Wiederaufladbare Batterien für Akku-Ladegeräte gibt es zwar schon eine längere Zeit, doch trotzdem greifen viele nach wie vor zu Einwegbatterien, die Sondermüll verursachen. Dabei ist die wiederaufladbare Variante in Kombination mit einem Ladegerät nicht nur umweltfreundlicher und nachhaltiger, sondern auf Dauer auch kostengünstiger. Die Auswahl am Markt ist jedoch groß. Achten Sie beim Kauf daher auf folgende Kriterien:

Hier erkennen wir ein Canon Akkuladegerät, das speziell für den eigenen Kamera-Akku gedacht ist, wie wir feststellen.
Akkutyp: Generalisten- oder Spezialisten-Ladegerät?
Während Sie in einem Universal- oder Kombi-Ladegerät mehrere Typen von Akkus gleichzeitig laden können, sind andere Akku-Ladegeräte oft auf einen bestimmten Akkutyp ausgelegt. Das sind die gängigsten Batteriesorten, die sich dabei von Akku-Ladegeräten laden lassen:
- AAA: Micro-Zelle mit 1,2 V für Fernbedienungen, Radios, Uhren, etc.
- AA: Mignon-Zelle mit 1,2 V für Kameras, Wecker, tragbare Geräte
- C: Baby-Zelle mit 1,2 V für Wanduhren, Taschenlampen, etc.
- D: Mono-Zelle mit 1,25 V für große Taschenlampen, Spielzeug, Radiorekorder
- 9V-Block: Block-Zelle mit 8,4 V für Geräte mit hohem Spannungsbedarf
- 23-A-12V: Kleine Zelle mit hoher Spannung – benötigt 12 V-Akku-Ladegerät
Der Großteil der Akku-Ladegeräte ist auf die Batterie AA oder AAA ausgerichtet.
» Mehr Informationen Akkutechnologie: Li-Ionen oder NiMH-Akkus
Nicht nur der Akkutyp, den Sie hauptsächlich verwenden, sondern auch seine Technologie spielt eine große Rolle. Heutzutage kommen hauptsächlich Li-Ionen-Akkus oder NiMH-Akkus (Nickel-Metallhydrid-Akkus) zum Einsatz. Nickel-Cadmium-Akkus sind seit 2017 in der EU nicht mehr frei verkäuflich. Während bei den NiMH-Akkus Mignon- (AA) und Micro-Rundzellen (AAA) gängige Größen sind, und sie daher in fast jedes Universalladegerät passen, besitzen Geräte mit Lithium-Ionen- oder Lithium-Polymer-Akku oft eigene Ladegeräte. Das zeichnet die einzelnen Technologien aus:
- NiMH-Akkus: Hohe Kapazität, bis zu 1.000 Mal aufladbar
- Li-Ion Akkus: Geringe Selbstentladung, beispielsweise für Handys, Notebooks und Kameras geeignet
- Li-Polymer Akkus: Extrem hohe Kapazität, kurze Lebensdauer, kommen beispielsweise im Modellbau zum Einsatz
Anzahl der Ladeplätze: Zwischen 1 und 16
Akku-Ladegeräte haben 1 bis 16 Ladeplätze. Werkzeugakku-Ladegeräte und Spezialladegeräte verfügen oft über einen Slot. Um den passenden Akku zu laden, sind Universalladegeräte von Herstellern wie Ansmann mit bis zu 16 Slots ausgestattet. Für den durchschnittlichen Hausgebrauch reichen aber Akku-Ladegeräte mit 2 bis 4 Slots.
Sonderfunktionen und Zubehör: Praktische Extras
Im Gegensatz zu einfachen Akku-Ladegeräten, die nur die Grundfunktionen Laden und Entladen beherrschen, sind hochwertige und smarte Modelle mit diversen Sonderfunktionen ausgestattet. Besonders hilfreich sind kleine LED-Displays, die Ihnen ausführliche Infos über Ladestatus, Spannung (V), Kapazität (mAh), Lade- und Entladestrom, sowie Lade- und Entladedauer geben. Auch eine Entladefunktion ist von Vorteil, da vollständig entleerte Akkubatterien auf Dauer länger halten. Das sind zudem weitere praktische Funktionen:
- Akku-Defekt-Erkennung: Das Akku-Ladegerät erkennt defekte Akkus durch eine Spannungsmessung
- Erhaltungsladung: Bei vollständig geladenem Akku kann das Ladegerät auf Erhaltungsladung umstellen, um ein Überladen zu vermeiden. Gleichzeitig wird ein Absinken des Ladestandes verhindert
- Ladestromanpassung: Ermöglicht ein besonders schonendes und sicheres Laden
- USB-Adapter: Zum Laden der Akkus über ein USB-Kabel – beispielsweise am PC
- Überladeschutz: Beendet den Ladevorgang automatisch, damit Akku und Akku-Ladegerät nicht durch eine zu hohe Temperatur geschädigt werden
Ladegeräte mit Adapter können vielseitig eingesetzt werden
Innovative Akku-Ladegeräte verfügen über einen USB-Adapter, sodass der Akku den Strom von verschiedenen Geräten wie Ihrem PC bezieht.
Qualität und Bedienbarkeit: Auch auf die Akkus selbst kommt es an
Ein Akku-Ladegerät können Sie auch als Laie leicht bedienen. Achten Sie jedoch auf eine solide Verarbeitung. Vor allem günstigen Geräten fehlt oft der wichtige Überhitzungsschutz oder Akkus werden viel zu lange geladen. Auch die Qualität der Akkubatterien spielt eine große Rolle: Greifen Sie zu minderwertigen Akkus, nützt auch ein hochwertiges Akku-Ladegerät nichts.

Die Funktionsweise ist bei Akkugeräten (hier ein Canon Akkuladegerät) immer gleich, wie wir bei unseren Recherchen erfahren.