Ratgeberübersicht
  1. Wie erkenne ich gute Astscheren?
  2. Was für unterschiedliche Astscheren gibt es?
  3. Welche Astschere passt zu mir?
  4. Welche Astscheren sind laut Tests am besten?
  5. Was kosten Astscheren?
  6. Wie lautet das Fazit für Astscheren?

Beim Schneiden von dünnen bis mitteldicken Ästen und Sträuchern benötigen Sie eine zuverlässige Ast- oder Baumschere. Sie hilft Ihnen dabei, Äste mit einem Durchmesser von ca. 25 bis 50 mm zu kappen. Die Tests konzentrieren sich hauptsächlich auf manuell bedienbare Astscheren, doch es gibt auch elektrische und hydraulische Scheren sowie Geräte mit Akku.

Die Scheren können verschiedene Längen haben. Bei einigen handelt es sich um Teleskop-Scheren mit Verlängerung, andere sind etwas kleiner. Für den Rückschnitt in höheren Bereichen ist eine Hochastschere empfehlenswert. Als besonders komfortabel gelten die Astscheren mit Seilzug, die eine gute Reichweite haben. Grüntek, Gardena und Fiskars bieten eine große Auswahl an Astscheren an.

Wie erkenne ich gute Astscheren?

Astschere-Test: Komplettansicht der Astschere.

Bei dieser Astschere von WORKX NITRO ist die speziell geformte Klinge, die zum Kappen der Äste erforderlich ist, gut zu erkennen.

Die Auswahl einer Astschere richtet sich nach dem Bedienkomfort, der Größe und ihrer Schneidkraft. Hier können Sie sich über Klingenqualität und andere wichtige Punkte informieren.

Klingen: Aus rostfreiem Material

Die Scherenklingen sind im Allgemeinen aus solidem Stahl gefertigt, sodass Sie auf eine rostfreie Qualität vertrauen können. Bei den Testsiegern kommt der langlebige und widerstandsfähige Werkzeugstahl SK5 zum Einsatz. Dieser lässt sich problemlos nachschleifen, um die Klingen bei Bedarf zu schärfen. Als Variante gibt es Klingen, die aus geschmiedetem Aluminium bestehen.

Griffe: Mit rutschfestem Kunststoff

Typischerweise sind die Handgriffe der Astscheren aus Aluminium gefertigt und haben einen rutschfesten Kunststoffüberzug. Dieser ist für den sicheren Griff verantwortlich. Die besten Astscheren haben ergonomisch geformteGriffe und softe Elemente. So sorgen die Herstellermarken dafür, dass sich die Gartenscheren gut fassen lassen und keine Schwielen auf Ihren Händen hinterlassen. Anstelle der Griffkonstruktion aus Alu kommen bei einigen Scheren Polymere mit Glasfaserverstärkung zum Einsatz, die ebenfalls robust und leichtgewichtig sind.

Größe: Ohne Anstrengung Äste kürzen

Die Scherenarme sind relativ lang, sodass eine gute Hebelwirkung gewährleistet ist. Entsprechend hoch ist die Schneidkraft, sodass Sie sich nicht übermäßig anstrengen müssen, um auch etwas stabilere Zweige zu kappen. In vielen Fällen brauchen die Hobby-Gärtner eine Astschere mit Verlängerung. Dadurch haben Sie mehr Reichweite, was beim Rückschnitt von Bäumen oder höheren Hecken hilfreich ist. Teleskop-Astscheren bieten Ihnen die Möglichkeit, die Arme nach Bedarf etwas weiter auszuziehen.

Schnittmechanik und Komfort: Amboss oder Bypass-Astschere

Die genaue Schnitttechnik hängt von der Form der Scherenklingen ab. Grundsätzlich können Sie sich zwischen der Amboss- und Bypass-Astschere entscheiden. Bei der Amboss-Schere trifft eine scharfe, schmale Klinge auf eine breite Fläche. Im Vergleich dazu schneidet das Bypass-Modell mit 2 scharfen Klingen, die beim Schließen direkt aneinander vorbeigleiten. Ebenso wie bei einer normalen Haushaltsschere.

Bypass- oder Amboss-Schere, viele Hobby-Gärtner haben beide Scherenarten in ihrem Geräteschuppen. Die Schnittstärke der Astschere spielt ebenfalls eine Rolle: Sie ist in mm angegeben und bezieht sich auf die Stärke der zu schneidenden Zweige. Zudem können Extras wie ein Seilzug und eine Ratschenfunktion den Komfort verbessern.

Gewicht: Ab 0,5 kg

Eine manuelle Astschere hat meistens ein Gewicht von 0,5 bis 1,5 kg. Im Vergleich dazu können die elektrischen Modelle oder die Scheren mit Akku deutlich mehr wiegen. Leichte Handgeräte sind im Normalfall zu bevorzugen. Das gilt gerade für die Hochastscheren bzw. für die Teleskop-Modelle, denn mit diesen arbeiten Sie oft in größeren Höhen. Entsprechend schwer kann die Gartenarbeit werden, wenn Sie über Kopf arbeiten. Einen Unterschied von nur 200 g merken Sie schon nach wenigen Schnitten.

Was für unterschiedliche Astscheren gibt es?

Astschere im Test: Blick auf die kurze Seite der Schere.

Hier erhalten Sie eine Vorstellung davon, wie die breite Klinge einer Astschere von WORKX NITRO in den stabilen Korpus integriert ist.

Amboss-Astscheren

Die Amboss-Astschere erkennen Sie an der Kombination aus scharfer und breiter Klinge. Die untere Klinge in breiter Form kann eine Riffelung haben, die ein Wegrutschen der Zweige verhindert. Beim Schneiden mit der Amboss-Schere brauchen Sie keinen großen Kraftaufwand. Entsprechend leicht geht Ihnen der Rückschnitt von harten Ästen von der Hand. Daher sind die Amboss-Astscheren auch für Personen geeignet, die nicht besonders stark sind. Allerdings gelingen mit dieser Schere keine perfekt sauberen Schnitte.

Frische, weiche Triebe können durch das Quetschen auf der breiten Klinge zerdrückt werden. So entsteht eine offene Schnittwunde im Holz, die das Risiko eines Pilzbefalls erhöht. Daher qualifiziert sich die leistungsstarke Amboss-Astschere vorwiegend für robuste Gehölze. Weniger eignet sie sich für sensible Pflanzen, die Sie möglicherweise nach dem Schnitt desinfizieren müssen. Dafür profitieren Sie bei der Amboss-Schere von einer recht großen Schnittstärke.

    Vorteile
  • Für stärkere Zweige geeignet
  • Schneidet hartes und altes Holz
  • Kraftsparende Schnitttechnik
  • In vielen Größen erhältlich
    Nachteile
  • Schnitt unsauber
  • Ungeeignet für empfindliche Gehölze
  • Kann Schädlingsbefall erhöhen

Bypass-Astschere

Mit der Bypass-Astschere lassen sich empfindliche Hölzer und weiche Zweige gut schneiden. Allerdings müssen Sie hier darauf achten, dass die beiden Klingen die nötige Schärfe haben. Durch den Bypass-Mechanismus entsteht eine glatte, saubere Schnittkante, welche die Holzfasern schont. Entsprechend schnell kann die Schnittwunde verheilen.

Im Gegensatz zur Amboss-Schere benötigt die Bypass-Astschere mehr Kraftaufwand. Darum haben einige Herstellermarken an neuen Getriebesystemen gefeilt und bieten mittlerweile verbesserte Scheren an. Dennoch eignen sich viele Bypass-Gartenscheren nur für Aststärken von maximal 35 oder 40 mm. Wenn die Klingen mit der Zeit an Schneidkraft verlieren, können Sie sie relativ einfach schärfen oder eine Ersatzklinge einsetzen.

    Vorteile
  • Für frisches und weiches Holz geeignet
  • Sauberer und glatter Schnitt
  • Gute Wundheilung der Pflanzen
  • Nachschärfen möglich
    Nachteile
  • Mehr Kraftaufwand nötig
  • Ungeeignet für hartes Holz
  • Relativ kleine Schnittstärke

Getriebe-Astschere

Eine Astschere mit Getriebe reduziert den Kraftaufwand enorm. Durch die Getriebefunktion gelingt es Ihnen, selbst harte, dicke Äste durchzuschneiden. Im Vergleich zu den einfachen Astscheren kosten die Getriebe-Scheren bzw. Ratschen-Astscheren jedoch etwas mehr. Mit einer solchen Getriebe-Astschere setzen Sie am Zweig an und drücken die Klingen in mehreren Schritten zu.

Am Anfang ist der Öffnungswinkel recht groß, was die Handhabung etwas erschwert. Zudem gibt es die Getriebe-Scheren im Normalfall nur mit dem Amboss-Schnittsystem. Je nach Größe und Einsatzbereich gibt es diese hochklassigen Getriebe-Astscheren auch mit Seilzug.

    Vorteile
  • Sehr geringer Kraftaufwand nötig
  • Oft große Reichweite
  • Selbst für starke Äste geeignet
  • Funktionale Ausstattung
    Nachteile
  • Hohes Gewicht
  • Teuer

Welche Astschere passt zu mir?

Astschere getestet: Sicht auf die Akkukontakte der Schere.

Dieses Foto erlaubt einen Blick auf das Unterteil einer Astschere von WORKX NITRO. Sie sehen, wo das Akku-System untergebracht ist.

Amboss-Astschere: Für den praktisch orientierten Hobbygärtner

Die Amboss-Astschere ist Ihr bevorzugtes Werkzeug, wenn der Baumschnitt ansteht. Mit den Klingen setzen Sie an der richtigen Stelle an und drücken einmal zu. Viel Kraft brauchen Sie dafür nicht, denn die scharfe Klinge gleitet leicht durch das Holz. Auf der geriffelten Amboss-Fläche können die Zweige nicht wegrutschen. So kappen sie einen Ast nach dem anderen, ohne dabei Ihre Armmuskeln zu sehr anzustrengen.

Sie wollen jedoch relativ junges, weiches Holz schneiden? Dann zeigt die Amboss-Schere ihre Schwächen, denn hier zerdrückt die scharfe Klinge die Zweige auf dem Amboss. Darum sollten Sie die Amboss-Schnitttechnik nur für hartes Holz verwenden, beispielsweise um einen Strauch mit trockenen Zweigen zurückzuschneiden. Beim Rückschnitt von robusten Pflanzen sollte es ebenfalls keine Probleme geben: So kommt Ihr Vorgarten mit der Unterstützung der Amboss-Astschere schnell wieder in Form.

Bypass-Astschere: Für erfahrene Gartenbesitzer

Die Astscheren mit Bypass-Technik helfen Ihnen dabei, junge Triebe und weiches Holz zu schneiden. Gerade bei dünnen Zweigen brauchen Sie nicht viel Schnittkraft. Hier geht es eher darum, eine möglichst kleine Schnittwunde zu erzeugen. Die 2 scharfen, geschwungenen Klingen gleiten so aneinander vorbei, dass sie die Zweige nicht quetschen, sondern sauber trennen. Dieses Vorbeigleiten erfordert mehr Kraftaufwand, dafür minimieren Sie das Risiko, dass es an der Schnittwunde der Gehölze zu Schädlingsbefall kommt.

Die Astschere für hochgelegene Äste

Wenn Sie öfters Zweige in größeren Höhen schneiden, lohnt sich eine Bypass-Hochastschere oder ein Teleskop-Scheren. Für noch mehr Flexibilität im Garten kann eine zusätzliche Säge mit Seilzug sinnvoll sein.

Getriebe-Astscheren: Für anspruchsvolle Gartenbesitzer und starke Äste

Eine große Astschere mit Ratschenfunktion unterscheidet sich durch ihre spezielle Kraftübertragung von den klassischen Scheren. Wenn Sie zum ersten Mal eine Getriebe-Astschere in den Händen halten, müssen Sie sich zunächst mit dem System vertraut machen. Am Anfang öffnen Sie die Scherenarme sehr weit. Beim Zudrücken kommt der eingebaute Stufenmechanismus bzw. die Ratsche zum Einsatz. So verteilt sich der Kraftaufwand auf mehrere Schritte.

Selbst starke Äste von 50 mm lassen sich auf diese Weise leicht schneiden. Der minimale Kraftaufwand macht die Arbeit zum Kinderspiel. Im geöffneten Zustand ist die Ratschen-Astschere zwar sperrig, bald haben Sie sich an die Bedienung und die kraftvolle Leistung gewöhnt.

Welche Astscheren sind laut Tests am besten?

In den Astscheren Tests erfahren Sie viele Details zu den verschiedenen Astscheren und zu ihrer Nutzung. Bei der Stiftung Warentest liegen Testergebnisse vor, die sich auf verschiedene Arten von Gartenscheren beziehen. Teilweise konzentrieren sich die Tester speziell auf Astscheren, wobei sie allerdings gewisse Schwächen feststellten.

Astscheren im Test bei der Stiftung Warentest

Die Schwächen der Astscheren zeigten sich unter anderem im recht hohen Kraftaufwand. Außerdem in einer mäßigen Schnittqualität und in den schadstoffhaltigen Materialien der Griffe.

Die Tester nutzten beispielsweise einen automatischen Prüfstand, um den Kraftaufwand beim Schneiden zu ermitteln. Unter Erhöhung des Drucks protokollierten die Experten den Vorgang lückenlos, und zwar für verschiedene Holzarten. Auf diese Weise gelang es der Stiftung Warentest, die Astscheren Testsieger im Astscheren Test zu ermitteln.

Testsieger im Astscheren Test der Stiftung Warentest 2015 wurde die Power Gear L94 von Fiskars. Diese Astschere überzeugte mit der Note 2,0. Bei den Astscheren mit Teleskopfunktion wurde die Gardena Comfort 650 BT Testsieger mit der Note 2,4.

Was kosten Astscheren?

Einfache und hochklassige Astscheren liegen preislich weit auseinander. Beim Kauf sollten Sie nicht zu sparsam sein. Besonders die günstigen Scheren stellen Sie nicht zufrieden und haben keine lange Haltbarkeit. Im Testvergleich sind die teureren, höherwertigen Astscheren langlebiger und leichter zu bedienen. Zudem lohnt sich bei den Qualitäts-Astscheren eine Reparatur, darum gibt es für diese die erforderlichen Ersatzteile. Von Herstellern wie Grüntek, Gardena und Fiskars erhalten Sie eine große Auswahl an Astscheren in verschiedenen Preisklassen.

Günstige Astscheren: Ca. 15 bis 25 Euro

Schon für 15 bis 25 Euro können Sie recht zuverlässige und schneidstarke Amboss- und Bypass-Astscheren kaufen. Möglicherweise sind gewisse Abstriche hinsichtlich der Klingenschärfe nötig. Hier kann ein Nachschärfen helfen. Für den Kleingarten mit nur wenig Gehölzen reicht die günstige Astschere jedoch aus. Im Vergleich zur Amboss-Schere arbeitet die Bypass-Astschere mit mehr Präzision und schont die Pflanzen. Diese Regel gilt auch für die günstigen Scherenmodelle.

Astscheren in guter Qualität: Zwischen 25 bis 50 Euro

Für einen Preis über 25 Euro können Sie Astscheren mit ergonomischen Griffen kaufen. Diese lassen sich bequem greifen und überzeugen außerdem mit einer kraftsparenden Bedienung. Das ist auch bei dem Bypass-Schneidsystem der Fall, das im Vergleich zur Amboss-Technik mehr Muskelkraft erfordert. Die höherwertigen Astscheren für 40 bis 50 Euro haben oft austauschbare Verschleißteile und sind entsprechend lange haltbar.

Premium-Astscheren: Ab 50 Euro

Wenn Sie mehr als 50 Euro in eine Astschere investieren, bekommen Sie ein hochwertiges Gartenwerkzeug mit Verlängerung und optimaler Kraftübertragung. Mit einer modernen Schneidkopftechnologie kann sie sich um das Vierfache erhöhen. Die bessere Kraftübertragung hängt außerdem mit der Länge der Alu- oder Fiberglasrohre zusammen.

In der Preisklasse bis ca. 100 Euro finden Sie Astscheren mit professioneller Ausstattung und antihaftbeschichteten Klingen. Die Gelenke sind flach verschraubt und ebenso wie die Holme sehr robust und lange haltbar. Wenn Sie ein innovatives Kombi-System mit Seilzug suchen oder eine gute Getriebe-Astschere, kann der Preis auch über 100 Euro liegen.

Wie lautet das Fazit für Astscheren?

Die vielfältigen Infos unterstützen Sie bei der Kaufentscheidung. Damit Ihre neue Astschere die Gartenarbeit zuverlässig erledigt, sollten Sie sich die wichtigsten Fakten noch einmal vergegenwärtigen.

  • Astscheren helfen beim Rückschnitt von Sträuchern und Hecken und kappen Zweige, die 25 bis 50 mm dick sind.
  • Im Kleingarten reicht oft eine günstige Amboss- oder Bypass-Schere für rund 20 Euro aus.
  • Wenn Sie öfters Sträucher zurückschneiden, sollten Sie eine kraftsparende Astschere für 25 bis 50 Euro kaufen.
  • Für dickere Äste brauchen Sie eine leistungsstarke Astschere, die zwischen 50 und 100 Euro kostet.
  • Die Ratschenfunktion erhöht die Kraftübertragung, kann jedoch bei dünnen Zweigen etwas unhandlich sein.
  • Für den Rückschnitt von Bäumen und hohen Hecken lohnt sich eine Hochastschere bzw. eine Schere mit Teleskopauszug.

Sehen Sie sich im Sortiment der Astscheren um und finden Sie unter Berücksichtigung der Produktmerkmale Ihren eigenen Testsieger: Damit geht Ihnen der Rückschnitt zügig von der Hand.