Der Deltaschleifer gehört zur Familie der Schwingschleifer bzw. Exzenterschleifer, die allerdings hauptsächlich für die Bearbeitung großer Flächen geeignet sind. Sein Schleifteller, der sich an der Spitze des Geräts befindet, vibriert mit minimalem Ausschlag und kommt daher auch direkt bis an die Kanten des Werkstücks. Die folgenden Kaufmerkmale sind besonders wichtig:
Leistung und Schwingzahl: Bis zu 280 Watt
Die meisten Deltaschleifer haben eine durchschnittliche Leistung von 160 bis 260 Watt. Sehr hochwertige Geräte kommen sogar auf bis zu 280 W und mehr. Für einfache Arbeiten, wie beispielsweise Renovierungsarbeiten, reicht ein Deltaschleifer mit 200 bis 280 W völlig aus. Nicht nur die Wattzahl, sondern auch die Schwingzahl, die in Umdrehungen pro Minute angegeben wird, gibt Auskunft über die Leistungsfähigkeit Ihres Geräts. Achten Sie darauf, dass sie zwischen 20.000 bis 24.000 U/min beträgt.
Der Begriff „Schwingkreis” bezeichnet die Größe der Kreise, welche die Schwingplatte macht. Er misst durchschnittlich 1,5 bis 2 mm. Eine Schwingplatte mit kleinem Schwingkreis erzielt oft präzisere, bessere Ergebnisse. Die beiden Merkmale sind zwar wichtig, sagen aber nur wenig über die Qualität des Deltaschleifers aus.
Handhabung und Gewicht: Kabelgebunden oder Akku
Vielmehr kommt es auf die einfache Handhabung und das Gewicht des Deltaschleifers an. Netzbetriebene Geräte sollten mit einem ausreichend langen Kabel ausgestattetsein – 2 bis 3 m Länge sind ideal. Bei einem akkubetriebenen Modell sparen Sie sich zwar das Kabel, dafür sind viele der Geräte weniger leistungsstark. Ergonomische, rutschfeste Griffe oder spezielle Anti-Vibrations-Handgriffe sorgen außerdem dafür, dass Sie mit dem Deltaschleifer schneller, effizienter und präziser arbeiten können, da er sich leichter führen lässt.
Besonders während längerer Arbeitseinsätze merken Sie schnell, ob der Deltaschleifer 100 g mehr oder weniger wiegt. Die meisten Geräte wiegen circa 1 kg. Ist Ihr Modell deutlich schwerer, was hauptsächlich bei Deltaschleifern mit integriertem Akku der Fall ist, kann die Arbeit auf Dauer sehr anstrengend und ermüdend sein.
Sicherheit: Mundschutz oder Not-Aus-Schalter
Bei der Arbeit mit dem Deltaschleifer sollten Sie nicht auf einen Mundschutz, Gehörschutz und auf eine gute Schutzbrille verzichten, da umherwirbelnder Schleifstaub und kleine Späne schnell in Augen und Atemwege gelangen, wo sie Verletzungen hervorrufen können. Zusätzlich dazu verfügen gute Deltaschleifer über verschiedene Sicherheitsmerkmale:
- Motorbremse: Sie verhindert ein zu langes Auslaufen des Deltaschleifers, um Beschädigungen am Werkstück zu vermeiden
- Not-Aus-Schalter: Dabei handelt es sich um einen ausfallsicheren Kontrollschalter, der im Notfall Sie und das Gerät selbst schützt
- Überlastschutz: Er schaltet den Deltaschleifer automatisch aus, sobald er zu heiß läuft
Zubehör und Ersatzteile: Staubabsaugung oder Schleifpapier
Viele Deltaschleifer werden mit praktischen Zusatzfunktionen und Zubehör geliefert, welches Ihnen die Arbeit komfortabler macht. Besonders nützlich ist eine integrierte Staubabsaugung oder ein Staubsaugeranschluss mit entsprechendem Staubbehälter. Während Multischleifer mit vielen unterschiedlichen Aufsätzen geliefert werden, gibt es bei klassischen Deltaschleifern höchstens einen schmaleren „Fingerschleifer-Aufsatz” dazu. Gerade als Einsteiger sollten Sie darauf achten, dass Ihr Gerät mit passendem Schleifpapier geliefert wird. Dank des Klett-Fix-Systems befestigen Sie das Schleifpapier per Klettverschluss an der Schleifplatte.
Je nachdem, ob Sie Holz, Lack, Metall oder Kunststoff bearbeiten möchten, kommen unterschiedliche Körnungen in Frage. Aber Achtung: Bei einigen Deltaschleifern können Sie nur Schleifpapiere desselben Herstellers verwenden. Das kann unter Umständen teuer und umständlich sein. Verfügt Ihr Deltaschleifer über viele Zubehörteile, lohnt sich ein passender Aufbewahrungskoffer, damit Sie immer alle Teile griffbereit haben. Wie sich die einzelnen Modelle in Ihrer Funktions- und Bauweise unterscheiden, lesen Sie jetzt.