wenig tiefer in die Tasche greifen. Beispielsweise können Sie eine hochwertige Kamera von Canon oder Sony erwerben.
Gleiches gilt, wenn Sie besondere Anforderungen an eine Kamera haben. Etwa, weil Sie Unterwasseraufnahmen machen möchten. Dabei benötigen Sie ein Gerät, das wasserdicht ist. Die beste Kamera ist also immer die, die Ihren eigenen Wünschen und Vorstellungen am ehesten entspricht.
Maximale Auflösung: 12 MP sind empfehlenswert
Hersteller geben die maximale Auflösung einer Digitalkamera in Megapixel (MP) an. Dieser Wert bezieht sich auf die Bildpunkte – das heißt: Je höher die maximale Auflösung ist, umso schärfer ist letztlich das Bild. Mindestens 12 Megapixel sind für den normalen Nutzer empfehlenswert, besser 16. Darüber hinaus nimmt das menschliche Auge kaum noch Unterschiede wahr. 20 Megapixel oder mehr benötigen Sie also allenfalls dann, wenn Sie Ihre Fotos in Form großer Plakate ausdrucken möchten.
Maximaler ISO-Wert: Je höher, desto besser
Mit dem maximalen ISO-Wert wird die Lichtempfindlichkeit der Fotos angegeben. Wenn Sie sich für eine Kamera mit hohem ISO-Wert entscheiden, gelingen Ihre Fotos auch bei schlechten Lichtverhältnissen. Beispielsweise gelingen Ihnen Fotoaufnahmen in der Dämmerung. Beachten Sie jedoch, dass ein hoher ISO-Wert im Gegenzug zu Bildrauschen führen kann.
Brennweite: Mehr ermöglicht kleinere Bildausschnitte
Ob Canon oder Sony: Die Brennweite umschreibt immer den Abstand zwischen dem Objektiv einer Kamera und dem Lichtsensor. Je größer die Brennweite ist, umso kleiner ist also der fotografierte Bildausschnitt.
Blendenwerte: Einfluss auf die Tiefenschärfe
Bei den meisten Kameras können Sie die Blende (die Öffnung des Kameraobjektivs) in Stufen öffnen und schließen. Dabei gilt: Je kleiner der eingestellte Wert ist, umso größer ist die Blendenöffnung und somit auch die Lichtstärke. Allerdings geht bei einer weit geöffneten Blende immer auch Tiefenschärfe verloren.
Je weiter die Blende geschlossen ist, desto weniger Licht gelangt durch das Objektiv. Dadurch kann mehr Tiefenschärfe erzielt werden. Der vom Hersteller angegebene Wert (zum Beispiel f1,4) gibt dabei an, wie viel Licht maximal durch das Objektiv fallen kann. Je kleiner also der kleinste einstellbare Wert ist, desto größer ist die maximal mögliche Tiefenschärfe.
Videoqualität: Mindestens Full HD
Jede moderne Digitalkamera kann nicht nur Fotos, sondern auch Videos aufnehmen. Damit die Qualität der Videos überzeugt, achten Sie auf die Videofilm-Auflösung. Full HD ist inzwischen Standard. Allerdings löst das Format Ultra High Definition (4K) zunehmend das Format Full HD ab, welches sich durch noch mehr Pixel und somit durch einen noch höheren Detailreichtum auszeichnet.
Sucher: Optisch oder elektronisch
Digitalkameras verfügen über einen elektronischen oder über einen optischen Sucher. Handelt es sich um ein Gerät mit elektronischem Sucher, sehen Sie ein Bild, welches vom Bildsensor erzeugt wurde. Das bietet einen entscheidenden Vorteil: Auch bei schlechten Lichtverhältnissen ist das Motiv wesentlich besser zu sehen als bei einem optischen Kamerasucher. Ist eine Digitalkamera mit dem Hinweis ‘Live-View’ gekennzeichnet, bietet sie Ihnen die Möglichkeit, das Kameradisplay als Motivsucher zu nutzen.
Display: Klappbarkeit lohnt sich für häufige Aufnahmen
Das Display sollte beim Kauf einer Digitalkamera keinesfalls vernachlässigt werden. Hat es eine ausreichende Größe? Handelt es sich um ein benutzerfreundliches Touch-Display? Wenn Sie mit dem Gerät häufig Videos aufnehmen möchten, entscheiden Sie sich am besten für ein Produkt mit klappbarem Display. Denn dann profitieren Sie beim Filmen von einem Höchstmaß an Flexibilität.
Weitere Ausstattungsmerkmale
Achten Sie beim Kauf einer Digitalkamera auf weitere Ausstattungsmerkmale. Ein Multi-Interface-Zubehörschuh ermöglicht es Ihnen beispielsweise, die Kamera um weitere Zubehörteile (zum Beispiel Blitzeinheiten) zu erweitern. Wenn Sie Fotos per Fernauslöser aufnehmen möchten, sollten Sie zudem sicherstellen, dass dieser bereits im Lieferumfang enthalten ist.

Wir finden die Bedienelemente hier bei der Panasonic-Digitalkamera “LUMIX DMC-FZ150” ganz typisch und leicht verständlich, wobei das integrierte Mikro für die Videoaufnahmen erforderlich ist.
Nicht zuletzt spielt die Konnektivität beim Kauf einer Digitalkamera eine herausragende Rolle. Je nachdem, wie Sie das Gerät nutzen und mit anderen Geräten verbinden möchten, sollte es beispielsweise über Bluetooth, WLAN oder auch über einen USB- oder HDMI-Anschluss verfügen.