Ratgeberübersicht
  1. Wie erkenne ich gute Angelruten?
  2. Was für unterschiedliche Angelruten gibt es?
  3. Welche Angelrute passt zu mir?
  4. Welche Angelruten sind laut Tests am besten?
  5. Was kosten Angelruten?
  6. Wie lautet das Fazit für Angelruten?

Wie erkenne ich gute Angelruten?

Eine gute Angelrute sollte leicht, aber trotzdem robust gebaut sein. Ausschlaggebend dafür sind vor allem die verwendeten Materialien. Auf diese Punkte sollten Sie beim Kauf Ihrer neuen Angel besonders achten:

Gewicht: Bei Schwimmerangeln besonders wichtig

Je leichter eine Angelrute ist, desto länger können Sie mit dieser Fischen, ohne dass Ihnen die Arme schwer werden. Steckruten sind bauartbedingt meist etwas leichter als Teleskopruten. Je länger Sie die Angelrute in den Händen halten, desto wichtiger ist, dass diese möglichst leicht ist. Das ist vor allem beim Spinn- und Schwimmerangeln der Fall: Dort halten Sie die Angel die ganze Zeit in der Hand.

Länge: Faltbare oder steckbar

Alle Angelruten lassen sich für einen leichteren Transport entweder ineinander falten (Teleskopruten) oder auseinander stecken (Steckruten). Die ideale Länge der Angel richtet sich damit nicht nach der Größe Ihres Autos, sondern einzig und allein danach, auf welche Art und Weise Sie damit Angeln möchten. Achten Sie im Zweifelsfall trotzdem auf die Transportlänge, also die kleinstmögliche Länge der Angelrute.

Zum Angeln von einem Boot eignen sich eher kurze Ruten mit bis zu 2 Metern Länge. Dadurch finden auf einem Schiff auch mehrere Angler Platz, ohne sich gegenseitig beim Auswerfen zu stören. Lange Angelruten haben den Vorteil, dass Sie mit ihnen leicht sehr weit auswerfen können. Das ist vor allem beim Fischen vom Ufer aus in großen Gewässern von Vorteil. Mittellange Ruten sind Allrounder und machen das Auswerfen mit Büschen oder hohen Bäumen im Rücken bequemer.

Material: Glas- oder Kohlefaser

Während Angelruten früher meist aus Holz gefertigt wurden, kommen heute zunehmend moderne Werkstoffe zum Einsatz. Beliebte Materialien sind Glas- und Kohlefaser, die entweder alleine oder als Materialmischung zum Einsatz kommen. Angelruten aus Glasfaser sind etwas schwerer, dafür aber auch stabiler und elastischer als solche aus Kohlefaser. Angeln, die beide Materialien kombinieren, verstärken die Glasfaser meist mit Einmischen von Kohlenfaser und werden als Composite Angelruten bezeichnet.

Wurfgewicht: Für den besten Fang

Das Wurfgewicht gibt an, wie viel Gewicht Sie mit der Angelrute maximal sicher auswerfen können. Überschreiten Sie dieses, kann die Angel unter Umständen brechen oder anderweitig Schaden nehmen. Oft geben Hersteller außerdem ein Mindest-Wurfgewicht an. Unterschreiten Sie dieses, biegt sich die Angelrute meist schlechter und Sie können im Resultat nur kürzer auswerfen. Überlegen Sie am besten bereits vor Anschaffung der neuen Angelrute, für welche Art des Fischens Sie diese nutzen wollen und informieren Sie sich über die dafür üblichen Wurfgewichte!

Zubehör: Köder, Gewichte oder Angelrolle

Viele Hersteller bieten ihre Angelruten nicht nur separat, sondern auch mit einer großen Auswahl an Zubehör an. Das ist vor allem für Anfänger und Einsteiger interessant. Aber auch Profis können von speziell auf die Angelrute abgestimmten Ködern und Gewichten profitieren. Die passende Angelrolle erleichtert Ihnen das Auswerfen zusätzlich.

Neben dem Zubehör, das direkt beim Kauf erworben werden kann, gibt es weitere Gadgets, die das Angeln vereinfachen. Dazu gehört zum Beispiel die Anschaffung eines Fischfinders.

Was für unterschiedliche Angelruten gibt es?

Auf dem Markt ist eine Vielzahl unterschiedlicher Angelruten erhältlich. Während einige speziell auf eine bestimmte Art des Angelns ausgelegt sind, legen andere ihren Schwerpunkt auf das Fangen eines bestimmten Fisches. Vielseitiger sind sogenannte Allround-Angelruten, die Sie für unterschiedliche Arten des Angelns nutzen können.

Allround-Angelruten

Allround-Angelruten eignen sich für unterschiedliche Fisch- und Angelarten. Das macht sie vor allem für Einsteiger, die sich noch nicht auf einen bestimmten Stil festgelegt haben, und Fortgeschrittene attraktiv. Doch auch bei den Allround-Angelruten gibt es gewisse Unterschiede: Leichtere Ruten eignen sich vor allem für Seen und stille Gewässer, während für große Fische wie Karpfen und Hechte deutlich schwerere Wurfgewichte und damit auch stabilere Angelruten nötig sind.

    Vorteile
  • Weniger Einschränkungen bezüglich unterschiedlicher Angelmethoden
  • Vielseitig verwendbar
  • Wenig Vor- und Fachwissen zur Wahl der richtigen Angel nötig
    Nachteile
  • Für Fischarten mit extremen Anforderungen ungeeignet
  • Geringe Erfolgsquote bezüglich bestimmter Fischarten
  • Für keine Angelmethode optimiert

Angelruten für bestimmte Zielfische

Einige Angeltypen sind nach den Fischen benannt, für dessen Fang sie geeignet sind. So gibt es beispielsweise Karpfen-, Waller-, Forellen- oder Welsruten. Die Angeln für bestimmte Zielfische sind in Größe, Gewicht und meist auch Zubehör genau an die für diese Fischart benötigten Gegebenheiten angepasst. Das heißt nicht, dass Sie mit einer solchen Angel ausschließlich diese Zielfische fangen können. Es ist jedoch wahrscheinlich wesentlich schwerer, mit einer Welsrute einen kleinen, schnellen und wendigen Fisch zu fangen.

    Vorteile
  • Für bestimmte Fische optimiert und daher besonders erfolgreich
  • Kein detailliertes Wissen über die Fischart nötig
  • Einfach zu handhaben
    Nachteile
  • Nur für eine bestimmte Gruppe von Fischen geeignet
  • Zusätzliches Fachwissen für weitere Verwendung nötig
  • Unflexibel was Fischart und Gewässer angeht

Angelruten für bestimmte Angelmethoden

Genauso wie für Zielfische gibt es auch Angelruten, die genau auf eine bestimmte Form des Angelns abgestimmt sind. Dazu gehören beispielsweise Fliegenruten zum Fliegenfischen sowie Spinn-, Boots- oder Grundruten. Da sich einige Methoden besser zum Fangen bestimmter Fische eignen, sind diese Angelruten letztendlich auch für das Fangen einiger Fischarten besonders gut geeignet. Spinnruten sind zum Beispiel eher leicht, weil Sie mit ihnen immer wieder auswerfen und einholen müssen.

    Vorteile
  • Für eine bestimmte Art des Angelns optimiert und erfolgreich
  • Entspricht genau den Anforderungen ihres Spezialgebiets
  • Einfach zu handhaben
    Nachteile
  • Können bei anderen Angelarten beschädigt werden
  • Schränken Angler bezüglich Gewässer- und Fischarten ein
  • Müssen mit entsprechendem Zubehör kombiniert werden

Welche Angelrute passt zu mir?

Welche Angelrute die richtige für Sie ist, hängt vor allem davon ab, wo und wofür diese zum Einsatz kommen soll.

Allround-Angelruten: Für Einsteiger und Gelegenheits-Angler

Mit einer Allround-Angelrute setzen sich beim Angeln keinen richtigen Schwerpunkt. Diese Modelle eignen sich daher hervorragend für Anfänger, die sich noch nicht auf einen bestimmten Angelstil oder Zielfisch festlegen möchten, sondern gerne erst einmal alles ausprobieren. Auch wer nur gelegentlich angeln geht und dabei flexibel bleiben möchte, ist mit einer Allround-Angelrute bestens beraten.

Wer bereits einen Schwerpunkt legen, aber trotzdem nicht festgelegt sein will, wählt eine etwas längere Rute zum Angeln vom Ufer aus oder eine etwas kürzere, um von einem Schlauchboot heraus zu agieren. Besonders flexibel sind Sie außerdem, wenn Sie eine Allround-Rute mit mehreren Wechselspitzen erstehen. So können Sie Ihre Rute den jeweiligen Gegebenheiten anpassen und schon einmal ein Gefühl für die kleinen, aber feinen Unterschiede von spezialisierten Angelruten bekommen.

Spinnruten: Für aktive Angler

Wenn Ihnen von Anfang an klar ist, dass nur am Ufer in ihrem Angelstuhl sitzen und auf einen Fang warten nicht Ihr Angel-Stil ist, dann sollten Sie in eine Spinnrute investieren. Diese Art der Angel ist speziell auf das Fischen durch stetes Auswerfen und Wiedereinholen des Köders ausgerichtet. Anders als beim Grund- oder Futterkorbangeln, bei denen Sie nach einmaligem Auswerfen der Angel erst einmal warten, betätigen Sie sich beim Spinnangeln also auch körperlich.

Damit das Fischen aber nicht bereits nach kurzer Zeit zu anstrengend wird, sollten Sie sich für längere Sessions eher eine Steckrute als eine Teleskopangel zulegen. Die Angelruten zum Zusammenstecken sind tendenziell etwas leichter und liegen aufgrund des geringeren Durchmessers besser in der Hand als ausziehbare Modelle. Da sich nach einigen Stunden jedes Gramm in der Hand bemerkbar macht, lohnt es sich, zum Spinnangeln die genauen Gewichte der unterschiedlichen Angelruten zu vergleichen.

Zielfisch-Ruten: Für Ehrgeizige und Zielstrebige

Zielfisch-Ruten sind das richtige, wenn Sie wissen, welchen Fisch Sie fangen möchten, beispielsweise um diesen später zu essen. Beachten Sie dabei, dass es aber nicht nur auf die richtige Angelrute, sondern auch auf die Montage und Köder ankommt. Nur wenn alle Bestandteile Ihrer Angelausrüstung perfekt an die Gewohnheiten des jeweiligen Zielfisches angepasst sind, können Sie Ihre Fangquote maximieren. Die wichtigsten Zielfisch-Ruten sind:

  • Aalruten: schwere Posen- oder mittlere Grundruten
  • Karpfenruten: robuste, starke und trotzdem weiche Angelrute mit langer Schnur zum Grundangeln
  • Hechtruten: stabil, Wurfgewicht mindestens 30 g und Spitzenaktion
  • Barschruten: eher kurz und weich mit leichtem Wurfgewicht und Spitzenaktion
  • Zanderruten: feinfühlig, aber nicht zu weich mit mittlerem Wurfgewicht und Spitzenaktion
  • Forellenruten: leichte Spinnruten mit sehr sensibler Spitze

Welche Angelruten sind laut Tests am besten?

Weder Stiftung Warentest noch ÖKO-TEST haben bisher Angelruten oder anderes Angelzubehör untersucht und auf Mängel geprüft. Bekannte deutsche Angelzeitschriften wie „Blinker“, „Karpfen“ oder „Fliegenfischen“ führen zwar selbst Tests durch, das aber nur vereinzelt und in Form von Erfahrungsberichten zu besonders vielversprechenden Angelruten, die neu auf den Markt kommen.

Was kosten Angelruten?

Wie viel eine Angelrute kostet, hängt in der Regel vor allem von den verwendeten Materialien und dem mitgelieferten Zubehör ab. Modelle, die mit mehreren Spitzen geliefert werden, sind natürlich teurer in der Anschaffung als solche, die nur eine einzige Option bieten – meistens aber deutlich günstiger, als sich gleich mehrere unterschiedliche Angelruten anzuschaffen.

Günstige Angelruten: Ab 20 Euro

Der Einstieg in die Welt des Angelns muss nicht unbedingt teuer sein. Erste Allround- und Spinnruten erhalten Sie bereits für 20 bis 40 Euro. Dabei handelt es sich in der Regel ausschließlich um die Route selbst. Nötiges Zubehör wie Köder, Haken, Halter, Tasche und Rolle müssen Sie separat beschaffen. Gerade Anfänger, die noch nicht wissen, wie sie alles perfekt aufeinander abstimmen, sollten sich hier helfen lassen oder zu vorgefertigten Sets greifen. Fortgeschrittene können hingegen mit günstigen Angelruten schnell ihre Möglichkeiten und Ausrüstung ausbauen.

Robuste Angelruten: Zwischen 60 bis 150 Euro

Wenn Sie etwas ausgefallenere Wünsche haben, wie eine Angelrute fürs Meer oder die Brandung, oder einfach gerne in eine etwas hochwertigere Angelrute investieren möchten, sind Sie mit Modellen im mittleren Preisbereich gut beraten. Hier finden Sie beispielsweise Modelle bekannter Markenanbieter wie Shimano oder Daiwa, die für ein ausgezeichnetes Preis-Leistungsverhältnis stehen.

Als Materialien werden in diesem Preisbereich meist Carbon und ein Griff aus EVA oder Kork verwendet. Besonders praktisch sind Angelruten, die in einer passenden Tasche geliefert werden. So kann ihnen beim Transport nichts passieren.

Hightech-Angelruten für Profis: Ab 200 Euro

Für die Hightech-Angelruten verlangen Hersteller bis zu 700 €. Die aus sehr belastbarer, aber gleichzeitig leichter Kohlefaser gefertigten Ruten ermöglichen sowohl extrem weite Würfe als auch ein sehr feines Gefühl beim Angeln, sodass Sie den Fisch beim Anbeißen sofort spüren. Um noch mehr Gewicht einzusparen, bestehen bei sehr hochwertigen Angelruten auch die Ringe aus Kohlefaser anstatt aus Metall.

Wie lautet das Fazit für Angelruten?

Egal ob Sie Anfänger oder schon passionierter Angler sind – dank dieser Kaufberatung kennen Sie nun die wichtigsten Eckpunkte, die es bei der Anschaffung einer neuen Angelrute zu beachten gilt:

  • Ideal für Anfänger sind sogenannte Allround-Angelruten, mit denen Sie unterschiedliche Angelmethoden ausprobieren können und die vergleichsweise günstig in der Anschaffung sind.
  • Allround-Angelruten erhalten diese bereits ab 20 Euro
  • Bei vielen Anglern beliebt ist das Spinnfischen und dementsprechend groß ist hier die Auswahl an unterschiedlichen Angelruten.
  • Hightech-Angelruten sind sehr leicht und trotzdem stabil, richten sich mit ihrem hohen Anschaffungspreis aber vor allem an passionierte Angler und Profis
  • Angelruten für bestimmte Zielfische sind praktisch, aber nicht vielseitig nutzbar. Wer mehr Freiheiten haben möchte, sollte eher Angelruten für bestimmte Formen des Angelns wählen und damit eine breitere Auswahl an Fischen zur Verfügung haben

Entdecken Sie jetzt gleich Angebote für Angelruten, die genau zu Ihren Bedürfnissen passen! Damit steht dem nächsten gemütlichen Angeltag nichts mehr im Wege. Petri Heil!