Im Grunde besteht Brot nur aus Wasser, Mehl und ggf. etwas Brotgewürz. Bei Sauerteigbrot, ebenso wie bei vielen Varianten an Weißbrot, kommt außerdem Hefe hinzu. Dabei kann man Brotrezepte einerseits nach der verwendeten Mehlart unterscheiden. Andererseits gibt es auch bei der Verwendung von Hefe große Unterschiede.
Sowohl die gewählte Mehlart, als auch die verwendete Hefemenge entscheiden letztendlich über die Art der Zubereitung und Verwendungsmöglichkeiten des Brotes. Das kann entweder die Ruhe- und Backzeit des Brotteigs oder aber die Eignung des Brotes für individuelle Ernährungskonzepte betreffen.

Mit einer Brotbackmischung haben Sie alle Zutaten direkt in einer Tüte – genau so, wie Ihr Brot am Ende werden soll.
1.1. Brotbackmischung nach Mehltyp
Brot aus Vollkorn und Pseudogetreide ist ideal für Diabetiker:
Diabetiker müssen Zucker in ihrer Ernährung so gut es geht meiden. Dieser ist in kohlenhydratreichem Mehl leider sehr üppig vorhanden. Das gilt insbesondere für raffiniertes Weißmehl aus geschälten Weizenkörnern. Vollkorngetreide und Pseudogetreide sind hier deutlich besser für Diabetiker geeignet, weil sie weniger Kohlenhydrate enthalten.
Mehl wird gemeinhin aus sehr unterschiedlichen Getreidearten zubereitet. Darüber hinaus gibt es auch unterschiedliche Mahlgrade und Mehl aus sogenanntem Pseudogetreide. Letzteres wird gerne für glutenfreie Brotbackmischungen verwendet.
Ebenso ist die Verwendung von Vollkornmehl oder Mehl aus Pseudogetreide gesünder, enthalten entsprechende Brotbackmischungen im Vergleich zu Backmischungen aus Weißmehl doch weniger Kalorien.
Mit Blick auf die Gesundheit gilt neben glutenfreier Brotbackmischung und Vollkorn-Backmischungen vor allem Brotbackmischung aus Dinkel als besonders gesund. Das “Urkorn” unter den Weizenarten gilt als besonders nährstoffreich und kalorienarm und wird darum gerne als Fitnessbrot gehandelt.
Nachstehend finden Sie noch einmal alle wichtigen Details zu verschiedenen Mehlsorten in Brotbackmischungen:
| Weizenart | Eigenschaften |
| Brotbackmischung aus Weißmehl | - Brotbackmischung mit raffiniertem Mehl aus geschälten Getreidekörnern
- meist Weizenmehl
- wichtig in Brotbackmischung für Weißbrot
- Brotbackmischung mit Mehl dieses Typs ist nicht glutenfrei, sehr kalorienreich und enthält viele Kohlenhydrate
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| Brotbackmischung aus Vollkornmehl | - Brotbackmischung aus Vollkorn, das nicht geschält wurde
- beliebt sind vollkornhaltige Brotbackmischungen mit Dinkel oder Roggen
- unerlässlich als Brotbackmischung für Bauernbrot, Schwarzbrot und Roggenmischbrot
- als kohlenhydratarme Brotbackmischung auch für Diabetiker geeignet
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| Brotbackmischung aus Mehlersatz | - enthält Mehl aus Pseudogetreide wie Amaranth, Buchweizen, Quinoa oder Teffmehl
- Brotbackmischung ist glutenfrei
- auch für Diabetiker empfehlenswert
- ideal zum Abnehmen, da Brotbackmischung nur wenige Kalorien enthält
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Auch Low-Carb oder als Bio-Variante werden Brotbackmischungen angeboten.
1.2. Brotbackmischung nach Hefegehalt
Wie ein Brot schmeckt und ob es hell oder dunkel ist, entscheidet sich in der Regel an der Menge der zugesetzten Hefe und wie lange man diese im Teig gehen lässt. So hat Weißbrot im Vergleich zu Schwarzbrot zum Beispiel einen eher geringen Hefeanteil. Auch müssen Brotbackmischungen für Ciabatta, Baguette und andere Weißbrote mit nur 2 bis 3 Stunden Ruhezeit deutlich kürzer gehen als Schwarzbrot, bei dem die Ruhezeit mitunter 24 Stunden oder gar mehrere Tage betragen kann.
Wissenswertes: Bei Hefe handelt es sich um eine besondere Pilzart, die im Brot für das locker luftige Aufgehen des Teiges verantwortlich ist. Die Hefepilze ernähren sich im Brotteig von den Kohlenhydraten des Mehls und bewirken eine Säuregärung, deretwegen Hefebrot mit langer Ruhezeit leicht säuerlich schmeckt. Man spricht hier auch vom sogenannten Sauerteig, wie er beispielsweise für Schwarzbrot, Bauernbrot oder Vinschgauer üblich ist.
Während selbstgemischter Brotteig häufig mit feuchten Hefewürfeln angesetzt wird, verwenden Brotbackmischungen Trockenhefe.

Die Brotbackmischungen von BIOVEGAN und anderen Herstellern enthalten alle für das Brot nötigen trockenen Zutaten.
Daneben gibt es auch durchaus Brotmischungen ohne Hefe, weshalb hier wie folgt unterschieden werden muss:
| Kategorie | Besonderheiten |
| Brotbackmischung mit Hefe | z.B. Brotbackmischung mit Sauerteig und Brotmischungen für Schwarzbrot, Bauernbrot, Vinschgauer, Vollkornbrot, Baguette oder Ciabatta, |
| Brotbackmischung ohne Hefe | vor allem bei Schnellbrot, Vitalbrot, glutenfreiem Brot, und Spezialbrot für Menschen mit Candidose (Candida ist ein Hefepilz) |